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Schiedsrichter-Kritik |Allgemeines

 

 

Quelle: www.dfb.de / 09.07.2000 17:23 

 

 

Schiedsrichter diskutierten aktuelle Themen in Leipzig

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen des Jubiläums "100 Jahre DFB" fand vom 7. bis 9. Juli 2000 in Leipzig der erste Schiedsrichter-Kongress des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) statt. Unter dem Motto "100 Jahre DFB - 100 Jahre Schiedsrichter" wurden in Referaten, Podiumsdiskussionen und Workshops die Rolle des Schiedsrichters insbesondere im Fußball analysiert.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein und Rückendeckung von höchster Stelle gingen die Referees aus dem Leipziger Kongress hervor. Der zukünftige Bundestrainer Christoph Daum bescheinigte den Schiedsrichterkameraden, dass sie "international zu den besten der Welt" gehören. Daum mahnte aber auch eine konsequentere Linie der Spielleiter über den gesamten Saisonverlauf an. "Der Enthusiasmus beim Saisonauftakt lässt meistens sehr schnell nach. Gerade das Halten am Trikot oder das Ballwegschlagen wird an den ersten Spieltagen viel konsequenter bestraft als in späteren Partien."

Eine härtere Gangart kündigte indes auch der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses Volker Roth an. "Gerade die EM hat gezeigt, dass die Schiedsrichter immer häufiger mit Gesten genötigt werden, Gelbe Karten zu verteilen." Die deutschen Unparteiischen seien deshalb angehalten worden, Fälle von "vehementen Forderns einer Gelben Karte" selbst mit dem gelben Karton gegenüber dem Reklamierer zu bestrafen.

DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt betonte, dass gerade in den unteren Klassen und auch im Nachwuchsbereich die Gewalt-Bereitschaft zunimmt. Im DFB werde das Problem in einer Arbeitsgruppe verfolgt. Schmidt nannte es "dringend geboten", die Sportgerichte schnell mit einem Maßnahmen-Katalog zur besseren Beurteilung fälliger Strafen zu versorgen. "Manchmal sind Sportrichter einfach überfordert, weil es kein passendes Strafmaß für gravierende Vorfälle gibt."

FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk, der einhelliges Lob für seine Leistungen bei der EM-Endrunde in den Niederlanden und Belgien geerntet hatte, hob die Notwendigkeit eines regelmäßigen Gedankenaustausches hervor. Deswegen wird es, laut DFB-Vizepräsident Engelbert Nelle, künftig ähnliche Kongresse im Zwei-Jahres-Takt geben.

 

 

 

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 Letzte Aktualisierung:
27. April 2003

 

© Axel Beckmann