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Lehrgangsgestaltung

 

 

Autor: Thomas G. Sokollik

 

 

Gestaltung einer Sichtungsmaßnahme

 

 

Das nachstehende Konzept kam leider nicht zur Durchführung, ist aber sehr gut anwendbar auf jede andere Veranstaltung dieser Art.

1. International Officials' Clinic

Idee

Das Landesverbandsauswahl-Turnier als Möglichkeit zur Förderung jungen talentierter Nachwuchs-Schiedsrichter zu nutzen, ohne die formellen Bedingungen der Sichtungsmaßnahmen BJL/BJT zu erfüllen: Gleichzeitig als Clinic sowohl theoretischen als auch praktischen Input zu gewähren.

Gleichzeitig will der BSW Vorreiter in der Institutionalisierung einer solchen Schiedsrichter-Förder- und -Ausbildungsmaßnahme sein, ähnlich wie er es beim LVT war. Die International Officials' Clinic (IOCI) ist dabei losgelöst von den Strukturen der Landesverbände: Teilnehmen können alle jungen talentierten Schiedsrichter aus dem Bereich des DBB sowie einige Gäste des BSW.

Teilnehmerzahl

Bei anzunehmenden 48 Spielen im LVT ergeben sich 96 Schiedsrichtereinsätze: Bei etwa fünf Begegnungen pro Schiedsrichter im Turnier können 20 Schiedsrichter an der IOCI teilnehmen. Als Gäste des BSW kommen maximal vier Schiedsrichter in Frage. Es stellt sich die Frage, ob „Senior-Schiedsrichter“ eingeladen werden sollen, und wenn ja wie viele.

Organisatorisches

Den Teilnehmern wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 150 DM abverlangt: Dieser deckt die Organisationskosten sowie die Verpflegung vor Ort. Als Quartier werden entweder Klassenzimmer oder eine separate Turnhalle zur Verfügung gestellt.

Der BSW wird die IOCI zusammen mit dem AK „Nachwuchsförderung“ der DBB-SRK (Herrn U. SLEDZ) durchführen.

Referenten

Es ist wünschenswert, dass der DBB an diesem Wochenende versucht, die in Frage kommenden Schiedsrichter und Kommissare in der Nähe einzusetzen, so dass diese in Zusammenhang mit einem DBB-Einsatz die IOCI besuchen können.

Ob es sich ermöglichen lässt, als „Highlight“ eventuell einen Vertreter der FIBA zu engagieren, gilt abzuwarten.

Honorare

Hier ist zu prüfen, inwieweit der DBB und eventuell die IGBS Zuschüsse zu der IOCI übernehmen: Auch muss die Honorarfrage für die Gastreferenten als auch den "Stamm" noch detailliert geklärt werden.

Ablauf

Das LVT beginnt am Donnerstag Nachmittag. So kann die IOCI bereits zur Mittagzeit starten, so dass hinsichtlich eines ersten Kennenlernens, eines Sondierens der Erwartungshaltungen, der Ziele und Wünsche Vorarbeit geleistet werden kann und Richtlinien für die Veranstaltung gefunden werden.

Während regelmäßig theoretische Veranstaltungen (Referat, Gruppenarbeit, Diskussionsforum) stattfinden - etwa acht Einheiten -, werden die Schiedsrichter bei den Spielleitungen durch Beobachtungen geschult: Hierbei stehen jedoch NICHT Beurteilungsnoten als Ziel im Raum.

Darüber hinaus kann die Anwesenheit von Basketballlehrern die IOCI sich zu Nutze machen und Referenten aus diesen rekrutieren: So für Podiumsdiskussion, aber auch für Referate zu Thema wie „Trainingsgestaltung für Schiedsrichter“, „warming up and cool down for Officials“, „Stretching“ u. ä..

Um eventuell die Bedeutung und das Niveau der IOCI zu unterstreichen steht im Raum, die Veranstaltung mit dem "Legère"-Test (FIBA-Hallentest) zu beginnen.

Aufgrund der regelmäßigen Schiedsrichter-Einsätze können die Teilnehmer nicht an jedem Theorieblock teilnehmen.

Praktische Inhalte

Oberstes Gebot muss sein, dass das Spiel die Interpretation der Schiedsrichter bestimmt: Das heißt, das Spiel und deren Akteure stehen im Vordergrund, nicht die Schiedsrichter. Hinsichtlich der aktuellen Regelauslegungen müssen die Wünsche der (Bundes-) Trainer Berücksichtigung finden.

Die Schiedsrichter sind in den Bereichen „Spielleitung“ und „SR-Technik“ vornehmlich zu schulen. Ihnen sind Perspektiven aufzuzeigen.

Theoretische Inhalte

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Teilnehmer der IOCI gute Kenntnisse der Regeln, Interpretationen und Ordnungen haben. Zwar kann ein Theorieteil Regelkunde umfassen, jedoch muss auf das Level der Teilnehmer abgestellt werden. Im Übrigen sollten Theorieteile Bereiche wie „Persönlichkeitsentwicklung“, „Auftreten“, „Konfliktbewältigung und Automotivation“, „Periodisierung im Schiedsrichtern“, „Psychologie“ etc. umfassen. Es können aber auch praxisorientierte Themen Platz finden.

Skript

Wünschenswert ist die Erstellung eines Skripts für die IOCI. Dazu müssen die Referenten frühzeitig jedoch ihre Ausarbeitungen abgeben. Ansonsten bietet sich eine „Loseblattsammlung“ als Begleitmappe für die Teilnehmer an.

Medien

Es stehen zwei Schulungsräume mit Overheadprojektoren und Tafeln (white boards) zur Verfügung. Darüber hinaus soll auch die Möglichkeit der Videoaufnahme und -projektion gegeben sein. Ob ein Videoprojektor auch vorhanden sein wird, ist fraglich.

Für die theorieausbildungsfreie Zeit können eventuell Videobänder von hochklassigen Spielen zur Verfügung stehen.

Public Relations

Die IOCI sollte sowohl durch Schreiben an die Landes- und Regionalverbände, als auch Veröffentlichungen in der Fachzeitschrift BASKETBALL und der homepage basketball-schiedsrichter.de bekannt gemacht werden: Nach einer Vorankündigung im Juli/Anfang August ist es wünschenswert, dass später auch die Teilnehmer, Referenten und Themen genannt werden.

Terminierung

Spätestens Anfang September sollten die Teilnehmer der IOCI eingeladen werden. Daraus resultiert, dass Mitte August die Rückmeldungen der Landesverbände - eventuell mit gleichzeitiger Anzeige, ob Teilnahmeinteresse/ -bereitschaft besteht oder nicht - vorliegen muss.

Im August sollte auch organisatorisch der Referentenplan und die Themenliste festgelegt werden, damit eine ausreichende Vorbereitung für die Referenten besteht. 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann