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ACHTUNG: DIESE VERSION IST
TEILWEISE NICHT MEHR GÜLTIG UND WURDE IM NOVEMBER
2000 ÜBERARBEITET
Im August wurden für
alle Bundesliga-Schiedsrichter, Kommissare und Bundesligavereine
Fortbildungslehrgänge bzw. Informationsveranstaltungen
in Rotenburg/Fulda durchgeführt. Schwerpunkt in
diesen Veranstaltungen war die Durchsprache und Diskussion
der neuen offiziellen Basketballregeln 2000. Wie
nicht anders zu erwarten war, sind zu einzelnen Artikeln
erste Interpretationen und Erklärungen erstellt
worden. Diese werden hier bekannt gegeben, um sie einer
breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Kurz vor Beginn
der Spielzeit 2000/01 muss gewährleistet sein,
dass wesentliche Aspekte des Regelwerkes eindeutig ausgelegt
werden.
Zu folgenden Artikeln
wurden Interpretationen erarbeitet:
Zu Art.: 18 Spielbeginn
- Regelübertretung
beim Sprungball zu Beginn einer Spielperiode oder
Verlängerung
Pfeift der Schiedsrichter eine Regelübertretung,
bevor der Ball legal getippt wurde (Beispiel: von
einem der beiden Springer wird der Ball bereits
im Aufsteigen getippt), so verwirkt diese Mannschaft
das Recht auf den Eröffnungssprungball für
diese Spielperiode oder Verlängerung. Die
gegnerische Mannschaft erhält den Ball zum
Einwurf an der Seitenlinie zugesprochen nächst
der Stelle, an der sich die Regelübertretung
ereignet hat. Wurde hierbei die Spieluhr vorzeitig
in Gang gesetzt, ist sie auf den Beginn der Spielperiode
(10:00) oder Verlängerung (5:00) zurück
zu stellen.
- Foul beim Sprungball
zu Beginn einer Spielperiode oder Verlängerung
Pfeift der Schiedsrichter ein Foul, bevor der Ball
legal getippt wurde, so verwirkt diese Mannschaft
das Recht auf den Eröffnungs-Sprungball für
diese Spielperiode oder Verlängerung. Das Foul
zählt zu den Mannschaftsfouls dieser Spielperiode.
(Anmerkung: Die FIBA stellt Überlegungen
an, ein derartiges Foul mit 2 Freiwürfen zu
bestrafen). Ereignet sich diese Aktion zu Beginn
einer Verlängerungsperiode, und diese Mannschaft
hat die Mannschaftsfoulgrenze bereits erreicht,
so lautet die Strafe auf zwei Freiwürfe, in
allen anderen Fällen auf Einwurf an der Seitenlinie
nächst der Stelle, an der sich das Foul ereignet
hat. Wurde hierbei die Spieluhr vorzeitig in
Gang gesetzt, ist sie auf den Beginn der Spielperiode
(10:00) oder Verlängerung (5:00) zurück
zu stellen.
Zu Art. 39: 24-Sekunden
Stellt der 24-Sekunden-Zeitnehmer irrtümlich seine
Anlage zu dem Zeitpunkt zurück, wenn der Ball die
Hand des Werfers verlässt oder gerade verlassen
hat, so gilt:
- geht der Ball
direkt in den Korb oder
- geht der Ball
mit Brett- oder Ringberührung in den Korb
- oder berührt
der Ball den Ring (geht nicht in den Korb) oder
- erlangt die gegnerische
Mannschaft Ballkontrolle
wird das fehlerhafte
Zurückstellen der 24-Sekunden-Uhr nicht beachtet
und das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt. Mit Erlangen
einer neuen Ballkontrolle auf dem Spielfeld nach Rebound
oder gegebenenfalls nach Korberfolg und Einwurf von
der Grundlinie - beginnt eine neue 24-Sekunden-Periode.
Berührt der Ball nicht den Ring und erlangt die
Mannschaft des Werfers erneut die Ballkontrolle, ist
das Spiel durch den Schiedsrichter zu unterbrechen.
Die Mannschaft des Werfers erhält den Ball zum
Einwurf an der Seitenlinie nächst der Stelle, von
der aus der Wurf erfolgt war. Die 24-Sekunden-Uhr wird
auf die Zeit eingestellt, die zum Zeitpunkt des irrtümlichen
Zurückstellens angezeigt war.
Zu Art. 39: 24-Sekunden-Zeitnehmer:
Ist eine ordnungsgemäße 24-Sekunden-Anlage
nicht vorhanden oder ausgefallen, muss die Mannschaft
in Ballkontrolle akustisch - so laut wie möglich
- darüber informiert werden, wie viel Zeit der
24-Sekunden Periode ihr noch zur Verfügung steht.
Dies geschieht dadurch, dass die abgelaufene Zeit
der 24-Sekunden-Periode durch den 24-Sekunden-Zeitnehmer,
beginnend mit 15 Sekunden, 20, 21 bis 24 Sekunden, laut
- für alle am Spiel Beteiligten gut hörbar
- gerufen wird. Das Ende der 24-Sekunden-Periode wird
durch das Rufen 24 definiert. Mit Beginn des Rufes 24
ertönt das Signal (z.B. eine Pfeife), das gleichzeitig
und in jedem Fall die Spieluhr stoppt.
Zu Art.: 25 Korberfolg
und seine Wertung
Hier: Status
des Drei-Punkte-Korbwurfversuches Der ehemalige
Kommentar unter Art.29.7
"Ein Korbwurfversuch
für drei Punkte ändert seinen Status und wird
zu einem Zwei-Punkte-Feldkorb, nachdem der Ball
- den Boden innerhalb
des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereiches
berührt
hat,
- einen Spieler
innerhalb des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereiches
berührt hat,
- den Ring berührt
hat und von irgendeinem Spieler legal
berührt
wird, bevor er in den Korb geht."
ist in den neuen
Regeln (Art. 25) weggelassen worden.
Nach Aussage der FIBA
gilt der obige Text auch für das Regelwerk 2000
(Quelle: Art. 25.2.1 und die in Vorbereitung befindliche
FIBA - Interpretation). Damit ist eindeutig: Wird
ein Korbwurfversuch aus dem Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich
von einem Spieler aus dem Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereich
legal berührt, wird der Status des Korbwurfversuchs
vom Drei-Punkte-Versuch in einen Zwei-Punkte-Versuch
geändert.
Zu Art. 19: Zustand
des Balles
Der Ball wird zum toten Ball, wenn u.a.
- das Signal der
Spieluhr für des Ende einer Spielperiode oder
Verlängerung ertönt
Situation: Ein
Korbwurfversuch erfolgt kurz vor Ende einer Spielperiode
und das Signal ertönt, während der Ball in
der Luft ist, nachdem er die Hand des Werfers verlassen
hat. Der Ball springt vom Ring wieder hoch und wird
dann von einem Verteidiger berührt. Die Schiedsrichter
erkennen auf 2 bzw. 3 Punkte. Regelung:
Es werden keine Punkte anerkannt unabhängig davon,
ob ein Angriffs- oder Verteidigungsspieler den Ball
berührt oder auch eine Foulsituation eintritt (Art.
19.2, toter Ball).
Zu Art. 41: Goal
tending
Situation: Bei
einem Korbwurf wird der Ball im Ansteigen legal vom
Verteidiger B4 berührt. Anschließend wird
der Ball im Fallen über Ringniveau von B5 berührt
und weggeschlagen. Der Schiedsrichter hält die
Aktion für legal und pfeift nicht. Ist diese Entscheidung
richtig? Regelung: Ein
Korbwurf endet erst, wenn der Ball keine Möglichkeit
mehr hat, direkt oder nach Ringberührung in den
Korb zu gehen bzw. wenn der Ball den Ring berührt
und danach von einem Spieler legal berührt wird
(Art. 41.1.3). In der obigen Situation ändert
die legale Berührung von B4 nichts daran, dass
es sich weiterhin um einen Korbwurf handelt. Bei
der Berührung von Verteidigungsspieler B5 handelt
es sich um Goal tending. Die Entscheidung des Schiedsrichters
ist falsch, die Punkte müssen zählen.
Zu Art. 55: Mannschaftsfouls:
Strafen
Hier: Schiedsrichter
- Handzeichen Ist einer Mannschaft der Ball
zum Einwurf oder Freiwurf zugesprochen und diese Mannschaft
begeht ein Foul, bevor dem Einwerfer, bzw. dem Freiwerfer
der Ball zur Verfügung steht und er somit im Sinne
der Regeln in Ballkontrolle ist, so wird dieses Foul
nach den neuen Regeln wie ein Foul einer Mannschaft
in Ballkontrolle bestraft (Art. 55.2.2). Um dies
allen am Spiel Beteiligten deutlich zu machen, hat der
Schiedsrichter für dieses Foul das Handzeichen
für "Foul durch Mannschaft in Ballkontrolle"
zu geben.
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