Tchibo.de - Jede Woche eine neue Welt!

 

 

Startseitechristmas_next.gifRegelnchristmas_next.gifAusarbeitungenchristmas_next.gifPresse

Allgemeines

 Diskussionsforum

 Hilfe

 Gästebuch

 Impressum

 Leitartikel

 Links

 Mitglieder

 News

 Shop

 Thema des Monats

 Über "uns"

 

Organisationen

 Bundesligen

 DBB

 Regionalligen

 Landesverbände

 Euroleague

 FIBA

 International

 Luxemburg

 Österreich

 Rolli-Basketball

 Schweiz

 USA

 

Regeln | Ausarbeitungen | Presse

 

 

Hausarbeit von Axel Kempter (BV Rheinland-Pfalz) vorgelegt zur Erlangung der B-Lizenz 1998/99

 

 

 

Problematik einer Ganzfeld-Presse der verteidigenden Mannschaft hinsichtlich des Einwurfes, der Zeit-Regeln, der Fouls, des Rückfeldes und der Schiedsrichter-Technik

 

Die Ganzfeldpressverteidigung ist die aggressivste Form der Verteidigung im Basketball. Hierbei wird zwischen einer Zonenpresse und einer Mannpresse unterschieden, was beim Einwurf an der Grundbzw. Seitenlinie des Rückfeldes der angreifenden Mannschaft schon zu unterschiedlichen Taktiken führt. Bei der Zonenpresse wird der Einwurf an der Grund- und Seitenlinie zugelassen, so daß hier weder Problematiken in Hinsicht auf Fouls für die verteidigende Mannschaft, noch in Hinsicht auf die 5Sekunden-Regel (Art. 30.2.1.3.) beim Einwurf für die angreifende Mannschaft auftreten. Die Mannpressverteidigung stört die angreifende Mannschaft schon beim Einwurf, um bereits hier schon einen Fehler zu provozieren, wie zum Beispiel die 5-Sekunden-Regel (Art. 30.2.1.3.), einen Übertritt (Art.0.2.1.2.) oder einen Fehlpaß. Unterschieden werden muß, ob die Presse nach einem Korberfolg oder nach einer Regelübertretung eingesetzt wird, da die angreifende Mannschaft bei einem Einwurf nach einem Korberfolg sich entl

ang der ganzen Grundlinie bewegen und/oder den Ball auch außerhalb des Feldes auf die andere Seite passen darf, um ihn dort einzuwerfen. Dies erschwert zusätzlich die Paßverteidigung. Bei einem Einwurf auf Grund einer Regelübertretung darf der Einwerfer sich nur einen Schritt seitlich von der vom Schiedsrichter besagten Stelle entfernen (Art. 30.1.2.3.). Beim Einwurf muß darauf geachtet werden, ob der hindernisfreie Raum größer oder kleiner als zwei Meter ist, da nämlich bei letzerem keine Spieler beider Mannschaften sich dem Einwerfer auf eine kleinere Distanz als einem Meter nähern dürfen (Art. 30.4.2.). Findet der Einwurf im Vorfeld an der Grundlinie bzw. der Linie des vorderen Schiedsrichters statt, ist dieser für die Überwachung des Einwurfes, des Postspiels und den Bereich des größten Verteidigungsdruckes zuständig. Seine Position
ist an der Endlinie nahe des Einwurfes. Der folgende Schiedsrichter beobachtet die Spieler, die am weitesten vom Geschehen entfernt sind und h

ilft zusätzlich noch bei der Überwachung der Aktion mit dem größten Verteidigungsdruck. Wird der Ball vom folgenden Schiedsrichter übergeben, so ist dieser für die ordentliche Ausführung des Einwurfes und den nächstmöglichen Paßempfänger zuständig. Der vordere Schiedsrichter ist wieder für das Postspiel zuständig, so wie für mögliches illegales Sperren und das ballentfernte Geschehen. Bei der Mannpresse tritt die Gefahr des Fouls direkt bei der Paßverteidigung auf, so daß hier verstärkt auf die Verteidigungsposition geachtet werden muß. Bei dem Versuch den Paß zu verhindern können Fouls von regelwidrigem Sperren (Art. 46.3.7.) über Halten (Art. 46.3.4.) bis zum Pushing (Art. 46.3.6.) auftreten. Wenn der Paß angekommen ist, ist es im allgemeinen das Ziel einer jeden Verteidigung den ballführenden Spieler an eine Seitenlinie zu drängen, um ihn dort zu doppeln. Der Verteidiger muß eine legale Verteidigungsposition einnehmen und darf sich nur seitwärts und rückwärts bewegen, um den Gegenspiele

r an die Seitenlinie zu drängen. Bewegt er sich vorwärts und es kommt zu einem Kontakt mit dem Angreifer, so ist es ein Verteidigerfoul und muß je nach Härte und Mannschaftsfouls bestraft werden. Es ist dem Verteidiger verboten, zu "halten, blockieren, stoßen, rempeln, Bein stellen von seiner normalen Verteidigungsposition innerhalb seines Zylinders abzuweichen, noch einen rohe Spielweise anzuwenden (Art. 46.2.). Dies hat zur Folge, daß der Verteidiger eine gute Technik braucht, um bei einem Körperkontakt kein Foul zu begehen.
Wird ein Angreifer an der Seitenlinie gedoppelt, ist es oft schwierig zu erkennen, ob der Verteidiger beim Versuch eines Steals einen Ballverlust durch Schlagen auf den Arm etc. verursacht, bzw. auch ohne Ballverlust ein Foul begangen wird. Gleichzeitig muß darauf geachtet werden, daß die
Verteidiger bei ihrer aggressiven Verteidigung den Gegenspieler mit ihrem Körper nicht wegschieben, so daß im schlechtesten Falle der Angreifer einen Schri

ttfehler gepfiffen bekommt. Wird ein Angreifer aber legal gedoppelt, so muß der Schiedsrichter Artikel 40 berücksichtigen, sofern der Angreifer nicht dribbelt, wirft, paßt oder den Ball rollt, der besagt, daß ein Spieler, der eng gedeckt wird den Ball maximal fünf Sekunden halten darf.
Wird der ballführende Spieler nahe der Mittellinie gedoppelt oder stark bedrängt, muß der folgende Schiedsrichter darauf achten, daß die Rückfeldregel (Art. 42.) nicht verletzt wird. Befindet sich der Angreifer mit Ball noch im Rückfeld, so besteht die 10-Sekunden-Regel (Art. 41.), die besagt, daß ein im Rückfeld unter Kontrolle gebrachter belebter Ball innerhalb von zehn Sekunden in das Vorfeld getragen werden muß (ArL 4 1. 1.).
Die zehn Sekunden werden vom folgenden Schiedsrichter gezählt und müssen nicht mit der Dreißig Sekunden-Uhr übereinstimmen. Die Problematik besteht hierin, daß jeder Schiedsrichter die zehn Sekunden in einer unterschiedlichen Geschwindigkeit zählt, so daß es zu Diskrepanzen mit der Dreißig-Sekunden-Uhr auftreten können. In diesem Fall zählt immer die Entscheidung des Schiedsrichters wie weit die zehn Sekunden schon verstrichen sind. Bei einem Foul werden sowohl die zehn als auch die dreißig Sekunden zurückgestellt. Sollte es zu einer Regelübertretung der Zehn-Sekunden-Regel kommen, so wird dies mit der Zeichenkombination Nr. 6 und Nr. 19 vom folgenden Schiedsrichter angezeigt. In Bezug auf die Rückfeld--Regel muß beachtet werden, ob der ballführende Spieler vor oder hinter der Mittellinie gedoppelt wird. Beim Doppeln vor der Mittellinie treten in bezug auf das Rückfeld keine Probleme auf, da der Angreifer jeden Spieler innerhalb des Spielfeldes anpassen darf. Soll der Angreifer aber kurz hinter der Mittellinie gestoppt werden, muß der zweite Verteidiger den Weg rechtzeitig blockiert haben und eine legale Verteidigungsposition eingenommen haben, um kein Foul bei einem Körperkontakt zu begehen (Art. 46.3. 1.). Versucht sich jetzt ein Spieler dem Doppeln zu entziehen und berührt der Ball oder der Spieler das Rückfeld bzw. die Mittellinie, so ist dies eine Regelübertretung und wird mit Einwurf für die gegnerische Mannschaft bestraft. Steht der Angreifer in Zwitterstellung, ein Bein im Vor- ein Bein im Rückfeld, so darf er weder im Rückfeld dribbeln noch den Ball in das Rückfeld spielen. Ein weiteres Problem für diesen Spieler, wenn er noch in Ballbesitz ist, wäre, daß er beim Stemschritt nur den hinteren Fuß nutzen kann und diesen auch ins Vorfeld ziehen darf Hebt er den vorderen oder setzt den hinteren wieder im Rückfeld ab, so ist auf Rückfeld zu entscheiden. Die Handzeichen hierfür sind Nr. 6 und Nr. 2 1. Befindet sich der Ball im Vorfeld und wird durch einen Verteidiger ins Rückfeld gelenkt, so kann jeder Spieler den Ball wieder berühren und auch wenn der Ballbesitz nicht wechselt, darf nicht auf Rückfeld entschieden werden (Art. 42.6.).

Eine Pressverteidigung bringt eine Umstellung der normalen Spielfeldbeobachtung mit sich und verlangt erhöhte Konzentration, sowie eine noch stärkere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Schiedsrichtern. Halten sich drei oder mehr Verteidiger im Rückfeld der angreifenden Mannschaft auf, soll der vordere Schiedsrichter an seiner Seitenlinie bleiben und nicht seine Position an der Grundlinie einnehmen, um den folgenden Schiedsrichter bei dessen Spielbeobachtung besser unterstützen zu können. Gelangt der Ball ins Vorfeld oder befinden sich weniger als drei Verteidiger im Rückfeld, so hat der vordere Schiedsrichter unmittelbar seine Position an der Grundlinie einzunehmen. Die Schiedsrichter müssen alles tun, um zu gewährleisten, daß jeder Ballverlust (Wechsel des Ballbesitzes) infolge pressender Verteidigung durch legales Abwehrspiel erfolgt ist. Regelwidriger Kontakt muß immer als Foul bestraft werden. Die Handzeichen hierfür sind eine Kombination des Zeichens Nr. 7 mit eines der Zeichen Nr. 37-41 (unterschiedliche Arten des Fouls).

 

Regeln

 Änderungen

 Ausarbeitungen

 Grundlagen

 Interpretationen

 Ordnungen

 Regelfragen

 Texte

 

Schiedsrichter

 Ausbildung

 Förderung

 Fortbildung

 Frauen

 Funktionäre

 Kritik

 Porträts

 Presse

 Psychologie

 Technik

 Tipps

 Vereine

 

 Letztes Update:
28. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann