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Art.
22: Regelübertretungen
Eine
Regelübertretung ist eine Verletzung der Regeln,
wonach der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbricht
und der gegnerischen Mannschaft den Ball zum Einwurf
zuerkennt.
Art.
23: Einwurf
Ein Spieler
führt den Einwurf außerhalb des Spielfeldes
an der nächsten Stelle aus, an der sich die Regelverletzung
(Foul oder Regelübertretung) ereignet hat. Diese
Stelle wird vom Schiedsrichter bezeichnet.
Während
des Einwurfs darf kein anderer Spieler einen Teil seines
Körpers auf oder über der Seiten- oder Endlinie
haben. Andernfalls wird der Einwurf wiederholt.
Der Schiedsrichter
muss den Ball zum Einwurf übergeben, außer
nach einem Korberfolg.
Art.
24: Standort eines Spielers
Der Standort
eines Spielers ist die Stelle, an der er den Boden berührt.
Befindet er sich in der Luft, behält er den Status
bei, den er hatte, als er zuletzt den Boden berührte,
soweit es die Grenzlinien betrifft.
Art.
25: Spieler im Aus / Ball im Aus
Ein Spieler
ist im Aus, wenn er den Boden auf oder außerhalb
der Grenzlinien berührt.
Der Ball
ist im Aus, wenn er einen Spieler, den Boden auf oder
außerhalb der Grenzlinien, einen Gegenstand einschließlich
der Spielbretthalterung oder die Spielbrettrückseite
berührt.
Einen
Ausball zu verursachen, ist eine Regelübertretung,
die mit Einwurf für die gegnerische Mannschaft
bestraft wird.
Wenn
sich der Schiedsrichter nicht sicher ist, welcher Spieler
einen Ausball verursacht hat, entscheidet er auf Sprungball.
Art.
26: Fortbewegung mit dem Ball
Ein Spieler
darf sich mit dem Ball unter Berücksichtigung der
folgenden Einschränkungen in jede Richtung fortbewegen.
- Ein
Spieler, der den Ball fängt, während
er steht, darf pivotieren (einen Sternschritt
machen) und sich dabei einen beliebigen Fuß
als Standfuß auswählen.
- Ein
Spieler, der den Ball fängt, während
er sich bewegt oder ein Dribbling beendet, darf
mittels eines Zwei-Kontakt-Rhythmus zum Stopp
kommen oder den Ball aus der Hand spielen.
- Ein
Spieler, der den Ball fängt, während
er steht oder mit dem Ball zu einem legalen
Stopp kommt
- darf den
Standfuß bei einem Korbwurfversuch
oder Zuspiel anheben oder springen. Der
Ball muss seine Hände verlassen haben,
bevor ein Fuß oder beide Füße
den Boden wieder berühren.
- darf den
Standfuß bei Beginn eines Dribblings
nicht anheben bevor der Ball seine Hände
verlassen hat.
Sich
mit dem Ball über diese Beschränkungen hinaus
fortzubewegen, ist eine Regelübertretung (Schrittfehler),
die mit Einwurf für die gegnerische Mannschaft
bestraft wird.
Art.
27: Sternschritt
Ein Spieler,
der den Ball im Stand erhält oder nach dem Fangen
des Balles zu einem legalen Stopp kommt, darf einen
Sternschritt machen (pivotieren).
Ein Sternschritt
ist, wenn ein Spieler, der den Ball hält, einmal
oder mehrmals mit demselben Fuß in beliebiger
Richtung Schritte macht, während sein anderer Fuß,
genannt Standfuß, an seiner Berührungsstelle
auf dem Boden bleibt.
Art.
28: Dribbeln
Wenn
sich ein Spieler mit Ball fortbewegen möchte, so
kann er den Ball dribbeln, d. h. den Ball mit einer
Hand auf den Boden tippen.
Der Spieler
darf nicht
- mit beiden
Händen gleichzeitig dribbeln
- den Ball in
einer Hand oder beiden Händen zur Ruhe
kommen lassen und erneut dribbeln.
Art.
29: Ballkontrolle
Ein Spieler
ist in Ballkontrolle, wenn
Eine
Mannschaft ist in Ballkontrolle, wenn ein Spieler dieser
Mannschaft in Ballkontrolle ist oder wenn der Ball zwischen
Mitspielern zugespielt wird.
Art.
30: Drei-Sekunden-Regel
Während
seine Mannschaft Ballkontrolle hat, darf ein Spieler
nicht länger als drei Sekunden in der begrenzten
Zone des Gegners bleiben.
Eine
Verletzung dieser Regel ist eine Regelübertretung
und die gegnerische Mannschaft erhält den Ball
zum Einwurf.
Diese
Regel sollte nur dann angewendet werden, wenn sich ein
wesentlich größerer Spieler absichtlich im
Korbraum aufhält, um bei einem Zuspiel aus seiner
Länge einen Nutzen zu ziehen.
Art.
31: Spielen des Balles ins Rückfeld
Ein Spieler,
dessen Mannschaft den Ball in ihrem Vorfeld kontrolliert,
darf den Ball in sein Rückfeld spielen.
Art.
32: Halteball
Der Schiedsrichter
entscheidet auf Halteball, wenn
- zwei
oder mehrere Spieler von gegnerischen Mannschaften
eine oder beide Hände fest am Ball haben.
- der
Ball ins Aus geht und zuletzt von zwei Gegenspielern
gleichzeitig berührt wurde.
- der
Schiedsrichter im Zweifel ist, wer den Ball
zuletzt berührt hat
- die
Schiedsrichter sich nicht einig sind, wer den
Ball zuletzt berührt hat.
- der
Ball sich an der Korbbefestigung verfangen
hat.
- der
Ball zufällig von unten in den Korb geht.
Wenn auf
Halteball entschieden wird, ist ein Sprungball im nächstgelegenen
Kreis auszuführen, indem der Schiedsrichter den
Ball zwischen zwei Gegenspielern hochwirft.
Art.
33: Spieler in der Korbwurfaktion
Ein Spieler
befindet sich in der Korbwurfaktion, wenn er nach Beurteilung
eines Schiedsrichters den Versuch beginnt, einen Korb
zu erzielen. Die Korbwurfaktion dauert so lange, bis
der Ball die Hand bzw. die Hände des Spielers verlassen
hat und beide Füße des Spielers wieder am
Boden sind. |