Art. 17 Spielzeit, Punktgleichheit
und Verlängerungen 17.1 Das Spiel besteht aus vier
Spielperioden von je zehn Minuten.
17.2 Zwischen der ersten und zweiten
Spielperiode sowie zwischen der dritten und vierten Spielperiode und vor
jeder Verlängerung gibt es eine Pause von 2 Minuten. 17.3 Die Halbzeitpause dauert fünfzehn
Minuten.
17.4 Ist das Spielergebnis
am Ende der Spielzeit der vierten Spielperiode
unentschieden, wird
das Spiel mit einer oder mit so vielen Verlängerungen von je 5 Minuten
fortgesetzt, bis das Unentschieden durchbrochen ist. 17.5 In allen Verlängerungen spielt jede
Mannschaft auf den Korb, auf den sie in der dritten und vierten Spielperiode
gespielt hatte.
Art. 18
Spielbeginn 18.1 Bei allen Spielen hat die
Mannschaft Korbwahl und die Wahl der Mannschaftsbank, die als erste im
Programm genannt ist (Heimmannschaft).
Diese Wahl muss dem 1. Schiedsrichter
spätestens 20 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn bekannt gegeben worden
sein. 18.2 Vor der ersten und dritten
Spielperiode dürfen sich die Mannschaften
in der Hälfte des Spielfelds
aufwärmen, in der sich der Korb des Gegners befindet.
18.3 Die Mannschaften wechseln zu Beginn
der dritten Spielperiode die
Körbe. 18.4 Das Spiel kann nicht
beginnen, wenn eine der Mannschaften nicht
mit fünf Spielern spielbereit
auf dem Spielfeld ist.
18.5 Das Spiel beginnt offiziell mit
einem Sprungball im Mittelkreis, wenn der Ball von einem Springer legal
getippt wird. Art. 19 Zustand des
Balles
Der Ball kann entweder belebt oder tot
sein. 19.1 Der Ball wird belebt,
wenn
- bei einem Sprungball der Ball legal
von einem Springer getippt wird.
- bei einem Freiwurf ein Schiedsrichter
den Ball dem Freiwerfer zur Verfügung stellt.
- bei einem Einwurf der Ball dem
einwerfenden Spieler zur Verfügung steht.
19.2 Der Ball wird zum toten Ball,
wenn
- ein Feldkorb oder Freiwurf erzielt wird.
- ein Schiedsrichter pfeift, während der
Ball belebt ist.
- es offensichtlich ist, dass der Ball
bei einem Freiwurf nicht in
den Korb geht und danach
noch
- ein Freiwurf oder weitere Freiwürfe oder
- eine weitere Strafe
(Freiwurf/Freiwürfe und/oder Einwurf) folgen.
- das Signal der Spieluhr für das Ende
einer Spielperiode oder
Verlängerung ertönt.
- das Signal der 24-Sekunden-Anlage
ertönt, während der Ball belebt ist.
- der Ball, der sich aufgrund eines
Korbwurfversuches in der Luft befindet, von einem Spieler einer Mannschaft
berührt wird, nachdem
- ein Schiedsrichter
pfeift.
- die Spielzeit für eine Spielperiode
oder Verlängerung abgelaufen ist.
- das Signal der 24-Sekunden-Anlage
ertönt.
19.3 Der Ball wird nicht zum toten
Ball und erzielte Punkte zählen, wenn
- der Ball bei einem Feldkorbversuch
sich im Flug befindet und der Schiedsrichter pfeift oder das Signal der
Spieluhr oder 24-Sekunden-Anlage ertönt.
- der Ball bei einem Freiwurf sich im
Flug befindet und der Schiedsrichter wegen einer Regelverletzung,
ausgenommen durch den Freiwerfer, pfeift.
- ein Gegenspieler ein Foul begeht,
während der Ball noch in Kontrolle eines Spielers ist, der sich in der
Korbwurfbewegung befindet und der diesen Korbwurf mit einer
kontinuierlichen Bewegung beendet, die begonnen worden war, bevor das
Foul
geschah.
Art. 20 Standort eines Spielers und
eines Schiedsrichters
20.1 Der Standort eines Spielers
ist die Stelle, an der er den Boden
berührt.
Befindet er sich während eines
Sprunges in der Luft, behält er denselben Status bei, den er hatte, als er
zuletzt den Boden berührte. Dies schließt die Grenzlinien, die Mittellinie, die
Drei-Punkte-Linie, die Freiwurflinie und die Linien, die die Freiwurfräume
abgrenzen, ein.
20.2 Der Standort eines
Schiedsrichters ist genauso festgelegt wie der
eines
Spielers.
Berührt der Ball einen
Schiedsrichter, ist es das gleiche, als ob er den Boden am Standort des
Schiedsrichters berührt.
Art. 21
Sprungball
21.1
Definition
21.1.1 Ein Sprungball findet
statt, wenn ein Schiedsrichter den Ball zwischen zwei Gegenspielern in einem
der Kreise auf dem Spielfeld hoch wirft.
21.1.2 Ein Halteball entsteht,
wenn ein oder mehrere Spieler von gegnerischen Mannschaften eine Hand oder
beide Hände so fest am Ball haben, dass kein Spieler ohne übermäßige Härte in
Ballkontrolle kommen kann.
21.2
Regel
21.2.1 Ein Sprungball wird im
Mittelkreis zwischen zwei beliebigen Gegenspielern ausgeführt, wenn eine
Spielperiode oder Verlängerung beginnt.
21.2.2 Ein Sprungball wird im
nächstgelegenen Kreis zwischen den zwei beteiligten Spielern ausgeführt,
wenn auf Halteball entschieden wird oder ein Doppelfoul mit Spielfortsetzung
Sprungball verhängt wird.
Sind beim Halteball mehr als zwei Spieler beteiligt, wird der Ball zwischen zwei etwa gleich großen beteiligten Gegenspielern hochgeworfen, die vom Schiedsrichter bestimmt werden.
21.2.3 Ein Sprungball wird im nächstgelegenen Kreis zwischen
beliebigen Gegenspielern in allen anderen Situationen ausgeführt,
in denen das Spiel mit einem Sprungball fortgesetzt wird. Dies gilt
auch, wenn sich ein belebter Ball an der Korbbefestigung verfangen
hat.
Die Springer müssen zu dem Zeitpunkt auf dem Spielfeld gewesen sein, in dem der Sprungball entstanden ist.
21.2.4 Wenn der nächstgelegene Kreis für den Sprungball nicht bestimmt
werden kann, wird er im Mittelkreis durchgeführt.
21.3 Vorgehen
21.3.1 Beide Springer müssen mit ihren Füßen in der Hälfte des Kreises
stehen, die ihrem Korb näher liegt, mit einem Fuß in der Nähe der
Mittellinie des Kreises.
21.3.2 Der Schiedsrichter wirft dann den Ball zwischen den Springern
senkrecht so hoch, dass keiner von ihnen den Ball an seinem
höchsten Punkt im Sprung erreichen kann.
21.3.3 Der Ball muss von einem oder beiden Springern mit einer oder
beiden Händen getippt werden, nachdem er den höchsten Punkt
erreicht hat.
21.3.4 Kein Springer darf seine Position verlassen, bevor der Ball legal
getippt worden ist.
21.3.5 Kein Springer darf den Ball fangen oder ihn mehr als zweimal
berühren, bevor der Ball einen der Nichtspringer, den Boden, den
Korb oder das Spielbrett berührt hat.
21.3.6 Die Nicht-Springer dürfen mit keinem Körperteil auf oder über dem
Kreis (Zylinder) sein, bis der Ball getippt worden ist.
21.3.7 Wird der Ball von keinem der Springer getippt, oder berührt der Ball
den Boden, ohne von einem der Springer getippt worden zu sein,
wird der Sprungball wiederholt.
21.3.8 Spieler derselben Mannschaft dürfen keine benachbarten Positionen
am Kreis einnehmen, falls ein Gegenspieler eine dieser Positionen
einnehmen möchte.
21.3.9 Wenn ein als Springer festgelegter Spieler wegen Verletzung,
fünftem Foul oder Disqualifikation das Spiel verlassen muss, springt
sein Ersatzspieler. Wenn kein Ersatzspieler mehr zur Verfügung
steht, bestimmt der Kapitän den Springer.
Eine Verletzung der Bestimmungen nach Art 21.3.1, 21.3.3, 21.3.4, 21.3.5 und 21.3.6 ist eine
Regelübertretung.
Art. 22 Wie der Ball gespielt wird
22.1 Beim Basketball wird der Ball nur mit der Hand oder den Händen
gespielt.
22.2 Es ist eine Regelübertretung, mit dem Ball zu laufen, ihn vorsätzlich
mit irgendeinem Teil des Beines zu treten, zu stoppen oder mit der
Faust zu schlagen.
22.3 Zufälliges Berühren des Balles mit Fuß oder Bein ist keine
Regelübertretung.
Art. 23
Ballkontrolle
23.1 Ein Spieler ist in
Ballkontrolle, wenn er einen belebten Ball hält oder dribbelt oder ihm ein
belebter Ball zur Verfügung steht.
23.2 Eine Mannschaft ist in
Ballkontrolle, wenn ein Spieler dieser Mannschaft in Ballkontrolle ist oder
der Ball zwischen Mitspielern zugespielt wird.
23.3 Mannschafts-Ballkontrolle
besteht so lange, bis ein Gegenspieler
Ballkontrolle erlangt oder der
Ball zum toten Ball wird oder der Ball bei einem Feldkorbwurf oder Freiwurf
die Hand oder Hände des
Werfers verlassen hat.
Art. 24 Spieler in der
Korbwurfaktion
24.1 Ein Spieler befindet sich in der
Korbwurfaktion, wenn er nach
Beurteilung des Schiedsrichters den
Versuch beginnt, durch Werfen, Dunking oder Tippen des Balles in Richtung des
gegnerischen Korbes einen Korb zu erzielen. Die Korbwurfaktion dauert so
lange, bis der Ball die Hand bzw. Hände des Werfers verlassen
hat.
Es gilt auch als Wurfversuch, wenn ein
Spieler nach Beurteilung des Schiedsrichters zwar werfen möchte, aber
durch die Arme eines Gegenspielers daran gehindert wird. In
diesem Fall ist es unerheblich, ob der Ball die Hand oder
Hände des Spielers verlassen hat.
Es gibt keinen Zusammenhang
zwischen der Anzahl der legal
gemachten Schritte und der
Korbwurfaktion.
24.2 Falls sich der Werfer in der Luft
befindet, dauert die Korbwurfaktion so lange, bis der Versuch abgeschlossen
ist (der Ball hat die Hand bzw. Hände des Werfers verlassen) und beide Füße
des Spielers wieder am Boden sind.
Mannschafts-Ballkontrolle endet
jedoch bereits dann, wenn der Ball die Hand bzw. Hände des Werfers verlassen
hat.
24.3 Ein Foul wird dann als Foul an
einem Spieler in der Korbwurfaktion angesehen, wenn es sich nach Beurteilung
des Schiedsrichters ereignet hat, nachdem der gefoulte Spieler eine
kontinuierliche
Bewegung seines Arms oder seiner Arme und/oder seines
Körpers zu einem Korbwurfversuch begonnen hat.
Die kontinuierliche
Bewegung
- beginnt, wenn der Ball in der Hand
oder den Händen des Spielers zur Ruhe kommt und eine normalerweise nach
oben gehende Korbwurfbewegung begonnen wurde.
- kann Bewegungen des Arms oder der Arme
und/oder des Körpers mit einschließen, die der Spieler bei seinem Korbwurfversuch macht.
- endet, wenn der Spieler einen neuen
Bewegungsablauf beginnt.
Wenn die Kriterien für eine kontinuierliche
Bewegung, wie vorstehend beschrieben, erfüllt sind, wird ein Spieler als in
der Korbwurfaktion befindlich angesehen.
25.1.2 Der Ball befindet sich bereits
im Korb, sobald sich ein Teil des Balles innerhalb des Ringes und dort unterhalb
der Oberkante des Ringes befindet.
25.2 Regel
25.2.1 Ein Korb zählt wie folgt
zugunsten der Mannschaft, die den Korb angreift, in den der Ball
hineingegangen ist:
- Ein Korb aus einem Freiwurf zählt
einen Punkt.
- Ein Korb aus dem
Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereich zählt zwei Punkte.
- Ein Korb aus dem
Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich zählt drei Punkte.
25.2.2 Wenn ein Spieler zufällig
den Ball in den eigenen Korb seiner
Mannschaft wirft, werden die
Punkte so angeschrieben, als wenn sie der Kapitän der gegnerischen Mannschaft
erzielt hätte.
25.2.3 Wenn ein Spieler absichtlich
den Ball in den eigenen Korb seiner
Mannschaft wirft, handelt es
sich um eine Regelübertretung und es können keine Punkte erzielt
werden.
25.2.4 Verursacht ein Spieler, dass der
Ball von unten in den Korb geht,
ist dies eine
Regelübertretung.
Art. 26 Einwurf
26.1
Grundsätze:
26.1.1 Wenn der Ball zwar in den Korb
geht, der Feldkorb oder der Freiwurf aber nicht gültig ist, wird der folgende
Einwurf in Höhe der Freiwurflinie ausgeführt.
26.1.2 Nach einem oder mehreren
Freiwürfen aufgrund eines technischen, unsportlichen oder disqualifizierenden
Fouls, unabhängig davon, ob der letzte oder einzige Freiwurf erfolgreich ist
oder nicht, wird der folgende Einwurf vom Mittelpunkt der Seitenlinie
gegenüber dem Anschreibertisch ausgeführt. Der einwerfende Spieler steht dabei
mit je einem Fuß auf jeder Seite der verlängerten Mittellinie. Er darf den Ball
einem Spieler an jedem beliebigen Punktauf dem Spielfeld
zupassen. 26.1.3 Nach einem persönlichen Foul
durch die Mannschaft in Ballkontrolle oder durch die Mannschaft, der ein
Einwurf zusteht, wird der folgende Einwurf durch die andere Mannschaft
ausgeführt, nächst dem Punkt, an dem die Regelverletzung begangen
wurde.
26.1.4 Der Schiedsrichter darf den Ball
dem Einwerfer direkt oder als Bodenpass zupassen,
vorausgesetzt
- der Schiedsrichter befindet sich nicht
weiter als drei bis vier Meter vom Einwerfer entfernt.
- der Einwerfer befindet sich an der
korrekten, vom Schiedsrichter bezeichneten Stelle.
- die einwerfende Mannschaft erhält
dadurch keinen unfairen
Vorteil.
26.2 Nach einem erfolgreichen
Feldkorb oder einem erfolgreichen letzten Freiwurf:
26.2.1 Ein Gegenspieler der Mannschaft,
die Punkte erzielt hat, wirft den Ball von der Endlinie ins Spiel ein, an der
der Korb erzielt wurde.
Dies gilt auch nach einem Korberfolg, wenn ein
Schiedsrichter den Ball nach einer Auszeit oder Spielunterbrechung einem
Spieler übergibt oder zur Verfügung stellt.
26.2.2 Der Einwerfer darf sich seitlich
und/oder rückwärts bewegen und/oder der Ball darf zwischen Mitspielern von
irgendeinem Punkt auf oder hinter der Endlinie zugespielt werden, aber das
Zählen der fünf Sekunden beginnt in dem Augenblick, in dem der Ball
dem ersten Spieler außerhalb des Spielfelds zur Verfügung
steht.
26.2.3 Gegenspieler des Einwerfers
dürfen den Ball nicht berühren, nachdem er durch den Korb gegangen
ist.
Nachsicht kann bei zufälliger oder
instinktiver Berührung des Balles geübt werden. Verzögert jedoch ein Spieler
hierdurch das Spiel, ist dies nach einer Verwarnung ein technisches
Foul.
26.3 Nach einer
Regelverletzung oder irgendeiner Spielunterbrechung:
26.3.1 Der Spieler wirft den Ball an der
vom Schiedsrichter bezeichneten Stelle außerhalb des Spielfelds ein, nächst
dem Punkt, an dem die Regelverletzung begangen oder das Spiel unterbrochen
wurde, ausgenommen direkt hinter dem Spielbrett.
26.3.2 Ein Schiedsrichter muss den Ball
direkt dem Einwerfer übergeben, zupassen oder zur Verfügung
stellen.
26.4
Regel
26.4.1 Der Einwerfer darf
nicht
- den Ball auf dem Spielfeld berühren,
ehe der Ball von einem anderen Spieler berührt wurde.
- das Spielfeld vor oder während der
Abgabe des Balles berühren.
- mehr als fünf Sekunden zur Abgabe des
Balles benötigen.
- den Ball so einwerfen, dass er ohne
von einem Spieler auf dem Spielfeld berührt worden zu sein, ins Aus
geht.
- den Ball so einwerfen, dass er direkt
in den Korb geht.
- sich mehr als einen Meter seitlich
bewegen und sich in mehr als eine Richtung von der vom Schiedsrichter
bezeichneten Stelle bewegen, ehe der Ball seine Hand zum Einwurf verlassen
hat.
Es ist aber erlaubt, sich soweit rückwärts (senkrecht zur Linie)
zu bewegen, wie dies möglich ist.
26.4.2 Kein anderer Spieler
darf
- einen Teil seines Körpers über der
Grenzlinie haben, ehe der Ball über die Linie geworfen worden
ist.
- sich näher als einen Meter beim
Einwerfer befinden, falls der Hindernis freie Raum an der Einwurfstelle im
Aus weniger als zwei Meter beträgt.
Eine Verletzung von Art. 26.4 ist
eine Regelübertretung.
26.5
Strafe Der Ball wird der Gegenmannschaft zum
Einwurf an der Stelle des ursprünglichen Einwurfs zuerkannt.
Art. 27 Angerechnete
Auszeit
27.1
Definition
Eine angerechnete Auszeit ist
eine Spielunterbrechung, die vom Trainer oder Trainer-Assistenten einer
Mannschaft beantragt wird.
27.2
Regel
27.2.1 Alle angerechneten Auszeiten
haben eine Dauer von einer Minute.
27.2.2 Eine Auszeitmöglichkeit beginnt,
wenn
- der Ball zum toten Ball wird und die
Spieluhr gestoppt ist, und wenn der Schiedsrichter nach einem Foul oder
einer Regelübertretung seine Anzeige zum Anschreibertisch
abgeschlossen
hat,
ein Feldkorb gegen die Mannschaft
erzielt wurde, die eine angerechnete Auszeit vor oder nach dem Korberfolg
beantragt hatte.
27.2.3 Eine Auszeitmöglichkeit endet,
wenn
- bei einem Sprungball ein
Schiedsrichter mit dem Ball den Kreis betritt, um einen Sprungball
auszuführen.
- bei einem Freiwurf ein Schiedsrichter
mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt, um den ersten oder einzigen
Freiwurf ausführen zu lassen.
- bei einem Einwurf der Ball einem
Spieler zum Einwurf zur Verfügung steht.
27.2.4 Jeder Mannschaft dürfen während
jeder der ersten drei
Spielperioden eine angerechnete Auszeit, während der
vierten Spielperiode zwei angerechnete Auszeiten und während
jeder Verlängerung eine angerechnete Auszeit gewährt werden.
27.2.5 Die Auszeit wird dem Trainer der
Mannschaft angerechnet, der sie zuerst beantragt. Dies gilt nicht bei einem
Feldkorberfolg des Gegners, ohne dass dabei ein Foul verhängt worden
ist.
27.2.6 Der Antrag auf eine angerechnete
Auszeit kann nur zurückgezogen werden, bevor der Anschreiber sein Signal für
diesen Antrag ertönen lässt.
27.2.7 Während der Auszeit dürfen die
Spieler das Spielfeld verlassen und auf der Mannschaftsbank sitzen. Die
Personen, die sich im Mannschaftsbankbereich aufhalten dürfen, können das
Spielfeld betreten unter der Voraussetzung, dass sie in der Nähe
ihres Mannschaftsbankbereiches bleiben.
