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Anweisungen
zu Regelinterpretation und Schiedsrichter-Technik 1999/2000
Keine
neuen Regeln für die Saison 1999/2000, aber dennoch
wichtige Schwerpunkte waren auf Anweisung der FIBA und
des DBB den Schiedsrichtern kurz vor Saisonbeginn zu
vermitteln. Grundgedanke ist dabei, "unnötige"
und damit für die Zuschauer unattraktive Spielunterbrechungen
zu vermeiden. Aus dem - gleichsam von Außen mit
dem Regelbuch in der Hand eingreifenden - Schieds"richter"
soll nun ein Partner der Mannschaften werden mit der
besonderen Aufgabe, durch seine Entscheidungen den
Spielfluss und die Spielkontrolle auf der Grundlage
der Regeln ausgewogen zu dirigieren.
Ein hoher Anspruch, der eindeutig auf einen noch höheren
Unterhaltungswert des Basketballspiels zielt, aber was
bedeutet dies nun konkret? Antwort:
Die
Schiedsrichter müssen nach wie vor alle Regelübertretungen
wie Schrittfehler, Doppeldribbel, 3-Sekunden etc. und
alle illegalen Kontakte sofort erkennen und den Verursacher
nach dem Wortlaut der Regeln identifizieren. Aber, sie
sollen dies
nur pfeifen, wenn die Regelverletzung einer Mannschaft
in dieser
Spielsituation
einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringt oder
zu übermäßiger Härte im Spiel führen
kann. Es geht
also nicht um den Vorteil, nach
einer Schrittfehler- oder Foul-Entscheidung Ballbesitz
zu erhalten, sondern um den Vorteil/Nachteil in der
aktuellen Situation: ein Foulpfiff, dessen einziger
Einfluss auf das Spiel darin besteht, dass es unterbrochen
und dem Spieler ein Foul angeschrieben wird, widerspricht
dieser neuen Interpretation und soll daher unterbleiben.
Erste
Erfahrungen noch vor dem Start der Runde haben gezeigt,
dass sich die Mannschaften schnell auf diese Vorgaben
an die Schiedsrichter einstellen und den gesteigerten
Spielfluss zu schätzen wissen. Es sollte aber jeder
Basketballfreund auf dem neusten Stand der gewünschten
Entwicklung sein; daher dieser Artikel und daher die
Bitte an alle, diese Informationen in der Basketballgemeinde
weiter zu verbreiten.
Bei
der Schiedsrichter-Technik sind folgende, bisher wenig
beachtete Schwerpunkte zu berücksichtigen: Um eine
jederzeit günstige Position zur Entscheidung zu
ermöglichen, wurden die früheren Vorgaben
für die Laufwege der Schiedsrichter nach folgendem
Motto freigegeben: Gehe dahin, wo Du sein musst,
um das sehen zu können, was Du sehen musst! Vermeide
"long-distance calls"! Insbesondere der
sogenannte Folgende Schiedsrichter wird also bei Bedarf
von seinem angestammten Bereich links hinter dem Angriff
nun bis zur Gegenseite - rechts hinter dem Angriff -
wechseln, falls dort zum Beispiel der Angreifer mit
Ball eng bewacht oder gar gedoppelt wird. Damit wird
er bei einem Turnover gelegentlich auch im Wege stehen,
aber das Prinzip der Spielnähe hat (wie auch bei
anderen Sportarten) höhere Priorität. Eine
"Grenzlinie", wie sie die bisherige gedachte
Korb-Korb Linie darstellte, gibt es nicht mehr.
Neue
Regeln gibt's dann - wie immer - nach der nächsten
Olympiade 2000 in Sydney. Nach derzeitigem Stand geht
es vor allem um einige Zeitregeln (24-Sekunden statt
30; 8-Sek statt 10, 4 x 10 Minuten Spielzeit).
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