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Kapitel 4
Aufgabenverteilung
der Schiedsrichter auf dem Feld
Um
die Schiedsrichtertätigkeit optimal ausführen zu können,
müssen beide Schiedsrichter ihre Aufgaben nach bestimmten
Absprachen durchführen. In einer kurzen Besprechung
vor dem Spiel, der sogenannten "Pre-Game-Conference",
sollten sie festlegen:
- Zusammenarbeit
und Verständigung, insbesondere bei gleichzeitigem
Pfiff beider Schiedsrichter,
- Verantwortlichkeit
und Hilfen bei Ausbällen,
- Kontrolle des
Spiels im ballfreien Raum,
- Pressende und
doppelnde Verteidigung,
- "Pre-Game-Conference-Card"
beachten!
Folgende Begriffe werden
definiert:
Aktiver
Schiedsrichter - er lässt eine Handlung ausführen:
er führt den Sprungball durch, übergibt den Ball zum
Einwurf, betritt den Freiwurfraum zur Ausführung von
Freiwürfen.
Freier
Schiedsrichter - während der Kollege mit einer
aktiven Handlung beschäftigt ist, legt er durch seine
Laufarbeit für die nächste Zeit die Positionen beider
Schiedsrichter auf dem Spielfeld fest, bei einem Sprungball
beobachtet er die Bahn des getippten Balls und läuft
vor den Angriff.
Vorderer
Schiedsrichter - er befindet sich immer vor
dem Spielgeschehen. Er nimmt an der Endlinie diagonal
zu seinem Kollegen seine Position ein. Hat er die Endlinie
erreicht, bewegt er sich normalerweise zwischen der
Drei-Punkte-Linie zu seiner Linken und dem Brett rechts
von ihm. Der Ball sollte zwischen den beiden Schiedsrichtern
sein (Sandwich), d.h., dass auch die beiden Schiedsrichter
keine starren Positionen innehaben, sondern sich entsprechend
der Position des Balles bewegen.
Folgender
Schiedsrichter - er folgt dem Angriff nach.
Er sollte sich grundsätzlich in Angriffsrichtung gesehen
links vom Ball halten und ca. drei Meter entfernt vom
Ball bleiben. Er geht also auch in das Spielfeld hinein.
Er ist immer zuständig für die Aktionen mit dem Ball,
wenn dieser zwischen Mittel- und Freiwurflinie, in der
begrenzten Zone und links im Drei-Punkte-Bereich ist.
Befindet sich der Ball zwischen verlängerter Freiwurflinie
und Endlinie auf der rechten Angriffsseite oder der
rechten Angriffsseite ohne Drei-Punkte-Bereich, so ist
er nun zuständig für die Aktionen ‘weg vom Ball’.
Folgende englischen
Fachausdrücke sollte jeder Schiedsrichter kennen:
"Penetration":
Nach jedem Wurf macht der Folgende Schiedsrichter
einen Schritt nach vorne, um das Geschehen beim Rebound
besser verfolgen zu können. Auf keinen Fall soll der
Folgende Schiedsrichter bei einem Wurf sofort abdrehen
und zurück laufen.
"Boxing in":
Alle 10 Spieler auf dem Feld sollen ständig im Blickfeld
von zumindest einem der beiden Schiedsrichter sein,
d.h. sie müssen so zueinander stehen, dass alle 10 Spieler
wie in einer Schachtel ("Box") zwischen ihnen
sind.
"Look for space"
: Beide Schiedsrichter müssen nach jeder Ballbewegung
eine neue günstige Position einnehmen, und zwar so,
dass sie zwischen Angreifer und Verteidiger durch schauen
können. Ein Schiedsrichter, der hinter dem Angreifer
mit Ball steht, kann einen Kontakt zwischen Angreifer
und Verteidiger nicht sehen oder richtig beurteilen.
Kontrolle
der Auslinien: Die Auslinien werden jeweils
einem der Schiedsrichter zugeordnet: die Seitenlinie,
an welcher er steht sowie die Grundlinie rechter Hand.
Steht der Schiedsrichter auf der Grundlinie, so ist
er auch für die Seitenlinie linker Hand zuständig.
Der
Folgende Schiedsrichter ist zuständig für:
Linie
unter dem Korb der einwerfenden Mannschaft, Seitenlinie
zu seiner Linken und Mittellinie.
Der
Vordere Schiedsrichter ist zuständig für:
Linie
hinter dem Korb der verteidigenden Mannschaft und die
Seitenlinie zu seiner Linken (Blickrichtung zum Korb
der gegnerischen Mannschaft).
Bei
Ausbällen trifft nur der zuständige Schiedsrichter die
Entscheidung Dies vermeidet gegensätzliche Entscheidungen
mit der Spielfortsetzung Sprungball; eine Mannschaft
hat ja sicher den Ausball verursacht, also ist der Sprungball
im allgemeinen eine falsche Entscheidung.
Wenn
der Ball ins Aus geht, pfeift der für diese Seite -
oder Endlinie - zuständige Schiedsrichter und hebt seine
Hand, um die Spieluhr zu stoppen. Er zeigt die Spielrichtung
an. Er übergibt dem Einwerfer den Ball und gibt das
Zeichen für ‘Zeit an’, wenn der erste Spieler auf dem
Feld den Ball berührt.
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