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Regeln | Ausarbeitungen | Vorteil- / Nachteil-Prinzip

 

 

Autor: Axel Beckmann 1998

 

 

 

Das Vorteil- / Nachteil-Prinzip

 

Keine neuen Regeln für die Saison 1999/2000, aber dennoch, die FIBA hat in den jetzt gültigen Regeln den Artikel 45 bezüglich der Kontakte neu definiert und damit der allgemeinen Entwicklung Basketball Rechnung getragen. Auf allen Fortbildungslehrgängen in Rheinland-Pfalz wurden die dort genannten Prinzipien bereits seit 2 Jahren an die SchiedsrichterInnen herangetragen. An dieser Stelle soll noch einmal zur Verdeutlichung die konkrete Anwendung und Umsetzung der im Fachjargon auch als "Tower-Philosophie" bekannten Regel dargestellt werden.

Wortlaut Art. 45 Kontakt:

"Basketball ist theoretisch ein Spiel ohne Körperkontakt. Trotzdem ist es verständlich, daß persönlicher Kontakt nicht ganz vermieden werden kann, wenn sich 10 Spieler mit großer Geschwindigkeit in einem begrenzten Raum bewegen. Bei der Beurteilung, ob solche Kontakte bestraft werden oder nicht, müssen die Schiedsrichter jederzeit die folgenden wesentlichen Grundsätze beachten und abwägen:

    Aufrechterhaltung von Geist und Sinn der Regeln sowie die Integrität des Spiels.

    Gleichmäßigkeit in der Anwendung des "Vorteil/Nachteil" Prinzips. Die Schiedsrichter sollten dabei den Spielfluß nicht unnötig unterbrechen, indem sie einen zufälligen persönlichen Kontakt bestrafen, der weder dem dafür verantwortlichen Spieler einen Vorteil bringt noch seinen Gegenspieler benachteiligt.

Anmerkungen:

1. Gleichmäßigkeit in der Anwendung von gesundem Menschenverstand in jedem Spiel unter Berücksichtigung von Fähigkeiten, Einstellung und Verhalten der Spieler während des Spiels.

2. Gleichgewicht zwischen Spielkontrolle und Spielfluß. Gefühl entwickeln für das, was die Spielbeteiligten zu unternehmen versuchen und das pfeifen, was für das Spiel richtig ist."

Artikel 45 der Regel erlaubt nicht nur den Schiedsrichtern, offensichtliche Kontakte zu "übersehen", wenn sie keinen Einfluß auf das Spiel haben, sondern befiehlt ihnen, hier den sogenannten "No-call" zu praktizieren. Dies ist sowohl für die deutschen Schiedsrichter, als auch für so manchen Trainer und Spieler eine geradezu revolutionäre Änderung. Gerade in unseren Breitengraden herrscht die Meinung vor, daß der Referee jeden Kontakt mit einem Foul ahnden muß, da es ja immerhin ein Ziel des Spiels sei, den womöglich besten gegen Spieler herauszufoulen. Hierbei wurde geflissentlich übersehen, daß dies lediglich ein Teil der individuellen, mannschaftsspezifischen Taktik war, aber in den Regeln so nie vorgesehen war. Dort war ausschließlich das Erzielen von Körben als Ziel des Spiels genannt.

Alle Beteiligten müssen zwei Anglizismen neu in ihren Wortschatz aufnehmen: "No-call" und "Late-Call". Beide Begriffe werden im folgenden an konkreten Spielsituationen erklärt und dargestellt.

  1. Kontakte am / durch den Werfer
    Kontakte vor der Wurfaktion
    Bei der Beurteilung von Kontakten an einem dribbelnden Spieler, der sich auf dem Weg in Richtung Korb befindet, muß beachtet werden, ob dem Angreifer dadurch die Chance genommen wird, seine eingeschlagene Richtung fortzusetzen und entsprechend eine Korbwurfaktion zu starten. Ist dies nicht der Fall, ist dies eine No-call-Situation, der Schiedsrichter hat nicht zu pfeifen. Wird ein Foul gepfiffen, ist die Strafe hierfür Einwurf an der Seitenlinie. Freiwürfe können hier nur gegeben werden, wenn die Anzahl der zulässigen Mannschaftsfouls überschritten ist.
    Wenn nicht sofort zu entscheiden ist, ob der Kontakt Einfluß auf die danach zu erwartende Wurfaktion hat, wartet der gute Schiedsrichter die darauffolgende Situation ab. Erzielt der Werfer einen regulären Korb, so zählt dieser und der Kontakt wird nicht beachtet. Mißlingt der Wurf, weil der Werfer durch den Kontakt aus dem Gleichgewicht gekommen ist, kann der Schiedsrichter ein Foul gegen den Verursacher nachträglich pfeifen, allerdings gibt es keine Freiwürfe (außer bei überschrittener Anzahl der Mannschaftsfouls). Dies nennt man den "Late-call", eine Entscheidung, die sehr viel Mut und Selbstbewußtsein des Referees verlangt, da sie im Basketball bisher unüblich gewesen ist.
    Kontakte, die der einen Wurf vorbereitende Angreifer verursacht, werden nur dann als Foul gepfiffen, wenn dieser dadurch den Verteidiger daran hindert, weiterhin eine Verteidigungsstellung einzunehmen. Bloßes kurzzeitiges Berühren mit der Hand oder dem Unterarm, sowie leichter Kontakt mit der Schulter dürfen nicht automatisch zu einem Foulpfiff führen. Die sogenannten cleveren Verteidiger neigen zu übertriebenen Aktionen, indem sie sich spektakulär fallen lassen und den Referee zu einem Pfiff provozieren.

    Kontakte während der Wurfaktion
    Für Kontakte an einem Spieler, der sich in der Korbwurfaktion befindet, gilt prinzipiell das im vorherigen Abschnitt genannte. Leichte Berührungen am Körper können als zufällig angesehen und müssen nicht gepfiffen werden. Das gleiche gilt für Kontakte an der Hand, in der sich der Ball befindet. Aber Vorsicht: zur Hand gehören nicht das Handgelenk oder der Arm. Kontakte an diesen Körperteilen müssen, solange sich der Ball noch in der Hand befindet, immer als Fouls geahndet werden! Die Referees sind weiterhin aufgefordert, genauer hinzuschauen, wenn der Verteidiger mit erhobenen Armen steht und der Werfer eng an diesem hochspringt und es zum Kontakt der Arme und Hände kommt. Geschickte Angreifer springen so in die Arme des Verteidigers hinein, daß dieser sich zum einen bewegt und zum anderen die Schiedsrichter den Kontakt an Armen und Händen als Foul des Verteidigers bewerten. Eine krasse Fehlentscheidung, die eine unsportliche Handlung des Angreifers sogar noch belohnt. Merke: ein Verteidiger, der die Arme gerade über seinem Körper ausstreckt, handelt entsprechend der Regel und bei Kontakten mit der Hand oder dem Arm des Werfers ist dies als zum Spiel gehörende normale Aktion zu beurteilen Þ No-call.
    Dem
    werfenden Spieler ist es nicht gestattet, den Verteidiger mit seinem Arm oder dem nach vorne ausgestrecktem Bein aus der Position zu bringen. Dies muß immer ein Offensivfoul sein, also kein Korb und Einwurf an der Seitenlinie für die verteidigende Mannschaft! Das gleiche gilt für den eindeutigen Kontakt des Werfers auf der Vorderseite des stehenden oder gerade nach oben springenden Verteidigers. Eindeutig heißt: der Schiedsrichter darf nicht auf schauspielerische Glanzleistungen des Verteidigers hereinfallen!
    Sind beide Spieler in der Bewegung und es kommt zum Kontakt kann, nur dann auf Foul entschieden werden, wenn zweifelsfrei ein Verursacher zu Erkennen war und ein Vorteil für denselben daraus entsteht.
    Kontakte, die durch den erfolgreich Werfer an einem Verteidiger, der direkt unter dem Korb steht, verursacht werden, sind durch den Schiedsrichter mit einem No-call zu bewerten. Dieser Kontakt wird als nicht spielbeeinflussend angesehen, da der Verteidiger nicht die Verhinderung des Korbes an sich als Ziel hat, sondern die Provokation eines Offensivfouls und damit nicht im Sinne der Regel handelt. Ist der Korbwurf nicht erfolgreich und wird der Verteidiger durch den Kontakt daran gehindert, zum Rebound zu gehen, ist dies ein nicht erwünschter Vorteil des Angreifers und würde durch einen entsprechenden Late-call geahndet!

    Kontakte nach der Wurfaktion
    Das Ziel des Werfers und seines Verteidigers besteht normalerweise nach dem Wurf darin, eine optimale Position für den Rebound zu erlangen. Unter diesem Aspekt sind alle Aktionen, die passieren , nachdem der Ball die Hand verlassen hat, zu sehen. Eine leichte Berührung an der Hand oder dem Körpers des Angreifers durch den Verteidiger muß einen No-call zur Folge haben. Lediglich Kontakte, die eindeutig dafür verantwortlich sind, daß der Angreifer illegal daran gehindert wird, den Rebound zu erlangen, sind als Fouls zu beurteilen. Das gleiche gilt für Kontakte, verursacht durch den Angreifer.
    Die Schiedsrichter sollten sich davor hüten, auf Provokationen der Spieler hereinzufallen. Vielmehr sollten sie derartige Aktionen als unsportliches Verhalten bewerten und im Wiederholungsfalle ein technisches Foul verhängen.
     

  1. Kontakte bei Reboundsituationen

    Kontakte während der Ball noch in der Luft ist
    Hierbei ist vor allem durch den vorderen Schiedsrichter darauf zu achten, daß sich keiner der Spieler einen illegalen Vorteil verschafft, indem er sich beispielsweise unter seinen Gegenspieler begibt, der sich gerade in der Luft befindet und nach dem Ball springt. Sehr häufig muß man leider beobachten, daß die Referees derartige Situationen falsch beurteilen. Entweder verhängen sie ein Foul gegen den Spieler in der Luft, wenn er auf seinem Gegenspieler landet oder pfeifen überhaupt nicht.

    Kontakte, nachdem ein Spieler den Rebound gefangen hat
    In der überwiegenden Zahl der Zweikämpfe beim Rebound kommt es zu Kontakten, wenn ein Spieler den Ball in seinen Händen hält oder unter Kontrolle zu bringen versucht. Dies ist eine klassische Situation für die Anwendung des Vorteil-Nachteil-Prinzips. Sogenannte "Over-the-back-Kontakte" dürfen nur dann abgepfiffen werden, wenn der Rebounder hierdurch den Ball verliert oder so aus dem Gleichgewicht gerät, daß er den Ball nicht sofort weiterspielen kann oder dribbeln kann. Hierbei ist es wiederum den Schiedsrichtern gestattet, den weiteren Verlauf abzuwarten und eventuell erst einen Moment später zu pfeifen.
     

  2. Kontakte am / durch den Paßgeber

    Kontakte am Angreifer, der einen Paß spielt
    Die Situation kennt jeder: ein Angreifer wird eng gedeckt und paßt zu seinem Mitspieler. Sein Verteidiger berührt ihn dabei geräuschvoll am Arm, der Schiedsrichter pfeift ein Foul. Diese Handlungsweise entspricht nicht dem oben zitierten Artikel 45. Der Schiedsrichter hätte vielmehr abwarten müssen, ob der Ball den Mitspieler des Angreifers erreicht oder ob durch diesen Kontakt der Paß mißlingt und die Verteidigung in Ballbesitz kommt. In erstem Fall, wäre ein No-call angebracht gewesen, im zweiten Fall entweder ein direkter Foulpfiff oder ein Late-call.

    Kontakte durch einen Spieler, der einen Paß gegeben hat
    Wie wir bereits oben gesehen haben, gehört es nicht zum ursprünglichen Sinn des Basketballspiels, daß Spieler ihre Gegner zu Fouls provozieren. Daher müssen die Schiedsrichter wiederum sehr genau hinschauen, wenn ein Angreifer aus vollem Lauf einen Paß zu seinem Mitspieler spielt und es danach zu einem Kontakt mit dem stehenden Verteidiger kommt. Selbst wenn der Kontakt so schwer ist, daß der Verteidiger umfällt, darf nur dann ein Offensivfoul gepfiffen werden, wenn dem Angreifer nachzuweisen ist, daß er seinen Gegner bewußt aus der Bahn geräumt hat. Hat der Angreifer keine realistische Chance gehabt, den Kontakt zu vermeiden, kann nur der No-call die richtige Entscheidung sein.
    Achtung: diese Regelinterpretation gilt nur uneingeschränkt im Umfeld der Mittellinie. Innerhalb der Zone sind derartige Aktionen normalerweise mit Offensivfoul zu bewerten, da hier immer die Gefahr besteht, daß sich durch den am Boden liegenden Verteidiger eine erhebliche Verletzungsgefahr ergibt. Außerdem ist hier nur selten ein zufälliger Kontakt zu erwarten.
     

  3. Kontakte am oder durch den Dribbler / Ballbesitzer

    Handchecking / Bodycontact
    Grundsätzlich ist das Berühren des Dribblers mit der Hand auch weiterhin nicht erlaubt, allerdings kann ein einmaliges Berühren durchaus toleriert werden. Ein wiederholtes oder permanentes Handchecking ist jedoch nicht im Sinne der Regel und muß direkt mit einem Foul bestraft werden.
    Ein kurzer Körperkontakt mit der Hüfte, der Schulter oder der Brust muß immer unter dem Aspekt des Vorteils bzw. Nachteils gesehen werden. Verliert der Dribbler hierdurch den Ball, muß der Kontakt als Foul gepfiffen werden. Kann er weiterdribbeln, den Ball zu einem Mitspieler passen oder wird der Ball während des Kontaktes durch den Verteidiger ins Aus gelenkt (Ballbesitz Angreifer) kann kein Foul passiert sein.
    Das Festhalten am Trikot ist kein persönliches Foul und fällt daher nicht unter die Vorteil-/Nachteil-Regelung. Hier ist immer auf unsportliches Foul zu entscheiden!
    Dem Dribbler ist es nicht gestattet, den Unterarm oder die Hand länger oder mehrfach hintereinander an die Brust oder andere Körperteile des Verteidigers zu legen. Hier ist ebenfalls auf Foul zu entscheiden.

    Pressing gegen den Ballbesitzer
    Bei aggressiver Verteidigung gegen den Angreifer, der entweder sein Dribbling beendet hat oder auf andere Art in Ballbesitz gekommen ist, dürfen die Schiedsrichter nicht auf Foul entscheiden, nur weil 2 Verteidiger den Angreifer unter Druck setzen. Hier ist erneut zu beachten, daß alle Teile der Hand, die in Kontakt mit dem Ball sind, von den Verteidigern berührt werden dürfen. Auch hier muß auf vorgetäuschte Fouls geachtet werden! Nicht zulässig ist allerdings ein permanentes Schieben mit dem Körper Foul!
     

  4. Vorteil-/Nachteil-Prinzip und Stopp-the-clock-Fouls

    Die FIBA hat eine grundlegende Änderung der Handhabung der Stopp-the-clock-Fouls beschlossen, die den aktuellen Entwicklungen Rechnung trägt und von allen Schiedsrichtern gleich gehandhabt werden muß!
    Versucht eine Mannschaft gegen Ende des Spiels durch schnelle bewußt herbeigeführte Kontakte, Fouls zu provozieren, so haben die Schiedsrichter entsprechend zu reagieren und sofort durch Foulpfiffe zu unterbrechen. Dies muß konsequent gehandhabt werden, auch wenn im bisherigen Spielverlauf leichte Kontakte ignoriert wurden. Schließlich handelt es sich hierbei nicht mehr um zufällige Kontakte, sondern um eine taktische Maßnahme. Reagieren die Schiedsrichter nicht entsprechend dieser Anweisung, droht eine Eskalation des Spiels und es müssen unsportliche Fouls gepfiffen werden!
    Beachte: Provozierte Fouls zum Zeitpunkt eines toten Balles, sind immer als unsportlich anzusehen. Daher muß in diesem Fall entweder ein unsportliches Foul (bei grobem oder hartem Kontakt bzw. Festhalten am Trikot oder ein unsportlich technisches Foul gegeben werden (Schiedsrichterbeleidigung, Ball wegtreten, gegen die Bank treten)
     

  5. Zusammenfassung / Empfehlungen für Referees

    Die neue Regelinterpretation erlaubt den Schiedsrichter einen großen Ermessensspielraum und ermöglicht eine weitere Steigerung der Attraktivität unseres Sports. Zufällige Kontakte können jetzt endlich als das gesehen werden, was sie sind: harmlos und zum Spiel dazugehörend. Damit niemand, insbesondere Trainer, diese Ausführungen in den falschen Hals bekommt, sei nocheinmal verdeutlicht: das Vorteil-/Nachteil-Prinzip wird bei zufälligen Kontakten angewandt bzw. bei Aktionen, die zwar bewußt durchgeführt werden, aber den Angreifer nicht daran hindern, seine Korbwurfabsicht zu vollenden. Ein Trainer, der seine Mannschaft beispielsweise anweist, bei jedem Paßversuch des Gegners, diesem auf die Arme zu schlagen, hat das Prinzip nicht verstanden und wird sich nicht wundern dürfen, wenn die Referees trotzdem dauernd Foul gegen ihn pfeifen. Das Vorteil-/Nachteil-Prinzip kann nicht bei Mannschaften angewendet werden, die permanent durch übertriebenen Körpereinsatz versuchen, den Gegner nervös zu machen!
     

  6. Merksätze für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter:

    Habe Mut, um Kontakte im Zusammenhang mit der darauffolgenden Situation zu beurteilen.
    Habe Geduld und nimm lieber einen Late- oder No-call, anstatt das Spiel unnötig zu unterbrechen.
    Habe Selbstvertrauen und nimm einen falschen und überflüssigen Foulpfiff zurück.
    Beachte deine Zuständigkeitsbereiche und habe Vertrauen in Deine Partnerin oder Deinen Partner.
    Stell Dich auf das Spiel und die Mannschaften ein, nicht die Mannschaften auf Dich. Wenn die Spieler Deine lockere Gangart nicht umsetzen können und das Spiel auszuarten droht, pfeif kleinlicher.
    Behandle alle Spieler gleich. Was auf der einen Seite ein No-call ist, ist auch auf der anderen einer.
    Scheue Dich nicht, die neue Art des Pfeifens den Spielern zu erklären, sie werden einsichtig sein!

 

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 Letztes Update:
28. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann