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Ausbildung | Materialien

 

 

Stand: 2000

 

 

Basiswissen für Basketballschiedsrichter/Innen

 

 

Kapitel 1

Die Rolle des Schiedsrichters

Jedes Basketballspiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet.

Sie sind ein Team, und sollen alles tun, um diese Gemeinschaft zu stärken. Unabdingbare Voraussetzungen sind:

  • Gute Regelkenntnis
  • Gute körperliche Verfassung
  • Konzentration auf das Spiel
  • Neutralität und Unparteilichkeit

Um eine gute Regelkenntnis zu besitzen, sollte man unbedingt folgende Quellen intensiv durcharbeiten:

  • Offizielle Basketballregeln
  • Interpretation der offiziellen FIBA-Basketballregeln
  • Schiedsrichterhandbuch

In der Fachzeitschrift "Basketball" werden außerdem die neuesten Regelinterpretationen veröffentlicht, die von den Regelkommissionen der FIBA und des DBB erarbeitet werden. Basketball ist ein sehr dynamisches Spiel, und die ständige Weiterentwicklung des Sportspiels verlangt auch von der Regelseite her eine ständige Weiterentwicklung.

Gute körperliche Fitneß ist auch für Schiedsrichter unerläßlich. Es empfiehlt sich, regelmäßig zusätzlich Sport zu treiben:

Jogging, Schwimmen und Radfahren zum Beispiel. Ein Basketball-Schiedsrichter legt pro Spiel ca. 4000 - 5000 Meter als Sprint und im Dauerlauf zurück. Die Mannschaften trainieren regelmäßig, um ihre Spielstärke zu verbessern. Sie erwarten zu Recht, daß die Schiedsrichter dem Spiel körperlich gewachsen sind. Ohne Konzentration auf das Spiel, Neutralität und Unparteilichkeit, ist keine gute Schiedsrichterleistung möglich. Dazu gehören das rechtzeitige Eintreffen in der Halle, das freundliche Auftreten vor, während und nach dem Spiel, und die gleiche, gerechte Behandlung aller Spielbeteiligten.

Häufig kommt es zu Konflikten zwischen den am Spiel beteiligten Parteien und den Schiedsrichtern. Es gilt nicht nur die Regeln durchzusetzen, sondern durch (Sach-) Autorität und sicheres Auftreten die Spielidee zu realisieren; dies bedeutet, daß ein gehöriges Maß an praktischer Psychologie mit zum Rüstzeug gehört. Mit Kritik am Schiedsrichter versuchen oftmals die Offiziellen einer Mannschaft einen Vorteil zu erlangen. Als Schiedsrichter muß man wissen, daß Konflikte zwischen den beteiligten Mannschaften und den Trainern möglich sind, und man muß darauf vorbereitet sein.

Als Schiedsrichter muss ich wissen: Ein solcher Konflikt ist rollen- und nicht personenbezogen, selbst wenn er auf einer persönlichen Ebene ausgetragen wird. Er wird nur dann von einem Schiedsrichter gut gelöst werden können, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Gute Regelkenntnis
  • Gute Schiedsrichtertechnik
  • Freundliches Auftreten

Folgende Empfehlungen sollte ich immer berücksichtigen:

  • Frühzeitiges Eintreffen in der Halle, spätestens jedoch 20 Minuten vor Spielbeginn
  • Aufwärmen vor dem Spiel
  • Freundlicher Umgang mit allen Spielern und Offiziellen
  • Korrekte Schiedsrichterkleidung, graues Hemd und schwarze Hose
  • Deutliche Handzeichen
  • Gute Zusammenarbeit mit dem Kollegen und dem Kampfgericht

Durchgehend gleiche Linie beim Pfeifen, d. h. in jeder Minute des Spiels muß eine Entscheidung die gleiche Wertigkeit haben. Ein Foul in der letzten Spielminute darf nicht unterschiedlich vom gleichen Foul, das in der ersten Spielminute begangen wurde, bewertet werden.

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

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