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Übersetzung, Bearbeitung
und verantwortlich für den Inhalt:
- Alfred Drost, Mitglied
der Europa-Technischen Kommission der FIBA
- Dr. Norbert Esser,
Mitglied des Arbeitskreises Regeln des Deutschen
Basketball Bundes
- Klaus Preller, Mitglied
der Schiedsrichterkommission des Deutschen Basketball
Bundes
- Albert Schencking,
Technischer Koordinator der FIBA
Die
Offiziellen Basketball-Regeln der FIBA werden regelmäßig
von der Welt-Technischen Kommission der FIBA überarbeitet
und vom Central Board genehmigt. Die
Regeln werden so klar und verständlich wie möglich
gehalten, aber sie beinhalten eher Prinzipien als konkrete
Spielsituationen. Die Regeln können deshalb nicht
die große Vielfalt spezifischer Fälle abdecken,
die in einem Basketballspiel vorkommen können.
Ziel
des vorliegenden Dokuments ist es, die Prinzipien und
Zielsetzungen des Regelhefts mittels Fallbeispielen
zu erläutern, wie sie in einem normalen Basketballspiel
entstehen können.
Die
Interpretation der verschiedenen Situationen kann das
Regelverständnis der Schiedsrichter erweitern und
wird ein voran gegangenes detailliertes Studium der
eigentlichen Regeln ergänzen.
Die
Grundlage, die das Basketballspiel innerhalb der FIBA
regelt, bleibt jedoch das offizielle Regelheft der FIBA,
und der 1. Schiedsrichter hat das Recht, Entscheidungen
über jeden Punkt zu treffen, der nicht ausdrücklich
in diesem Regelheft festgelegt ist.
Art.
9 Pflichten des Anschreibers und des Anschreiber-Assistenten
Situation
1:
Wenn ein
Spieler sein 5. Foul begangen hat, er aber hierüber
nicht informiert wurde, auf dem Spielfeld bleibt und
weiterhin oder später wieder am Spiel teilnimmt,
kann der Schiedsrichter, sobald er dies bemerkt, das
Spiel sofort unterbrechen, solange keine der beiden
Mannschaften dadurch benachteiligt wird. Wird der Fehler
vom Anschreiber bemerkt, muss er bis zum nächsten
toten Ball warten, bevor er sein Signal ertönen
lässt, um die Schiedsrichter zu informieren, damit
diese das Spiel unterbrechen.
Diese
Situation ist eine fehlerhafte Anwendung der Regeln
durch die Schiedsrichter und die Kampfrichter. Der unwissentlich
mit 5 Fouls belegte Spieler wird daher nicht bestraft.
Alle Entscheidungen und Ereignisse vor der Entdeckung
des Fehlers und der folgenden Spielunterbrechung bleiben
gültig, wie gegebene Punkte, Foulentscheidungen,
weiter gelaufene Spielzeit. In diesem speziellen Fall
werden weitere Fouls gegen den Spieler mit 5 Fouls als
normale Spielerfouls in der persönlichen Foulspalte
dieses Spielers eingetragen, zu den Mannschaftsfouls
gezählt und entsprechend bestraft.
Beispiele:
Foul von
Spieler A4 an B4. Dies ist das 5. Foul von A4 und zugleich
das 2. Mannschaftsfoul von Mannschaft A. Der Anschreiber
wartet zu lange mit dem Erheben der Foultafel, der Schiedsrichter
gibt den Ball ohne vorherigen Blickkontakt zum Anschreiber
frei, und das Spiel wird wieder aufgenommen. Folgende
Situationen können nun auftreten:
- A4
erzielt einen Korb.
- B4
erzielt einen Korb.
- B4
foult A4 beim Korbwurfversuch. Der Wurf ist erfolglos.
- B4
foult A4 beim Korbwurfversuch. Der Wurf ist erfolgreich.
- A4
foult B4. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von Mannschaft
A.
- A4
foult B4. Dies ist das 3. Mannschaftsfoul von Mannschaft
A.
- A4
foult B4 beim Korbwurfversuch. Der Wurf ist erfolglos.
- A4
foult B4 beim Korbwurfversuch. Der Wurf ist erfolgreich.
Interpretation:
In allen
Situationen muss A4 das Spielfeld sofort verlassen,
sobald der Fehler entdeckt und das Spiel gestoppt ist.
Spieler A4 wird aber nicht bestraft. Das Spiel wird
wie folgt fortgesetzt:
- Der
Korb von A4 zählt.
- Der
Korb von B4 zählt.
- Der
für A4 eintretende Ersatzspieler erhält
zwei/drei Freiwürfe. Danach wird das Spiel
normal fortgesetzt.
- Der
für A4 eintretende Ersatzspieler erhält
einen Freiwurf. Danach wird das Spiel normal fortgesetzt.
- B4
werden zwei Freiwürfe zugesprochen. Danach
wird das Spiel normal fortgesetzt.
- Mannschaft
B erhält Einwurf.
- B4
erhält zwei/drei Freiwürfe. Danach wird
das Spiel normal fortgesetzt.
- B4
erhält einen Freiwurf. Danach wird das Spiel
normal fortgesetzt.
Situation 2:
Wird ein
Spieler wieder eingewechselt, der bereits zuvor wegen
seines fünften Fouls das Spielfeld hatte verlassen
müssen, und nimmt er dann am Spiel teil, so wird
dies mit einem technischen Foul gegen den Trainer bestraft.
Daneben
werden alle weiteren Fouls gegen den mit bereits fünf
Fouls belasteten Spieler als Spielerfouls angesehen,
in der persönlichen Foulspalte dieses Spielers
eingetragen und entsprechend bestraft.
Beispiele:
Spieler
A4 verlässt nach seinem 5. Foul das Spielfeld.
Nach einiger Zeit wird er während einer Auszeit
wieder eingewechselt. Dies wird entdeckt,
- bevor
das Spiel fortgesetzt wird.
- nachdem
das Spiel fortgesetzt wurde, und zwar als A4 den
Spieler B4 beim Korbwurfversuch foult. Der Wurf
ist erfolglos.
Interpretation:
In beiden
Fällen muss A4 das Spielfeld sofort verlassen und
ausgewechselt werden, nachdem der Regelverstoß
entdeckt wurde. Ein technisches Foul ("C-Foul")
wird gegen Trainer A verhängt.
- Mannschaft
B erhält zwei Freiwürfe und Einwurf an
der Mittellinie.
- Zunächst
werden B4 zwei/drei Freiwürfe zugesprochen,
danach erhält Mannschaft B zwei weitere Freiwürfe
und Einwurf an der Mittellinie.
Art.
14 Verletzung eines Spielers
Festlegung:
Ein Spieler gilt als
behandelt, wenn er sich verletzt hat und eine Person
von der Mannschaftsbank (Arzt, Trainer, Trainer-Assistent,
Ersatzspieler oder Mannschaftsbegleiter) deshalb das
Spielfeld betritt.
Situation
1:
Wenn ein
verletzter Spieler behandelt wird oder wenn er sich
innerhalb einer Minute wieder erholt, darf er auf dem
Spielfeld verbleiben; allerdings wird seiner Mannschaft
eine Auszeit angerechnet. Diese Auszeit dauert eine
volle Minute. Sie beginnt, wenn der Schiedsrichter
das entsprechende Handzeichen für eine Auszeit
gibt, und kann vom Trainer wie eine normale angerechnete
Auszeit genutzt werden.
Situation
2:
Wenn ein
Spieler während des Spiels blutet, muss er ausgewechselt
werden. Sollte jedoch in dieser Situation eine angerechnete
Auszeit genommen werden, so wird auf eine Auswechslung
verzichtet, und der Spieler kann nach der Auszeit weiter
mitspielen, sofern die Blutung gestoppt wurde und die
Wunde sicher abgedeckt ist.
Situation
3:
Ist ein
Spieler so schwer verletzt, dass medizinische Hilfe
erforderlich ist, soll diese Hilfe schnellstmöglich
gewährt werden. In diesen Fällen gibt es keine
Zeitbegrenzung für das Entfernen des verletzten
Spielers vom Spielfeld.
Art.
16 Pflichten und Rechte des Trainers
Situation:
Es wird
entdeckt, dass einer der Spieler auf dem Spielfeld nicht
zu den bestätigten ersten fünf Spielern gehört.
Dies geschieht
- vor
Spielbeginn.
- nach Spielbeginn.
Interpretation:
- Der
unberechtigt sich auf dem Spielfeld befindliche
Spieler wird gegen den ursprünglich bezeichneten
Spieler ausgewechselt.
- Der
Fehler wird nicht beachtet und das Spiel fortgesetzt.
Art.
18 Spielbeginn
Festlegung1:
Das Spiel beginnt offiziell
mit einem Sprungball im Mittelkreis, wenn der Ball von
einem Springer legal getippt wird.
Situation
1:
Wenn ein
Foul gepfiffen wird, bevor der Ball legal von einem
Springer getippt wurde, wird es wie ein Foul in einer
Spielpause behandelt. Wird nach dem legalen Tippen des
Balles ein Foul gepfiffen, wird es wie ein Foul während
der Spielzeit behandelt.
Beispiele:
Der Schiedsrichter
hat gerade den Ball zwischen A4 und B4 für den
Eröffnungssprungball hochgeworfen, als
- ein persönliches
Foul gegen B4 gepfiffen wird.
- ein technisches
Foul gegen B5 gepfiffen wird.
- ein unsportliches
Foul von B6 an A6 gepfiffen wird.
In allen Fällen
wurde das Foul gepfiffen,
- bevor
der Ball von einem der Springer getippt wurde.
- nachdem
der Ball von einem der Springer getippt wurde.
Interpretation:
a.1
A4 erhält zwei Freiwürfe, danach
wird das Spiel mit Sprungball im Mittelkreis
fortgesetzt.
a.2 Einwurf
für Mannschaft A.
b.1 Mannschaft
A erhält zwei Freiwürfe, danach wird das
Spiel mit Sprungball im Mittelkreis fortgesetzt.
b.2 Mannschaft
A erhält einen Freiwurf und Einwurf an der
Mittellinie.
c.1 Mannschaft
A erhält zwei Freiwürfe, danach wird das
Spiel mit Sprungball im Mittelkreis fortgesetzt.
c.2 Spieler
A6 erhält zwei Freiwürfe, danach erhält
Mannschaft A Einwurf an der Mittellinie.
Situation
2:
Wird während
des Sprungballs zu Beginn einer Spielperiode oder Verlängerung
eine Regelübertretung gepfiffen, wird diese so
bestraft, als ob sie während der Spielzeit begangen
worden wäre. Die Prinzipien zur Bestrafung von
Regelverletzungen während einer Spielpause gelten
nur für Fouls, jedoch nicht für Regelübertretungen.
Beispiel:
Während
des Sprungballs zu Beginn einer Spielperiode oder Verlängerung
berührt Springer A4 den Ball, bevor dieser den
höchsten Punkt erreicht hat.
Interpretation:
Regelübertretung
durch Springer A4. Das Spiel wird mit einem Einwurf
für Mannschaft B fortgesetzt.
Situation
3:
Unmittelbar
nach Beginn der 3. Spielperiode wird entdeckt, dass
die Mannschaften in die falschen Spielrichtungen spielen.
Interpretation:
Der Fehler
wird nicht beachtet. Die Mannschaften spielen in diese
Richtungen bis zum Spielende weiter, da die Spielrichtung
dann legal fest gelegt ist, wenn der Ball zu Beginn
der 3. Spielperiode belebt wurde.
Festlegung
2:
Bei allen Spielen hat
die Mannschaft Korbwahl und Wahl der Mannschaftsbank,
die als erste im Programm genannt ist (Heimmannschaft).
Diese Wahl muss dem 1. Schiedsrichter spätestens
20 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn bekannt gegeben
worden sein.
Situation
1:
Mannschaft
A (Heimmannschaft) ist früher als 20 Minuten vor
dem angesetzten Spielbeginn auf dem Spielfeld, besetzt
eine Mannschaftsbank und spielt sich auf einen der beiden
Körbe ein.
Interpretation:
Mannschaft
A hat damit bereits einen Korb und eine Mannschaftsbank
gewählt. Diese Wahl ist endgültig und kann
nicht mehr geändert werden.
Situation
2:
Mannschaft
B (Gastmannschaft) ist früher als 20 Minuten vor
dem angesetzten Spielbeginn auf dem Spielfeld und spielt
sich auf einen der beiden Körbe ein. Danach - aber
mehr als 20 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn
- kommt Mannschaft A (Heimmannschaft) auf das Spielfeld
und verlangt, sich auf den selben Korb einspielen zu
dürfen.
Interpretation:
Das Verlangen
von Mannschaft A ist legal und muss von den Schiedsrichtern
akzeptiert werden.
Situation
3:
Mannschaft
B (Gastmannschaft) ist früher als 20 Minuten vor
dem angesetzten Spielbeginn auf dem Spielfeld und spielt
sich auf einen der beiden Körbe ein. Mannschaft
A (Heimmannschaft) kommt erst später als 20 Minuten
vor dem angesetzten Spielbeginn auf das Spielfeld und
verlangt, sich auf den selben Korb einspielen zu dürfen.
Interpretation:
Dem Verlangen
von Mannschaft A wird nicht entsprochen, da sie ihr
ursprüngliches Wahlrecht zu diesem Zeitpunkt verwirkt
hat.
Art.
21 Sprungball
Situation:
Eine Mannschaft
beantragt den Wechsel aller fünf Spieler, als das
Spiel unterbrochen ist und mit einem Sprungball fortgesetzt
werden soll.
Interpretation:
Einer
der Spieler muss auf dem Spielfeld verbleiben, um am
Sprungball teilzunehmen.
Art.
23 Ballkontrolle
Situation
1:
Bei einem
Einwurf oder Freiwurf verzögert ein Spieler - nach
Ansicht des Schiedsrichters absichtlich -, den ihm zur
Verfügung stehenden Ball aufzunehmen.
Interpretation:
Der Ball
steht dem Spieler zur Verfügung und wird zu einem
belebten Ball, sobald der Schiedsrichter den Ball auf
den Boden legt.
Situation
2:
Bei einem
Einwurf nach einem gültigen Feldkorb oder einem
erfolgreichen letzten Freiwurf verzögert ein Spieler
- nach Ansicht des Schiedsrichters absichtlich -, den
ihm zur Verfügung stehenden Ball aufzunehmen.
Interpretation:
Der Schiedsrichter
hat sich sinngemäß wie in Situation 1 zu
verhalten, d.h. er nimmt den Ball und legt ihn auf den
Boden.
Art.
24 Spieler in der Korbwurfaktion
Situation
1:
Bei einem
Sprungball zwischen A4 und B4 im Freiwurfkreis tippt
A4 den Ball in Richtung des gegnerischen Korbs. Während
der Ball in der Luft ist, ertönt das Zeitnehmer-Signal
zum Ende dieser Spielperiode. Danach geht der Ball in
den Korb.
Interpretation:
Der Tipp
wird als Korbwurf angesehen. Der Korb zählt.
Situation
2:
Bei einem
Sprungball zwischen A4 und B4 im Freiwurfkreis tippt
A4 den Ball in Richtung des gegnerischen Korbs und wird
dabei von B4 gefoult. Der Ball geht in den Korb.
Interpretation:
Der Tipp
wird als Korbwurf angesehen. Der Korb zählt, und
dem Spieler A4 wird ein Freiwurf zuerkannt.
Art.
25: Korberfolg und seine Wertung
Festlegung
1:
Ob ein gültiger
Korbwurf zwei oder drei Punkte zählt, ergibt sich
aus der Position des Spielers, der den Ball zuletzt
legal berührt hat oder aus dem Ort auf dem Spielfeld,
wo der Ball den Boden berührte, bevor er in den
Korb ging. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um
einen Pass, Wurf oder Tipp handelte.
Festlegung
2:
Ein Korbwurfversuch
aus dem 3-Punkte-Feldkorb-Bereich ändert seinen
Status und wird zu einem 2-Punkte-Korbwurfversuch, wenn
der Ball
- im 2-Punkte-Feldkorb-Bereich
einen Spieler oder den Boden berührt.
