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Ausbildung | Materialien

 

 

Stand: 2000

 

 

Basiswissen für Basketballschiedsrichter/Innen

 

 

Kapitel 4

Aufgabenverteilung der Schiedsrichter auf dem Feld

Um die Schiedsrichtertätigkeit optimal ausführen zu können, müssen beide Schiedsrichter ihre Aufgaben nach bestimmten Absprachen durchführen. In einer kurzen Besprechung vor dem Spiel, der sogenannten "Pre-Game-Conference", sollten sie festlegen:

  • Zusammenarbeit und Verständigung, insbesondere bei gleichzeitigem Pfiff beider Schiedsrichter,
  • Verantwortlichkeit und Hilfen bei Ausbällen,
  • Kontrolle des Spiels im ballfreien Raum,
  • Pressende und doppelnde Verteidigung,
  • "Pre-Game-Conference-Card" beachten!

Folgende Begriffe werden definiert:

Aktiver Schiedsrichter - er lässt eine Handlung ausführen: er führt den Sprungball durch, übergibt den Ball zum Einwurf, betritt den Freiwurfraum zur Ausführung von Freiwürfen.

Freier Schiedsrichter - während der Kollege mit einer aktiven Handlung beschäftigt ist, legt er durch seine Laufarbeit für die nächste Zeit die Positionen beider Schiedsrichter auf dem Spielfeld fest, bei einem Sprungball beobachtet er die Bahn des getippten Balls und läuft vor den Angriff.

Vorderer Schiedsrichter - er befindet sich immer vor dem Spielgeschehen. Er nimmt an der Endlinie diagonal zu seinem Kollegen seine Position ein. Hat er die Endlinie erreicht, bewegt er sich normalerweise zwischen der Drei-Punkte-Linie zu seiner Linken und dem Brett rechts von ihm. Der Ball sollte zwischen den beiden Schiedsrichtern sein (Sandwich), d.h., dass auch die beiden Schiedsrichter keine starren Positionen innehaben, sondern sich entsprechend der Position des Balles bewegen.

Folgender Schiedsrichter - er folgt dem Angriff nach. Er sollte sich grundsätzlich in Angriffsrichtung gesehen links vom Ball halten und ca. drei Meter entfernt vom Ball bleiben. Er geht also auch in das Spielfeld hinein. Er ist immer zuständig für die Aktionen mit dem Ball, wenn dieser zwischen Mittel- und Freiwurflinie, in der begrenzten Zone und links im Drei-Punkte-Bereich ist. Befindet sich der Ball zwischen verlängerter Freiwurflinie und Endlinie auf der rechten Angriffsseite oder der rechten Angriffsseite ohne Drei-Punkte-Bereich, so ist er nun zuständig für die Aktionen ‘weg vom Ball’.

Folgende englischen Fachausdrücke sollte jeder Schiedsrichter kennen:

"Penetration": Nach jedem Wurf macht der Folgende Schiedsrichter einen Schritt nach vorne, um das Geschehen beim Rebound besser verfolgen zu können. Auf keinen Fall soll der Folgende Schiedsrichter bei einem Wurf sofort abdrehen und zurück laufen.

"Boxing in": Alle 10 Spieler auf dem Feld sollen ständig im Blickfeld von zumindest einem der beiden Schiedsrichter sein, d.h. sie müssen so zueinander stehen, dass alle 10 Spieler wie in einer Schachtel ("Box") zwischen ihnen sind.

"Look for space" : Beide Schiedsrichter müssen nach jeder Ballbewegung eine neue günstige Position einnehmen, und zwar so, dass sie zwischen Angreifer und Verteidiger durch schauen können. Ein Schiedsrichter, der hinter dem Angreifer mit Ball steht, kann einen Kontakt zwischen Angreifer und Verteidiger nicht sehen oder richtig beurteilen.

Kontrolle der Auslinien: Die Auslinien werden jeweils einem der Schiedsrichter zugeordnet: die Seitenlinie, an welcher er steht sowie die Grundlinie rechter Hand. Steht der Schiedsrichter auf der Grundlinie, so ist er auch für die Seitenlinie linker Hand zuständig.

Der Folgende Schiedsrichter ist zuständig für:

Linie unter dem Korb der einwerfenden Mannschaft, Seitenlinie zu seiner Linken und Mittellinie.

Der Vordere Schiedsrichter ist zuständig für:

Linie hinter dem Korb der verteidigenden Mannschaft und die Seitenlinie zu seiner Linken (Blickrichtung zum Korb der gegnerischen Mannschaft).

Bei Ausbällen trifft nur der zuständige Schiedsrichter die Entscheidung Dies vermeidet gegensätzliche Entscheidungen mit der Spielfortsetzung Sprungball; eine Mannschaft hat ja sicher den Ausball verursacht, also ist der Sprungball im allgemeinen eine falsche Entscheidung.

Wenn der Ball ins Aus geht, pfeift der für diese Seite - oder Endlinie - zuständige Schiedsrichter und hebt seine Hand, um die Spieluhr zu stoppen. Er zeigt die Spielrichtung an. Er übergibt dem Einwerfer den Ball und gibt das Zeichen für ‘Zeit an’, wenn der erste Spieler auf dem Feld den Ball berührt.

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

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