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Autor: Walter Hospelt (Diplompsychologe)

 

 

Ein kompetenter Schiedsrichter sein

Bild

 

 

Samy Molcho

 

 

Spielbeteiligte stärken ihre sozialen Kompetenzen  - Anregungen für Schiedsrichter, Spieler, Trainer, Funktionäre, Zuschauer und Medien

DEB (Deutscher Eishockey-Bund) – SR-Weiterbildung 2001/2002

Ein kurzer Überblick zur Lehrgangseinheit 'SR und Körpersprache':

"Ein kompetenter Eishockey-SR bleiben"

Basis: SR-Rolle/-Aufgabe

  • Vermittler’ zwischen den bekannten und hochbrisanten Interessenkonflikten im Spiel sein!
  • Konflikte lösen können!
  • Bedeutung und Wirkung von Körpersprache beachten!

Bedeutung von Körpersprache

  • Ursprache  (erkennt  instinktiv  jeder Mensch)
  • immer da   (wird immer gesendet:  Mimik, Gestik, etc.)
  • unbewusst!  (bekommen Menschen oft nicht mit/  Körpersprache heute = ‚Fremdsprache’ für manche Menschen)
  • klärend für Beziehungen  (z. B. wie ein Mensch einen anderen anschaut, zeigt diesem in Bruchteilen von Sekunden, was er von ihm hält, wie er mit ihm umgehen will.)

Auf der Basis von günstiger Körpersprache: Selbstsicherheit zeigen, Akzeptanz gewinnen!

  • Sich selbst angemessen darstellen!  (z. B. ruhig, gelassen, selbstsicher)
  • Auf die Form von Botschaften achten!  (eine Frage darf/muss beantwortet werden, wer das nicht möchte, sollte nicht fragen.)
  • Vermeide Behauptungen!  (Du wirst nach dem Beweis gefragt, den Du selten in einer kritischen Spielsituation geben kannst. Günstigeres Kommunizieren:  Z. B. mit Ich-Botschaften.)

Grundsätzliches zu  "Körper-Signalen" und deren Wirkungen

Beim Beschäftigen mit 'Körpersprache' erweist es sich als hilfreich, zunächst folgende grundsätzlichen Aspekte zu beachten.

  • Körperhälften
  • Rechte Körperhälfte (Linke Gehirnhälfte):

    Über Signale von dieser Körperhälfte drücken Menschen vorwiegend 'rational' beabsichtigtes aus!

    Linke Körperhälfte (Rechte Gehirnhälfte):

    Über Signale von der linken Körperhälfte drücken Menschen eher Gefühle aus oder das, was wir "vom Herzen" her beabsichtigen.

  • Augen
  • Augen = signalisieren u. a. Art der Kontaktaufnahme,  positiv wie negativ:
    z. B. einen Menschen mit offenen Augen anschauen unterscheidet sich von der Art, einen Menschen mit eher geschlossenen Augen zu fixieren. Das eigene Erleben zeigt uns sicher und schnell, worum es geht.

  • Hände
    Hände als wirksame menschliche ‚Werkzeuge’ senden  Einladung  oder Grenze!  (Mit den Händen sprechen, heißt es in der Umgangssprache.)
    Offene Handfläche, nach oben gerichtet = schafft Kontakt, vor allem mit der linken Hand = einladend.
  • Finger
    gestreckter Zeigefinger wirkt wie eine Waffe (Stock)= provoziert eher Angriffe
  • Revier-Verhalten (Kampf- und Imponiersignale)
    Menschen haben verschiedene Reviere: Eigner Körper, Schutz des eigenen Körpers, Wohnraum, Stadtviertel, Arbeitsstätte. Menschen reagieren darauf, ob ein anderer ein Revier angemessen betritt oder die Reviergrenze ignoriert.
  • Auf Körperabstand achten: zu nah = Angriff, zu weit = keinen Kontakt haben wollen. Angemessener Abstand in Mitteleuropa = eine Armlänge Abstand von Person zu Person.

    Der Körper und seine 'Standfläche' (= Stellen der Füße) signalisieren: Aufrecht, mit Füßen breit stehend = ein Mensch mit Selbstvertrauen/Selbstsicherheit, der 'sein Revier besitzt'!

    Drohsignale: Z. B. intensiver Blick = Kraft und Ausdauer des Gegenüber abschätzen! Niedergeschlagener Blick = Ängstlichkeit.

Literaturhinweise:

© 01/2002 Walter Hospelt, Köln

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

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