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Übersetzung, Bearbeitung
und verantwortlich für den Inhalt:
- Alfred Drost, Mitglied
der Europa-Technischen Kommission der FIBA
- Dr. Norbert Esser,
Mitglied des Arbeitskreises Regeln des Deutschen
Basketball Bundes
- Klaus Preller, Mitglied
der Schiedsrichterkommission des Deutschen Basketball
Bundes
- Albert Schencking,
Technischer Koordinator der FIBA
Die neuen Offiziellen Basketball-Regeln 2000 wurden sehr positiv aufgenommen, da das Spiel dadurch schneller und attraktiver wurde. Trotz der zusätzlich eingeführten Spielpausen wurde das Spiel nicht um so viel länger wie einige vermutet hatten. Die FIBA hat inzwischen Erfahrungen gesammelt, um das Tempo des Spiels mit den Spielpausen besser in Einklang zu bringen.
Deshalb werden alle Beteiligten gebeten, folgende Anweisungen umzusetzen:
1. Anweisungen zur Spielpausenregelung, um das Spiel zügig fortzusetzen
Der Zeitnehmer muss seine Stoppuhr sofort nach dem Signal zum Ende der ersten, zweiten und dritten Spielperiode zur Messung der Spielpausen starten.
- Vor Beginn der zweiten und vierten Spielperiode (2 Minuten Spielpause):
Nach 1:30 Minuten auf der Stoppuhr des Zeitnehmers muss dieser sein Signal ertönen lassen, um die Mannschaften und Schiedsrichter zu informieren, dass nur noch 30 Sekunden Pause verbleiben. Zur selben Zeit pfeift der 1. Schiedsrichter, und beide Schiedsrichter bitten die Mannschaften aufs Spielfeld, damit das Spiel pünktlich fortgesetzt werden kann.
- Vor Beginn der dritten Spielperiode (15 Minuten Halbzeitpause):
Nach 12:00 Minuten auf der Stoppuhr des Zeitnehmers muss dieser die Mannschaften und Schiedsrichter benachrichtigen oder benachrichtigen lassen, dass nur noch 3 Minuten Pause verbleiben.
Nach 13:30 Minuten auf der Stoppuhr des Zeitnehmers muss der Zeitnehmer sein Signal ertönen lassen, um die Mannschaften und Schiedsrichter zu informieren, dass nur noch 1:30 Minuten Pause verbleiben. Zur selben Zeit pfeift der 1. Schiedsrichter, und die Mannschaften müssen ihr Aufwärmprogramm beenden und sich zu ihrer Mannschaftsbank begeben.
Nach 14:30 Minuten auf der Stoppuhr des Zeitnehmers pfeift der 1. Schiedsrichter, und beide Schiedsrichter bitten die Mannschaften aufs Spielfeld, damit das Spiel pünktlich fortgesetzt werden kann.
2. Bewegungsabläufe der Schiedsrichter auf dem Spielfeld
Die Offiziellen Basketball Regeln 2000 sehen mehr Spielpausen vor, so dass die Spiele dadurch länger dauern können. Dies ist vermeidbar, wenn die Schiedsrichter sich stets an die nachfolgenden Vorgaben halten. Die Schiedsrichter dürfen keinen Anlass dazu geben, dass die Schnelligkeit des Spiels durch sie beeinträchtigt wird, und daher
- darf es auf keinen Fall wegen zu langsamer und nicht richtiger Bewegungsabläufe der Schiedsrichter zu Verzögerungen in der Abwicklung des Spiels kommen, insbesondere wenn die Spieluhr gestoppt und der Ball tot ist.
- darf es auf keinen Fall zu einer Situation kommen, in der die Spieler bereit sind, das Spiel wieder aufzunehmen (Einwurf, Freiwurf), die Schiedsrichter aber ihre vorgesehene Position zur Fortsetzung des Spiels noch nicht eingenommen haben.
Um das Spiel so schnell wie möglich fortführen zu können, sind folgende Vorgehensweisen für die Schiedsrichter verbindlich vorgeschrieben:
Nach einem Foulpfiff muss der Schiedsrichter, der das Foul gepfiffen hat,
- schnell in Richtung des Anschreibertischs laufen und eine Position 6 - 8 m vor dem Tisch einnehmen.
- während seiner Anzeigen zum Kampfgericht absolut ruhig stehen.
- nach Beendigung seiner Anzeigen schnell zu seiner neuen Position laufen.
Nach einem Foulpfiff muss der Schiedsrichter, der das Foul nicht gepfiffen hat,
- vom Zeitpunkt des Foulpfiffs bis zum Beginn der Anzeige seines Kollegen ruhig stehen bleiben.
- dann schnell zu seiner neuen Position laufen.
- immer alle Spieler im Auge haben.
Vor der Ausführung des ersten Freiwurfs eines Satzes muss der aktive (folgende) Schiedsrichter, der sich links vom Freiwerfer befindet,
- stehen bleiben, bevor er die Begrenzte Zone betritt.
- zum Kampfgericht schauen, ob gegebenenfalls im letzten Moment noch eine Auszeit oder ein Spielerwechsel beantragt wurde.
Vor der Ausführung eines einzigen Freiwurfs muss der aktive (vordere) Schiedsrichter, der sich hinter der Endlinie befindet,
- stehen bleiben, bevor er die Begrenzte Zone betritt.
- zum Kampfgericht schauen, ob gegebenenfalls im letzten Moment noch eine Auszeit oder ein Spielerwechsel beantragt wurde.
In allen Situationen, in denen die Spieluhr gestoppt und der Ball tot ist, müssen die Schiedsrichter die gegebenenfalls erforderlichen Bewegungsabläufe schnell durchführen.
3. Klarstellungen zur Schiedsrichter-Technik 2000
Situation 1. Nach dem letzten oder einzigen Freiwurf soll der vordere Schiedsrichter einen Schritt nach rechts machen. Warum?
Regelung. Als Ergebnis vieler Diskussionen mit Trainern, Spielern und Schiedsrichtern waren alle Beteiligten einhellig der Meinung, dass viele Fouls während des Rebounds nach dem letzten oder einzigen Freiwurf nicht gepfiffen wurden. Nach einem Schritt nach rechts und zurück von der Endlinie haben die Schiedsrichter einen wesentlich besseren Blick auf solche Situationen.
Schiedsrichter müssen sich dorthin bewegen, wo sie sein müssen, um das zu sehen, was sie sehen müssen.
Situation 2. Wie ist die Schiedsrichter-Technik für den Fall aufeinander folgender Sätze von Freiwürfen?
Regelung. Für alle Sätze von Freiwürfen, mit Ausnahme eines letzten Satzes mit anschließendem Ballbesitz von der Mittellinie, gilt:
Der folgende Schiedsrichter ist für den ersten Freiwurf eines jeden Satzes, der vordere Schiedsrichter für alle restlichen Freiwürfe des Satzes zuständig.
Für einen letzten Satz mit anschließendem Ballbesitz von der Mittellinie gilt:
Der vordere Schiedsrichter begibt sich in eine Position am Mittelpunkt der Seitenlinie gegenüber dem Anschreibertisch. Der folgende Schiedsrichter ist für alle Freiwürfe dieses letzten Satzes zuständig und passt den Ball nach dem letzten Freiwurf seinem Kollegen zu. Anschließend nimmt er seine neue Position als vorderer Schiedsrichter ein.
Situation 3. Welche Person am Anschreibertisch hat beim Sprungball zur Eröffnung einer Spielperiode oder Verlängerung das Handzeichen "Daumen nach oben" zu geben, um den Schiedsrichtern anzuzeigen, dass alle Kampfrichter bereit sind?
Regelung. Der Anschreiber ist als einziger Kampfrichter berechtigt, mit den Schiedsrichtern über die offiziellen Handzeichen zu kommunizieren.
4.
Klarstellungen und Interpretationen zu den Regeln 2000
Art. 5 Pflichten und Rechte des 1. Schiedsrichters
Situation. Nach einem Korb in den letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder einer Verlängerung rollt der Ball weit von der Endlinie weg. Soll der nächste Schiedsrichter pfeifen, um den Zeitnehmer zum Stoppen der Spieluhr zu veranlassen?
Regelung. Der Schiedsrichter darf nicht pfeifen und in dieser Situation eingreifen. Nach einem erfolgreichen Korbwurf ist der Ball tot, und in den letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder einer Verlängerung stoppt der Zeitnehmer bei Korberfolg die Spieluhr. Nur die Mannschaft, gegen die der Korb erzielt wurde, darf nun einen Spielerwechsel durchführen oder eine angerechnete Auszeit erhalten. Würde jedoch der Schiedsrichter in dieser Situation pfeifen, dürften beide Mannschaften wechseln oder eine angerechnete Auszeit erhalten. Das wäre nicht im Sinne dieser Regel.
Art. 6 Zeit und Ort für Entscheidungen der Schiedsrichter
Situation 1. A4 wird beim Korbwurfversuch gefoult, als auch das Signal zum Ende der vierten Spielperiode ertönt. Der Wurf ist nicht erfolgreich, der Spielstand ist 60:70. A4 werden zwei Freiwürfe zuerkannt, die Spielzeit ist abgelaufen. Unmittelbar vor der Ausführung des ersten Freiwurfs beleidigt A4 den Schiedsrichter. Ist A4 zu disqualifizieren und sind die Freiwürfe von dessen Ersatzspieler auszuführen?
Regelung. Das Recht der Schiedsrichter, Entscheidungen über Verletzungen der Regeln zu treffen, endet mit dem Spielzeitende. Es können daher keine technischen oder disqualifizierenden Fouls mehr verhängt werden. A4 wirft zwei Freiwürfe. Der 1. Schiedsrichter vermerkt den Vorfall auf der Rückseite des Anschreibebogens und sendet einen Bericht an die zuständige spielleitende Stelle.
Situation 2. A4 wird beim Korbwurfversuch gefoult, als auch das Signal zum Ende der vierten Spielperiode ertönt. Der Wurf ist nicht erfolgreich, der Spielstand ist 68:70. A4 werden zwei Freiwürfe zuerkannt, die Spielzeit ist abgelaufen. Unmittelbar vor der Ausführung des ersten Freiwurfs beleidigt A4 den Schiedsrichter. Ist A4 zu disqualifizieren und sind die Freiwürfe von dessen Ersatzspieler auszuführen?
Regelung. A4 wirft zwei Freiwürfe. Falls beide Freiwürfe erfolgreich sind, ist A4 anschließend zu disqualifizieren, da sich nun das Vergehen von A4 während einer Spielpause ereignet hat. Mannschaft B wirft vor dem Sprungball zur Eröffnung der Verlängerung zwei Freiwürfe.
Art. 8 Verletzung eines Schiedsrichters
Situation. Ein Schiedsrichter verletzt sich, und es besteht keine Möglichkeit, ihn zu ersetzen.
Regelung. Der andere Schiedsrichter amtiert alleine weiter. Falls der verletzte Schiedsrichter wieder einsatzfähig wird, kann er seine Tätigkeit jederzeit wieder aufnehmen.
Art. 18 Spielbeginn
Situation. Der 1. Schiedsrichter betritt zu Spielbeginn den Mittelkreis zur Ausführung des Sprungballs. Nachdem er den Ball hochgeworfen hat, aber bevor der Ball legal getippt wird, pfeift der andere Schiedsrichter, um den Hochwurf wiederholen zu lassen, weil er nicht regelgerecht ausgeführt wurde. Vor der Wiederholung stößt A6 seinen Gegenspieler B6 so grob, dass gegen ihn ein unsportliches Foul verhängt wird.
Regelung. Dies ist ein technisches Foul während einer Spielpause. Es wird A6 als Spieler angeschrieben und zählt zu den Mannschaftsfouls der Mannschaft A in der ersten Spielperiode. Es wird mit zwei Freiwürfen für Mannschaft B bestraft. Danach wird das Spiel mit Sprungball im Mittelkreis begonnen.
Art. 20 Standort eines Spielers und eines Schiedsrichters
Situation 1. A4 springt mit dem Ball hoch und wird von B4 legal geblockt. Als A4 und B4 wieder auf dem Boden landen, haben sie noch beide ihre Hände fest am Ball.
Regelung. Es ist auf Halteball zu entscheiden, und das Spiel wird mit Sprungball zwischen A4 und B4 im nächstgelegenen Kreis fortgesetzt.
Situation 2. A5 und B5 springen hoch, um den Ball zu fangen. Als A5 und B5 wieder auf dem Boden gelandet sind, haben sie beide die Hände fest am Ball, A5 landet jedoch mit einem Fuß (oder mit beiden) im Aus.
Regelung. Es ist auf Halteball zu entscheiden, da dieser vor der Regelübertretung entstand. Das Spiel wird mit Sprungball zwischen A5 und B5 im nächstgelegenen Kreis fortgesetzt.
Art. 21 Sprungball
Situation 1. Ein Sprungball ist auszuführen zwischen A4 (Größe: 1,75 m) und B4 (2,05 m). A4 täuscht eine Verletzung vor, wird ausgewechselt und durch A10 (2,06 m) ersetzt, der zum Zeitpunkt, als der Sprungball entstand, noch auf seiner Mannschaftsbank saß.
Situation 2. A4 wird von B4 beim Korbwurfversuch gefoult. Da A4 eine schlechter Freiwerfer ist, täuscht er eine Verletzung vor und wird gegen A10 ausgewechselt, der als bester Freiwerfer seiner Mannschaft zum Zeitpunkt des Fouls noch auf seiner Mannschaftsbank saß.
Hat der 1. Schiedsrichter in beiden Fällen die Möglichkeit, solch unfaires Verhalten zu verhindern?
Regelung. Der Schiedsrichter hat nur die Möglichkeit, sich persönlich und soweit möglich von der Echtheit der Verletzung des Spielers A4 zu überzeugen.
Art. 26 Einwurf
Situation. A4 möchte einwerfen und hält den Ball über die Seitenlinie ins Spielfeld. B4 ist auf dem Spielfeld und nimmt A4 den Ball aus der Hand, ohne dabei einen Kontakt mit A4 zu verursachen.
Regelung. B4 begeht eine Regelübertretung. Nach einer Verwarnung ist dies mit einem technischen Foul wegen Spielverzögerung zu bestrafen, da er einen schnellen Einwurf verhindert.
Art. 27 Angerechnete Auszeit
Situation 1. Ein Spielertrainer ist als Spieler auf dem Spielfeld und beantragt direkt beim Schiedsrichter eine angerechnete Auszeit. Kann diese Auszeit bei der nächsten Auszeitmöglichkeit gewährt werden?
Regelung. Nein, die Auszeit muss beim Anschreiber beantragt werden.
Situation 2. Ein Spielertrainer ist als Spieler auf dem Spielfeld. Darf der Trainer-Assistent während des Spiels stehen?
Regelung. Ja
Art. 27 Angerechnete Auszeit, Art. 28 Spielerwechsel
Situation 1. Während des Sprungballs zu Spielbeginn, jedoch bevor der Ball legal von einem Springer berührt wurde, begeht Springer A5 eine Regelübertretung und der Ball wird der Mannschaft B zum Einwurf zugesprochen. Nun beantragt Trainer B einen Spielerwechsel bzw. eine angerechnete Auszeit.
Regelung. Der Spielerwechsel oder die Auszeit kann zu diesem Zeitpunkt nicht gewährt werden, da die Spielzeit noch nicht begonnen hat.
Situation 2. Gleichzeitig mit dem Signal zum Ende einer Spielperiode oder Verlängerung wird ein Foul gepfiffen und A4 werden zwei Freiwürfe zugesprochen. Nun bean-tragt Trainer A oder Trainer B einen Spielerwechsel bzw. eine angerechnete Auszeit.
Regelung. Der Spielerwechsel oder die Auszeit kann zu diesem Zeitpunkt nicht gewährt werden, da die Spielzeit für die Spielperiode oder Verlängerung bereits abgelaufen ist.
Situation 3. Wann wird ein Ersatzspieler zum Spieler und ein Spieler zum Ersatzspieler, wenn dieser Spielerwechsel während einer angerechneten Auszeit durchgeführt wird?
Regelung. Sobald der einwechselnde Ersatzspieler sich beim Anschreiber zum Spielerwechsel meldet.
Art. 39 24-Sekunden
Situation. Mannschaft A ist seit 20 Sekunden in Ballkontrolle, als zuerst ein technisches Foul gegen A5 und anschließend ein weiteres technisches Foul gegen B5 verhängt werden.
Regelung. Es handelt sich um einen Sonderfall, und die beiden Foulstrafen heben sich auf. Mannschaft A erhält den Ball zum Einwurf zugesprochen, auf der 24-Sekunden-Anlage verbleiben nur noch vier Sekunden.
Korrektur. In der Unterlage "Interpretation der Offiziellen Basketball-Regeln 2000, November 2000" ist auf Seite 11 das Beispiel 6 wie folgt zu korrigieren:
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Beispiele:
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Interpretationen:
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6.
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Wurf,
Signal,
Goal tending durch Spieler A:
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Regelübertretung (Goal tending) von Spieler A, Korb zählt nicht,
Einwurf für Mannschaft B von der Seitenlinie in Höhe der Freiwurflinie - unabhängig davon, ob der Ball in den Korb ging oder nicht,
neue 24-Sekunden-Periode.
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Art. 41 Goal tending und Stören des Balles
Situation. Nach dem letzten oder einzigen Freiwurf von A4 berührt der Ball den Ring, springt hoch und hat noch die Möglichkeit, in den Korb zu gehen. B4 greift von unten durch den Ring und berührt den Ball.
Regelung. Mannschaft A wird ein Punkt zugesprochen, da der Freiwurf noch nicht beendet war.
Anmerkung. Nach dem letzten oder einzigen Freiwurf ändert der Freiwurf seinen Status und wird zu einem Zwei-Punkte-Feldkorb, nachdem der Ball den Ring berührt hat und von einem Angreifer oder Verteidiger legal berührt wird, bevor er in den Korb geht.
Das Spiel wird wie nach einem normalen Feldkorb mit einem Einwurf für Mannschaft B von der Endlinie fortgesetzt.
Art. 44 Persönliches Foul
Situation. A4 springt innerhalb des Drei-Punkte-Feldkorb-Bereichs ab und wirft auf den Korb. B4 springt innerhalb des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereichs ab, berührt den aufsteigenden Ball und foult dann A4, bevor dieser wieder mit beiden Füßen am Boden ist.
a) Der Korbwurf ist erfolgreich.
b) Der Korbwurf ist nicht erfolgreich.
Regelung.
a) Der Korb zählt zwei Punkte gemäß dem Status des Balls, und A4 wird ein Freiwurf zuerkannt.
b) A4 werden drei Freiwürfe zuerkannt gemäß dem Status des Korbwerfers.
Art. 45 Doppelfoul
Situation. A4 sind zwei Freiwürfe zuerkannt. Nach dem ersten Freiwurf wird ein Doppelfoul oder je ein technisches Foul gegen A5 und B5 gepfiffen.
Regelung. Dies ist ein Sonderfall. Die Foulstrafen werden aufgehoben, A4 wirft seinen zweiten Freiwurf, und das Spiel wird wie nach jedem letzten oder einzigen Freiwurf fortgesetzt.
Art. 49 Technisches Foul durch einen Spieler
Situation. Während eines Korbwurfversuchs von A4 versucht B4 ihn zu irritieren, indem er ihn laut anschreit oder heftig auf den Boden stampft.
a) Der Korbwurf ist erfolgreich.
b) Der Korbwurf ist nicht erfolgreich.
Regelung.
a) Der Korb von A4 zählt und B4 wird verwarnt.
b) Gegen B4 wird ein technisches Foul verhängt.
Art. 51 Technisches Foul während einer Spielpause
Situation 1. Während einer Spielpause wird gegen Spielertrainer A4 ein technisches Foul verhängt,
a) weil er sich beim Aufwärmen wiederholt an den Ring hängte.
b) wegen persönlichen unsportlichen Verhaltens.
Regelung.
a) Das technische Foul wird A4 in seiner Funktion als spielberechtigtes Mannschaftsmitglied angeschrieben und zählt zu den Mannschaftsfouls der nächsten Spielperiode.
b) Das technische Foul wird A4 in seiner Funktion als Trainer angeschrieben und zählt nicht zu den Mannschaftsfouls der nächsten Spielperiode.
In beiden Fällen werden die zwei Freiwürfe ausgeführt, bevor das Spiel, die Spielperiode oder Verlängerung mit einem Sprungball im Mittelkreis beginnt.
Situation 2. Im Verlauf der ersten beiden Spielperioden werden fünf Fouls gegen A4 verhängt, der daraufhin aus dem Spiel ausscheidet. Während der Halbzeitpause beschimpft er auf dem Weg zur Umkleidekabine den Schiedsrichter und erhält ein technisches Foul.
Regelung. Mit seinem fünften persönlichen Foul wurde A4 zum Mannschaftsbegleiter. Das technische Foul wird daher dem Trainer als "B-Foul" angeschrieben und zählt nicht zu den Mannschaftsfouls.
Art. 52 Gewalttätigkeit
Situation. Während Mannschaft A in Ballkontrolle ist, kommt es auf dem Spielfeld zu einer Situation, die zu Gewalttätigkeiten führen könnte. Die Schiedsrichter disqualifizieren folgende Personen, weil sie unzulässig den Mannschaftsbankbereich verlassen haben:
a) Mannschaft A: Ersatzspieler A10 Mannschaft B: Ersatzspieler B10 und Trainer B
b) Mannschaft A: Ersatzspieler A10 Mannschaft B: Ersatzspieler B10
Regelung. In beiden Fällen wird das Spiel mit Sprungball fortgesetzt (Art. 52.3.2).
Art. 56 Sonderfälle
Situation 1. A4 ist in der Korbwurfbewegung und wird dabei von B4 gefoult. A4 werden zwei Freiwürfe zuerkannt. Dann begeht A5 ein persönliches Foul an B5. Dies ist das fünfte Mannschaftsfoul der Mannschaft A in dieser Spielperiode. Das Foul von A5 ereignet sich, als
a) der Schiedsrichter den Freiwurfraum betritt, um den ersten Freiwurf ausführen zu lassen.
b) der Ball dem Freiwerfer zum ersten Freiwurf zur Verfügung steht.
c) der Ball nach dem ersten Freiwurf den Boden berührt.
d) der Ball dem Freiwerfer zum zweiten Freiwurf zur Verfügung steht.
Regelung.
a) Da der Ball noch nicht belebt ist, heben sich die je zwei Freiwürfe für A4 und B5 auf. Das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft A fortgesetzt, die Ballkontrolle hatte, als A4 gefoult wurde.
b) Da A4 einen belebten Ball hält, ist das Foul von A5 ein Foul während der Mannschafts-Ballkontrolle. A4 vollendet seine zwei Freiwürfe, und das Spiel wird anschließend mit Einwurf für Mannschaft B fortgesetzt.
c) Da keine Mannschaft in Ballkontrolle ist, wirft A4 zunächst seinen zweiten Freiwurf. Anschließend wirft B5 zwei Freiwürfe.
d) Da A4 einen belebten Ball hält, ist das Foul von A5 ein Foul während der Mannschafts-Ballkontrolle. A4 wirft seinen zweiten Freiwurf, und das Spiel wird anschließend mit Einwurf für Mannschaft B fortgesetzt.
Situation 2. A4 wirft auf den Korb. Als der Ball seine Hand verlassen hat, wird er noch in der Luft von B4 gefoult. A4 werden zwei Freiwürfe zuerkannt. Als der Schiedsrichter den Freiwurfraum betritt, um den ersten Freiwurf ausführen zu lassen, begeht A5 ein persönliches Foul an B5. Dies ist das fünfte Mannschaftsfoul der Mannschaft A in dieser Spielperiode.
Regelung. Da der Ball noch nicht belebt ist, heben sich die je zwei Freiwürfe für A4 und B5 auf. Das Spiel wird mit Sprungball fortgesetzt, da keine Mannschaft Ballkontrolle hatte, als A4 gefoult wurde.
Situation 3. Gegen Trainer A wird ein technisches Foul verhängt, so dass der Mannschaft B zwei Freiwürfe mit anschließendem Ballbesitz von der Mittellinie zugesprochen werden. Vor der Ausführung begeht B5 ein persönliches Foul an A5, welches das fünfte Mannschaftsfoul der Mannschaft B in dieser Spielperiode ist. Das Foul von B5 ereignet sich, als
a) der Schiedsrichter den Freiwurfraum betritt, um den ersten Freiwurf ausführen zu lassen.
b) der Ball dem Freiwerfer der Mannschaft B zum ersten Freiwurf zur Verfügung steht.
c) der Ball nach dem ersten Freiwurf den Boden berührt.
d) der Ball dem Freiwerfer der Mannschaft B zum zweiten Freiwurf zur Verfügung steht.
e) der zweite Freiwurf beendet ist, der Ball aber noch nicht zum Einwurf belebt ist.
f) der Ball zum Einwurf belebt, aber noch in den Händen des Einwerfers ist.
Regelung. In allen Fällen führt Mannschaft B zwei Freiwürfe aus, gefolgt von einem Einwurf für Mannschaft A. Mannschaft B war zum Zeitpunkt des Fouls von B5 entweder in Ballkontrolle oder es stand ihr der Ball zu einem Einwurf zu.
Situation 4. A4 ist in der Korbwurfbewegung und wird dabei von B4 gefoult. A4 werden zwei Freiwürfe zuerkannt. Anschließend wird ein Doppelfoul gegen A5 und B5 gepfiffen, und zwar als
a) der Schiedsrichter den Freiwurfraum betritt, um den ersten Freiwurf ausführen zu lassen.
b) der Ball dem Freiwerfer A4 zum ersten Freiwurf zur Verfügung steht.
c) der Ball nach dem ersten Freiwurf den Boden berührt.
d) der Ball dem Freiwerfer A4 zum zweiten Freiwurf zur Verfügung steht.
Regelung. In allen Fällen wird das Spiel nach den zwei Freiwürfen von A4 normal wie nach jedem letzten Freiwurf fortgesetzt.
Situation 5. A4 wird von B4 gefoult. Dies ist das fünfte Mannschaftsfoul von B in dieser Spielperiode. Anstelle der zwei Freiwürfe für A4 wird der Ball der Mannschaft A irrtümlich zum Einwurf zugesprochen. Nach dem Einwurf erhält A5 den Ball, dribbelt und verliert den Ball an B5, den er daraufhin foult. Dies ist das fünfte Mannschaftsfoul von A in dieser Spielperiode.
Regelung. Da der Fehler noch korrigierbar ist, wird das Spiel mit zwei Freiwürfen für A4 fortgesetzt, gefolgt von zwei Freiwürfen für B5. Es handelt sich nicht um einen Sonderfall, d. h. die je zwei Freiwürfe heben sich nicht gegeneinander auf, da sich die Fouls nicht innerhalb derselben Uhr-Stopp-Periode ereigneten.
Art. 58 Korrigierbare Fehler
Situation. Falls sich ein korrigierbarer Fehler während der letzten Sekunden des Spiels ereignet, soll der Anschreiber die Schiedsrichter sofort benachrichtigen, ohne den nächsten toten Ball abzuwarten?
Regelung. Ja, aber nur dann, wenn die Korrektur des Fehlers einen Einfluss auf den Spielausgang haben könnte. Der Anschreiber hat dabei das "Vorteil/Nachteil"-Prinzip anzuwenden.
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