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Kommunikation

 

 

Quelle: Österreichischer Basketball Verband Autor: Klaus Schneider

 

 

Kommunikation des Schiedsrichters mit dem Anschreibetisch

 

 

SBV - Ausbildungsunterlage für Jugendschiedsrichter und LV Merkblatt für ÖBV-Jungschiedsrichter

Diese Abhandlung bezieht sich auf die Leitung von Spielen, bei denen kein Kommissar vorgesehen ist, und ist in erster Linie für die Ausbildung der Jung-SCHIRI verfaßt.

Die Kommunikation der Schiedsrichter mit den drei Schreibertischorganen beginnt spätestens 20 Minuten vor Spielbeginn. Zu diesem Zeitpunkt müssen alle drei Schreibertischorgane anwesend sein.

Der 1. Schiedsrichter sollte in Fällen, in denen berechtigter Zweifel an den Fähigkeiten der Organe bestehen, diese vor dem Spiel über ihre Pflichten befragen, und gegebenfalls instruieren, bzw. ihren Austausch verlangen.
Dies sollte aber stets in höflicher und kooperativer Form erfolgen, um nicht bereits vor Beginn des Spieles ein "schlechtes" Arbeitsklima herbeizuführen.
Auch wenn der Schiedsrichter durchaus die dominierende Figur in der Beziehung zum Schreibertisch darstellt, erscheint ein kooperatives Miteinandner günstiger, als ein von Ressentiments getragenes Gegeneinander.

Dies schließt natürlich das rigide Vorgehen gegen Mängel (bewußte oder unbewußte) des Schreibertisches nicht aus.
Es hat sich als günstig erwiesen, mit dem Schreiber als zentrale Person des Schreibertisches gewisse Vereinbarungen bezüglich der Kontaktaufnahme zu treffen, um unkontrollierte Spielunterbrechung, bzw. unnötige Spielverzögerungen von vornhinein auf ein Minimum zu reduzieren.
Grundsätzlich sollte es sich der Schiedsrichter zur Gewohnheit machen, möglichst oft Blickkontakt zum Schreiber aufzunehmen.
Um verspäteten oder fehlerhaften Anzeigen des Schreibertisches zuvorzukommen, empfiehlt es sich für den aktiven Schiedsrichter, vor der Übergabe des Balles einen Blick zum Schreibertisch zu werfen.

In folgenden Situation ist die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Schreibertisch von besonderer Wichtigkeit:

    1. Foulanzeige
    2. unklare Korbentscheidungen
    3. Teamfoul
    4. Auszeit

ad 1. Foulanzeige

    Die Foulanzeige hat in einer Entfernung von 6 - 8m vom Schreibertisch zu erfolgen. Es sollte der Schreiber aufmerksam gemacht werden, daß er nur die Entscheidungen des Schiedsrichter am Spielbericht zu vermerken hat. Daher ist die Herstellung eines Blickkontakts unbedingt nötig.
    Der Schiedsrichter sollte darauf achten, daß seine Anzeige -u.a. die Nummer des foulenden Spielers vom Schreibertisch, klar identifiziert werden kann. Daher sollte diese Anzeige ruhig erfolgen.

    Um zu gewährleisten, daß der Schreiber auch genügend Zeit hat, alles richtig am Spielbericht einzutragen, empfiehlt es sich, vor Spielbeginn zu vereinbaren, daß die Tafel zur Anzeige der persönlichen Fouls (Art. 12e) erst dann aufgezeigt wird, wenn die Eintragungen, die diese Spielsituation betreffen, durchgeführt wurden.

ad 2. Unklare Korbentscheidungen

    Bei Unklarheiten betreffs erzielter Punkte ist neben der Verwendung der offiziellen Schiedsrichterhandzeichen (Nr. 1 und 3) in besonderen Fällen auch an die Möglichkeit der verbalen Kommunikation zu denken. Es ist sicherlich besser, eine Unklarheit sofort und eindeutig durch eine konkrete verbale Information an den Schreibertisch zu beseitigen, als sich später auf  lange Diskussionen einlassen zu müssen.

ad 3. Teamfoul

    Die Information über das 7. Teamfoul einer Mannschaft erfolgt durch den Schreiber. Der korrekte Zeitpunkt dafür ist, nachdem der Ball nach dem 7. Teamfoul wieder ins Spiel gegangen ist, und erfolgt durch Aufstellung der in Art. 12f beschriebenen Anzeiger. Der Schreiber sollte auf diese Regelung vor Spielbeginn hingewiesen werden.

ad 4.Auszeit

    Die Information des Schiedsrichters über eine angerechnete Auszeit erfolgt ebenfalls durch den Schreiber. Dabei ist der Schiedsrichter auch davon zu informieren, ob es sich um die zweite Auszeit dieser Mannschaft handelt. Sollten sich im Laufe eines Spieles Zweifel an der korrekten Führung des Spielberichtes ergeben, so besteht bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit zur Kontrolle.

 

Aus der Abstrahierung der Kommunikation SCHIRI zu TISCH und vice versa läßt sich generell ableiten:

Ableitung-1:

    Eigentliche Kommunikation findet nur zwischen Schreiber und SCHIRI und vice versa statt.

Ableitung-2:

    Der SCHIRI wird so ausgebildet, und verstärkt diese Ausbildung durch selbständiges Training, daß er grundsätzlich sein Vertrauen in den Tisch durch ständige Kontrolle verifiziert.

Ableitung-3:

    Der SCHIRI ist angehalten, durch klare Absprachen mit dem Schreiber vor Beginn des Spieles festzulegen, welche wechselseitigen Informationen zwischen JSCHIRI  und SCHREIBER , und

vice versa, welche wechselseitigen Rücksichten welche Folgen haben, die in der Folge eine störungsfreie KOOPERATION ergeben

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann