- Wenn der SHRW zu Saisonbeginn den Einsatzplan
vom/von der Abteilungsleiter/-in erhält, sollte er/sie auch um ein Exemplar des
Vereinsspielplans bitten.
Begründung: Der/die SHRW macht sich eine aktuelle
Namens- und Adressenliste mit der Abkürzung der Mannschaft, den der /die SHR
angehört und falls nötig die Abkürzung desjenigen Teams, daß von dieser Person
trainiert/gecoacht wird.
Bsp.:
Andrea Mustermann DBL/CK2
Musterstr. l
12345 Musterstadt
Der/die SHRW vergleicht nun die Einsätze-Daten mit
den Spieldaten. Dabei soll auf dem linken Rand die Abkürzung derjenigen
Mannschaft eingetragen werden, denen die SHR angehören, die an jenem Datum
pfeifen können.
Bsp.:
Einsatz:
Sa., 21.09.1996 SHR
14.00 KB I BREK-TGSO TGRS
Spielplan:
Sa., 21.09.1996
16.00 DBL ZOTZ
-TGRS
- Andrea Mustermann, Spielerin in der DBL-Mannschaft
kann nicht eingesetzt werden, da sie gleichzeitig, mit Berechnung der
Anfahrtszeit, Auswärts ein Spiel bestreitet.
- Auf dem Einsatzplan steht daher: Einsatz:
HB2
Sa., 21.09.1996 SHR
HC4 14.00 Uhr KB l BREK-TGSO
TGRS
- zu diesem Einsatz können infolgedessen nur SHR aus
den Herrenmannschaften eingesetzt werden. Der gleiche Vergleich wird unter dem
Aspekt des Einsatzes von SHR vorgenommen, die ein Team
trainieren/coachen.
- Hat der SHRW auf dem linken Rand des gesamten
Einsatzplanes die Abkürzungen der möglichen Mannschaften notiert, so kann er/sie
für alle SHR eine Kopie ziehen. Mit dieser Kopie sollen ebenfalls eine Kopie der
aktuellen Namensliste der Vereins-SHR und den Termin für eine SHR-Sitzung so
früh wie möglich geschickt werden.
a) Namens- und
Adressenlisten: Alle Vereinsschiedsrichter
und der/die Abteilungsleiter/'in sollten immer eine aktuelle Namensliste mit den
Adressen und Telefonnummern aller Vereins-SHR haben, um eine reibungslose und
kurzfristige Kommunikation untereinander garantieren zu können.
b) Termin für
eine SHR-Sitzung: Eine Sitzung ist für die
Verteilung der Einsätze wichtig, damit die SHR dabei mitbestimmen können und
nicht das Gefühl haben, daß über ihre Köpfe entschieden wird.Die Sitzung kann
zwischen zwei Trainingseinheiten in der Halle stattfinden. So wird garantiert,
daß sich ein Teil der SHR bereits an einem Ort, hier die Halle, befinden.
Hiermit kommt man der Bewegungsfaulheit mancher SHR zu solchen Sitzungen
entgegen. Bis zum besagten Termin haben alle SHR Zeit, den Einsatzplan mit ihrem
privaten Kalender zu vergleichen und sich bestimmte Termine vorzumerken, die
nicht auf Geburts- oder Hochzeitstage, Urlaub oder ähnliches fallen. Die Sitzung
kann dann oftmals zu einer nur 15minütigen Angelegenheit
werden.
3. Während der Einteilung sollte sich jeder SHR die
Namen der jeweils eingesetzten SHR hinter den Terminen notieren. Damit ist
garantiert, daß der/die SHR bei kurzfristiger Verhinderung weiß, mit wem er/sie
evtl. Einsätze tauschen kann. Ein Ansprechen des Vereins- oder gar Bezirks-SHR
kann somit überflüssig werden. Außerdem verschaffen sich alle SHR einen
Überblick darüber, ob auch jeder seine Mindesteinsatzzahl von sechs (6) Spielen
einhält.
4. Solche SHR-Sitzungen können auch zweimal in der
Saison durchgeführt werden. Ich empfehle die erste zu Saisonbeginn. In dieser
können zunächst die Einsätze bis Ende Januar des folgenden Jahres verteilt
werden. Die zweite kann dann im Anfang/Mitte Dezember angesetzt werden, um die
restlichen Einsätze zu vergeben und etwaige Änderungen untereinander zu
klären.
Grund: Zu Saisonbeginn sind meist noch keine
Urlaubsplanungen für Winter- (im Februar/März) und Oster-ferien (März/April)
gemacht worden. So können viele SHR, die Familie haben, ihre Einsätze besser
aussuchen.
5. Für die Einsätze in der Pokalrunde soll genauso
verfahren werden. Mit einer solchen Vorgehensweise kann eine gute Zusammenarbeit
zwischen dem/der SHRW und den SHRn aufgebaut werden und führt zu einem Gelingen
der SHRW-Tätigkeit.
Zusätzlich erhalten alle Beteiligten einen
Überblick über
- die Namen, Adressen und Telefonnummern aller
aktiven SHR in der neuen Saison
- ihrer Einsätze und
- der Anzahl ihrer Einsätze.
Desweiteren weiß jeder SHRW bei Spielausfall, z.B.
durch Zurückziehungen von Mannschaften aus der Runde, sofort, wen dieser Ausfall
betrifft und ob dadurch die Mindesteinsatzzahl der betroffenen SHR
unterschritten wird. Für Ersatz durch Umstellungen oder kurzfristig angenommener
Anfragen vom Bezirks-SHRW kann dann leichter gesorgt werden.
Einsatz von
D-lizensierten SHR und Seiteneinsteiger
In den vergangenen Saisons gab es zunehmend laute
Stimmen gegen die abnehmende Qualität der SHR-Leistungen. Ich bin der Meinung,
daß auch hierfür die SHR nur zum Teil verantwortlich sind.
Oft werden D-SHR oder Seiteneinsteiger mit
Einsätzen in (Herren-, Damen-und Jugend-)Bezirksligen überfordert. Schnell
entsteht bei diesen SHRn durch oftmals berechtigten Protest der Trainer und
Spieler Frustration und verlieren innerhalb kürzester Zeit die Lust am
Pfeifen.
Junge bzw. D-SHR müssen langsam aufgebaut und
ständig motiviert werden. Sie sollten aus diesem Grund in ihrer gesamten ersten
beiden Saisons als SHR:
- nur mit erfahrenen Kollegen eingesetzt werden, um
das Gefühl für bestimmte Entscheidungen während des Spiels zu
entwickeln;
- niemals mit einem anderen D-SHR oder
Seiteneinsteiger eingesetzt werden;
- keine D-Jugend- oder Mini-Spiele pfeifen, da hier
durch große Leistungsunterschiede (oft treffen völlige Anfängermannschaften auf
Fortgeschrittene) ein großzügiges Pfeifen vonnöten ist. Hierzu ist Erfahrung
wichtig;
- Spiele weiblicher Mannschaft, vor allem im
Seniorenbereich, nicht unterschätzen;
- das laute Pfeifen (!) und
- die Zeichen üben
- im Training Trainigsspiele zur Übung und
Verbesserung pfeifen. Diese Liste kann beliebig fortgesetzt werden.
Für Vereine, die kaum fortgeschrittene SHR haben,
empfehle ich die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen in der näheren Umgebung. So
kann, beispielsweise, ein erfahrener SHR von Verein A mit einem Anfängerkollegen
von Verein B zusammenpfeifen. Die meisten SHR kennen sich bereits aus Einsätzen
als Spieler oder aus Aus- und Fortbildungen. Dies sollte genutzt
werden.
Die Bekanntschaft untereinander kann vor der
Saisonbeginn ebenfalls zu einer „Aufwärmphase" genutzt werden. D.h., daß sich
zwei oder drei Vereine vor der Saison treffen können und in Freundschaftsspielen
ihren SHRn die Gelegenheit geben, Problemsituationen gemeinsam - und zwar aus
Sicht sowohl als SHR als auch als Spieler -durchzugehen und zu besprechen. Die
Hemmschwelle vor einigen „schweren Pfiffen" kann den Anfängern genommen
werden.
Die „Anlaufphase" zu Beginn der Saison während der
ersten Einsätze wäre somit verkürzbar.
Diese Punkte wurden im ersten SRW-Treffen bereits
besprochen. Desweiteren bieten die SRW-Treffen mit der SR-Kommission
Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen.
Sollten noch weitere Fragen, Bemerkungen und/oder
Anregungen sein, stehe ich gerne zur Verfügung.
Maria Florencia Ferreyra, Abteilungsleiterin TG Rüsselsheim + SR-Kommission, In der Hochgewann 1,
65474 Bischofsheim.