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Kapitel 1
Die Rolle des Schiedsrichters
Jedes Basketballspiel
wird von zwei Schiedsrichtern geleitet.
Sie
sind ein Team, und sollen alles tun, um diese Gemeinschaft
zu stärken. Unabdingbare Voraussetzungen sind:
- Gute Regelkenntnis
- Gute körperliche
Verfassung
- Konzentration
auf das Spiel
- Neutralität
und Unparteilichkeit
Um eine gute
Regelkenntnis zu besitzen, sollte man unbedingt folgende
Quellen intensiv durcharbeiten:
- Offizielle
Basketballregeln
- Interpretation
der offiziellen FIBA-Basketballregeln
- Schiedsrichterhandbuch
In
der Fachzeitschrift "Basketball" werden außerdem
die neuesten Regelinterpretationen veröffentlicht, die
von den Regelkommissionen der FIBA und des DBB erarbeitet
werden. Basketball ist ein sehr dynamisches Spiel, und
die ständige Weiterentwicklung des Sportspiels verlangt
auch von der Regelseite her eine ständige Weiterentwicklung.
Gute körperliche
Fitneß ist auch für Schiedsrichter unerläßlich. Es empfiehlt
sich, regelmäßig zusätzlich Sport zu treiben:
Jogging,
Schwimmen und Radfahren zum Beispiel. Ein Basketball-Schiedsrichter
legt pro Spiel ca. 4000 - 5000 Meter als Sprint und
im Dauerlauf zurück. Die Mannschaften trainieren regelmäßig,
um ihre Spielstärke zu verbessern. Sie erwarten zu Recht,
daß die Schiedsrichter dem Spiel körperlich gewachsen
sind. Ohne Konzentration auf das Spiel, Neutralität
und Unparteilichkeit, ist keine gute Schiedsrichterleistung
möglich. Dazu gehören das rechtzeitige Eintreffen in
der Halle, das freundliche Auftreten vor, während und
nach dem Spiel, und die gleiche, gerechte Behandlung
aller Spielbeteiligten.
Häufig
kommt es zu Konflikten zwischen den am Spiel beteiligten
Parteien und den Schiedsrichtern. Es gilt nicht nur
die Regeln durchzusetzen, sondern durch (Sach-) Autorität
und sicheres Auftreten die Spielidee zu realisieren;
dies bedeutet, daß ein gehöriges Maß an praktischer
Psychologie mit zum Rüstzeug gehört. Mit Kritik am Schiedsrichter
versuchen oftmals die Offiziellen einer Mannschaft einen
Vorteil zu erlangen. Als Schiedsrichter muß man wissen,
daß Konflikte zwischen den beteiligten Mannschaften
und den Trainern möglich sind, und man muß darauf vorbereitet
sein.
Als
Schiedsrichter muss ich wissen: Ein solcher Konflikt
ist rollen- und nicht personenbezogen, selbst wenn er
auf einer persönlichen Ebene ausgetragen wird. Er wird
nur dann von einem Schiedsrichter gut gelöst werden
können, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Gute Regelkenntnis
- Gute Schiedsrichtertechnik
- Freundliches
Auftreten
Folgende Empfehlungen
sollte ich immer berücksichtigen:
- Frühzeitiges Eintreffen
in der Halle, spätestens jedoch 20 Minuten vor Spielbeginn
- Aufwärmen vor
dem Spiel
- Freundlicher Umgang
mit allen Spielern und Offiziellen
- Korrekte Schiedsrichterkleidung,
graues Hemd und schwarze Hose
- Deutliche Handzeichen
- Gute Zusammenarbeit
mit dem Kollegen und dem Kampfgericht
Durchgehend gleiche
Linie beim Pfeifen, d. h. in jeder Minute des Spiels
muß eine Entscheidung die gleiche Wertigkeit haben.
Ein Foul in der letzten Spielminute darf nicht unterschiedlich
vom gleichen Foul, das in der ersten Spielminute begangen
wurde, bewertet werden.
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