- den Ring berührt
und danach von einem Spieler legal berührt
wird, bevor er in den Korb geht.
Festlegung
3:
Wenn der Ball von unten
in den Korb geht, handelt es sich nur dann um eine Regelübertretung,
wenn der Ball vollständig durch den Ring geht und
sich dann mit dem gesamten Durchmesser über dem
Ring befindet.
Situation
1:
In den
letzten Sekunden des Spiels unternimmt Spieler A4 einen
Korbwurfversuch aus seinem Rückfeld. Der Wurf ist
zu kurz und der Ball fällt auf den Boden:
- Innerhalb
des Drei-Punkte-Feldkorb-Bereichs.
- Innerhalb
des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereichs.
Anschließend
geht der Ball in den Korb, bevor das Zeitnehmer-Signal
ertönt.
Interpretation:
- Der
Korb zählt drei Punkte.
- Der
Korb zählt zwei Punkte.
Situation 2:
Spieler
A4 unternimmt einen Korbwurfversuch oder spielt einen
Pass, jeweils aus dem Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich.
Während sich der Ball im Aufwärtsflug befindet,
wird er legal von einem Spieler berührt:
- Innerhalb
des Drei-Punkte-Feldkorb-Bereichs.
- Innerhalb
des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereichs.
Anschließend
geht der Ball in den Korb.
Interpretation:
- Der
Korb zählt drei Punkte.
- Der Korb zählt
zwei Punkte.
Situation 3:
Spieler
A4 unternimmt einen Korbwurfversuch aus dem Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereich.
Der aufsteigende Ball wird legal von einem Spieler berührt,
der sich im Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich befindet. Der
Ball geht dann in den Korb.
Interpretation:
Der Korb
zählt drei Punkte.
Art.
26 Einwurf
Interpretation:
Bei einem
Einwurf von der Endlinie nach einem erfolgreichen Korb-
oder letzten Freiwurf gilt: Weder die Anzahl der Spieler
auf oder hinter der Endlinie noch die Anzahl der Pässe
zwischen ihnen ist begrenzt. Dies gilt auch, wenn der
Ball einem dieser Spieler von einem Schiedsrichter übergeben
wird.
Art.
28: Spielerwechsel
Situation
1:
Es sind
mehr als fünf Spieler einer Mannschaft auf dem
Spielfeld.
Interpretation:
Ist die
Mannschaft mit nur fünf Spielern in Ballkontrolle,
müssen die Schiedsrichter mit ihrem Pfiff bzw.
der Anschreiber mit seinem Signal so lange warten, bis
die laufende Spielaktion beendet ist; das heißt:
Die den Ball kontrollierende Mannschaft wirft auf den
Korb, verliert die Ballkontrolle, hält den Ball
vom Spiel zurück oder der Ball wird zum toten Ball.
Ist die
Mannschaft mit den sechs Spielern in Ballkontrolle,
muss das Spiel sofort unterbrochen werden. Vorausgesetzt,
dass Schiedsrichter und Kampfgericht ihre Aufgaben korrekt
erfüllt haben, muss ein Spieler das Spielfeld illegal
betreten oder es nicht verlassen haben. Deshalb müssen
die Schiedsrichter sofort einen Spieler vom Spielfeld
schicken und auf technisches Foul gegen den Trainer
("B-Foul") entscheiden. Der Trainer ist dafür
verantwortlich, dass Spielerwechsel korrekt durchgeführt
werden und ausgewechselte Spieler sofort das Spielfeld
verlassen.
Alle vom
sechsten Spieler zwischenzeitlich erzielten Punkte zählen,
und von ihm begangene Fouls bleiben als Spielerfouls
bestehen.
Situation
2:
Das 24-Sekunden-Signal
ertönt, als der Ball bei einem Korbwurfversuch
in der Luft ist. Danach geht der Ball in den Korb. Ist
dies eine Wechselmöglichkeit für beide Mannschaften
und für beliebig viele Spieler?
Interpretation:
Ja,
dies ist eine Wechselmöglichkeit für beide
Mannschaften, da der Ball tot und die Spieluhr aus einem
Grund gestoppt ist, den keine der beiden Mannschaften
zu verantworten hat.
Situation
3:
Während
eines letzten Freiwurfs begeht der Freiwerfer eine Regelübertretung.
Darf der Freiwerfer jetzt ausgewechselt werden, selbst
wenn dieser Spielerwechsel rechtzeitig vor dem Beginn
der Ausführung des ersten Freiwurfs beantragt wurde?
Interpretation:
Nein,
nur die Mannschaft darf auswechseln, die den Einwurf
ausführen wird. Die Regelübertretung des Freiwerfers
nimmt diesem das vormals zustehende Recht zur Auswechslung.
Art.
33 Spieler im Aus - Ball im Aus
Situation
1:
Ein Spieler
mit Ball befindet sich auf dem Spielfeld und wird dabei
von einem im Aus befindlichen Spieler berührt.
Interpretation:
Der Ball
ist nicht im Aus.
Situation
2:
Ein Spieler
mit Ball befindet sich auf dem Spielfeld. Der Ball wird
von einem im Aus befindlichen Spieler berührt.
Interpretation:
Der Ball
ist im Aus. Der Ausball wird durch den Spieler verursacht,
der im Aus steht.
Art.
39 24-Sekunden
Festlegung
1:
Wenn ein Schiedsrichter
das Spiel aus einem Grund unterbricht, den keine der
beiden Mannschaften zu vertreten hat, wird die 24-Sekunden-Anlage
zurück gestellt.
Beispiele:
Mannschaft
A ist in Ballkontrolle und die 24-Sekunden-Anlage zeigt
noch 15 Sekunden an, als der Schiedsrichter das Spiel
unterbricht,
- um
den Boden wischen zu lassen.
- weil
die Spieluhr nicht in Gang gesetzt wurde.
- weil
ein Zuschauer das Spielfeld betreten hat.
Interpretation:
In all
diesen Fällen wird das Spiel mit einem Einwurf
für Mannschaft A und einer neuen 24-Sekunden-Periode
fortgesetzt.
Festlegung
2:
Erfolgt ein Korbwurfversuch
kurz vor Ende der 24-Sekunden-Periode und das Signal
ertönt, während der Ball in der Luft ist,
nachdem er die Hand oder Hände des Spielers bei
dem Korbwurfversuch verlassen hat, und geht der Ball
in den Korb, zählt der Korb.
In dieser
Situation gelten alle Vorschriften für Goal tending
und Stören des Balles.
Im Folgenden
wird die angreifende Mannschaft durchgängig als
"Mannschaft A" und die verteidigende Mannschaft
als "Mannschaft B" bezeichnet.
|
Beispiele: |
Interpretationen |
|
1.
|
Wurf,
Signal, Ball geht in den Korb: |
Korb zählt,
Einwurf
Endlinie für Mannschaft B. |
|
2.
|
Wurf,
Signal,
Ball berührt
den Ring,
Ball geht
nicht in den Korb: |
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
3. |
Wurf,
Signal,
Ball berührt
Ring oder Brett,
Ball geht
in den Korb: |
Korb zählt,
Einwurf
Endlinie für Mannschaft B. |
|
4. |
Wurf,
Signal,
aufsteigender
Ball wird von Spieler B berührt: |
Toter Ball
durch Berührung von Spieler B,
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
5. |
Wurf,
Signal,
aufsteigender
Ball wird von Spieler A berührt: |
Toter Ball
durch Berührung von Spieler A,
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
6. |
Wurf,
Signal,
Goal tending
durch Spieler A: |
Regelübertretung (Goal tending) von Spieler A, Korb zählt nicht,
Einwurf für Mannschaft B von der Seitenlinie in Höhe der Freiwurflinie - unabhängig davon, ob der Ball in den Korb ging oder nicht,
neue 24-Sekunden-Periode.
|
|
7. |
Wurf,
Signal,
Goal tending
durch Spieler B: |
Regelübertretung
(Goal tending) von Spieler B, Korb zählt,
Einwurf Endlinie für Mannschaft B,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
8. |
Wurf,
Signal,
Ball springt
vom Ring zurück,
Ball wird
von Spieler A berührt: |
Toter Ball,
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte, neue
24-Sekunden-Periode. |
|
9. |
Wurf,
Signal,
Ball springt
vom Ring zurück,
Ball wird
von Spieler B berührt: |
Toter Ball,
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
10. |
Wurf,
Signal,
Ball verfehlt
den Ring: |
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
11. |
Wurf,
Ball berührt
den Ring,
kein Signal: |
Das Spiel
wird ohne Unterbrechung fortgesetzt,
neue 24-Sekunden-Periode für die Mannschaft,
die Ballbesitz erlangt. |
|
12. |
Wurf,
Ball berührt
den Ring,
Signal,
Ball geht in den Korb: |
Irrtümliches
Signal, Korb zählt. |
|
13. |
Wurf,
Ball berührt den Ring, Signal,
Ball geht nicht in den Korb: |
Irrtümliches
Signal, Sprungball. |
|
14. |
Wurf,
Ball verfehlt den Ring, kein Signal: |
Rebound
durch Mannschaft A:
Die
24-Sekunden-Uhr läuft weiter.
Rebound
durch Mannschaft B:
Neue
24-Sekunden-Periode.
|
|
15. |
Wurf,
Ball verfehlt
den Ring, Signal: |
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
16. |
Wurf,
Wurfblock durch Spieler B, Signal,
Ball geht in den Korb: |
Korb zählt,
Einwurf
Endlinie für Mannschaft B. |
|
17. |
Wurf,
Wurfblock durch Spieler B, Signal,
Ball geht nicht in den Korb: |
24-Sekunden-Regelübertretung,
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
|
18. |
Wurf,
Wurfblock durch Spieler B, Ball geht
ins Aus: |
Einwurf
für Mannschaft A nächst der Stelle,
von der der Ball ins Aus ging, keine
neue 24-Sekunden-Periode, es verbleibt nur
die Restzeit. |
|
19. |
Wurf,
Wurfblock
durch Spieler B, Mannschaft B erlangt
Ballkontrolle, Signal: |
Irrtümliches
Signal, Einwurf für Mannschaft
B, neue 24-Sekunden-Periode. |
|
20. |
Wurf,
Wurfblock durch Spieler B, Mannschaft
A behält Ballkontrolle: |
Das Spiel
wird ohne Unterbrechung fortgesetzt,
keine neue 24-Sekunden-Periode, es
verbleibt nur die Restzeit. |
|
21. |
Pass durch
einen Spieler A, Ball wird durch beliebigen
Spieler abgefälscht, Ball berührt
den Ring: |
Das Spiel
wird ohne Unterbrechung fortgesetzt,
keine neue 24-Sekunden-Periode, es
verbleibt nur die Restzeit. |
|
22. |
Wurf,
Wurfblock durch B4, Werfer wird von
B4 gefoult, Signal: |
Irrtümliches
Signal, Bestrafung des Fouls, keine
24-Sekunden-Regelübertretung. |
|
23. |
Wurf,
Wurfblock durch B4, Signal, Werfer
wird von B4 gefoult: |
24-Sekunden-Regelübertretung,
das Foul wird nicht beachtet (außer
es handelt sich um ein technisches, unsportliches
oder disqualifizierendes Foul), Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle,
von der aus der Wurf erfolgte,
neue 24-Sekunden-Periode. |
Art.
40 Spielen des Balles ins Rückfeld
Situation:
Spieler
A4 kontrolliert einen belebten Ball im Rückfeld
und passt den Ball ins Vorfeld. Dort wird der Ball von
seinem Mitspieler A5 oder einem Schiedsrichter abgelenkt
und danach von Spieler A6 im Rückfeld als erster
berührt.
Interpretation:
Dies ist
eine Regelübertretung. Der Ball wurde illegal ins
Rückfeld gespielt.
Art.
41 Goal tending und Stören des Balles
Festlegung
1:
Die Vorschriften für
Goal tending und Stören des Balles gelten auch
in den Fällen, in denen der Ball nach einem Korbwurfversuch
im Aufwärtsflug berührt würde.
Festlegung
2:
Nach einer Entscheidung
auf Goal tending oder Stören des Balles durch die
verteidigende Mannschaft, in der Punkte zuerkannt werden,
wird das Spiel mit Einwurf an der Endlinie durch Mannschaft
B fortgesetzt. Die Schiedsrichter sollen bei diesem
Einwurf nicht den Ball an sich nehmen und dem
Einwerfer übergeben.
Situation:
Nach einem
Korbwurfversuch aus dem Feld trifft der Ball den Ring,
springt vom Ring hoch, und ein Gegner versetzt Brett
oder Ring so in Schwingung, dass nach Ansicht des Schiedsrichters
der Ball deshalb nicht in den Korb geht.
Interpretation:
Solange
der Ball in den Korb hätte gehen können, ist
dies eine Regelübertretung (Stören des Balles).
Mannschaft A werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Festlegung
3:
Am Ende einer Spielperiode
oder Verlängerung können Situationen auftreten,
in denen das Zeitnehmer-Signal für das Ende der
Spielperiode ertönt, während sich der Ball
nach einem Korbwurfversuch in der Luft befindet (siehe
Situation 1). Ähnliche Situationen können
auftreten, wenn der Ball nach einem Korbwurfversuch
in der Luft ist, nachdem ein Foul am Korbwerfer gepfiffen
wurde (siehe Situation 2), sowie wenn der Ball nach
einem Korbwurfversuch in der Luft ist und das 24-Sekunden-Signal
ertönt (siehe Situation 3).
Situation
1:
Korbwurfversuch
von Spieler A4. Während der Ball in der Luft ist,
ertönt das Zeitnehmer-Signal und danach
ereignet sich folgendes:
- Der Ball wird
im Aufwärtsflug von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Es können
keine Punkte erzielt werden. Ende der Spielperiode.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
A5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Goal tending).
Es können keine Punkte erzielt werden.
Ende der Spielperiode.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
B5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Goal tending).
Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt. Ende der
Spielperiode.
- Der Ball berührt
den Ring, springt von dort zurück und wird
dann von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Es können
keine Punkte erzielt werden. Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler A5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden. Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler B5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
A5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden. Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
B5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
A5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Legale Aktion. Es werden zwei/drei Punkte
zuerkannt. Ende der Spielperiode.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
B5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte
zuerkannt. Ende der Spielperiode.
Situation
2:
Spieler
B4 foult den Korbwerfer A4. Während der Ball
in der Luft ist, ereignet sich folgendes:
- Der Ball wird
im Aufwärtsflug von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Es können
keine Punkte erzielt werden. Zwei/drei Freiwürfe
für A4.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
A5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Goal tending).
Es können keine Punkte erzielt werden.
Zwei/drei Freiwürfe für A4.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
B5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Goal tending).
Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt. A4 erhält
einen Freiwurf zugesprochen.
- Der Ball berührt
den Ring, springt von dort zurück und wird
dann von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Zwei/drei Freiwürfe
für A4.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler A5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden. Zwei/drei Freiwürfe für A4.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler B5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Ein Freiwurf für A4.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
A5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden. Zwei/drei Freiwürfe für A4.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
B5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Ein Freiwurf für A4.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
A5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Legale Aktion. Es werden zwei/drei Punkte
zuerkannt. Ein Freiwurf für A4.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
B5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte
zuerkannt. Ein Freiwurf für A4.
Situation
3:
Korbwurfversuch
von A4. Während der Ball in der Luft ist, ertönt
das 24-Sekunden-Signal. Danach ereignet sich folgendes:
- Der Ball wird
im Aufwärtsflug von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Es können
keine Punkte erzielt werden. 24-Sekunden-Regelübertretung.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
A5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Goal tending).
Es können keine Punkte erzielt werden.
- Der Ball wird
im Abwärtsflug über Ringniveau von
B5 berührt.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Goal tending).
Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
- Der Ball berührt
den Ring, springt von dort zurück und wird
dann von A5 oder B5 berührt.
Interpretation:
Legale Aktion. Durch die Ballberührung
wird der Ball zum toten Ball. Es können
keine Punkte erzielt werden. 24-Sekunden-Regelübertretung.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler A5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, berührt
Spieler B5 den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
A5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch A5 (Stören
des Balles). Es können keine Punkte erzielt
werden.
- Während
der Ball Kontakt mit dem Ring hat, greift Spieler
B5 von unten durch den Korb und berührt
dabei den Ball, den Ring, das Netz oder Brett.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
A5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Legale Aktion. Es werden zwei/drei Punkte
zuerkannt.
- Während
der Ball bereits im Korb ist, berührt Spieler
B5 den Ball, den Ring oder das Netz.
Interpretation:
Regelübertretung durch B5 (Stören
des Balles). Es werden zwei/drei Punkte zuerkannt.
Art.
45 Doppelfoul
Situation
1:
A4 begeht
einen Schrittfehler. Bevor der Ball einem Spieler der
Mannschaft B zum Einwurf zur Verfügung steht, ereignet
sich ein Doppelfoul zwischen A5 und B5.
Interpretation:
Einwurf
für Mannschaft B nächst der Stelle, an welcher
der Schrittfehler begangen wurde. Mannschaft B hat zwar
zum Zeitpunkt des Doppelfouls noch keine Ballkontrolle,
ihr steht aber der Ballbesitz zu. Es würde dem
Geist und Sinn der Regeln zuwider laufen, dies nicht
zu berücksichtigen.
Situation
2:
Trainer
B begeht ein technisches Foul. A4 führt die beiden
Freiwürfe aus, denen der Einwurf durch Mannschaft
A von der Mittellinie folgen soll. Nach dem zweiten
Freiwurf, aber noch vor dem Einwurf an der Mittellinie
ereignet sich ein Doppelfoul zwischen A5 und B5.
Interpretation:
Einwurf
für Mannschaft A an der Mittellinie. Mannschaft
A hat zwar zum Zeitpunkt des Doppelfouls noch keine
Ballkontrolle, ihr steht aber der Ballbesitz zu.
Art.
55 Mannschaftsfouls: Strafen
Situation
1:
A4 begeht
einen Schrittfehler. Bevor der Ball einem Spieler der
Mannschaft B zum Einwurf zur Verfügung steht, foult
B5 den Spieler A5. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von
Mannschaft B.
Interpretation:
Das Foul
von B5 wird nicht mit 2 Freiwürfen gemäß
der Mannschaftsfoul-Regel bestraft, da der Mannschaft
B das Recht auf Ballbesitz zustand, als B5 das Foul
beging. Die Rechte beider Mannschaften auf je einen
Einwurf heben sich auf. Das Spiel wird mit einem Sprungball
fortgesetzt.
Situation
2:
Trainer
A begeht ein technisches Foul. B4 führt die beiden
Freiwürfe aus, denen der Einwurf durch Mannschaft
B von der Mittellinie folgen soll. Nach dem zweiten
Freiwurf, aber noch bevor der Ball der Mannschaft B
zur Verfügung steht, foult B5 den Spieler A5. Dies
ist das 5. Mannschaftsfoul von Mannschaft B.
Interpretation:
Das Foul
von B5 wird nicht mit Freiwürfen bestraft, da der
Mannschaft B das Recht auf Ballbesitz zustand, als Spieler
B5 das Foul beging. Das Recht auf Einwurf für Mannschaft
B ist Teil einer Strafe (zwei Freiwürfe und Ballbesitz
für das technische Foul gegen Trainer A) und kann
nicht gegen das Recht auf nachfolgenden Einwurf für
Mannschaft A (für das Foul von B5) aufgerechnet
werden. Das Recht auf Einwurf durch Mannschaft B verfällt,
und das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft A
fortgesetzt.
Art.
56 Sonderfälle
Situation
1:
A4 erzielt
einen Feldkorb. Danach begehen zunächst A5 und
dann B5 jeweils ein technisches Foul.
Interpretation:
Die Strafen
für die beiden technischen Fouls sind gleich und
heben sich daher auf. Das Spiel wird so fortgesetzt,
als hätten sich nach dem Feldkorb keine Fouls ereignet.
Situation
2:
Mannschaft
A besitzt aus beliebigem Grund das Recht auf Einwurf,
als zunächst ein technisches Foul gegen A5 und
anschließend ein technisches Foul gegen B5 gepfiffen
werden.
Interpretation:
Die Strafen
für die beiden technischen Fouls sind gleich und
heben sich daher auf. Übrig bleibt die Ausführung
des Einwurfs durch Mannschaft A. Dabei ist es unerheblich,
ob der Ball dem Einwerfer bereits zur Verfügung
stand oder nicht.
Situation
3:
Mannschaft
A ist in Kontrolle eines belebten Balles auf dem Feld,
als auf Doppelfoul zwischen A5 und B5 entschieden wird.
Nach dem Doppelfoul begeht A6 ein Foul an B6. Dies ist
das 5. Mannschaftsfoul der Mannschaft A.
Interpretation:
Mit dem
Foul von A6 entsteht ein Sonderfall. Tritt ein Sonderfall
auf, so werden alle Strafen für Doppelfouls aufgehoben,
so dass die Strafe für das Foul des Spielers A6
übrig bleibt, nämlich Einwurf für Mannschaft
B. Da Mannschaft A zum Zeitpunkt des Fouls von A6 das
Recht auf Ballbesitz zustand, wird dieses Foul mit Einwurf
für Mannschaft B bestraft, unabhängig von
der Anzahl der Mannschaftsfouls von Mannschaft A in
dieser Spielperiode.
Situation
4:
Gegen
Spieler A4 wird ein Schrittfehler gepfiffen, anschließend
ein Doppelfoul zwischen A5 und B5, gefolgt von einem
Foul von B6 an A6. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von
Mannschaft B. Alle Fouls ereigneten sich, bevor der
Ball nach dem Schrittfehler wieder belebt war.
Interpretation:
Tritt
ein Sonderfall auf, so werden alle Strafen für
Doppelfouls aufgehoben. Die Strafe für den Schrittfehler
ist Ballbesitz für Mannschaft B. Die Strafe für
das Foul von B6 ist Ballbesitz für Mannschaft A,
unabhängig von der Anzahl der Mannschaftsfouls
von B in dieser Spielperiode. Übrig bleiben zwei
gleiche Strafen, die sich gegenseitig aufheben: Das
Spiel wird mit Sprungball im nächst gelegenen Kreis
fortgesetzt.
Situation
5:
Mannschaft
A wurde der Ball nach einem Foul oder Regelübertretung
zum Einwurf zugesprochen. Als dem Einwerfer der Ball
bereits zur Verfügung steht, wird je ein technisches
Foul gegen A5 und B5 gepfiffen. Danach foult A6 den
Spieler B6. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von Mannschaft
A.
Interpretation:
Die Strafen
für die beiden technischen Fouls sind gleich und
heben sich daher auf. Da der Ball dem Einwerfer bereits
zur Verfügung stand und damit belebt war, kann
diese Einwurfstrafe für das Foul oder die Regelübertretung
nicht mehr mit der Einwurfstrafe für das Foul von
A6 verrechnet werden. Daher verfällt das ursprüngliche
Recht der Mannschaft A zum Einwurf, und die Mannschaft
B erhält Einwurf für das Foul von A6, unabhängig
von der Anzahl der Mannschaftsfouls der Mannschaft A,
da die Mannschaft A beim Foul von A6 in Ballkontrolle
war.
Falls
sich die drei Fouls in diesem Beispiel ereignen, bevor
dem Einwerfer der Ball zur Verfügung steht, kann
die Mannschaftsfoul-Regel ebenfalls nicht angewendet
werden, da der Mannschaft A das Recht auf Einwurf bereits
zugesprochen war, als A6 das Foul beging. Dieses ursprüngliche
Recht auf Einwurf für Mannschaft A wird aufgerechnet
gegen die letzte Einwurfstrafe, und somit bleibt keine
Strafe übrig. Das Spiel wird daher unabhängig
von der Anzahl der Mannschaftsfouls mit Sprungball fortgesetzt.
Art.
57 Freiwürfe
Situation:
Während
der Ball für den letzten oder einzigen Freiwurf
in der Luft und auf dem Weg zum Korb ist, versetzt ein
Gegenspieler des Freiwerfers das Brett oder den Ring
so in Schwingung, dass der Ball nach Ansicht des Schiedsrichters
deshalb nicht in den Korb geht.
Interpretation:
Der Freiwurf
wird als erfolgreich gewertet, ein Punkt zuerkannt sowie
auf technisches Foul gegen den Spieler entschieden,
der die Regelübertretung begangen hat.
Art.
58 Korrigierbare Fehler
Situation
1:
Spieler
B4 foult A4. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul der Mannschaft
B. Irrtümlich wird der Ball vom Schiedsrichter
zum Einwurf an A5 übergeben und das Spiel fortgesetzt.
Spieler A4 erhält den Ball und dribbelt. Zu diesem
Zeitpunkt wird der Fehler entdeckt und ist somit noch
korrigierbar.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, dem Spieler A4 zwei zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Da der Ballbesitz seit
dem Fehler nicht gewechselt hat, führt A4 zwei
Freiwürfe aus. Danach geht das Spiel wie nach jedem
letzten Freiwurf normal weiter.
Situation
2:
Spieler
B4 foult A4. Dies ist das 5. Mannschaftsfoul von Mannschaft
B. Irrtümlich wird der Ball vom Schiedsrichter
zum Einwurf an A5 übergeben und das Spiel fortgesetzt.
Spieler A4 erhält den Ball, dribbelt und erzielt
einen Feldkorb. Zu diesem Zeitpunkt wird der Fehler
entdeckt und ist somit noch korrigierbar.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, dem Spieler A4 zwei zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Der Mannschaft A war
fälschlicherweise Ballbesitz zugesprochen worden,
aus dem sie einen Feldkorb erzielte, so dass der Fehler
nicht beachtet wird. Die beiden versäumten Freiwürfe
werden deshalb nicht nachgeholt. Der Feldkorb zählt,
und das Spiel wird wie nach einem normalen Feldkorb
fortgesetzt.
Situation
3:
Mannschaft
A erhält irrtümlich den Ball zum Einwurf zugesprochen,
obwohl Spieler A5 zwei Freiwürfe auszuführen
hätte. Nach dem Einwurf und ohne dass ein Wechsel
der Ballkontrolle stattgefunden hat, begeht B4 ein Foul
an A4. Dies ist das 6. Mannschaftsfoul von Mannschaft
B.
Interpretation:
Der Fehler
besteht im Versäumnis, zwei dem Spieler A5 zustehende
Freiwürfe zu gewähren. Spieler A5 erhält
die beiden irrtümlich nicht gewährten Freiwürfe
zugesprochen. Diese Freiwurfstrafe wird ohne Spieleraufstellung
am Freiwurfraum ausgeführt. Nach der Fehlerkorrektur
wird das Spiel an dem Punkt wieder aufgenommen, an dem
es hierzu unterbrochen worden war: Zwei Freiwürfe
für Spieler A4 mit Aufstellung.
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