Spielbeteiligte stärken ihre sozialen Kompetenzen
- Anregungen für Schiedsrichter,
Spieler, Trainer, Funktionäre, Zuschauer und Medien
DEB
(Deutscher
Eishockey-Bund) – SR-Weiterbildung 2001/2002
Ein
kurzer Überblick zur Lehrgangseinheit 'SR und Körpersprache':
"Ein
kompetenter Eishockey-SR bleiben"
Basis:
SR-Rolle/-Aufgabe
- Vermittler’
zwischen den bekannten und hochbrisanten Interessenkonflikten im Spiel sein!
-
Konflikte
lösen können!
- Bedeutung
und Wirkung von Körpersprache beachten!
Bedeutung von Körpersprache
- Ursprache
(erkennt
instinktiv jeder Mensch)
- immer
da (wird immer gesendet:
Mimik, Gestik, etc.)
- unbewusst!
(bekommen Menschen oft
nicht mit/ Körpersprache heute =
‚Fremdsprache’ für manche Menschen)
- klärend
für Beziehungen (z. B. wie ein Mensch einen
anderen anschaut, zeigt diesem in Bruchteilen von Sekunden, was er von ihm hält,
wie er mit ihm umgehen will.)
Auf
der Basis von günstiger Körpersprache: Selbstsicherheit
zeigen, Akzeptanz gewinnen!
- Sich selbst angemessen
darstellen! (z. B. ruhig, gelassen,
selbstsicher)
- Auf die Form von Botschaften
achten! (eine Frage darf/muss
beantwortet werden, wer das nicht möchte, sollte nicht fragen.)
- Vermeide Behauptungen!
(Du wirst nach dem Beweis gefragt, den Du selten in einer kritischen
Spielsituation geben kannst. Günstigeres Kommunizieren:
Z. B. mit Ich-Botschaften.)
Grundsätzliches zu "Körper-Signalen" und deren Wirkungen
Beim
Beschäftigen mit 'Körpersprache' erweist es sich als hilfreich, zunächst
folgende grundsätzlichen Aspekte zu beachten.
- Körperhälften
Rechte
Körperhälfte (Linke Gehirnhälfte):
Über
Signale von dieser Körperhälfte drücken Menschen vorwiegend 'rational'
beabsichtigtes aus!
Linke
Körperhälfte (Rechte Gehirnhälfte):
Über
Signale von der linken Körperhälfte drücken Menschen eher Gefühle
aus oder das, was wir "vom Herzen" her beabsichtigen.
- Augen
Augen
= signalisieren u. a. Art der Kontaktaufnahme,
positiv wie negativ:
z.
B. einen Menschen mit offenen Augen anschauen unterscheidet sich von der Art,
einen Menschen mit eher geschlossenen Augen zu fixieren. Das eigene Erleben
zeigt uns sicher und schnell, worum es geht.
- Hände
Hände
als wirksame menschliche ‚Werkzeuge’ senden
Einladung oder
Grenze! (Mit den Händen
sprechen, heißt es in der Umgangssprache.)
Offene
Handfläche, nach oben gerichtet = schafft Kontakt, vor allem mit der linken
Hand = einladend.
- Finger
gestreckter
Zeigefinger wirkt wie eine Waffe (Stock)= provoziert
eher Angriffe
- Revier-Verhalten (Kampf- und Imponiersignale)
Menschen
haben verschiedene Reviere: Eigner Körper, Schutz
des eigenen Körpers, Wohnraum, Stadtviertel,
Arbeitsstätte. Menschen reagieren darauf, ob ein anderer ein
Revier angemessen betritt oder die Reviergrenze ignoriert.
Auf
Körperabstand achten: zu nah = Angriff, zu weit = keinen Kontakt haben wollen.
Angemessener Abstand in Mitteleuropa = eine Armlänge Abstand von Person zu
Person.
Der
Körper und seine 'Standfläche' (= Stellen der Füße)
signalisieren: Aufrecht, mit Füßen breit stehend = ein Mensch mit
Selbstvertrauen/Selbstsicherheit, der 'sein Revier besitzt'!
Drohsignale:
Z. B. intensiver Blick = Kraft und Ausdauer des Gegenüber abschätzen!
Niedergeschlagener Blick = Ängstlichkeit.
Literaturhinweise:
©
01/2002 Walter Hospelt, Köln
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