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Regeln | Interpretationen | Regel VI

 

 

Autor: Juulie Downs | Quelle: www.officiating.com | Übersetzung: Axel Beckmann | 28. Februar 2005

 

 

Fünf Minuten um die Drei-Sekunden-Regel besser zu verstehen

 

Die Regel

Die Drei-Sekunden-Regel ist hauptsächlich dafür da, um die Offense ein bischen arbeiten zu lassen. Es soll sicher gestellt werden, dass die Spieler sich in dem Bereich, wo es am leichtesten ist zu punkten, bewegen.

Dies ist leicht verständlich im High-School-Regelbuch formuliert (Regel 9; Artikel 7):

Ein Spieler des Teams in Ballkontrolle darf in der Zone nicht länger as drei Sekunden verweilen, wenn der Ball sich im Vorfeld befindet.

Weiterhin finden wir dort die Beschreibung der Zone und einige andere Details. Außerdem ist dort vermerkt, dass man einem Spieler, der sich mit dem Ball auf dem Weg zum Korb befindet einige "Zugeständnisse" machen soll.

Auch das "Casebook" hilft, die Regel deutlich zu machen:

Frei übersetzt endet die Drei-Sekunden-Regel, wenn der Spieler die Zone mit beiden Füßen verlassen hat. Sie beginnt erneut, wenn der Spieler wieder mit mindestens einem Fuß die Zone berührt. "Auf der Linie" ist "in der Zone", allerdings wenn lediglich ein überhängender Teil des Schuhs den äußersten Rand berührt, sollten die Schiedsrichter das nicht beachten. Das Zählen der Sekunden endet sobald ein Korbwurf unternommen wurde und beginnt erst wieder, wenn eine Mannschaft Ballkontrolle in ihrem Vorfeld erlangt hat.

Es war üblich, dass die Drei Sekunden gestoppt wurden, wenn ein Dribbling durch die Verteidigung gestört wurde, aber diese Regel wurde vor 2 Jahren geändert. Das Zählen der Sekunden geht nun weiter. Verliert eine Mannschaft in Ballbesitz den Ball aufgrund eines Fumbling und kann sich den Ball in ihrem eigenen Rückfeld sichern, wird die Drei Sekunden erst dann wieder beachtet, wenn der Ball sich im Vorfeld befindet. Natürlich gibt es keine Drei-Sekunden-Übertretung für das Team in der Verteidigung.

Die Regel anpassen

So lauten die Regeln. Es gibt zahlreichen verschiedene Interpretationen in den verschiedenen amerikanischen Ligen. Einige Funktionäre wollen, dass die Regel so angewandt wird wie sie niedergeschrieben ist. Aber die meisten bestehen nicht darauf. Hier nun einige Beispiele wie die verschiedenen Regelverantwortlichen, Commissioners und Ansetzer es wollen.

Hier, in der Portland Basketball Officials' Association, pfeifen wir die Drei-Sekunden nur, wenn ein Vorteil dadurch entsteht. Steht ein Spieler länger als drei Sekunden in der Zone und bekommt den Ball, PFIFF! Steht eine Spieler in der Zone und stellt Blocks für seine Mitspieler, damit diese zum Korb ziehen können, erfolgt nach drei Sekunden ein PFIFF!

Einige Ligen sagen: "Pfief es nicht!" Andere sagen: "Pfief es, wenn es 7 oder 8 Sekunden sind." Andere widerum wollen, dass die Schiedsrichter die Spieler warnen bevor sie pfeifen. "Raus aus der Zone" oder "23, raus". Diese Warnungen werden meist bis zum letzten Viertel ausgesprochen. Die Referenten bei Camps sagen gewöhnlich zu ihren Leuten: "Pass auf, dass Dein erster Pfiff in einem Spiel kein Drei-Sekunden-Pfiff ist."

Sei Dir sicher, dass Du weißt wie es gepfiffen wird. Wenn Du in mehr als einer Liga pfeifst, musst Du immer überprüfe, ob Du mit den anderen Schiedsrichtern in der Liga auf einer Wellenlänge liegst. Viele Ansetzer sehen das als entscheidenden Faktor und Du möchtest bestimmt keines der großen Spiele verpassen, nur, weil Du nicht nach den Vorgaben der Liga pfeifst.

Details, Details

Das wichtigste Detail, dass Du bei der Drei-Sekunden-Regel beachten musst, ist, dass Du Dir absolut sicher bist, bevor Du in die Pfeife bläst. Denk daran, dass jemand innerhalb der Zone eine lange, lange Zeit sein kann.

Nehmen wir an, dass Team A den in ihrem Rückfeld gegen eine Presse einwirft. A1 sprintet nach vorne und bietet sich an. Der Ball kommt zu ihm und ein schneller 3-Punkte-Wurf wird ausgeführt. Beim Rebound wird der Ball ins Rückfeld getippt und Team A benötigt einige Sekunden, um wieder in Ballbesitz zu gelangen und einen neuen Angriff zu starten.

A1 könnte nun leicht zwanzig bis dreißig Sekunden in der Zone stehen - oder mehr. Jeder würde schreien und Coach B würde wahrscheinlich explodieren. Selbst wenn, dies wäre keine Regelübertretung. Lass Dich nicht durch das Geschreie beeindrucken. Behalte einige kurze Erklärungen im Hinterkopf und nutze sie, wenn die Gelegenheit dafür da ist. Bleib ruhig, erkläre die Situation und Du wirst Dir wieder ein Stück Respekt beim Coach erlangen. Es ist ein tolles Gefühl in dem Bewußtsein antworten zu können, dass man Recht hat.

Juulie Downs ist High School Schiedsrichter in Portland, Oregon, die ansonsten eine Hausfrau ist. Sie leitet ein Camp für Anfänger und setzt die Schiedsrichter für zwei Mädchen-Sommer-Ligen an. Sie können Juulie unter juuliedowns@officiating.com Fragen stellen (auf englisch).

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
6. März 2005

 

© Axel Beckmann