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Kapitel
3
Spielrichter
und ihre Pflichten
(Schiedsrichter,
Kampfgericht, Anschreibebogen)
Die
Schiedsrichter und das Kampfgericht sind nicht befugt,
Änderungen der Spielregeln zuzulassen.
- Die
Schiedsrichter haben das Recht, Entscheidungen
über Regelverletzungen innerhalb und außerhalb
der Spielfeldgrenzen zu fällen.
- Dieses
Recht beginnt mit der Ankunft der Schiedsrichter
20 Minuten vor dem festgesetzten Spielbeginn
am Spielfeld.
- Mit
der Kontrolle des Anschreibebogens und der abschließenden
Unterschrift des 1. Schiedsrichters nach Spielende
enden ihre Aufgaben.
Kommt es in dem Zeitraum
zwischen Ende der Spielzeit und Unterzeichnung
des Anschreibebogens zu unsportlichem Verhalten
durch Spieler, Trainer oder Mannschaftsbegleiter,
muss der 1. Schiedsrichter auf dem Anschreibebogen
vermerken, dass es einen Zwischenfall gegeben
hat. Er hat einen ausführlichen Bericht an die
Spielleitung zu senden. Kommt es zu einem solchen
Vorfall in der Zeitspanne nach Unterschrift
des 1. Schiedsrichters und bis zum Verlassen
des Geländes, so ist ein Bericht an die Spielleitung
zu senden.
- Kein
Schiedsrichter ist befugt, Entscheidungen des
anderen Schiedsrichters in Frage zu stellen
oder gar aufzuheben.
- Der
1. Schiedsrichter trifft jedoch die endgültige
Entscheidung, vor allem hat er das Recht, Entscheidungen
über jeden Punkt zu treffen, der nicht ausdrücklich
in den Regeln festgelegt ist
Für
Schiedsrichter gilt: Nichts und niemand ist wichtiger
als das Spiel
Das Kampfgericht
wird vom Heimverein gestellt. Es ist selbstverständlich,
dass die Kampfrichter nicht Mitglieder einer am Spiel
beteiligten Mannschaft sein können. Der Anschreibetisch
muss deutlich von den Zuschauern abgeschirmt sein. Hinter
dem Tisch dürfen sich keine Zuschauer aufhalten. Die
Mannschaftsbänke stehen mind. in fünf Meter Abstand
von der Mittellinie. Die Kampfrichter am Tisch müssen
so platziert sein, dass sie das Geschehen auf dem Spielfeld
gut und ohne jedes Hindernis übersehen können. Entscheidungen
der Schiedsrichter werden von ihnen mit dem "OK-Zeichen"
bestätigt (Fouls, erfolgreicher 3-Punkte-Versuch, Rückstellen
der Uhr, neue 24" bei Fußspiel, geblockter Wurfversuch
und Ball geht in's Aus, etc.).
Der Anschreiber
füllt den Spielbericht vor und während des Spiels aus.
Grundsätzlich gilt: Eintragungen auf der Vorderseite
des Spielbogens werden vom Anschreiber gemacht, Eintragungen
auf der Rückseite nur von den Schiedsrichtern. Das Signal
des Anschreibers unterbricht nicht das
Spiel.
Der Zeitnehmer
überwacht die Spielzeit und die Unterbrechungen. Das
Signal des Zeitnehmers bewirkt einen toten Ball und
stoppt die Spieluhr.
Der Vierundzwanzig-Sekunden-Zeitnehmer
betätigt die Vierundzwanzig-Sekunden-Uhr. Sein Signal
stoppt immer das Spiel - auch dann, wenn das Signal
irrtümlich ertönt. Der 1. SR entscheidet in diesem Fall,
ob das Spiel mit Sprungball oder Ballbesitz weitergeht.
Mit dem Ertönen des 24-Sekunden-Signals muss immer
auch die Spieluhr gestoppt werden.
Der Anschreibebogen
- grundsätzlich gilt:
- Eintragungen
auf der Vorderseite werden vom Anschreiber gemacht,
der 1. Schiedsrichter zeichnet sie ab.
- Eintragungen
auf der Rückseite werden nur von den Schiedsrichtern
gemacht.
- Nach jedem
Spielviertel und jeder Verlängerung hat der
1. Schiedsrichter die Eintragungen des Anschreibers
zu kontrollieren.
- Die Kontrolle
umfasst im Wesentlichen:
- das laufende
Ergebnis
- die Vollständigkeit
der Fouleintragungen
- das Ankreuzen
der Mannschaftsfouls
- die Eintragungen
der Auszeiten
- Es wird empfohlen,
dass der Anschreiber zwei verschieden farbige
Kugelschreiber benutzt: Einen Stift für das
erste und dritte Viertel. Den anderen Stift
für die Grundeintragung (z.B. Namen der Spieler,
Kopf des Bogens), das zweite und vierte Viertel
und für alle Verlängerungen.
Ablauf:
Mindestens zwanzig Minuten vor Spielbeginn bereitet
der Anschreiber den Anschreibebogen vor.
- Er
füllt den Kopf des Bogens aus. Die erste
Mannschaft ist die Heimmannschaft (A).
- Eintragung
der Namen der Mitglieder beider Mannschaften
- entsprechend
der Regelungen deines Landesverbandes trägt
der Anschreiber in die erste Spalte die letzten
drei Ziffern des Teilnehmerausweises oder die
Nummer auf dem Mannschaftsmeldebogen ein
- in die zweite
Spalte werden der Name und der Anfangsbuchstabe
des Vornamens des Spielers in GROSSBUCHSTABEN
eingetragen
- die dazugehörige
Trikotnummer gehört in die dritte Spalte
- der Kapitän
der Mannschaft wird durch die Eintragung "
Cap" unmittelbar hinter seinem Namen gekennzeichnet
- Sondereintragungen
im Teilnehmerausweis, wie "-A-" für
Ausländer etc., sind hinter dem Namen einzutragen.
Über die Spielberechtigung hat die spielleitende
Stelle zu entscheiden. Die SR haben jeden Spieler
zuzulassen.
- am unteren
Ende des Abschnitts für jede Mannschaft wird
der Name des Trainers eingetragen.
- Mindestens
zehn Minuten vor Spielbeginn müssen beide
Trainer
- alle Eintragungen
bei ihrer Mannschaft kontrollieren
- die fünf Spieler
bezeichnen, die das Spiel beginnen werden ->

- den Anschreibebogen
im Trainerkästchen unterschreiben.
- Auszeiten
werden durch Eintragen der Spielminute in das
entsprechende Feld gekennzeichnet
- Fouls:
- bei Spielerfouls
wird hinter die Spielernummer die Spielminute
des Fouls eingetragen. Die genaue Kennzeichnung
der Fouls kann im Kampfrichter-Handbuch nachgelesen
werden
- Fouls von
Trainern, Ersatzspielern und Mannschaftsbegleitern
müssen dem Trainer angeschrieben werden (siehe
Kampfrichter-Handbuch).
- Mannschaftsfouls
werden bis zum 4. Foul pro Mannschaft mit einem
" X" abgestrichen. Beim fünften Mannschaftsfoul
ist die Spielminute einzutragen.
Das
laufende Ergebnis:
- chronologisch
fortlaufend
- Reihenfolge
von links:
Nr. Ergebnis Minute Nr. Ergebnis
- Nur eine Eintragung
in einer Zeile, d. h. entweder ein Ergebnis
von" A" oder aber von" B"
, aber nicht von beiden
- Drei-Punkte-Korb:
Kreis um das Ergebnis
- Freiwürfe:
eckige Klammer vor die Versuche
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