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Anforderungen

 

 

Autor: Nar Zanolin

 

 

Die Schiedsrichter-Bibel

 

 

Grundeinstellung

Die Rolle des Basketballschiedsrichters

a. Orchesterdirigent
b. Schutzengel
c.
 Verkehrspolizist

Der Schiedsrichter verhält sich in allen drei Rollen respektvoll und höflich!

Professionalismus

a. Opferbereitschaft in bezug auf:

    I. Zeit

    • Trennung von Familie und Freunden
    • Trennung von Arbeit und Beruf
    • Weniger Zeit für Hobbys

    II.Physis

    • Anstrengendes Training
    • Strapazen

    III. Geist

    • Lernen
    • Beobachten
    • sich Durchsetzen

b. Der erste Eindruck:

    I.   Kleidung
    II.  Persönliche Erscheinung
    III. Redeweise
    IV. Verhalten (Auftreten)

c. Geld

  •  
    Sobald ein Schiedsrichter Geld annimmt ( der Betrag spielt keine Rolle), wird er zu einem Profi

MERKE:

NICHTS UND NIEMAND IST WICHTIGER ALS DAS SPIEL.

Wie man sich vorbereitet

a. Regeln

  • Regeln von Anfang bis Ende lernen.
  • Lernen, die Regeln richtig auszulegen.
  • Lernen, den Sinn der Regeln zu verstehen.
  • Lernen, die Regeln anzuwenden.

b. Arbeit

    I. Körperliches Training:

    Spieler, die körperlich NICHT fit sind, bringen am Ende eines Spiels keine gute Leistung mehr; daher sind Schiedsrichter, die körperlich NICHT fit sind, NICHT in der Lage, am Ende eines Spiels die richtigen, spielentscheidenden Entscheidungen zu treffen.

    II. Geistiges Training:

    Ein Schiedsrichter MUSS geistig in der Lage sein, ALLE Spiele zu leiten, NICHT nur die wichtigen.

    Er muss sich Gedanken über Basketball machen und über das Amt des Schiedsrichters.

    III. Psychologisches Training:

    Ein Schiedsrichter MUSS in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren.

c. Stil

    I. Der eigene Stil: Jeder Mensch ist anders, daher muss jeder einen Stil entwickeln, der am besten zu seiner Person passt.

    II. Nachahmung : Einem Schiedsrichter kann etwas gefallen, was ein anderer tut; er soll dies jedoch nur dann übernehmen, wenn es seiner Persönlichkeit entspricht.

    III. Die Entwicklung eines Stils hat sehr viel Ähnlichkeit mit der Auswahl an einem Büfett, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon...

d. die allgemeine Einstellung zum Spiel

    I. Eigene Einstellung: Überlegen was für das Spiel am besten ist.

    II. in bestimmten Situationen: Wie reagiert man in schwierigen Situationen (z.B. gegenüber Trainer, Spielern, Fan usw.)

    III. Vorteil: Wie soll man das anzeigen (nichts passiert, kein Foul).

    IV. Art des Spiels: Der Schiedsrichter kann, falls nötig, das Tempo eines Spiels bestimmen. Beispiel : Wenn die Aktionen zu schnell werden und die Gefahr besteht, dass der Schiedsrichter die Kontrolle über das Spiel verliert, kann er das Tempo aus dem Spiel nehmen, indem er den Ball etwas langsamer einem Spieler übergibt, indem er sich bei der Ahndung eines Foulspiels ein paar Sekunden mehr Zeit nimmt usw. Es kann auch der umgekehrte Fall eintreten, dass das Tempo eines Spiels erhöht werden muss, wenn es zu langsam ist.

    V. Anzeigen eines Fouls: Ein Schiedsrichter sollte nur solche Fouls pfeifen, die das Spiel beeinflussen und nicht solche, die keine Auswirkungen auf das Spiel haben, wie z.B. ein unbeabsichtigter Schlag usw.

    VI. Freude: Ein Schiedsrichter MUSS Freude an seiner Tätigkeit haben, anderenfalls sollte er AUFHÖREN.

Technik

a. Handzeichen

    I. Sehr wichtig: Der Schiedsrichter muss die im Regelbuch der FIBA festgelegten Zeichen kennen und einüben.

    II. Eindruck: Wenn sich der Schiedsrichter korrekt und überzeugend verständlich macht, wirkt sich dies auch auf Spieler, Trainer und Zuschauer aus, die ein Recht darauf haben, zu erfahren, was gerade passiert oder passiert ist.

    III. Art des Anzeigens: Korrekt angewandte Zeichen/Signale helfen dem Schiedsrichter in schwierigen Situationen.

    IV. Verständigung: Der Schiedsrichter verständigt sich mit Hilfe der im Regelbuch der FIBA festgelegten Zeichen. Wenn er sie richtig anwendet, können Probleme vermieden werden.

    V. Übung: Wie alles andere, das richtig getan werden will, müssen auch die Handzeichen geübt werden (manchmal hilft es, dies vor einem Spiegel zu tun; doch sollte man darauf achten, dass niemand zusieht).

b. Verschiedenes

    I. 3, 5 und 10 Sekunden zählen: Dies muss geübt werden, denn es ist sehr wichtig. Es wäre unfair für eine verteidigende (pressing) Mannschaft, wenn zu langsam gezählt würde, oder für eine angreifende Mannschaft, wenn zu schnell gezählt würde.

    II. Hochwurf : dies muss ebenfalls geübt werden, ob mit einer Hand oder mit zwei Händen, spielt keine Rolle, Hauptsache ist, der Ball wird höher geworfen, als die Spieler springen können.

    III. Übergabe des Balles (Ball im Aus, Freiwurf usw.): Eine Kleinigkeit, die aber korrekt ausgeführt werden muss.

ALLGEMEINE AUFGABEN DER SCHIEDSRICHTER

1. Vorderer Schiedsrichter

    a. NICHT hochsehen.

    b. Sich zum Spiel stellen.

    c. Ständig in Bewegung sein.

    d. Position des Verteidigers zum Ball voraussehen.

    e. Von der Grundlinie zurückgehen, um einen größeren und besseren Überblick zu haben.

    f. Den Ball nicht beobachten, wenn er NICHT mehr im eigenen Zuständigkeitsbereich ist.

    g. Auf Zwischenräume (Löcher) zwischen den Spielern achten. Wenn keine Zwischenräume da sind, könnte ein Foul vorliegen.

2.    Folgender Schiedsrichter

    a. Ständig in Bewegung sein.

    b. Den Ball nicht beobachten, wenn er NICHT mehr im eigenen Zuständigkeitsbereich ist.

    c. Wenn der Ball nach einem Pass, Dribbling oder Wurf nach vorne gespielt wird, MUSS der zweite Schiedsrichter bis (ungefähr) auf die Höhe der verlängerten Freiwurflinie vorrücken, um dem anderen Schiedsrichter unter dem Korb zu helfen. Die meisten Berührungen im Spiel finden in der begrenzten (3-Sekunden-) Zone statt.

    d. Auf Zwischenräume (Löcher) zwischen den Spielern achten. Wenn keine Zwischenräume da sind, könnte ein Foul vorliegen.

    e. Position des Verteidigers zum Ball voraussehen.

    f. NICHT zurückgehen, wenn die angreifende Mannschaft wirft. Dem anderen Schiedsrichter helfen.

    g. Den Schnellangriff durch rasches Reagieren vorausahnen, NACHDEM die verteidigende Mannschaft in den Besitz des Balles gelangt ist.

    h. Wenn man bei einem Schnellangriff hinter der angreifenden Mannschaft zurückbleibt, muss man sich hinter den Spielern in eine günstige Position begeben, um einen besseren Blickwinkel zu haben.

3. Beide Schiedsrichter

    a. Sich NICHT auf den Ball konzentrieren, wenn er NICHT im eigenen Zuständigkeitsbereich ist.

    b. Alle Spieler sollten sich so weit wie möglich zwischen den beiden Schiedsrichtern befinden, d.h. von ihnen eingeschlossen sein.

    c. Möglichst viel Augenkontakt herstellen. Zweier-Team.

    d. Bei ALLEN Fouls und Sprungbällen die Seiten wechseln. Der Schiedsrichter mit dem Ball leitet den Seitenwechsel ein.

4.    Anweisungen für den Schiedsrichter, der das Foul NICHT anzeigt

    STEHENBLEIBEN: Wenn überhaupt etwas passiert, dann ist es normalerweise unmittelbar nach einem Foul. NICHT nach dem Ball laufen (jemand wird ihn früher oder später schon holen, da das Spiel nicht ohne ihn fortgesetzt werden kann), ALLE Spieler im Auge behalten und warten bis der andere Schiedsrichter das Foul gemeldet hat, dann wieder die vorgeschriebene Position einnehmen.

BESONDERS WICHTIGE PUNKTE

Regelwidriger Gebrauch der Hände

Wenn ein Verteidiger einen Vorteil gewinnt, indem er seine Hände benutzt, MUSS ein Foul angezeigt werden. Ebenso MUSS, wenn ein Angreifer einen Vorteil gewinnt, indem er seine Hände oder Arme benutzt (Hakeln, Stoßen usw.), ein Angriffsfoul angezeigt werden.

Berührung über dem Rücken 

Wenn ein Angreifer oder Verteidiger einen Vorteil gewinnt, indem er einen Spieler über dem Rücken berührt, MUSS ein Foul angezeigt werden. Dies gilt für Rebound-Situationen, Post-Spiel, freie Bälle usw.

Post-Spiel

Basketball ist u.U. ein sehr körperbetontes Spiel, insbesondere beim Post-Spiel im Bereich der vor­deren Freiwurflinie. Solange eine Berührung nicht dazu führt, dass ein Spieler einen Vorteil daraus gewinnt, oder nicht so heftig ist, dass ein Spieler verletzt werden könnte, ist KEIN Foul anzuzeigen. Es muss jedoch besonders auf Ellbogen, Schultern und Knie geachtet werden, da ihr Einsatz gefährlich ist und zu problematischen Situationen führen könnte, falls der Schiedsrichter nicht sofort einschreitet.

Schutz des Werfers

1. Ein Spieler in der Luft ist sehr verletzungsanfällig. Es muss sichergestellt werden, dass der Verteidiger noch auf dem Boden war und seine Position eingehalten hat, BEVOR der angreifende Spieler den Boden VERLASSEN HAT. Wenn dies nicht der Fall ist, muss ein Verteidigungsfoul angezeigt werden.

2. Schon die geringste Berührung kann den Wurf eines Angreifers vereiteln. Daher muss während des gesamten Wurfablaufs besonders darauf geachtet werden, dass der Werfer NICHT an Körper, Armen oder Beinen berührt wird. Wenn sich der Werfer den Re­geln entsprechend verhält, muss ein illegaler Kontakt (Nachteil) mit einer Strafe geahndet werden.

Beinstellen

Obwohl sich die meisten Fälle von Beinstellen beim Basketball zufällig ereignen. gerät der betroffene Spieler dadurch in einen Nachteil : daher MUSS ein Foul angezeigt werden. Die Entscheidung ist damit zu begründen, dass die meisten Fouls zufällig passieren und dennoch angezeigt werden, warum nicht auch Beinstellen?

Konzentration auf die Verteidigung

Dies wäre zwar ein neues Konzept, doch es sollte so schnell wie möglich eingeführt werden. Ohne die Verteidigung gäbe es wohl nur selten Regelverstöße von Angriffsspielern. Daher ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Verteidigung nur mit legalen Mitteln versucht, die Angreifer an einem Korberfolg zu hindern. Somit ist es erforderlich, dass sich die Schiedsrichter auf die Verteidigung konzentrieren.

Da die meisten Schiedsrichter auf den Ball und die Aktivitäten in dessen unmittelbaren Umfeld achten, sollten sie immer mehr dazu übergehen, ihr Augenmerk mehr auf den Raum zwischen den Spielern und schließlich ganz auf die Verteidigung zu richten. Dies erfordert ein besonders hohes Maß an Konzentration, vor allem in den Anfangsphasen.

Den Spielfluss aufrechterhalten

Basketball ist ein außergewöhnliches Spiel, das von talentierten Sportlern betrieben wird. Da­her ist ein Spiel, das gut geleitet wird, aufregend und spektakulär. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass der Spielfluss aufrechterhalten wird, indem:

    a. Fouls schneller angezeigt und geahndet werden;

    b. der Ball schnell ins Spiel gebracht wird, allerdings nicht zu schnell; damit keiner Mannschaft ein Vorteil daraus entsteht;

    c. man sich nicht in Diskussionen mit Spielern oder Trainern einlässt;

    d. man nicht zu kleinlich pfeift; sondern im GEISTE der Regeln handelt;

    e. man bei einer unabsichtlichen Aktion, die KEINEN VORTEIL gebracht hat, NICHT pfeift. Mit anderen Worten: EINSCHREITEN, nicht STÖREN.

Kondition

Dieser Aspekt kann nie oft genug betont werden. Körperliche Ausdauer ist eine NOTWENDIGKEIT. Spieler mit einer guten Kondition sind gewöhnlich auch noch gegen Ende eines Spiels leistungsfähig, da ihr Gehirn mit genügend Sauerstoff versorgt wird, so dass sie noch klar denken und die richtigen Entscheidungen treffen können. Das gleiche gilt für die Schiedsrichter. In einem ausgeglichenen Spiel, indem es auf jede Entscheidung ankommt, ist eine falsche Schiedsrichterentscheidung aufgrund von Konditionsmangel oder Erschöpfung des Schieds­richters UNENTSCHULDBAR. Eine derartige Entscheidung kann und wird mit großer Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf das Endergebnis haben.

TECHNISCHER LEITFADEN

  • Es gibt KEINEN magischen Punkt auf dem Spielfeld.
  • Ein Schiedsrichter MUSS ständig in Bewegung sein.
  • Bei einem Sprungball ist es besser, den Ball zu HOCH als zu niedrig zu werfen.
  • Ein Pfiff "auf Verdacht" ist ein Zeichen von Schwäche.
  • Bei einem Foul muss eine Berührung vorliegen, aber nicht jede Berührung ist ein Foul.
  • Ein "Fangfehler" ist KEIN Regelverstoß.
  • Eine unbeabsichtigte Berührung des Balles mit dem Bein oder Fuß ist KEIN Regelverstoß.
  • Angriffs- und Verteidigungsspieler haben die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten.
  • Ein Schiedsrichter trifft seine Entscheidungen nach dem, was er SIEHT, und nicht was er glaubt gesehen zu haben.

TECHNIK - PERSÖNLICHE BEWERTUNG

A. SPRUNGBALL

Erster Schiedsrichter

1. War der Ball hoch genug?

2. Stieg der Ball senkrecht hoch?  

3. Waren die Chancen für beide Springer bei meinem Wurf gleich groß?

Zweiter Schiedsrichter

1. War ich in der richtigen Position, um alle Spieler zu sehen?  

2. Habe ich das Zeichen für "Zeit an" gegeben?

3. Habe ich Regelverstöße verhindert, bevor sie geschahen?

4. Bin ich sofort in die Position des vorderen Schiedsrichters gegangen?

5. Bin ich mit meinem Partner in Blickkontakt geblieben?

6. Habe ich gepfiffen, wenn der Sprungball nicht korrekt ausgeführt wurde?

B.   ANZEIGEN VON FOULS

1. Habe ich meinen Arm gerade nach oben über meinen Kopf ausgestreckt, um die Uhr anzuhalten?

2. War meine Faust geschlossen?

3. Bin ich, als ich zu weit entfernt war, ein paar Schritte auf den Spieler zu gegangen?

4. Habe ich mit meiner anderen Hand (Handfläche nach unten) auf den Spieler gezeigt, der das Foul begangen hat?

5. Bin ich schnell zum Tisch gegangen, um das Foul zu melden?

6. Habe ich die richtigen Zeichen verwendet?

7. Waren alle Zeichen für jeden sichtbar?

8. Bin ich schnell auf meine Position zurückgekehrt?

9. Habe ich mit meinem Partner die Positionen getauscht?

Unbeteiligter Schiedsrichter (der das Foul nicht angezeigt hat)

1. Habe ich alle Spieler beobachtet, während mein Partner das Foul gemeldet hat?

2. Habe ich meinem Partner dabei geholfen, den Spieler zu finden, der den Freiwurf ausführen sollte?

3. Habe ich schnell meine Position eingenommen, nachdem mein Partner das Foul gemeldet hatte?

C.   REGELVERSTÖSSE

1. Habe ich meinen Arm gerade nach oben über meinen Kopf ausgestreckt, um die Uhr anzuhalten?

2. War meine Hand geöffnet?

3. Habe ich die richtigen Zeichen verwendet?

4. Habe ich die richtige Richtung angezeigt? 

5. Habe ich angezeigt, wo der Ball ins Spiel gebracht werden sollte?

D.   BALL IM SPIEL

1. Bin ich mit meinem Partner im Blickkontakt geblieben?

2. Habe ich das "Einschließprinzip" angewendet?

E.    AUSFÜHRUNG VON FREIWÜRFEN

1. Wurden die Freiwürfe von dem richtigen Spieler ausgeführt?

2. Habe ich den Spielfluss aufrechterhalten?

3. Habe ich Regelverstöße im voraus unterbunden?

4. Habe ich die richtige Anzahl von Freiwürfen angezeigt?

5. Habe ich mich nach dem ersten von zwei (bzw. dem zweiten von drei) Freiwürfen schnell auf meine Position begeben?

6. Habe ich als vorderer und HINTERER Schiedsrichter bei einem Rebound einen Schritt nach LINKS gemacht?

F.   POSITION DES VORDEREN SCHIEDSRICHTERS

1. Bin ich schnell von der Position des hinteren auf die des vorderen Schiedsrichters gewechselt, ohne die Spieler aus den Augen zu verlieren?

2. Bin ich etwas hinter die Endlinie ZURÜCKGETRETEN, um einen besseren Blickwinkel zu haben?

3. Habe ich auf die Spieler auf der "Nicht-Ballseite" geachtet, wenn der Ball nicht in meinem Zuständigkeitsbereich war?

4. Habe ich mich ständig entlang der Endlinie bewegt und auf "Löcher" oder Zwischenräume zwischen den Spielern geachtet?

5. Bin ich schnell von der Position des vorderen auf die des hinteren Schiedsrichters gewechselt?

G.   POSITION DES HINTEREN SCHIEDSRICHTERS

1. Bin ich schnell auf die Position des hinteren Schiedsrichters gewechselt?

2. Bin ich dem Ball gefolgt, als er auf der rechten Seite des Spielfeldes nach vorne gespielt wurde?

3. War ich stets in Bewegung, solange ich die Position des hinteren Schiedsrichters innehatte?

4. Bin ich mitgegangen, als der Ball durchgespielt wurde?

5. Habe ich auf die Spieler auf der "Nicht-Ballseite" geachtet, wenn der Ball nicht in meinem Zuständigkeitsbereich war?

WICHTIGE ALLGEMEINE PUNKTE ZUR BEACHTUNG

1.  ENTWICKLE:

a.  eine eigene Philosophie;

b.  einen eigenen Stil.  

2.  ÜBE :

a.  alle Zeichen - bewusst und präzise;

b.  das Zählen - 3, 5 und 10 Sekunden;

c.  den Sprungball.  

3.  MERKE:

    a.  Lerne die Spielregeln auswendig und ihren Sinn verstehen;

    b.  Gehe nach dem Prinzip vor: Einschreiten, nicht stören;

    c.   Schaffe dir nicht selbst Probleme;

    d.   Bilde mit dem Partner ein Team;

    e.   Halte ständig Blickkontakt.  

4.   ACHTE AUF:

    a.   den illegalen Gebrauch der Hände zur Verschaffung eines Vorteils;

    b.   Angriffe von hinten zur Verschaffung eines Vorteils;

    c.   den Werfer (ob er alles regelrecht ausführt);

    d.   Beinstellen.  

5.   DENKE DARAN:

    a.   Freiwürfe schnell (aber nicht zu schnell) ausführen zu lassen;

    b.   bei Freiwürfen einen Schritt nach LINKS zu gehen.

6.   ACHTE DARAUF:

    a.   als vorderer oder hinterer Schiedsrichter stets in Bewegung zu sein (dem Spiel zugewandt);

    b.   als zweiter Schiedsrichter mitzugehen, wenn der Ball durchgespielt wird;

    c.   Zwischenräume (Löcher) nicht zu übersehen und dem Partner zu helfen;

    d.   in einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung zu sein.

MERKMALE EINES SOUVERÄNEN SCHIEDSRICHTERS

1. ÄUSSERE ERSCHEINUNG

  • korrekt gekleidet (einheitliche Kleidung, Basketballschuhe usw.)
  • Professioneller Eindruck.  

2. MUT

  • Der Schiedsrichter muss pfeifen, was er SIEHT.
  • Er darf nicht auf Publikum, Trainer oder Spieler achten.
  • Merke: Der Schiedsrichter muss seinem Gewissen folgen.  

3. EHRLICHKEIT

  • Es gehört mehr Mut dazu, eine "harte Entscheidung" zu fällen, als sie zu unterlassen.
  • Sobald das Spiel begonnen hat, sind die beiden Schiedsrichter die EINZIGEN neutralen Beobachter.  

4. URTEILSVERMÖGEN

  • Richtige Auslegung des Spiels.
  • Gesunder Menschenverstand.
  • Flexibilität (Vorteil/Nachteil).  

5. STÄRKE

  • Physische Stärke: Der Schiedsrichter muss stets über eine gute Kondition verfügen.
  • Mentale Stärke: Er muss stets bereit sein, harte Entscheidungen zu treffen.
  • Emotionale Stärke: Er muss sich in emotionsgeladenen Situationen stets unter Kontrolle haben.  

6. ENERGIE

  • Der Schiedsrichter muss ständig in Bewegung sein, um den besten Blickwinkel auf das Spiel zu haben und um dem Spiel besser folgen zu können.
  • NICHT von einer Stelle aus das Spiel leiten.  

7. EINSTELLUNG

  • Der Schiedsrichter sollte Spaß am Spiel haben.
  • Wichtige Voraussetzung für einen Schiedsrichter ist die Freude an Basketball.  

8. BESTÄNDIGKEIT

  • Ist besonders wichtig.
  • Die Spieler müssen wissen, was sie dürfen und was sie nicht dürfen.  

9. WISSEN

  • Der Schiedsrichter muss die Spielregeln BEHERRSCHEN.
  • Kein anderer kann sie für ihn lernen.
  • Wer die Spielregeln beherrscht, fällt gewöhnlich auch die richtigen Entscheidungen.  

10. EINFÜHLUNGSVERMÖGEN

  • Bei der Auslegung der Spielregeln.
  • Bei den zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • "GESPÜR FÜR DAS SPIEL" haben.

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

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