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Regeln | Interpretationen | Regel VI

 

 

Quelle: DBB-SRK Ausschuß Regelarbeit

 

 

Drei spezielle Situtationen der 24-Sekunden-Regel

DBB

 

Symbol Situation 39 – 6, Fall b

Das Signal des 24-Sekunden-Zeitnehmers ertönt zum regulären Ablauf der 24-Sekunden-Periode. Der Ball ist dabei auf Grund eines Wurfs von A4 in der Luft auf dem Weg zum Korb. Nach dem Signal des 24-Sekunden-Zeitnehmers geht der Ball in den Korb. Anschließend erfolgt ein Foul von Mannschaft B.

Regelung
In jedem Fall zählt der erzielte Korb. Das Foul wird angeschrieben. Mannschaft A erhält Einwurf nächst der Stelle des Fouls. Auch wenn Mannschaft B schon vier Fouls in dieser Spielperiode hat, werden keine Freiwürfe für Mannschaft A zuerkannt, da der Mannschaft B zum Zeitpunkt des Fouls der Ball zum Einwurf zusteht.

Symbol Situation 39 – 19

A4 wirft nach 23 Sekunden auf den Korb. Als der Ball die Hand von A4 verlassen hat, stoppt der 24-Sekunden-Zeitnehmer irrtümlich die 24-Sekunden-Anlage. Der Ball verfehlt den Ring und A5 fängt ihn.

Regelung
Das irrtümliche Zurückstellen der 24-Sekunden-Anlage hat in dieser Situation das Ertönen des 24-Sekunden-Signals verhindert. Dennoch hat Mannschaft A eine 24-Sekunden-Regelübertretung begangen. Das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft B fortgesetzt.

Erklärung zu der obigen Regelung
Die oben aufgeführte Regelung ist richtig. Art. 39.2.1 kann in dieser Situation nicht angewendet werden, weil die 24-Sekunden-Anlage zurückgestellt wurde, als der Ball in der Luft war und zu diesem Zeitpunkt keine Mannschaft Ballkontrolle hatte.

Das Kriterium für die zeitliche Grenze, bis zu der nach Art. 39.2.1 die 24-Sekunden-Anlage zurückgestellt werden kann, ist einzig und allein die Ballkontrolle.

Symbol Situation 39 – 21

A4 wirft auf den Korb. Als der Ball in der Luft ist, ertönt das Signal des 24-Sekunden-Zeitnehmers. Beim Versuch, den auf dem Ring springenden Ball wegzutippen, stützt sich B4 auf A6 und erhält dafür ein Foul. Anschließend

  1. geht der Ball unberührt in den Korb.
  2. geht der Ball unberührt nicht in den Korb.
  3. wird der vom Ring hochspringende Ball von einem Spieler berührt (nachdem sich B4 aufgestützt hatte).

Regelung
Es wird wie folgt entschieden:

  1. Es liegt keine 24-Sekunden-Regelübertretung vor. Der Korb zählt für Mannschaft A und das Foul von B4 ist zu ahnden. Hat Mannschaft B die Mannschaftsfoulgrenze erreicht, erhält A6 zwei Freiwürfe, anderenfalls wird das Spiel mit Einwurf für Mannschaft A fortgesetzt.
  2. Es liegt eine 24-Sekunden-Regelübertretung vor. Das nachfolgende Foul von B4 wird nicht beachtet, da es sich nicht um ein technisches, unsportliches oder disqualifizierendes Foul handelt (nur diese Foularten müssen bestraft werden).
  3. Die Regelung erfolgt analog Fall b).   

 

 

 

 

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 Letzte Aktualisierung:
24. April 2003

 

© Axel Beckmann