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SBV
- Ausbildungsunterlage für Jugendschiedsrichter
und LV Merkblatt für ÖBV-Jungschiedsrichter
Diese Abhandlung bezieht
sich auf die Leitung von Spielen, bei denen kein Kommissar
vorgesehen ist, und ist in erster Linie für die
Ausbildung der Jung-SCHIRI verfaßt.
Die Kommunikation der
Schiedsrichter mit den drei Schreibertischorganen beginnt
spätestens 20 Minuten vor Spielbeginn. Zu diesem
Zeitpunkt müssen alle drei Schreibertischorgane
anwesend sein.
Der 1. Schiedsrichter
sollte in Fällen, in denen berechtigter Zweifel
an den Fähigkeiten der Organe bestehen, diese vor
dem Spiel über ihre Pflichten befragen, und gegebenfalls
instruieren, bzw. ihren Austausch verlangen.
Dies sollte
aber stets in höflicher und kooperativer Form erfolgen,
um nicht bereits vor Beginn des Spieles ein "schlechtes"
Arbeitsklima herbeizuführen.
Auch wenn
der Schiedsrichter durchaus die dominierende Figur in
der Beziehung zum Schreibertisch darstellt, erscheint
ein kooperatives Miteinandner günstiger, als ein
von Ressentiments getragenes Gegeneinander.
Dies schließt
natürlich das rigide Vorgehen gegen Mängel
(bewußte oder unbewußte) des Schreibertisches
nicht aus. Es
hat sich als günstig erwiesen, mit dem Schreiber
als zentrale Person des Schreibertisches gewisse Vereinbarungen
bezüglich der Kontaktaufnahme zu treffen, um unkontrollierte
Spielunterbrechung, bzw. unnötige Spielverzögerungen
von vornhinein auf ein Minimum zu reduzieren.
Grundsätzlich
sollte es sich der Schiedsrichter zur Gewohnheit machen,
möglichst oft Blickkontakt zum Schreiber aufzunehmen.
Um verspäteten
oder fehlerhaften Anzeigen des Schreibertisches zuvorzukommen,
empfiehlt es sich für den aktiven Schiedsrichter,
vor der Übergabe des Balles einen Blick zum Schreibertisch
zu werfen.
In folgenden Situation
ist die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Schreibertisch
von besonderer Wichtigkeit:
ad 1. Foulanzeige
Die Foulanzeige
hat in einer Entfernung von 6 - 8m vom Schreibertisch
zu erfolgen. Es sollte der Schreiber aufmerksam
gemacht werden, daß er nur die Entscheidungen
des Schiedsrichter am Spielbericht zu vermerken
hat. Daher ist die Herstellung eines Blickkontakts
unbedingt nötig.
Der Schiedsrichter
sollte darauf achten, daß seine Anzeige -u.a.
die Nummer des foulenden Spielers vom Schreibertisch,
klar identifiziert werden kann. Daher sollte diese
Anzeige ruhig erfolgen.
Um zu gewährleisten,
daß der Schreiber auch genügend Zeit
hat, alles richtig am Spielbericht einzutragen,
empfiehlt es sich, vor Spielbeginn zu vereinbaren,
daß die Tafel zur Anzeige der persönlichen
Fouls (Art. 12e) erst dann aufgezeigt wird, wenn
die Eintragungen, die diese Spielsituation betreffen,
durchgeführt wurden.
ad 2. Unklare Korbentscheidungen
Bei Unklarheiten
betreffs erzielter Punkte ist neben der Verwendung
der offiziellen Schiedsrichterhandzeichen (Nr. 1
und 3) in besonderen Fällen auch an die Möglichkeit
der verbalen Kommunikation zu denken. Es ist sicherlich
besser, eine Unklarheit sofort und eindeutig durch
eine konkrete verbale Information an den Schreibertisch
zu beseitigen, als sich später auf lange
Diskussionen einlassen zu müssen.
ad 3. Teamfoul
Die Information
über das 7. Teamfoul einer Mannschaft erfolgt
durch den Schreiber. Der korrekte Zeitpunkt dafür
ist, nachdem der Ball nach dem 7. Teamfoul wieder
ins Spiel gegangen ist, und erfolgt durch Aufstellung
der in Art. 12f beschriebenen Anzeiger. Der Schreiber
sollte auf diese Regelung vor Spielbeginn hingewiesen
werden.
ad 4.Auszeit
Die Information
des Schiedsrichters über eine angerechnete
Auszeit erfolgt ebenfalls durch den Schreiber. Dabei
ist der Schiedsrichter auch davon zu informieren,
ob es sich um die zweite Auszeit dieser Mannschaft
handelt. Sollten sich im Laufe eines Spieles Zweifel
an der korrekten Führung des Spielberichtes
ergeben, so besteht bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit
zur Kontrolle.
Aus der Abstrahierung
der Kommunikation SCHIRI zu TISCH und vice versa läßt
sich generell ableiten:
Ableitung-1:
Ableitung-2:
Der SCHIRI wird
so ausgebildet, und verstärkt diese Ausbildung
durch selbständiges Training, daß er
grundsätzlich sein Vertrauen in den Tisch durch
ständige Kontrolle verifiziert.
Ableitung-3:
Der SCHIRI ist
angehalten, durch klare Absprachen mit dem Schreiber
vor Beginn des Spieles festzulegen, welche wechselseitigen
Informationen zwischen JSCHIRI und SCHREIBER
, und
vice versa, welche
wechselseitigen Rücksichten welche Folgen haben,
die in der Folge eine störungsfreie KOOPERATION
ergeben
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