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1. Vorbemerkung
2. Ballkontrolle
2.1
Spieler in Ballkontrolle 2.2
Mannschaft in Ballkontrolle
3. Problematik
bei Foulregeln in Ballkontrolle
3.1
Persönliches Foul 3.2
Technisches, Unsportliches, Unsportlich-Technisches
und Disqualifizierendes Foul 3.3
Doppelfoul
4. Problematik
bei Zeitregeln in Ballkontrolle
4.1
Drei-Sekunden-Regel 4.2
Nah bewachter Spieler 4.3
Zehn-Sekunden-Regel 4.4
Dreißig-Sekunden-Regel
5. Schlußbetrachtung
6. Literatur
1. Vorbemerkung
Thema dieser Hausarbeit
ist die Problematik der Begriffe "Spieler im Ballbesitz"
und "Mannschaft im Ballbesitz" unter Berücksichtigung
der Foul- und Zeitregeln.
Zuerst möchte
ich den Begriff "Ballbesitz" mit dem Begriff
"Ballkontrolle" gleichsetzen, da in den offiziellen
Basketballregeln für Männer und Frauen (beschlossen
vom Internationalen Basketball-Verband (FIBA) am 25./26.
Juli 1998) und der Basketball Regelinterpretation des
DBB 96/97, worauf sich meine Hausarbeit stützt,
immer nur von ,"Ballkontrolle" gesprochen
wird. Wegen der besseren Vergleichbarkeit werde ich
in meinen Ausführungen immer von"Ballkontrolle"
und nicht von"Ballbesitz" sprechen.
Die im folgenden Text
in Klammern angeführten Artikelnummern beziehen
sich auf die betreffenden Artikel der "Offiziellen
Basketball-Regeln für Männer und Frauen'.
2. Ballkontrolle
(Art. 27)
Wie man an dem Begriff
~Ballkontrolle" ablesen kann, bezeichnet er die
Kontrolle eines Spielers oder dessen Mannschaft über
den Ball. Im Basketball differenziert man, wie oben
erwähnt, zwischen zwei Arten der Ballkontrolle:
- Ballkontrolle
durch einen Spieler
- Ballkontrolle
durch eine Mannschaft
2.1 Ballkontrolle
eines Spielers
Ein Spieler befindet
sich in Ballkontrolle, wenn er den Ball auf dem Spielfeld
dribbelt oder festhält. Ebenfalls erlangt der Spieler
Ballkontrolle, sobald er von einem Schiedsrichter den
Ball für einen Einwurf zur Verfügung gestellt
bekommt.
2.2 Ballkontrolle
einer Mannschaft
Eine Mannschaft befindet
sich in Ballkontrolle, wenn ein Spieler dieser Mannschaft
in Ballkontrolle ist (siehe 2. 1) oder wenn der Ball
zwischen zwei Mitspielern gepaßt oder zugespielt
wird. Die Ballkontrolle einer Mannschaft bleibt solange
erhalten, bis die gegnerische Mannschaft in Ballkontrolle
gelangt oder der Ball zum toten Ball wird oder nach
einem Freiwurf oder Feldkorbwurf der Ball keinen Kontakt
zu der Hand oder den Händen des Werfers mehr hat.
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte:
- Wenn zwei Mitspieler
sich den Ball zupassen und ein Gegenspieler den
Ball so berührt, daß der Ball aber trotzdem
bei einem Spieler der bisher ballkontrollierenden
Mannschaft ankommt, bleibt die Ballkontrolle bei
der passenden Mannschaft.
- Wenn zwei Gegenspieler
um den Ball kämpfen und er nicht mehr gespielt
werden kann, bleibt die Mannschaft, die vorher Ballkontrolle
hatte, weiterhin in Ballkontrolle bis auf Halteball
entschieden wird.
- Wenn ein Ball
auf dem Boden liegt, springt oder rollt, bleibt
die Mannschaft in Ballkontrolle, die vorher in Ballkontrolle
war. Die Ballkontrolle endet erst, wenn der Ball
zum toten Ball wird oder die gegnerische Mannschaft
in Ballkontrolle gelangt.
3. Problematik
bei Foulregeln in Ballkontrolle
Ein Spieler einer Mannschaft
in Ballkontrolle kann genau wie ein verteidigender Spieler
persönliche, technische, unsportliche und disqualifizierende
Fouls begehen. Alle Fouls von einem Spieler einer Mannschaft
in Ballkontrolle zählen - wie die anderen Fouls
- zu den Mannschaftsfouls.
Generell ist bei allen
Foulentscheidungen abzuwägen, ob die persönlichen
Kontakte nur zufällig oder absichtlich entstanden
sind. Es ist immer auf die Gleichmäßigkeit
der Anwendung des "Vorteil/Nachteil-Prinzips"
zu achten. Die Schiedsrichter sollten dabei den Spielfluß
nicht unnötig unterbrechen, wenn der für den
zufälligen persönlichen Kontakt verantwortliche
Spieler keinen Vorteil und der Gegenspieler keinen Nachteil
hat. Bei jedem Spiel sollte man die Fähigkeiten,
Einstellungen und das Verhalten der Spieler während
des Spiels berücksichtigen.
3.1. Persönliches
Foul (Art. 44 - 46)
Nach einem persönlichen
Foul des Spielers einer Mannschaft in Ballkontrolle
lautet die Strafe immer Einwurf für die gegnerische
Mannschaft. Im Gegensatz zur Ahndung persönlicher
Fouls ohne Ballkontrolle gibt es auch nach dem achten
Mannschaftsfoul keine Freiwürfe, sondern immer
nur Einwurf die gegnerische Mannschaft.
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte. Folgende Situationen sind normalerweise
mit einem persönlichen Foul gegen den Angriffsspieler
mit Ball zu pfeifen:
- Wenn ein Angriffsspieler
mit Ball seinen Verteidigungsspieler wegstößt,
um mehr Raum zwischen sich und seinem Verteidigungsspieler
zu gewinnen.
- Der Angriffsspieler
mit Ball verhindert durch Wegstoßen oder durch
Ausstrecken seines Unterarms oder seiner Hand, daß
der Verteidigungsspieler den Ball spielen kann.
- Der Angriffsspieler
mit Ball hakt sich bei seinem Verteidigungsspieler
ein oder legt einen Arm oder Ellbogen um ihn und
erlangt dadurch einen Vorteil.
Ebenfalls gibt es auch
persönliche Fouls gegen einen Angriffsspieler ohne
Ball. Hier einige Beispiele, die vom Schiedsrichter
zu ahnden sind:
- Ein Angriffsspieler
ohne Ball stößt seinen Gegenspieler weg,
um für ein Zuspiel frei zu sein.
- Ein Verteidigungsspieler
wird von einem Angriffsspieler ohne Ball durch Wegstoßen
daran gehindert, den Ball spielen zu können.
- Ein Angriffsspieler
ohne Ball möchte mehr Raum zwischen sich und
seinem Verteidigungsspieler gewinnen und stößt
ihn einfach weg.
- Ein Angriffsspieler
sperrt illegal einen Gegenspieler, indem er sich
beim Sperren bewegt oder außerhalb des Gesichtsfeldes
einem stehenden Gegenspieler nicht den entsprechenden
Raum läßt, um auszuweichen oder den Einfluß
von Zeit und Raum eines Gegenspielers in Bewegung
nicht beachtet.
Spezielle Situationen
beim Korbwurf
- Wenn der Ball
die Hand des Werfers verlassen hat und es danach
zu einem regelwidrigen Kontakt mit dem Gegenspieler
kommt, für den der Werfer verantwortlich ist,
müssen bei Korberfolg die Punkte zählen
und die gegnerische Mannschaft erhält, nachdem
das persönliche Foul eingetragen wurde, Einwurf
von der Endlinie. Wenn dies bereits das achte Mannschaftsfoul
war, lautet die Strafe zwei Freiwürfe für
den gefoulten Spieler (da keine Ballkontrolle mehr
vorhanden ist).
- Wenn ein "Angriffsspieler"
während einer Reboundsituation ein Persönliches
Foul begeht, sind auch hier zwei Freiwürfe
für den Gegenspieler zu gewähren, wenn
der Ball die Hand des Werfers bereits verlassen
hat. (Ein eventuell erzielter Korb muß zählen.)
3.2 Unsportliches
Foul (Art. 48), Technisches Foul (Art. 51 - 53), Unsportlich
Technisches
Foul (Art. 51) und Disqualifizierendes Foul (Art. 49)
Im Gegensatz zu den
Persönlichen Fouls sind die Unsportlichen, Technischen,
Unsportlich-Technischen und Disqualifizierenden Fouls
unabhängig von der Ballkontrolle zu ahnden.
3.3 Doppelfoul (Art.
47)
Wenn zwei Gegenspieler
zu annähernd gleicher Zeit ein Foul begehen, bezeichnet
man dies als Doppelfoul Bei einem Doppelfoul ist die
Ballkontrolle für die Bestrafung von entscheidender
Bedeutung. Wenn keine der beiden Mannschaften während
des Doppelfouls Ballkontrolle hat, wird zwischen den
beiden beteiligten Spielern ein Sprungball zum Fortführen
des Spiels durchgeführt. Wenn aber eine Mannschaft
sich während des Doppelfouls in Ballkontrolle befindet,
erhält die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls
in Ballkontrolle war, einen Einwurf Wenn während
eines erfolgreichen Korbwurfes ein Doppelfoul begangen
wird, muß der Korb zählen.
4. Problematik
bei Zeitregeln in Ballkontrolle
Über die Zeitregeln,
auf welche ich gleich genauer eingehen werde, ist generell
zu sagen, daß sie alle nur in Ballkontrolle eines
Spielers oder einer Mannschaft und wenn die Spieluhr
läuft übertreten werden können. Folgende
Zeitregeln sind bei Spieler oder Mannschaft in Ballkontrolle
zu beachten:
- Drei-Sekunden-Regel
- Nah bewachter
Spieler
- Zehn-Sekunden-Regel
- Dreißig-Sekunden-Regel.
4.1 Drei-Sekunden-Regel
(Art. 39)
Die Drei-Sekunden-Regel
verbietet einem Spieler, sich länger als drei aufeinanderfolgende
Sekunden in der gegnerischen Begrenzten Zone, welche
die Freiwurflinie und die zur Endlinie führenden
trapezförmig laufenden Linien beinhalten (Endlinie
gehört nicht zur Begrenzten Zone), aufzuhalten.
Ein Gegenspieler erhält wieder erneut das Recht
sich in der Begrenzten Zone aufzuhalten, wenn ein Korbwurf
unternommen wird oder er sich mit beiden Füßen
außerhalb der Begrenzten Zone aufgehalten hat
oder der Ball zwischendurch zum toten Ball wird.
Hinweis: Seit der FIBA-Regeländerung
1998 gilt auch hier, daß die Drei-Sekunden-Regel
erst in Kraft tritt, wenn zusätzlich zur Ballkontrolle
eines Spielers oder dessen Mannschaft die Spieluhr läuft!
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte:
- Wenn ein Korbwurf
unternommen wird, und der Ball die Hand oder die
Hände des Werfers verlassen hat, kann ein Schiedsrichter
nie eine Drei-Sekunden-Regelübertretung pfeifen,
da sich die Mannschaft und der Spieler nicht mehr
in Ballkontrolle befinden.
- Wenn ein Spieler
versucht oder auf dem Weg ist die Begrenzte Zone
zu verlassen, sollte von einem Pfiff abgesehen werden.
- Wenn ein Spieler
weniger als drei Sekunden in der Begrenzten Zone
war und sich deutlich erkennbar auf dem direkten
Weg zum Korb befindet und anzunehmen ist, daß
in kürzester Zeit ein Korbwurf unternommen
wird, sollte ein Schiedsrichter die Drei-Sekunden-Regelübertretung
nicht mehr ahnden.
- Desweiteren sollte
ein Schiedsrichter immer abwägen, ob ein Spieler,
indem er länger als die erlaubten drei Sekunden
in der gegnerischen Zone verweilt, sich einen Vorteil
verschafft. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte
man auch hier die Drei-Sekunden-Regelübertretung
nicht pfeifen.
- Wenn ein Spieler,
der sich länger als drei Sekunden in der Zone
des Gegners aufgehalten hat und ein Zuspiel erhält,
ist die Regelübertretung sofort zu pfeifen.
Wichtig: Wie überall
bei der Anwendung der Regelauslegung ist es entscheidend,
daß bei beiden Mannschaften der gleiche Maßstab
angewendet wird.
4.2 Nah bewachter
Spieler (Art. 40)
Ein Spieler mit Ball
muß innerhalb von fünf Sekunden den Ball
dribbeln, abspielen oder auf den Korb werfen, wenn er
von einem Gegenspieler nah gedeckt wird. Unter nah gedeckt"
versteht man, wenn ein Gegenspieler sich nicht weiter
als einen normalen Schritt entfernt vom Spieler mit
Ball befindet.
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte:
- Damit eine Regelübertretung
gepfiffen werden kann, muß der Spieler den
Ball halten.
- Es wird mit dem
Zählen der fünf Sekunden aufgehört,
wenn sich der Gegenspieler vom Spieler mit Ball
entfernt.
Wenn der Gegenspieler
den ballhaltenden Spieler nicht nah deckt, darf keine
Regelübertretung geahndet werden. (Hier kann der
Spieler die dreißig Sekunden, die ihm zum Angriff
zur Verfügung stehen, voll ausnutzen, es sei denn,
er befindet sich noch in seinem Rückfeld, dann
tritt die Zehn-Sekunden-Regel in Kraft.)
4.3 Zehn-Sekunden-Regel
(Art. 41)
Wenn eine Mannschaft
in die Kontrolle eines belebten Balles gelangt, hat
sie zehn Sekunden Zeit, den Ball aus ihrem Rückfeld
in ihr Vorfeld zu spielen. Sobald der Ball das Vorfeld
oder einen Spieler berührt, der mit irgendeinem
Teil seines Körpers das Vorfeld berührt, ist
der Ball im Vorfeld. Hierbei ist zu beachten, daß
nicht nur der Spielfeldbereich, welcher von der Endlinie
hinter dem gegnerischen Korb, den Seitenlinien und der
dem gegnerischen Korb näherliegenden Kante der
Mittellinie begrenzt ist, sondern außerdem der
gegnerische Korb mit den Innenseiten zum Vorfeld gehört.
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte:
Jedesmal wenn bei einem
Versuch, den Ball aus dem Rückfeld ins Vorfeld
zu spielen, ein Gegenspieler den Ball ins Aus schlägt
und so zum toten Ball macht, erhält die Mannschaft
im Rückfeld erneut zehn Sekunden Zeit, um den Ball
ins Vorfeld zu spielen. Dies bedeutet, daß theoretisch
im eigenen Rückfeld eine Dreißig-Sekunden-Regelübertretung
möglich ist.
Der Schiedsrichter,
der das Rückfeld beobachtet, ist verantwortlich
für das Zählen der zehn Sekunden. Ab der fünften
Sekunde muß der Schiedsrichter offen, für
alle sichtbar, mit beiden Händen die Sekunden sechs
bis zehn mitzählen. Hierbei ist darauf hinzuweisen,
daß der Schiedsrichter, da er ja das Spiel weiterhin
beobachten muß, weder auf die Spielzeit noch auf
die Dreißig-Sekunden-Uhr schauen kann. So kann
es passieren, daß die Zehn-Sekunden-Regel vom
Schiedsrichter nicht mit der Spieluhr oder der Dreißig-Sekunden-Uhr
übereinstimmen muß, da er aus dem Gefühl
heraus (inneres Zeitempfinden) die Sekunden mitzählt.
Wenn kurz vor Ablauf
der zur Verfügung stehenden zehn Sekunden ein langer
Paß ins Vorfeld gespielt wird und der Ball sich
noch in der Luft befindet, die zehn Sekunden abgelaufen
wären, wird die Zehn-Sekunden-Regel nicht beachtet
(kein Pfiff des Schiedsrichters!).
4.4 Dreißig-Sekunden-Regel
(Art. 18)
Eine Mannschaft hat
für einen Angriff maximal 30 Sekunden zur Verfügung,
sobald ein Spieler auf dem Spielfeld die Kontrolle über
einen belebten Ball hat. In dieser Zeit muß die
angreifende Mannschaft einen Korbwurfversuch unternehmen
oder sie begeht eine Regelübertretung. Im Gegensatz
zu allen anderen Zeitregeln wird die Dreißig-Sekunden
Regel nicht vom Schiedsrichter kontrolliert, sondern
es gibt am Anschreibetisch einen Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer.
Dieser ist für die korrekte Anwendung und Kontrolle
der Dreißig-Sekunden-Uhr verantwortlich.
Worauf ein Schiedsrichter
achten sollte:
- Sobald der Ball
die Hand oder die Hände des Werfers bei einem
Korbwurf verlassen hat, dürfte eigentlich das
Signal der Dreißig-Sekunden-Uhr nicht ertönen,
da sich keine Mannschaft mehr in Ballkontrolle befindet.
Ertönt das Signal irrtümlich, muß
ein erzielter Korb, wenn der Ball ohne Berührung
eines Spielers - gleich welcher Mannschaft - in
den Korb fällt, auf jeden Fall zählen.
Wenn der Ball nicht in den Korb geht und keine Mannschaft
zum Zeitpunkt des Signals Ballkontrolle hat, wird
das Spiel auf jeden Fall mit einem Sprungball fortgesetzt.
- Wenn eine Mannschaft
Ballkontrolle hat und das Signal der Dreißig-Sekunden-Uhr
irrtümlich ertönt, muß der Schiedsrichter
immer pfeifen und das Spiel unterbrechen. Der Mannschaft,
die sich in Ballkontrolle befand, wird eine neue
Dreißig-Sekunden-Periode gewährt.
- Wenn nach einem
normalen Ausball von irgendeiner Mannschaft eine
Auszeit genommen wird, bleiben der Mannschaft, die
sich vor der Auszeit in Ballkontrolle befand, die
verbleibenden Sekunden der begonnenen Dreißig-Sekunden-Periode.
- Ebenfalls gibt
es eine neue Dreißig-Sekunden-Periode, wenn
das Spiel unterbrochen wird, weil ein Spieler der
Gegenmannschaft verletzt ist.
- Es gibt keine
neue Dreißig-Sekunden-Periode, wenn die sich
in Ballkontrolle befindende Mannschaft für
eine Spielunterbrechung direkt oder indirekt verantwortlich
ist.
- Wenn ein Gegenspieler
den Ball nach einem Paßversuch zwischen zwei
Mitspielern ins Aus spielt, bleiben der angreifenden
Mannschaft nur noch die restlichen Sekunden der
angebrochenen Dreißig-Sekunden-Periode. (Keine
neue Dreißig-Sekunden-Periode!)
5. Schlußbetrachtung
Ballkontrolle eines
Spielers oder einer Mannschaft ist für viele Regelübertretungen
Voraussetzung. Deshalb ist es für jeden Schiedsrichter
wichtig, sich mit den die Ballkontrolle betreffenden
Problemfeldern zu befassen und vertraut zu machen und
sorgfältig auf die regelgerechte Auslegung zu achten.
Manche Schiedsrichter
neigen noch dazu, sobald es zu einem Kontakt zwischen
zwei Gegenspielern kommt, eher auf Verteidigerfoul zu
entscheiden. Oft ist jedoch der angreifende Spieler
für den Kontakt verantwortlich. Deshalb sollte
jeder Schiedsrichter bei verschiedenen Situationen noch
genauer hinschauen, bevor er voreilige Foulpfiffe nimmt.
Nichts ist für einen verteidigenden Spieler frustrierender,
als wenn er eine "saubere" Abwehraktion als
Foulspiel abgepfiffen bekommt.
Denn gute und gewissenhafte
Schiedsrichterleistungen haben einen großen Einfluß
auf den Gesamtablauf eines Basketballspiels.
6. Literatur
Deutscher Basketball
Bund e.V.: Offizielle Basketball-Regeln für Männer
und Frauen. Hagen
1998
Deutscher Basketball
Bund e.V.: Basketball Regelinterpretation. Auslegung
der offiziellen FIBA-Regeln 1994. Hagen 7 1996 (Ergänzungen
1997)TRIER, 25. FEBRUAR 1999
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