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Regeln | Ausarbeitungen | Ballkontrolle

 

 

Hausarbeit von Michael Marx (BV Rheinland-Pfalz) vorgelegt zur Erlangung der B-Lizenz 1998/99

 

 

 

Problematik der Begriffe "Spieler im Ballbesitz" und "Mannschaft im Ballbesitz" unter Berücksichtigung der Foul- und Zeitregeln

 

1. Vorbemerkung

2. Ballkontrolle
        2.1 Spieler in Ballkontrolle
        2.2 Mannschaft in Ballkontrolle

3. Problematik bei Foulregeln in Ballkontrolle
        3.1 Persönliches Foul
        3.2 Technisches, Unsportliches, Unsportlich-Technisches und Disqualifizierendes Foul
        3.3 Doppelfoul

4. Problematik bei Zeitregeln in Ballkontrolle
        4.1 Drei-Sekunden-Regel
        4.2 Nah bewachter Spieler
        4.3 Zehn-Sekunden-Regel
        4.4 Dreißig-Sekunden-Regel

5. Schlußbetrachtung

6. Literatur


1. Vorbemerkung

Thema dieser Hausarbeit ist die Problematik der Begriffe "Spieler im Ballbesitz" und "Mannschaft im Ballbesitz" unter Berücksichtigung der Foul- und Zeitregeln.

Zuerst möchte ich den Begriff "Ballbesitz" mit dem Begriff "Ballkontrolle" gleichsetzen, da in den offiziellen Basketballregeln für Männer und Frauen (beschlossen vom Internationalen Basketball-Verband (FIBA) am 25./26. Juli 1998) und der Basketball Regelinterpretation des DBB 96/97, worauf sich meine Hausarbeit stützt, immer nur von ,"Ballkontrolle" gesprochen wird. Wegen der besseren Vergleichbarkeit werde ich in meinen Ausführungen immer von"Ballkontrolle" und nicht von"Ballbesitz" sprechen.

Die im folgenden Text in Klammern angeführten Artikelnummern beziehen sich auf die betreffenden Artikel der "Offiziellen Basketball-Regeln für Männer und Frauen'.

2. Ballkontrolle (Art. 27)

Wie man an dem Begriff ~Ballkontrolle" ablesen kann, bezeichnet er die Kontrolle eines Spielers oder dessen Mannschaft über den Ball. Im Basketball differenziert man, wie oben erwähnt, zwischen zwei Arten der Ballkontrolle:

  • Ballkontrolle durch einen Spieler
  • Ballkontrolle durch eine Mannschaft

2.1 Ballkontrolle eines Spielers

Ein Spieler befindet sich in Ballkontrolle, wenn er den Ball auf dem Spielfeld dribbelt oder festhält. Ebenfalls erlangt der Spieler Ballkontrolle, sobald er von einem Schiedsrichter den Ball für einen Einwurf zur Verfügung gestellt bekommt.

2.2 Ballkontrolle einer Mannschaft

Eine Mannschaft befindet sich in Ballkontrolle, wenn ein Spieler dieser Mannschaft in Ballkontrolle ist (siehe 2. 1) oder wenn der Ball zwischen zwei Mitspielern gepaßt oder zugespielt wird. Die Ballkontrolle einer Mannschaft bleibt solange erhalten, bis die gegnerische Mannschaft in Ballkontrolle gelangt oder der Ball zum toten Ball wird oder nach einem Freiwurf oder Feldkorbwurf der Ball keinen Kontakt zu der Hand oder den Händen des Werfers mehr hat.

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte:

  • Wenn zwei Mitspieler sich den Ball zupassen und ein Gegenspieler den Ball so berührt, daß der Ball aber trotzdem bei einem Spieler der bisher ballkontrollierenden Mannschaft ankommt, bleibt die Ballkontrolle bei der passenden Mannschaft.
  • Wenn zwei Gegenspieler um den Ball kämpfen und er nicht mehr gespielt werden kann, bleibt die Mannschaft, die vorher Ballkontrolle hatte, weiterhin in Ballkontrolle bis auf Halteball entschieden wird.
  • Wenn ein Ball auf dem Boden liegt, springt oder rollt, bleibt die Mannschaft in Ballkontrolle, die vorher in Ballkontrolle war. Die Ballkontrolle endet erst, wenn der Ball zum toten Ball wird oder die gegnerische Mannschaft in Ballkontrolle gelangt.

