Die Regel
Die Drei-Sekunden-Regel
ist hauptsächlich dafür da, um die Offense
ein bischen arbeiten zu lassen. Es soll sicher gestellt
werden, dass die Spieler sich in dem Bereich, wo es
am leichtesten ist zu punkten, bewegen.
Dies
ist leicht verständlich im High-School-Regelbuch
formuliert (Regel 9; Artikel 7):
Ein Spieler
des Teams in Ballkontrolle darf in der Zone nicht
länger as drei Sekunden verweilen, wenn der
Ball sich im Vorfeld befindet.
Weiterhin
finden wir dort die Beschreibung der Zone und einige
andere Details. Außerdem ist dort vermerkt, dass
man einem Spieler, der sich mit dem Ball auf dem Weg
zum Korb befindet einige "Zugeständnisse"
machen soll.
Auch das "Casebook"
hilft, die Regel deutlich zu machen:
Frei übersetzt
endet die Drei-Sekunden-Regel, wenn der Spieler
die Zone mit beiden Füßen verlassen hat.
Sie beginnt erneut, wenn der Spieler wieder mit
mindestens einem Fuß die Zone berührt.
"Auf der Linie" ist "in der Zone",
allerdings wenn lediglich ein überhängender
Teil des Schuhs den äußersten Rand berührt,
sollten die Schiedsrichter das nicht beachten. Das
Zählen der Sekunden endet sobald ein Korbwurf
unternommen wurde und beginnt erst wieder, wenn
eine Mannschaft Ballkontrolle in ihrem Vorfeld erlangt
hat.
Es war üblich,
dass die Drei Sekunden gestoppt wurden, wenn ein Dribbling
durch die Verteidigung gestört wurde, aber diese
Regel wurde vor 2 Jahren geändert. Das Zählen
der Sekunden geht nun weiter. Verliert eine Mannschaft
in Ballbesitz den Ball aufgrund eines Fumbling und
kann sich den Ball in ihrem eigenen Rückfeld sichern,
wird die Drei Sekunden erst dann wieder beachtet, wenn
der Ball sich im Vorfeld befindet. Natürlich gibt
es keine Drei-Sekunden-Übertretung für das
Team in der Verteidigung.
Die Regel anpassen
So lauten die
Regeln. Es gibt zahlreichen verschiedene Interpretationen
in den verschiedenen amerikanischen Ligen. Einige Funktionäre
wollen, dass die Regel so angewandt wird wie sie niedergeschrieben
ist. Aber die meisten bestehen nicht darauf. Hier nun
einige Beispiele wie die verschiedenen Regelverantwortlichen,
Commissioners und Ansetzer es wollen.
Hier,
in der Portland Basketball Officials' Association, pfeifen
wir die Drei-Sekunden nur, wenn ein Vorteil dadurch
entsteht. Steht ein Spieler länger als drei Sekunden
in der Zone und bekommt den Ball, PFIFF! Steht eine
Spieler in der Zone und stellt Blocks für seine
Mitspieler, damit diese zum Korb ziehen können,
erfolgt nach drei Sekunden ein PFIFF!
Einige Ligen
sagen: "Pfief es nicht!" Andere sagen: "Pfief
es, wenn es 7 oder 8 Sekunden sind." Andere widerum
wollen, dass die Schiedsrichter die Spieler warnen bevor
sie pfeifen. "Raus aus der Zone" oder "23,
raus". Diese Warnungen werden meist bis zum letzten
Viertel ausgesprochen. Die Referenten bei Camps sagen
gewöhnlich zu ihren Leuten: "Pass auf, dass
Dein erster Pfiff in einem Spiel kein Drei-Sekunden-Pfiff
ist."
Sei Dir sicher,
dass Du weißt wie es gepfiffen wird. Wenn Du in
mehr als einer Liga pfeifst, musst Du immer überprüfe,
ob Du mit den anderen Schiedsrichtern in der Liga auf
einer Wellenlänge liegst. Viele Ansetzer sehen
das als entscheidenden Faktor und Du möchtest bestimmt
keines der großen Spiele verpassen, nur, weil
Du nicht nach den Vorgaben der Liga pfeifst.
Details, Details
Das wichtigste
Detail, dass Du bei der Drei-Sekunden-Regel beachten
musst, ist, dass Du Dir absolut sicher bist, bevor Du
in die Pfeife bläst. Denk daran, dass jemand innerhalb
der Zone eine lange, lange Zeit sein kann.
Nehmen
wir an, dass Team A den in ihrem Rückfeld gegen
eine Presse einwirft. A1 sprintet nach vorne und bietet
sich an. Der Ball kommt zu ihm und ein schneller 3-Punkte-Wurf
wird ausgeführt. Beim Rebound wird der Ball ins
Rückfeld getippt und Team A benötigt einige
Sekunden, um wieder in Ballbesitz zu gelangen und einen
neuen Angriff zu starten.
A1 könnte
nun leicht zwanzig bis dreißig Sekunden in der
Zone stehen - oder mehr. Jeder würde schreien und
Coach B würde wahrscheinlich explodieren. Selbst
wenn, dies wäre keine Regelübertretung. Lass
Dich nicht durch das Geschreie beeindrucken. Behalte
einige kurze Erklärungen im Hinterkopf und nutze
sie, wenn die Gelegenheit dafür da ist. Bleib ruhig,
erkläre die Situation und Du wirst Dir wieder ein
Stück Respekt beim Coach erlangen. Es ist ein tolles
Gefühl in dem Bewußtsein antworten zu können,
dass man Recht hat.
Juulie Downs ist
High School Schiedsrichter in Portland, Oregon, die
ansonsten eine Hausfrau ist. Sie leitet ein Camp für
Anfänger und setzt die Schiedsrichter für
zwei Mädchen-Sommer-Ligen an. Sie können Juulie
unter juuliedowns@officiating.com
Fragen stellen (auf englisch). |