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Veröffentlichung
November 2000
Situation
1:
Spieler
B4 foult A4. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul der Mannschaft
B. Irrtümlich wird der Ball vom Schiedsrichter
zum Einwurf an A5 übergeben und das Spiel fortgesetzt.
Spieler A4 erhält den Ball und dribbelt. Zu diesem
Zeitpunkt wird der Fehler entdeckt und ist somit noch
korrigierbar.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, dem Spieler A4 zwei zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Da der Ballbesitz seit
dem Fehler nicht gewechselt hat, führt A4 zwei
Freiwürfe aus. Danach geht das Spiel wie nach jedem
letzten Freiwurf normal weiter.
Situation
2:
Spieler
B4 foult A4. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von Mannschaft
B. Irrtümlich wird der Ball vom Schiedsrichter
zum Einwurf an A5 übergeben und das Spiel fortgesetzt.
Spieler A4 erhält den Ball, dribbelt und erzielt
einen Feldkorb. Zu diesem Zeitpunkt wird der Fehler
entdeckt und ist somit noch korrigierbar.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, dem Spieler A4 zwei zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Der Mannschaft A war
fälschlicherweise Ballbesitz zugesprochen worden,
aus dem sie einen Feldkorb erzielte, so dass der Fehler
nicht beachtet wird. Die beiden versäumten Freiwürfe
werden deshalb nicht nachgeholt. Der Feldkorb zählt,
und das Spiel wird wie nach einem normalen Feldkorb
fortgesetzt.
Situation
3:
Mannschaft
A erhält irrtümlich den Ball zum Einwurf zugesprochen,
obwohl Spieler A5 zwei Freiwürfe auszuführen
hätte. Nach dem Einwurf und ohne dass ein Wechsel
der Ballkontrolle stattgefunden hat, begeht B4 ein Foul
an A4. Dies ist das 6. Mannschaftsfoul von Mannschaft
B.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, zwei dem Spieler A5 zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Spieler A5 erhält
die beiden irrtümlich nicht gewährten Freiwürfe
zugesprochen. Diese Freiwurfstrafe wird ohne Spieleraufstellung
am Freiwurfraum ausgeführt. Nach der Fehlerkorrektur
wird das Spiel an dem Punkt wieder aufgenommen, an dem
es hierzu unterbrochen worden war: Zwei Freiwürfe
für Spieler A4 mit Aufstellung.
Veröffentlichung
März 2001
Situation. Falls sich ein korrigierbarer Fehler während der letzten Sekunden des Spiels ereignet, soll der Anschreiber die Schiedsrichter sofort benachrichtigen, ohne den nächsten toten Ball abzuwarten?
Regelung. Ja, aber nur dann, wenn die Korrektur des Fehlers einen Einfluss auf den Spielausgang haben könnte. Der Anschreiber hat dabei das "Vorteil/Nachteil"-Prinzip anzuwenden.
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