3. Problematik bei Foulregeln in Ballkontrolle

Ein Spieler einer Mannschaft in Ballkontrolle kann genau wie ein verteidigender Spieler persönliche, technische, unsportliche und disqualifizierende Fouls begehen. Alle Fouls von einem Spieler einer Mannschaft in Ballkontrolle zählen - wie die anderen Fouls - zu den Mannschaftsfouls.

Generell ist bei allen Foulentscheidungen abzuwägen, ob die persönlichen Kontakte nur zufällig oder absichtlich entstanden sind. Es ist immer auf die Gleichmäßigkeit der Anwendung des "Vorteil/Nachteil-Prinzips" zu achten. Die Schiedsrichter sollten dabei den Spielfluß nicht unnötig unterbrechen, wenn der für den zufälligen persönlichen Kontakt verantwortliche Spieler keinen Vorteil und der Gegenspieler keinen Nachteil hat. Bei jedem Spiel sollte man die Fähigkeiten, Einstellungen und das Verhalten der Spieler während des Spiels berücksichtigen.

3.1.  Persönliches Foul (Art. 44 - 46)

Nach einem persönlichen Foul des Spielers einer Mannschaft in Ballkontrolle lautet die Strafe immer Einwurf für die gegnerische Mannschaft. Im Gegensatz zur Ahndung persönlicher Fouls ohne Ballkontrolle gibt es auch nach dem achten Mannschaftsfoul keine Freiwürfe, sondern immer nur Einwurf die gegnerische Mannschaft.

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte. Folgende Situationen sind normalerweise mit einem persönlichen Foul gegen den Angriffsspieler mit Ball zu pfeifen:

  • Wenn ein Angriffsspieler mit Ball seinen Verteidigungsspieler wegstößt, um mehr Raum zwischen sich und seinem Verteidigungsspieler zu gewinnen.
  • Der Angriffsspieler mit Ball verhindert durch Wegstoßen oder durch Ausstrecken seines Unterarms oder seiner Hand, daß der Verteidigungsspieler den Ball spielen kann.
  • Der Angriffsspieler mit Ball hakt sich bei seinem Verteidigungsspieler ein oder legt einen Arm oder Ellbogen um ihn und erlangt dadurch einen Vorteil.

Ebenfalls gibt es auch persönliche Fouls gegen einen Angriffsspieler ohne Ball. Hier einige Beispiele, die vom Schiedsrichter zu ahnden sind:

  • Ein Angriffsspieler ohne Ball stößt seinen Gegenspieler weg, um für ein Zuspiel frei zu sein.
  • Ein Verteidigungsspieler wird von einem Angriffsspieler ohne Ball durch Wegstoßen daran gehindert, den Ball spielen zu können.
  • Ein Angriffsspieler ohne Ball möchte mehr Raum zwischen sich und seinem Verteidigungsspieler gewinnen und stößt ihn einfach weg.
  • Ein Angriffsspieler sperrt illegal einen Gegenspieler, indem er sich beim Sperren bewegt oder außerhalb des Gesichtsfeldes einem stehenden Gegenspieler nicht den entsprechenden Raum läßt, um auszuweichen oder den Einfluß von Zeit und Raum eines Gegenspielers in Bewegung nicht beachtet.

Spezielle Situationen beim Korbwurf

  • Wenn der Ball die Hand des Werfers verlassen hat und es danach zu einem regelwidrigen Kontakt mit dem Gegenspieler kommt, für den der Werfer verantwortlich ist, müssen bei Korberfolg die Punkte zählen und die gegnerische Mannschaft erhält, nachdem das persönliche Foul eingetragen wurde, Einwurf von der Endlinie. Wenn dies bereits das achte Mannschaftsfoul war, lautet die Strafe zwei Freiwürfe für den gefoulten Spieler (da keine Ballkontrolle mehr vorhanden ist).
  • Wenn ein "Angriffsspieler" während einer Reboundsituation ein Persönliches Foul begeht, sind auch hier zwei Freiwürfe für den Gegenspieler zu gewähren, wenn der Ball die Hand des Werfers bereits verlassen hat. (Ein eventuell erzielter Korb muß zählen.)

3.2 Unsportliches Foul (Art. 48), Technisches Foul (Art. 51 - 53), Unsportlich
       Technisches Foul (Art. 51) und Disqualifizierendes Foul (Art. 49)

Im Gegensatz zu den Persönlichen Fouls sind die Unsportlichen, Technischen, Unsportlich-Technischen und Disqualifizierenden Fouls unabhängig von der Ballkontrolle zu ahnden.

3.3 Doppelfoul (Art. 47)

Wenn zwei Gegenspieler zu annähernd gleicher Zeit ein Foul begehen, bezeichnet man dies als Doppelfoul Bei einem Doppelfoul ist die Ballkontrolle für die Bestrafung von entscheidender Bedeutung. Wenn keine der beiden Mannschaften während des Doppelfouls Ballkontrolle hat, wird zwischen den beiden beteiligten Spielern ein Sprungball zum Fortführen des Spiels durchgeführt. Wenn aber eine Mannschaft sich während des Doppelfouls in Ballkontrolle befindet, erhält die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls in Ballkontrolle war, einen Einwurf Wenn während eines erfolgreichen Korbwurfes ein Doppelfoul begangen wird, muß der Korb zählen.

4. Problematik bei Zeitregeln in Ballkontrolle

Über die Zeitregeln, auf welche ich gleich genauer eingehen werde, ist generell zu sagen, daß sie alle nur in Ballkontrolle eines Spielers oder einer Mannschaft und wenn die Spieluhr läuft übertreten werden können. Folgende Zeitregeln sind bei Spieler oder Mannschaft in Ballkontrolle zu beachten:

  • Drei-Sekunden-Regel
  • Nah bewachter Spieler
  • Zehn-Sekunden-Regel
  • Dreißig-Sekunden-Regel.

4.1 Drei-Sekunden-Regel (Art. 39)

Die Drei-Sekunden-Regel verbietet einem Spieler, sich länger als drei aufeinanderfolgende Sekunden in der gegnerischen Begrenzten Zone, welche die Freiwurflinie und die zur Endlinie führenden trapezförmig laufenden Linien beinhalten (Endlinie gehört nicht zur Begrenzten Zone), aufzuhalten. Ein Gegenspieler erhält wieder erneut das Recht sich in der Begrenzten Zone aufzuhalten, wenn ein Korbwurf unternommen wird oder er sich mit beiden Füßen außerhalb der Begrenzten Zone aufgehalten hat oder der Ball zwischendurch zum toten Ball wird.

Hinweis: Seit der FIBA-Regeländerung 1998 gilt auch hier, daß die Drei-Sekunden-Regel erst in Kraft tritt, wenn zusätzlich zur Ballkontrolle eines Spielers oder dessen Mannschaft die Spieluhr läuft!

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte:

  • Wenn ein Korbwurf unternommen wird, und der Ball die Hand oder die Hände des Werfers verlassen hat, kann ein Schiedsrichter nie eine Drei-Sekunden-Regelübertretung pfeifen, da sich die Mannschaft und der Spieler nicht mehr in Ballkontrolle befinden.
  • Wenn ein Spieler versucht oder auf dem Weg ist die Begrenzte Zone zu verlassen, sollte von einem Pfiff abgesehen werden.
  • Wenn ein Spieler weniger als drei Sekunden in der Begrenzten Zone war und sich deutlich erkennbar auf dem direkten Weg zum Korb befindet und anzunehmen ist, daß in kürzester Zeit ein Korbwurf unternommen wird, sollte ein Schiedsrichter die Drei-Sekunden-Regelübertretung nicht mehr ahnden.
  • Desweiteren sollte ein Schiedsrichter immer abwägen, ob ein Spieler, indem er länger als die erlaubten drei Sekunden in der gegnerischen Zone verweilt, sich einen Vorteil verschafft. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man auch hier die Drei-Sekunden-Regelübertretung nicht pfeifen.
  • Wenn ein Spieler, der sich länger als drei Sekunden in der Zone des Gegners aufgehalten hat und ein Zuspiel erhält, ist die Regelübertretung sofort zu pfeifen.

Wichtig: Wie überall bei der Anwendung der Regelauslegung ist es entscheidend, daß bei beiden Mannschaften der gleiche Maßstab angewendet wird.

4.2  Nah bewachter Spieler (Art. 40)

Ein Spieler mit Ball muß innerhalb von fünf Sekunden den Ball dribbeln, abspielen oder auf den Korb werfen, wenn er von einem Gegenspieler nah gedeckt wird. Unter nah gedeckt" versteht man, wenn ein Gegenspieler sich nicht weiter als einen normalen Schritt entfernt vom Spieler mit Ball befindet.

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte:

  • Damit eine Regelübertretung gepfiffen werden kann, muß der Spieler den Ball halten.
  • Es wird mit dem Zählen der fünf Sekunden aufgehört, wenn sich der Gegenspieler vom Spieler mit Ball entfernt.

Wenn der Gegenspieler den ballhaltenden Spieler nicht nah deckt, darf keine Regelübertretung geahndet werden. (Hier kann der Spieler die dreißig Sekunden, die ihm zum Angriff zur Verfügung stehen, voll ausnutzen, es sei denn, er befindet sich noch in seinem Rückfeld, dann tritt die Zehn-Sekunden-Regel in Kraft.)

4.3 Zehn-Sekunden-Regel (Art. 41)

Wenn eine Mannschaft in die Kontrolle eines belebten Balles gelangt, hat sie zehn Sekunden Zeit, den Ball aus ihrem Rückfeld in ihr Vorfeld zu spielen. Sobald der Ball das Vorfeld oder einen Spieler berührt, der mit irgendeinem Teil seines Körpers das Vorfeld berührt, ist der Ball im Vorfeld. Hierbei ist zu beachten, daß nicht nur der Spielfeldbereich, welcher von der Endlinie hinter dem gegnerischen Korb, den Seitenlinien und der dem gegnerischen Korb näherliegenden Kante der Mittellinie begrenzt ist, sondern außerdem der gegnerische Korb mit den Innenseiten zum Vorfeld gehört.

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte:

Jedesmal wenn bei einem Versuch, den Ball aus dem Rückfeld ins Vorfeld zu spielen, ein Gegenspieler den Ball ins Aus schlägt und so zum toten Ball macht, erhält die Mannschaft im Rückfeld erneut zehn Sekunden Zeit, um den Ball ins Vorfeld zu spielen. Dies bedeutet, daß theoretisch im eigenen Rückfeld eine Dreißig-Sekunden-Regelübertretung möglich ist.

Der Schiedsrichter, der das Rückfeld beobachtet, ist verantwortlich für das Zählen der zehn Sekunden. Ab der fünften Sekunde muß der Schiedsrichter offen, für alle sichtbar, mit beiden Händen die Sekunden sechs bis zehn mitzählen. Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß der Schiedsrichter, da er ja das Spiel weiterhin beobachten muß, weder auf die Spielzeit noch auf die Dreißig-Sekunden-Uhr schauen kann. So kann es passieren, daß die Zehn-Sekunden-Regel vom Schiedsrichter nicht mit der Spieluhr oder der Dreißig-Sekunden-Uhr übereinstimmen muß, da er aus dem Gefühl heraus (inneres Zeitempfinden) die Sekunden mitzählt.

Wenn kurz vor Ablauf der zur Verfügung stehenden zehn Sekunden ein langer Paß ins Vorfeld gespielt wird und der Ball sich noch in der Luft befindet, die zehn Sekunden abgelaufen wären, wird die Zehn-Sekunden-Regel nicht beachtet (kein Pfiff des Schiedsrichters!).

4.4 Dreißig-Sekunden-Regel (Art. 18)

Eine Mannschaft hat für einen Angriff maximal 30 Sekunden zur Verfügung, sobald ein Spieler auf dem Spielfeld die Kontrolle über einen belebten Ball hat. In dieser Zeit muß die angreifende Mannschaft einen Korbwurfversuch unternehmen oder sie begeht eine Regelübertretung. Im Gegensatz zu allen anderen Zeitregeln wird die Dreißig-Sekunden Regel nicht vom Schiedsrichter kontrolliert, sondern es gibt am Anschreibetisch einen Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer. Dieser ist für die korrekte Anwendung und Kontrolle der Dreißig-Sekunden-Uhr verantwortlich.

Worauf ein Schiedsrichter achten sollte:

  • Sobald der Ball die Hand oder die Hände des Werfers bei einem Korbwurf verlassen hat, dürfte eigentlich das Signal der Dreißig-Sekunden-Uhr nicht ertönen, da sich keine Mannschaft mehr in Ballkontrolle befindet. Ertönt das Signal irrtümlich, muß ein erzielter Korb, wenn der Ball ohne Berührung eines Spielers - gleich welcher Mannschaft - in den Korb fällt, auf jeden Fall zählen. Wenn der Ball nicht in den Korb geht und keine Mannschaft zum Zeitpunkt des Signals Ballkontrolle hat, wird das Spiel auf jeden Fall mit einem Sprungball fortgesetzt.
  • Wenn eine Mannschaft Ballkontrolle hat und das Signal der Dreißig-Sekunden-Uhr irrtümlich ertönt, muß der Schiedsrichter immer pfeifen und das Spiel unterbrechen. Der Mannschaft, die sich in Ballkontrolle befand, wird eine neue Dreißig-Sekunden-Periode gewährt.
  • Wenn nach einem normalen Ausball von irgendeiner Mannschaft eine Auszeit genommen wird, bleiben der Mannschaft, die sich vor der Auszeit in Ballkontrolle befand, die verbleibenden Sekunden der begonnenen Dreißig-Sekunden-Periode.
  • Ebenfalls gibt es eine neue Dreißig-Sekunden-Periode, wenn das Spiel unterbrochen wird, weil ein Spieler der Gegenmannschaft verletzt ist.
  • Es gibt keine neue Dreißig-Sekunden-Periode, wenn die sich in Ballkontrolle befindende Mannschaft für eine Spielunterbrechung direkt oder indirekt verantwortlich ist.
  • Wenn ein Gegenspieler den Ball nach einem Paßversuch zwischen zwei Mitspielern ins Aus spielt, bleiben der angreifenden Mannschaft nur noch die restlichen Sekunden der angebrochenen Dreißig-Sekunden-Periode. (Keine neue Dreißig-Sekunden-Periode!)

5. Schlußbetrachtung

Ballkontrolle eines Spielers oder einer Mannschaft ist für viele Regelübertretungen Voraussetzung. Deshalb ist es für jeden Schiedsrichter wichtig, sich mit den die Ballkontrolle betreffenden Problemfeldern zu befassen und vertraut zu machen und sorgfältig auf die regelgerechte Auslegung zu achten.

Manche Schiedsrichter neigen noch dazu, sobald es zu einem Kontakt zwischen zwei Gegenspielern kommt, eher auf Verteidigerfoul zu entscheiden. Oft ist jedoch der angreifende Spieler für den Kontakt verantwortlich. Deshalb sollte jeder Schiedsrichter bei verschiedenen Situationen noch genauer hinschauen, bevor er voreilige Foulpfiffe nimmt. Nichts ist für einen verteidigenden Spieler frustrierender, als wenn er eine "saubere" Abwehraktion als Foulspiel abgepfiffen bekommt.

Denn gute und gewissenhafte Schiedsrichterleistungen haben einen großen Einfluß auf den Gesamtablauf eines Basketballspiels.

6. Literatur

Deutscher Basketball Bund e.V.: Offizielle Basketball-Regeln für Männer und Frauen.
        Hagen 1998

Deutscher Basketball Bund e.V.: Basketball Regelinterpretation. Auslegung der offiziellen FIBA-Regeln 1994. Hagen 7 1996 (Ergänzungen 1997)TRIER, 25. FEBRUAR 1999

 

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Letztes Update:
28. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann