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Regelfragen | Regionalliga-Niveau

 

 

 

 

 

Regionalliga Baden-Württemberg & Berlin Regeltest 2002

 

Aufgaben mit einer konkreten Fragestellung sind mit "Ja" bzw. "Nein" zu beantworten. Bei Aufgaben ohne konkrete Frage ist die beschriebene Situation zu beurteilen. Ist die Situation als "erlaubt/regelgerecht" zu entscheiden, so ist "Ja" anzukreuzen - ist die Situation als "nicht erlaubt/regelwidrig" zu entscheiden, so ist "Nein" anzukreuzen


  1. Bemerkt ein Schiedsrichter bei laufendem Spiel, dass die 24-Sekunden-Anlage irrtümlich zurück gesetzt wurde, kann er das Spiel sofort unterbrechen. Ist dabei eine Mannschaft in Ballbesitz, erhält diese Einwurf, nachdem die 24-Sekunden-Anlage korrigiert wurde.
  2. Nach einem Foul gegen B4 (5. Teamfoul) erhält Mannschaft A irrtümlich nur Einwurf, und erzielt unmittelbar danach einen Feldkorb. Nun wird der Fehler bemerkt und das Spiel unterbrochen. Die Schiedsrichter lassen den Feldkorb zählen, die Freiwürfe nachholen (keine Reboundaufstellung) und das Spiel mit Einwurf B von deren Endlinie fortsetzen.
  3. Bei einem Sprungball im gegnerischen Freiwurfkreis tippt Springer A5 den Ball eindeutig in Richtung Korb. Als der Ball noch in der Luft ist, ertönt das Schlusssignal dieser Spielperiode, anschließend geht der Ball direkt in den Korb. Dieser Korb zählt nicht. Richtig?
  4. Zeitliche Reihenfolge: 3-Punkte-Korbwurfversuch von A4, Wurfblock durch B4, 24-Sekunden-Signal, B4 prallt auf A4 (Foul B4), der Ball geht nicht in den Korb. Die Schiedsrichter entscheiden: persönliches Foul B4.
  5. A5 fängt einen Pass im Sprung, landet zuerst auf einem Fuß, springt ab und landet dann auf beiden Füßen gleichzeitig. A5 setzt nun den rechten Fuß vor, springt hoch und wirft. Dies ist eine legale Bewegung, die auch als "aufgelöster Sternschritt" bezeichnet wird.
  6. Team A ist in ihrem Rückfeld seit vier Sekunden in Ballbesitz, als B4 einen Ausball verursacht. Nach dem Einwurf muss Team A nun innerhalb von vier Sekunden den Ball ins Vorfeld spielen.
  7. A4 ist in der Korbwurfbewegung. Während der Ball noch in seinen Händen ist, pfeift der Schiedsrichter ein Foul von B5, begangen an A5. A4 beendet erfolgreich seine Korbwurfbewegung. Der Korb zählt und es gibt Einwurf Team A.
  8. Spielpause zwischen 1./2. bzw. 3./4. Spielperiode: Nach 1:30 Min ertönt das Signal des Zeitnehmers, der 1. Schiedsrichter pfeift, und beide Schiedsrichter bitten die Mannschaften auf das Spielfeld.
  9. Für das Tragen von Schmuck (Ring etc.) und die "Kleidervorschriften" (z.B. Hemd in die Hose) gelten für einen Schiedsrichter die selben Regeln wie für Spieler.
  10. Nach dem letzten Freiwurf von A5 springt der Ball senkrecht vom Ring hoch. Verteidiger B4 greift von unten durch den Ring und berührt den Ball noch über Ringniveau. Die Schiedsrichter geben zwei Punkte für A5.
  11. Ein technisches Foul gegen Spielertrainer A5 vor Spielbeginn wegen Hängens am Ring wird ihm als Trainer angeschrieben und zählt daher nicht zu den Mannschaftsfouls der ersten Spielperiode.
  12. Bei einer Disqualifikation eines Ersatzspielers wird in dessen Foulkästchen ohne Eintragung der Minute in alle noch freien Felder je ein "D" eingetragen. Seinem Trainer wird ein technisches ("B-") Foul angeschrieben.
  13. Verletzt sich ein Spieler fünf Minuten vor Spielbeginn, so kann er auf dem Anschreibebogen gegen einen neuen Spieler ausgetauscht werden.
  14. Das 24-Sekunden-Signal ertönt, als der Ball bei einem Korbwurfversuch von A4 in der Luft ist. Nach diesem Signal darf der fallende Ball über Ringniveau von Mannschaft B berührt werden.
  15. Ist die nachstehende Aussage für den allgemeinen Spielbetrieb unterhalb der Bundesligen richtig? Die Unterscheidung in "Matchstrafe" bzw. "Disqualifikation mit Bericht" bei einer Disqualifikation ist entfallen; es gibt nur noch die "Disqualifikation mit Bericht".
  16. A4 ist in der Korbwurfbewegung. Während der Ball noch in seinen Händen ist, pfeift der Schiedsrichter ein Foul von A5, begangen an B5. A4 beendet erfolgreich seine Korbwurfbewegung. Die Schiedsrichter lassen den Korb zählen.
  17. Das Tragen einer harten Gesichtsmaske (Schutz einer gebrochenen Nase) bedarf der Zustimmung des 1. Schiedsrichters.
  18. Der Ball ist am Korb eingeklemmt und die Schiedsrichter pfeifen Sprungball. Nun wird A9 für A4 eingewechselt und möchte für Mannschaft A am Sprungball teilnehmen. Die Schiedsrichter lassen ihn jedoch nicht als Springer zu.
  19. Spieler A4 wirft auf den Korb und der Ball springt vom Ring hoch. Nun ertönt das 24-Sekunden-Signal. Dieses Signal kam irrtümlich, und das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft A fortgesetzt.
  20. Bei laufendem Spiel liegt A4 bewegungslos, aber von den Schiedsrichtern unbemerkt, im Rückfeld auf dem Boden. Ersatzspieler A9 läuft auf das Spielfeld und kümmert sich um A4, als die Schiedsrichter dies bemerken. Da A9 sich vorher die Erlaubnis zum Betreten des Spielfelds hätte einholen müssen, muss ein technisches ("B-") Foul gegen Trainer A verhängt werden.
  21. Wenn der Ball nach Ertönen des Schlusssignals zu einem Korbwurfversuch in der Luft ist, kann noch ein Foul gepfiffen werden (z.B. gegen einen Verteidiger, der in den noch nicht wieder gelandeten Werfer prallt), bis der Ball entweder im Korb ist oder nicht mehr in den Korb gehen kann.

Lösungen

ACHTUNG: Entsprechen dem Regelstand von 2002!

  1. JA INT 39-8
  2. NEIN 58.3.3
  3. NEIN Wird ein Ball (auch bei einem Sprungball) absichtlich in Richtung Korb getippt, so liegt eine Korbwurfaktion gemäß 24.1 vor. Durch den Tipp wird der Ball auch belebt (19.1). Damit gilt 19.3 - 1. Alternative = der Ball bleibt trotz des Schlusssignals belebt und muss als gültiger Treffer gezählt werden
  4. NEIN Ein persönliches Foul, dass sich nach einer Regelübertretung (hier 24s-Verstoss) ereignet, bleibt unbeachtlich.
  5. NEIN 35.2.1 (2. Punkt, 2. Spiegelstrich, 3. Alternative)
  6. NEIN 38.1.1 – anders als die 24s-Periode beginnt die 8s-Periode bei jedem Einwurf neu.
  7. JA 19.3
  8. JA INT 10-4 (1. Nachtragslieferung)
  9. JA
  10. NEIN 57.5.2.5 i.V.m. 57.5.4.3 = es wird ein Punkt gegeben
  11. NEIN 51.2 und INT 51-4 (1. Nachtragslieferung)
  12. JA Kampfrichter-Handbuch, 8.5, 10. Alternative
  13. NEIN § 34 Absatz 1 DBB-Spielordnung
  14. NEIN 41.2.3
  15. JA § 53 DBB-Spielordnung
  16. NEIN 19.2 (2. Alternative) i.V.m. keine Ausnahme in 19.3
  17. NEIN das Tragen einer solchen Gesichtmaske ist in 13.2.5, 2. Punkt, 3. Alternative ausdrücklich erlaubt – SR-Zustimmung somit nicht nötig.
  18. JA 21.2.3
  19. NEIN Entweder geht der Ball noch in den Korb, dann gibt es Einwurf Endlinie Team B oder der Ball geht nicht mehr in den Korb, dann gibt es Sprungball, da zum Zeitpunkt des falschen Signals kein Team Ballkontrolle hatte.
  20. NEIN Selbstverständlich ist die Hilfe für einen (möglicherweise sogar schwer) Verletzten ungleich wichtiger, als das Gebot, dass nur fünf Spieler einer Mannschaft während des laufenden Spieles auf dem Spielfeld sein dürfen. Wer hier ein technisches Foul gibt, der hat zwar das Regelheft gelesen - aber die Regeln nicht verstanden! (vgl. 48.1)
  21. NEIN 6.2

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
24. April 2003

 

© Axel Beckmann