Tchibo.de - Jede Woche eine neue Welt!

 

 

Startseitechristmas_next.gifRegelnchristmas_next.gifAusarbeitungenchristmas_next.gifKorbwurf

Allgemeines

 Diskussionsforum

 Hilfe

 Gästebuch

 Impressum

 Leitartikel

 Links

 Mitglieder

 News

 Shop

 Thema des Monats

 Über "uns"

 

Organisationen

 Bundesligen

 DBB

 Regionalligen

 Landesverbände

 Euroleague

 FIBA

 International

 Luxemburg

 Österreich

 Rolli-Basketball

 Schweiz

 USA

 

Regeln | Ausarbeitungen | Korbwurf

 

 

Autor: Sebastian Schmidt (Westdeutscher Basketball Verband)

 

 

 

Spieler in der Korbwurfaktion
Definition und Entscheidungshilfen für Referees

 

 Die Korbwurfaktion beginnt, wenn der Spieler mit Ball eine kontinuierliche Bewegung seines Arms oder seiner Arme zum Korb begonnen hat.

  • Die kontinuierliche Bewegung wird durch das "zur Ruhe kommen" des Balles in einer Hand bzw. beiden Händen des Werfers definiert. Ebenfalls muß eine Bewegung der Arme in Richtung Korb (normalerweise nach oben) begonnen worden sein.
  • Entscheidend ist also die Frage: "War der Ball im Moment des Kontaktes bereits in den Händen des Werfers zur Ruhe gekommen und hatte dieser seine Bewegung in Richtung Korb begonnen?" Nur wenn beide Frage bejaht werden können, befand sich der Spieler in einer Korbwurfaktion und bekommt Freiwürfe zugesprochen. Außerdem ist darauf zu achten, in welchem Augenblick der Verteidiger eine legale Verteidigungsstellung etabliert hat. Dies ist wichtig um evtl. auf  Offense-Foul entscheiden zu können.
  • Wird der Angreifer vom Verteidiger in der Korbwurfaktion gefoult, darf der Werfer die Korbwurfaktion auch nach dem Foulpfiff zu Ende führen, evtl. erzielte Punkte werden gewertet. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass der Spieler nach dem Pfiff ausschließlich die Bewegung zum Korb weiterführt, während der er gefoult wurde. Unterbricht er nach dem Pfiff seine kontinuierliche Bewegung zum Korb (z.B. durch eine Finte), so zählen evtl. erzielte Punkte nicht.
  • Die Korbwurfaktion endet, wenn der Werfer nach dem Wurf gelandet ist und mit beiden Füßen den Boden berührt. Hierbei muß der Spieler das Gleichgewicht wiedererlangt haben. Falls der Werfer bei der Ausführung seines Korbwurfes nicht in die Luft springt (Positionswurf), endet die Korbwurfaktion sobald der Ball die Hand / die Hände verlassen hat. Die Korbwurfaktion endet ebenfalls, wenn, wie in o.g. Fall eine "gefoulte" kontinuierliche Korbwurfaktion nach dem Pfiff unterbrochen wird.
  • Das Tippen eines Sprungballs in Richtung Korb gilt nicht als Korbwurfaktion.

Typische Bewegungsabläufe und die Auswirkung von Fouls auf die Spielfortsetzung:

    Ein Spieler A2 dribbelt auf den Korb zu. Als er den Ball in beide Hände nimmt und den Zweier-Kontakt beginnt, schlägt ihm B4 auf den Unterarm.

    Es wird auf Foul gegen B4 entschieden. Spieler A2 darf seine begonnene kontinuierliche Bewegung fortführen, evtl. erzielte Punkte zählen, ein zusätzlicher Freiwurf wird A2 zugesprochen. Ist der Wurfversuch erfolglos, so werden A2 2 Freiwürfe zuerkannt.

    Spieler A3 geht an der 3-Punkte-Linie zum Wurf hoch. Nachdem der Ball die Hand verlassen hat, aber bevor A3 wieder Bodenkontakt erlangt, rempelt ihn B1, so dass A3 zu Boden stürzt.

    Es wird ein unsportliches Foul gegen B1 verhängt. Da der Ball zum Zeitpunkt des Fouls bereits die Hand des Werfers verlassen hatte, die Korbwurfaktion jedoch noch nicht beendet war, zählt ein erfolgreicher 3-Punkt-Versuch, ein zusätzlicher Freiwurf wird A3 zugesprochen, Mannschaft A erhält den Ball an der Seitenlinie. Verfehlt der 3-Punkte-Versuch sein Ziel, so erhält Spieler A3 3 Freiwürfe, Mannschaft A erhält den Ball anschließend an der Seitenlinie.

    Center B5 erhält den Ball unmittelbar am Brett. Beim Versuch, zum Korb hochzugehen,  schlägt ihm A4 von oben auf den Arm. B5 verliert den Ball jedoch nicht, und geht nach dem Foulpfiff erneut zum erfolgreichen Wurf hoch.

    Der erzielte Korb zählt nicht. Durch das Foul wurde die kontinuierliche Bewegung, während der sich das Foul ereignete, unterbrochen. Die neue Bewegung in Richtung Korb wird nicht als Korbwurfaktion bewertet. Spieler A4 wird ein Foul angeschrieben, Spieler B5 erhält zwei Freiwürfe.

    Spieler B1 geht zum Korbleger. Bevor er seinen Zweier-Kontakt beginnt, nimmt A5 vor ihm eine legale Verteidigungsstellung ein. B1 führt seine Bewegung zum Korb weiter und prallt, nachdem der Ball seine Hand verlassen hat, auf den stehenden A5.

    Ein evtl. erzielter Korb durch B1 zählt. B1 ist für den Kontakt verantwortlich, ihm wird ein persönliches Foul angeschrieben. Da Mannschaft B im Moment des Kontaktes nicht mehr in Ballkontrolle war, wird das Spiel mit Einwurf für Mannschaft A fortgeführt, falls B die Mannschaftsfoulgrenze noch nicht überschritten hat, dann gäbe es zwei Freiwürfe für A5.

    Zwischen den Spielern A2 und B3 wird ein Sprungball ausgeführt. Als sich beide noch in der Luft befinden und unmittelbar nach einem Tip von A2 in Richtung Korb begeht B3 ein Foul.

    Da sich der Ball im Moment des Kontaktes in der Luft befand, zählt er im Falle eines Erfolges. Da sich A2 nicht in einer Korbwurfaktion befand, wird kein zusätzlicher Freiwurf gestattet. Das Spiel geht mit Einwurf für Team A bzw. 2 Freiwürfen für A2, falls Team B schon mehr als 7 Mannschaftsfouls hat, weiter.

    Beim Spielstand von 87 : 83 für Mannschaft A schießt B5 kurz vor Spielende von der Mittel-linie auf den gegnerischen Korb und wird nachdem er wieder gelandet ist, von A1 gefoult. Der Ball hatte die Hand unmittelbar vor dem Schußsignal verlassen.

    Der (erfolgreiche) Drei-Punkte-Wurf zählt, Spielstand 87 : 86. Das Foul von A1 wird jedoch nicht angeschrieben und evtl. mit Freiwürfen geahndet, da es sich nach dem Schlußsignal ereignete. Bei der Feststellung, welche Aktionen sich vor bzw. nach Spielende ereigneten, müssen sich die SR und ggf. die Kampfrichter ausführlich beraten, um strittige Situationen genau rekonstruieren zu können.

Autor: Sebastian Schmidt (TV Goch; Westdeutscher Basketball Verband); Hausaufgabe für den Oberliga-Lehrgang 1997

 

Regeln

 Änderungen

 Ausarbeitungen

 Grundlagen

 Interpretationen

 Ordnungen

 Regelfragen

 Texte

 

Schiedsrichter

 Ausbildung

 Förderung

 Fortbildung

 Frauen

 Funktionäre

 Kritik

 Porträts

 Presse

 Psychologie

 Technik

 Tipps

 Vereine

 

 Letztes Update:
28. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann