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Anforderungen

 

 

Autor: Axel Beckmann

 

 

Anforderungen an einen guten Schiedsrichter

 

 

Im folgenden habe ich einige Aufsätze, veröffentlicht bei den Kollegen von officiating.com, zusammengefaßt und ins Deutsche übersetzt. Ich glaube, daß sie jedem Schiedsrichter und jeder Schiedsrichterin durchaus helfen können, über die eigene Leistung nachzudenken und sich zu verbessern.

Der Schiedsrichter muß auf der Höhe des Geschehens oder zumindest so nah wie möglich sein, wenn er richtige Entscheidungen treffen will. Der gute Schiedsrichter bewegt sich viel und arbeitet hart, um das Spiel von der bestmöglichen Position zu beobachten.

Beide Schiedsrichter sollten Entscheidungen zu allen Aktionen des Spiels fällen, insbesondere wenn der Kollege diese nicht gesehen hat oder ihm die Sicht verdeckt wurde. Ein Schiedsrichter, der sich mit der Bemerkung "Das war nicht mein Pfiff" verstößt gegen den Sinn und Inhalt der Regelung, zwei Schiedsrichter ein Basketballspiel leiten zu lassen. Natürlich gibt es die Schiedsrichter-Technik, die den Blick des einen Schiedsrichters auf bestimmte Spielsituationen festlegt, aber sich dogmatisch auf die Einstellung 'dieser Teil des Feldes ist mein alleiniger Verantwortungsbereich, und das ist Deiner', zu versteifen, führt zu einem schwach geleiteten Spiel.

Der gute Schiedsrichter sieht kein Foul voraus, sondern  entscheidet über die Tat, die begangen wurde. Dem Talent der heutigen Spieler, wird die Antizipation einer Entscheidung und ein zu schneller Pfiff nicht gerecht.

Schiedsrichter die nicht die gesamte Aktion betrachten, können eine der Mannschaften benachteiligen. Einige der brutalen Aktionen in Basketballspielen sind Resultat der mangelnden Übersicht des Schiedsrichters, die nicht die auslösende Aktion für den illegalen Kontakt gesehen haben. Ein Schiedsrichter, der ,Charge'-Situationen richtig beurteilen will, muß den gesamt Spielzug im Auge haben, insbesondere wenn der Angreifer in der Luft. Der Referee muß sehen, welcher Spieler zuerst seinen Platz eingenommen hat, anstatt sich nur auf den eigentlichen Kontakt zu konzentrieren. Der gute Schiedsrichter sieht die gesamte Szene. Wo war der Verteidiger als der Angreifer vom Boden absprang?

Es stellt sich nicht die Frage, wer hat Recht oder Unrecht. Es gibt eine Regel und eine Interpretation und zwar diejenige, die die Schiedsrichter-Kommission veröffentlicht hat, unter deren Regelauslegung wir alle spielen müssen. Ein Schiedsrichter könnte sagen, "Ich mag diese spezielle Regeländerung nicht und pfeife so, wie ich es will." Dieser Schiedsrichter sollte in keinem Wettbewerb mehr zum Einsatz kommen. Ob ein Schiedsrichter eine Regel sinnvoll findet oder nicht, ist irrelevant.

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann