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Übersetzung, Bearbeitung
und verantwortlich für den Inhalt:
- Alfred Drost, Mitglied
der Europa-Technischen Kommission der FIBA
- Dr. Norbert Esser,
Mitglied des Arbeitskreises Regeln des Deutschen
Basketball Bundes
- Klaus Preller, Mitglied
der Schiedsrichterkommission des Deutschen Basketball
Bundes
- Albert Schencking,
Technischer Koordinator der FIBA
Inhaltsverzeichnis
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FIBA Schiedsrichterin Susann Giczi, Schweden
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Ziel der vorliegenden Unterlage ist es, einige praxisnahe Situationen zu klären, die in einem normalen Basketballspiel vorkommen können.
Die aufgeführten Regelungen zu diesen Situationen zu überdenken, kann für alle, die mit dem Basketballspiel befasst sind, zu einem besseren Verständnis von Geist und Sinn der Regeln führen.
Was die Interpretation der Regeln zum Antrag auf angerechnete Auszeit und zum Spielerwechsel betrifft, sollten sich Schiedsrichter und Kampfrichter bemühen, im Geist der Regeln zu handeln, da die Absicht hinter diesen Regeln eine gewisse Großzügigkeit zulässt.
In der vorliegenden Unterlage ist durchgängig mit Mannschaft A die angreifende und mit Mannschaft B die verteidigende Mannschaft bezeichnet.
- Art. 10 Pflichten des Zeitnehmers
Situation. A4 erzielt 2:02 Minuten vor Ende der vierten Spielperiode einen Feldkorb. Nach dem Korberfolg rollt der Ball aus dem Spielfeld, wobei 4 Sekunden auf der Spieluhr verstreichen. Soll der Zeitnehmer die Spieluhr bei 2:00 Minuten vor Ende der Spielperiode stoppen?
Regelung. Nein. Die Spieluhr wird nur gestoppt, wenn ein Feldkorb in den letzten zwei Minuten (2:00) der vierten Spielperiode oder einer Verlängerung erzielt wird.
- Art. 11 Pflichten des 24-Sekunden-Zeitnehmers
Situation 1. B4 spielt den Ball absichtlich mit dem Fuß. Der Schiedsrichter pfeift dies zwar als Regelübertretung, vergisst aber, anschließend das Handzeichen für "neue 24 Sekunden" zu geben. Darf der 24-Sekunden-Zeitnehmer nun eigenmächtig die 24-Sekunden-Anlage auf 24 Sekunden zurückstellen?
Regelung. Nein. In einer solchen Situation kann nur der Schiedsrichter mit dem hierfür vorgesehenen Handzeichen eine neue 24-Sekunden-Periode veranlassen.
Entscheidet ein Schiedsrichter auf "absichtliches Fußspiel", ohne anschließend das Handzeichen für eine neue 24-Sekunden-Periode zu geben, ist der 24-Sekunden-Zeitnehmer verpflichtet, sich sofort beim Schiedsrichter bemerkbar zu machen, um diese Situation zu klären.
Situation 2. Mannschaft A ist in Ballbesitz, als der Schiedsrichter das Spiel unterbricht aus einem Grund, den Mannschaft B zu verantworten hat (B4 hat eine Kontaktlinse verloren, B5 ist verletzt, etc.). Ist der Schiedsrichter nun verpflichtet, dem Kampfgericht anzuzeigen, dass Mannschaft A eine neue 24-Sekunden-Periode erhält?
Regelung. Nein. In allen Situationen, bei denen der Schiedsrichter das Spiel aus einem Grund unterbricht, den die verteidigende Mannschaft zu verantworten hat, muss der 24-Sekunden-Zeitnehmer selbstständig seine Anlage auf 24 Sekunden zurücksetzen. Der Schiedsrichter ist hier nicht verpflichtet, das entsprechende Handzeichen zu geben.
- Art. 25 Korberfolg und seine Wertung
Situation 1. A4 ist in der Korbwurfbewegung, als es zu einem Kontakt zwischen ihm und seinem Gegenspieler B4 kommt. A4 wirft und trifft. Der vordere Schiedsrichter entscheidet auf Offensivfoul von A4, demgemäss der Korb nicht zählen dürfte, während der folgende Schiedsrichter ein Foul gegen Verteidiger B4 pfeift, wonach der Korb zählen müsste.
Regelung. Doppelfoul gegen A4 und B4, der Korb zählt nicht. Das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft A in Höhe der verlängerten Freiwurflinie fortgesetzt.
Situation 2. A4 wirft auf den Korb, und der Ball wird auf seinem Abwärtsflug gleichzeitig von A5 und B5 über dem Ring berührt.
- Der Ball geht in den Korb.
- Der Ball geht nicht in den Korb.
Regelung. In beiden Situationen können keine Punkte gegeben werden. Das Spiel wird mit einem Sprungball zwischen beliebigen Gegenspielern fortgesetzt.
Anmerkung. Treffen beide Schiedsrichter gegensätzliche Entscheidungen oder begehen beide Mannschaften gleichzeitig eine Regelverletzung, und ergibt sich aus einer der Strafen, dass ein erzielter Korb nicht zählt, wiegt diese Strafe schwerer und es können keine Punkte gegeben werden.
Situation 3. A4 wirft aus dem Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich auf den Korb. B4 springt im Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereich ab und blockt den aufsteigenden Ball, der dennoch in den Korb geht. Nachdem B4 den Ball berührt hat, begeht er ein Foul an A4,
- bevor A4 wieder mit beiden Füßen am Boden ist.
- nachdem A4 wieder mit beiden Füßen am Boden ist.
Regelung
- A4 werden zwei Punkte und ein zusätzlicher Freiwurf zugesprochen.
- A4 werden zwei Punkte zugesprochen, sowie
1.
der Ball zum Einwurf für Mannschaft A, falls Mannschaft B noch nicht die Mannschaftsfoulgrenze erreicht hat. 2.
zusätzlich zwei Freiwürfe für A4, falls Mannschaft B die Mannschaftsfoulgrenze erreicht hat.
Situation 4. Während der Ball aufgrund eines Korbwurfversuchs von A4 in der Luft ist, wird ein Doppelfoul gegen A5 und B5 gepfiffen.
- Der Wurf ist erfolgreich.
- Der Wurf ist nicht erfolgreich.
Regelung.
- A4 werden zwei oder drei Punkte zugesprochen. Das Spiel wird mit Einwurf für Mannschaft B von der Endlinie fortgesetzt.
- Das Spiel wird mit Sprungball zwischen A5 und B5 am nächstgelegenen Kreis fortgesetzt, da weder eine Mannschaft Ballkontrolle hatte noch einer Mannschaft der Ball zustand, als das Doppelfoul gepfiffen wurde.
- Art. 27 Angerechnete Auszeit
Art. 27.3.1: Ein Trainer oder Trainer-Assistent hat das Recht, eine angerechnete Auszeit zu beantragen. Er muss dazu persönlich zum Anschreiber gehen und mit dem zutreffenden gebräuchlichen Handzeichen klar Auszeit verlangen.
Situation 1. Darf ein Trainer eine angerechnete Auszeit direkt aus dem Mannschaftsbankbereich heraus beantragen, statt persönlich zum Anschreiber zu gehen?
Regelung. Dies ist die gängige Praxis, welche die meisten Trainer heutzutage anwenden. In einer solchen Situation soll der Anschreiber großzügig sein und sein Signal bei der ersten Gelegenheit zu dieser Auszeit ertönen lassen.
Meist konzentriert sich aber der Anschreiber ausschließlich auf das Spielgeschehen, ohne dabei den Trainer im Blickfeld zu haben, sodass er einen solchen Antrag auf angerechnete Auszeit übersehen kann. Insbesondere in einer solchen Situation bewährt sich eine gute Kommunikation zwischen allen Mitgliedern des Kampfgerichts. Allerdings müssen sich die Trainer dennoch darüber im klaren sein, dass sie selbst das Risiko tragen, eine Auszeit nicht zu erhalten, falls der Anschreiber ihr Zeichen oder ihren Ruf aus dem Mannschaftsbankbereich heraus nicht wahrnimmt.
Situation 2. Während der Ball tot und die Spieluhr gestoppt ist, beantragt Trainer A aus seinem Mannschaftsbankbereich heraus direkt beim nächsten Schiedsrichter eine angerechnete Auszeit. Soll die Auszeit gewährt werden?
Regelung. Der Schiedsrichter soll den Trainer dazu anhalten, sich an den Anschreiber zu wenden und soll auf dessen Signal warten. Falls der Anschreiber dem Antrag auf Auszeit stattgibt, soll sie gewährt werden.
- Art. 28 Spielerwechsel
Art. 28.2.1: Ein Ersatzspieler hat das Recht, einen Spielerwechsel zu beantragen. Er muss dazu persönlich zum Anschreiber gehen und mit dem zutreffenden gebräuchlichen Handzeichen klar Spielerwechsel verlangen. Er muss sich bis zum Beginn der Wechselmöglichkeit auf die Auswechselbank oder auf den Stuhl setzen.
Situation 1. Während einer Wechselmöglichkeit für Mannschaft A ist der Schiedsrichter gerade dabei, dem Einwerfer den Ball zur Verfügung zu stellen. In diesem Moment kommt Ersatzspieler A10 von seiner Mannschaftsbank zum Anschreibertisch und beantragt für sich einen Spielerwechsel.
Regelung. Da die Wechselmöglichkeit noch nicht geendet hat, soll der Anschreiber kooperationsbereit sein und den Schiedsrichtern durch sein Signal anzeigen, dass ein Spielerwechsel beantragt ist.
Es ginge über die Absicht dieser Regel hinaus, wenn der Anschreiber nur dann sein Signal zum Spielerwechsel geben würde, wenn der einwechselnde Ersatzspieler sich beim Anschreiber gemeldet und auf der Auswechselbank Platz genommen hat.
Situation 2. Mannschaft A führt einen Spielerwechsel aus. Die Spieler A10 und A11, die auf der Auswechselbank saßen, sind vom Schiedsrichter bereits herein gewunken worden und befinden sich auf dem Spielfeld. In diesem Moment kommen noch vier weitere Ersatzspieler von ihrer jeweiligen Mannschaftsbank zum Anschreibertisch, zwei aus jeder Mannschaft, und beantragen sofortigen Spielerwechsel.
Regelung. Da die Wechselmöglichkeit noch nicht geendet hat, soll der Anschreiber kooperationsbereit sein und den Schiedsrichtern sofort durch sein nochmaliges Signal anzeigen, dass ein Spielerwechsel beantragt ist.
Es ginge über die Absicht dieser Regel hinaus, wenn der Anschreiber nur dann sein Signal zum Spielerwechsel geben würde, wenn der einwechselnde Ersatzspieler auf der Auswechselbank Platz genommen hat.
Situation 3. Während eines Spielerwechsels der Mannschaft A besteht der Schiedsrichter darauf, dass
- sowohl die eintretenden Ersatzspieler als auch die auswechselnden Spieler das Spielfeld an der Mitte unmittelbar vor dem Anschreibertisch betreten bzw. verlassen.
- die auswechselnden Spieler das Spielfeld zu dem Zeitpunkt verlassen, an dem die einwechselnden Ersatzspieler das Spielfeld betreten.
Regelung.
- Die einwechselnden Ersatzspieler müssen außerhalb des Spielfelds in der Nähe des Anschreibertischs bleiben, bis sie vom Schiedsrichter mit dem entsprechenden Handzeichen zum Betreten des Spielfelds aufgefordert werden.
- Die auswechselnden Spieler müssen sich weder beim Anschreiber noch beim Schiedsrichter abmelden und dürfen das Spielfeld an beliebiger Stelle verlassen.
Der Schiedsrichter muss dabei nicht unmittelbar vor dem Anschreibertisch stehen. Er kann sein Handzeichen zum Spielerwechsel von seiner momentanen Position auf dem Spielfeld geben, nachdem er Blickkontakt mit dem Anschreibertisch und dem Einwechselspieler aufgenommen hat.
Nach dem Handzeichen des Schiedsrichters müssen die Einwechselspieler das Spielfeld in der Nähe (dort, wo sie ihren Spielerwechsel beantragt hatten) des Anschreibertischs betreten. Die auswechselnden Spieler dürfen jedoch das Spielfeld an beliebiger Stelle verlassen.
Anmerkung.
- Vergewissere dich, dass die Anzahl der einwechselnden mit der Anzahl der auswechselnden Spieler übereinstimmt.
- Sorge für raschen Ablauf eines Spielerwechsels und schnelle Fortsetzung des Spiels.
Situation 4. Die Möglichkeit zu einem Spielerwechsel (oder einer Auszeit) hat gerade geendet, als Trainer A zum Anschreibertisch eilt und laut einen Spielerwechsel (oder eine Auszeit) beantragt. Der Anschreiber reagiert und lässt irrtümlich sein Signal ertönen, worauf der Schiedsrichter pfeift und das Spiel unterbricht.
Regelung. Durch den Pfiff des Schiedsrichters ist der Ball tot, und die Spieluhr bleibt gestoppt. Hieraus folgt, dass grundsätzlich eine Wechsel- oder Auszeitmöglichkeit begonnen hat. Da der Antrag aber zu spät kam, wird der Spielerwechsel (oder die Auszeit) nicht zugelassen. Das Spiel ist unverzüglich fortzusetzen.
- Art. 38 Acht-Sekunden
Situation. Gegen Ende der Acht-Sekunden-Periode passt A4 den Ball aus seinem Rückfeld ins Vorfeld. Bevor die acht Sekunden abgelaufen sind, berührt der Ball den Gegenspieler B4 im Vorfeld und kehrt zu einem Spieler der Mannschaft A ins Rückfeld zurück. Hat Mannschaft A ein Anrecht auf eine neue Acht-Sekunden-Periode?
Regelung. Ja. Der Ball gilt als ins Vorfeld gegangen, sobald er den Boden, einen Spieler oder einen Schiedsrichter im Vorfeld berührt.
- Art. 40 Spielen des Balls ins Rückfeld
Situation 1. Mannschaft A erhält den Ball zum Einwurf von der Seitenlinie in ihrem Vorfeld in unmittelbarer Nähe der Mittellinie zugesprochen. Sobald A4 der Ball zur Verfügung steht, macht er einen normalen seitlichen Schritt, so dass er jetzt mit beiden Füßen in seinem Rückfeld steht. Er wirft den Ball zu A5, der sich ebenfalls im Rückfeld befindet.
Regelung. Regelübertretung. Obwohl der seitliche Schritt von A4 legal ist, ist durch die ursprüngliche Einwurfstelle festgelegt, wohin der Einwerfer den Ball zu einem Mitspieler werfen darf.
Situation 2. Unsportliches Foul von B4 an A4. Nach den Freiwürfen hat A5 den Ball in seinen Händen für den Einwurf von der Mittellinie. Er macht einen normalen seitlichen Schritt, so dass er jetzt mit beiden Füßen in seinem Vorfeld steht. Er wirft den Ball zu seinem Mitspieler A6, der im Rückfeld steht.
Regelung. Legale Aktion. Der seitliche Schritt von A5 ist legal. Die ursprüngliche Einwurfstelle legt fest, wohin der Einwerfer den Ball zu einem Mitspieler werfen darf.
- Art. 41 Goal tending und Stören des Balls
Situation 1. A4 passt den Ball über den Korb zu A5 zu einem "Alley-oop". In der Zwischenzeit bringt B4 den Ring oder das Spielbrett zum Schwingen. Deshalb misslingt A5 der Korbwurf (Dunking), nachdem er den Ball gefangen hat. Handelt es sich um eine Regelübertretung "Stören des Balls"?
Regelung. Ja. Nach den Regeln handelt es sich bei einem Dunking um eine Korbwurfaktion. Sofern der Ball nach Beurteilung des Schiedsrichters wegen der Schwingung nicht in den Korb geht, ist auf Regelübertretung durch B4 zu entscheiden, und A5 werden zwei Punkte zuerkannt.
Situation 2. A4 unternimmt gegen Spielende einen Drei-Punkte-Feldkorbversuch. Während sich der Ball in der Luft befindet, ertönt das Schlusssignal. Nach dem Signal bringt B4 den Ring oder das Spielbrett zum Schwingen, und der Ball geht nach Beurteilung des Schiedsrichters deshalb nicht in den Korb.
Regelung. Regelübertretung "Stören des Balls", A4 werden drei Punkte zuerkannt.
- Art. 56 Sonderfälle
Situation 1. Während Mannschaft A einen belebten Ball kontrolliert, begeht A4 ein Angreiferfoul an B4, unmittelbar danach begeht B5 ein persönliches Foul an A5. Dies ist das fünfte Mannschaftsfoul von B in dieser Spielperiode.
Regelung.
- A4 foult B4, Foul durch Mannschaft in Ballkontrolle.
Strafe: Mannschaft B steht der Ball zum Einwurf zu.
- B5 foult A5, Foul durch Mannschaft in Ballkontrolle.
Strafe: Obwohl es sich um das fünfte Mannschaftsfoul von B handelt, steht Mannschaft A nur der Ball zum Einwurf zu.
Die beiden gleichen Strafen gegen beide Mannschaften heben sich auf. Das Spiel wird mit einem Einwurf für Mannschaft A fortgesetzt, da diese Mannschaft Ballkontrolle hatte, als das erste Foul gepfiffen wurde.
Situation 2. B4 begeht ein unsportliches Foul an Werfer A4, und der Ball geht in den Korb. Anschließend begeht A5 ein technisches Foul.
Regelung.
A4 werden zwei bzw. drei Punkte zuerkannt, außerdem wird
- ein unsportliches Foul gegen B4 verhängt.
Strafe: Ein Freiwurf und Ballbesitz an der Mittellinie für Mannschaft A.
- ein technisches Foul gegen A5 verhängt.
Strafe: Ein Freiwurf und Ballbesitz an der Mittellinie für Mannschaft B.
Die beiden gleichen Strafen gegen beide Mannschaften heben sich auf. Das Spiel wird mit einem Einwurf von der Endlinie für Mannschaft B fortgesetzt.
Situation 3. A4 versucht einen Sprungwurf. Während sich der Ball in der Luft befindet, ertönt das Signal des 24-Sekunden-Zeitnehmers. Nach dem Signal, während sich A4 noch immer in der Luft befindet, begeht B4 ein unsportliches Foul an A4.
Regelung.
Das unsportliche Foul von B4 kann nicht ignoriert werden.
- Der Ball geht in den Korb:
Zwei bzw. drei Punkte werden A4 zuerkannt, da sich keine 24-Sekunden-Regelübertretung ereignet hat. Strafe: Ein zusätzlicher Freiwurf für A4 und Einwurf von der Mittellinie für Mannschaft A.
- Der Ball geht nicht in den Korb:
- Zuerst hat sich eine 24-Sekunden-Regelübertretung ereignet. Deshalb kann A4 nicht mehr als in der Korbwurfaktion befindlich angesehen werden.
Strafe: Ballbesitz für Mannschaft B.
- Danach begeht B4 ein unsportliches Foul.
Strafe: Zwei Freiwürfe für A4 und Ballbesitz für Mannschaft A.
Der Einwurf als Strafe für die 24-Sekunden Regelübertretung entfällt, da eine weitere Strafe auszuführen ist. Das Spiel wird mit zwei Freiwürfen für A4 fortgesetzt, gefolgt von einem Einwurf von der Mittellinie für Mannschaft A.
- Schiedsrichter-Technik
Situation 1. Manchmal gibt es Situationen, in denen nach einem Korberfolg oder Zuspiel der Ball weit ins Aus rollt und niemand da ist, ihn zu holen.
Regelung. Die Schiedsrichter sind nachdrücklich dazu aufgefordert, in all diesen Situationen eine aktive Rolle zu spielen. Einige Meter zu laufen und den Ball zurück zu holen wird ihre Autorität keineswegs untergraben.
Situation 2. Mannschaft A hat einen Korb erzielt, der Ball liegt auf dem Boden und alle Spieler der Mannschaft B schauen aus verschiedenen Gründen weg und versuchen, den Einwurf zu verzögern.
Regelung. Der nähere Schiedsrichter soll möglichst schnell den Ball aufnehmen. Sofern sich noch immer kein Spieler hinter die Endlinie begeben hat, soll er den Ball auf den Boden legen und mit dem Zählen der fünf Sekunden beginnen.
Anmerkung.
Deine Hauptaufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass das Spiel so schnell wie möglich weiter geht.
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