27.3
Vorgehen
27.3.1 Ein Trainer oder
Trainer-Assistent hat das Recht, eine angerechnete Auszeit zu beantragen. Er
muss dazu persönlich zum Anschreiber gehen und mit dem zutreffenden
gebräuchlichen Handzeichen klar Auszeit verlangen.
27.3.2 Sobald eine Auszeitmöglichkeit
beginnt, zeigt der Anschreiber den Schiedsrichtern an, dass eine angerechnete
Auszeit beantragt worden ist, indem er sein Signal ertönen
lässt.
Wenn ein Feldkorb gegen eine
Mannschaft erzielt wird, die eine angerechnete Auszeit beantragt hat, stoppt der
Zeitnehmer sofort die Spieluhr und lässt sein Signal ertönen.
27.3.3 Die Auszeit beginnt, wenn ein
Schiedsrichter pfeift und das Handzeichen für Auszeit gibt.
27.3.4 Die Auszeit endet, wenn der
Schiedsrichter pfeift und die Mannschaften wieder zum Betreten des Spielfelds
auffordert.
27.4
Einschränkungen:
27.4.1 Eine angerechnete Auszeit
ist nicht zulässig nach einem Freiwurf oder nach/zwischen mehreren
Freiwürfen, die zu einer einzigen Foulstrafe gehören, bis die Spieluhr gelaufen
ist und der Ball wieder zum toten Ball wird.
Ausnahmen:
- Wird zwischen Freiwürfen ein Foul
gepfiffen, so wird die ursprüngliche Freiwurfstrafe zu Ende geführt und die
Auszeit vor der Ausführung der nächsten Foulstrafe gewährt.
- Wird ein Foul gepfiffen, bevor der
Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird, so wird die Auszeit
vor der Ausführung der neuen Foulstrafe gewährt.
- Wird eine Regelübertretung gepfiffen,
bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird, so wird
die Auszeit vor dem Sprungball oder dem Einwurf gewährt.
Kommt es zu einer Serie von
Freiwurfstrafen infolge mehrerer Fouls, ist jede Freiwurfstrafe separat von den
anderen Freiwurfstrafen zu behandeln.
27.4.2 Eine angerechnete Auszeit ist
nicht zulässig für die Mannschaft
des Korbwerfers, wenn in den letzten
zwei Minuten der vierten
Spielperiode oder in den letzten zwei Minuten einer
Verlängerung die Spieluhr wegen eines erfolgreichen Korbwurfs gestoppt
ist.
27.4.3 Nicht beanspruchte Auszeiten
dürfen nicht auf die nächste
Spielperiode oder Verlängerung übertragen
werden.
Art. 28
Spielerwechsel
28.1
Regel
28.1.1 Eine Mannschaft darf während
einer Wechselmöglichkeit Spielerwechsel vornehmen.
28.1.2 Eine Wechselmöglichkeit beginnt,
wenn
- der Ball zum toten Ball wird und die
Spieluhr gestoppt ist, und wenn der Schiedsrichter nach einem Foul oder
einer Regelübertretung seine Anzeige zum
Anschreibertisch abgeschlossen
hat.
- die gegnerische Mannschaft in den
letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder in den letzten zwei
Minuten einer Verlängerung einen Feldkorb erzielt.
Eine Wechselmöglichkeit endet,
wenn
- bei einem Sprungball ein
Schiedsrichter mit dem Ball den Kreis betritt, um einen Sprungball ausführen
zu lassen.
- bei einem Freiwurf ein Schiedsrichter
mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt, um den ersten oder einzigen
Freiwurf ausführen zu lassen.
- bei einem Einwurf der Ball einem
Spieler zum Einwurf zur Verfügung steht.
28.1.3 Ein Spieler, der ausgewechselt
wurde bzw. ein Ersatzspieler, der zum Spieler wurde, darf nicht ins Spiel
zurückkehren bzw. das Spiel wieder verlassen, bis die Spieluhr lief und der
Ball wieder zum toten Ball wird.
Ausnahmen:
- Eine Mannschaft wurde auf weniger als
fünf Spieler reduziert.
- Ein Spieler, der bei einer
Fehlerkorrektur beteiligt ist, sitzt auf der Mannschaftsbank, nachdem er
legal ausgewechselt wurde.
28.2
Vorgehen
28.2.1 Ein Ersatzspieler hat das
Recht, einen Spielerwechsel zu beantragen. Er muss dazu persönlich zum
Anschreiber gehen und mit dem zutreffenden gebräuchlichen Handzeichen klar
Spielerwechsel verlangen. Er muss sich bis
zum Beginn der Wechselmöglichkeit auf die Auswechselbank oder auf den Stuhl
setzen.
28.2.2 Sobald eine Wechselmöglichkeit
beginnt, zeigt der Anschreiber den Schiedsrichtern an, dass ein
Spielerwechsel beantragt worden ist, indem er sein Signal ertönen
lässt.
28.2.3 Der Ersatzspieler muss außerhalb
der Grenzlinien bleiben, bis der Schiedsrichter das Handzeichen für
Spielerwechsel gibt.
28.2.4 Der Spieler, der ausgewechselt
wurde, muss dies weder dem Anschreiber noch dem Schiedsrichter melden. Er
darf direkt zu seiner Mannschaftsbank gehen.
28.2.5 Spielerwechsel müssen so schnell
wie möglich ausgeführt werden. Ein Spieler, der sein 5. Foul begangen hat
oder disqualifiziert wurde, muss innerhalb von 30 Sekunden ersetzt werden.
Kommt es nach Ansicht des Schiedsrichters zu unnötiger Verzögerung, wird
der schuldigen Mannschaft eine Auszeit angerechnet.
28.2.6 Wenn während einer angerechneten
Auszeit ein Spielerwechsel beantragt wird, muss sich der Ersatzspieler beim
Anschreiber melden, bevor er das Spielfeld betritt.
28.2.7 Ein Antrag auf Spielerwechsel
kann nur zurückgezogen werden, bevor der Anschreiber sein Signal für diesen
Antrag ertönen lässt.
28.3 Ein Spielerwechsel ist nicht
erlaubt:
28.3.1 Nach einer Regelübertretung darf
die Mannschaft, die den Einwurf nicht ausführt, keinen Spielerwechsel
durchführen. Ausnahmen:
- Die Mannschaft, die den Einwurf
ausführt, hat einen Spielerwechsel vorgenommen.
- Ein Foul wird gegen eine der beiden
Mannschaften verhängt.
- Eine Auszeit wird einer der beiden
Mannschaften gewährt.
- Ein Schiedsrichter hat das Spiel
unterbrochen.
28.3.2 Zwischen oder nach einem oder
mehreren Freiwürfen, die zu einer Foulstrafe gehören, darf kein
Spielerwechsel vorgenommen werden, bis die Spieluhr lief und der Ball wieder
zum toten Ball wird. Ausnahmen:
- Wird zwischen Freiwürfen ein Foul
gepfiffen, wird die ursprüngliche Freiwurfstrafe zu Ende geführt und
der Spielerwechsel vor der Ausführung der nächsten
Foulstrafe durchgeführt.
- Wird ein Foul gepfiffen, bevor der
Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird, wird der
Spielerwechsel vor der Ausführung der neuen Foulstrafe
gewährt.
- Wird eine Regelübertretung gepfiffen,
bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird, wird
der Spielerwechsel vor dem Sprungball oder dem Einwurf
gewährt.
Kommt es zu einer Serie von
Freiwurfstrafen infolge mehrerer Fouls, ist jede Freiwurfstrafe separat von den
anderen Freiwurfstrafen zu behandeln.
28.3.3 Für einen Spieler, der an einem
Sprungball beteiligt ist, oder für einen Freiwerfer ist ein Spielerwechsel
nicht erlaubt. Ausnahmen:
- Er hat sich verletzt.
- Er hat sein fünftes Foul
begangen.
- Er wurde disqualifiziert.
28.3.4 Wenn die Spieluhr während der
letzten zwei Minuten der vierten
Spielperiode oder der letzten zwei Minuten
einer Verlängerung nach einem Feldkorb durch die Mannschaft, die
Spielerwechsel beantragt hat, angehalten worden
ist. Ausnahmen:
- Während einer angerechneten
Auszeit.
- Die Mannschaft, gegen die ein Feldkorb
erzielt wurde, hat einen Spielerwechsel vorgenommen.
- Ein Schiedsrichter hat das Spiel
unterbrochen.
28.4 Spielerwechsel eines
Freiwerfers:
Der Spieler, der einen oder mehrere
Freiwürfe ausführt, darf unter folgenden Voraussetzungen ausgewechselt
werden:
- Der Spielerwechsel war angemeldet,
bevor die Wechselmöglichkeit für den ersten oder einzigen Freiwurf
endet.
- Im Falle von Freiwurfsätzen, die durch
mehr als eine Foulstrafe verursacht wurden, wird jeder Satz getrennt
behandelt.
- Wenn der Ball nach dem letzten oder
einzigen Freiwurf zum toten Ball wird.
- Wenn der Freiwerfer ausgewechselt
wird, kann auch der Gegner einen Spieler wechseln, vorausgesetzt, der
Wechsel wurde beantragt, ehe der Ball zum letzten oder einzigen Freiwurfs belebt
wird.
Art. 29 Beendigung einer Spielperiode
oder eines Spiels
29.1 Eine Spielperiode, eine
Verlängerung oder das Spiel endet mit Ertönen des Signals der Spieluhr, die
das Ende der Spielzeit anzeigt.
29.2 Wird ein Foul gleichzeitig mit dem
Signal der Spieluhr zur Beendigung einer Spielperiode oder Verlängerung
begangen, wird ein eventueller Freiwurf oder werden eventuelle Freiwürfe als
Folge des Fouls ausgeführt.
Art. 30 Verlust der Spielberechtigung
(Fehlverhalten einer Mannschaft)
30.1
Regel
Eine Mannschaft verliert das Recht zu
spielen, wenn
- sie sich trotz Aufforderung durch den
1. Schiedsrichter weigert zu spielen.
- sie durch ihr Verhalten verhindert,
dass gespielt werden kann.
- sie 15 Minuten nach der angesetzten
Anfangszeit noch nicht anwesend oder in der Lage ist, mit fünf spielbereiten
Spielern anzutreten.
30.2
Strafe
30.2.1 Das Spiel wird für den Gegner mit
dem Ergebnis zwanzig zu null (20 : 0) gewertet. Darüber hinaus erhält die
verlierende Mannschaft null Wertungspunkte.
30.2.2 Bei Spielen mit Hin- und
Rückspielen (Heim und Auswärts) und bei
Play-Off ("Best-of-three") Spielen
verliert die Mannschaft die Gesamtrunde, wenn sie das erste, zweite oder
dritte Spiel gemäß
diesem Artikel verloren hat. Dies gilt nicht für Spiele
nach dem "Best-of-five"-System.
Art. 31 Verlust der Spielberechtigung
(weniger als 2 Spieler)
31.1
Regel
Eine Mannschaft verliert ein Spiel,
wenn im Verlauf des Spiels die Anzahl der Spieler dieser Mannschaft auf dem
Spielfeld weniger als zwei beträgt.
31.2
Strafe
31.2.1 Führt die Mannschaft, zu deren
Gunsten das Spiel gewertet wird, zum Zeitpunkt des Abbruchs nach Punkten,
bleibt das Punktergebnis bestehen. Liegt diese Mannschaft nicht in Führung,
wird das Ergebnis mit zwei zu null (2 : 0) zu ihren Gunsten gewertet.
Darüber hinaus erhält die verlierende Mannschaft einen Wertungspunkt
für die Klassifizierung.
31.2.2 Bei Spielen mit Hin- und
Rückspielen (Heim und Auswärts) verliert die Mannschaft die Gesamtrunde, wenn
sie das erste oder das zweite Spiel gemäß diesem Artikel verloren
hat.
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