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Regel-Änderungen | 2003

 

 

Quelle: DBB-SRK Regel-Ausschuss

 

 

Änderungen der Offiziellen FIBA Regeln 2003
Gültig ab dem Spieljahr 2003 / 04

 

 

Logo DBBArt. 21 Sprungball (Neuer Wortlaut)

21.1 Definition

    21.1.1 Ein Sprungball ist eine Möglichkeit, den Ball zu beleben, indem ein Schiedsrichter den Ball zwischen zwei Gegenspielern zu Beginn jeder Halbzeit oder Verlängerung im Mittelkreis hochwirft.

    21.1.2 Ein Halteball entsteht, wenn zwei oder mehrere Spieler von gegnerischen Mannschaften eine Hand oder beide Hände so fest am Ball haben, dass kein Spieler ohne übermäßige Härte in Ballkontrolle kommen kann.

21.2 Vorgehen bei einem Sprungball

    21.2.1 Beide Springer müssen mit ihren Füßen in der Hälfte des Mittelkreises stehen, die ihrem Korb näher liegt, mit einem Fuß in der Nähe der Mittellinie des Kreises.

    21.2.2 Der Schiedsrichter wirft dann den Ball zwischen den Springern senkrecht so hoch, dass keiner von ihnen den Ball an seinem höchsten Punkt im Sprung erreichen kann.

    21.2.3 Der Ball muss von einem oder beiden Springern mit einer oder beiden Händen getippt werden, nachdem er den höchsten Punkt erreicht hat.

    21.2.4 Kein Springer darf seine Position verlassen, bevor der Ball legal getippt worden ist.

    21.2.5 Kein Springer darf den Ball fangen oder ihn mehr als zweimal berühren, bevor der Ball einen der Nichtspringer, den Boden, den Korb oder das Spielbrett berührt hat.

    21.2.6 Die Nicht-Springer dürfen mit keinem Körperteil auf oder über dem Kreis (Zylinder) sein, bis der Ball getippt worden ist.

    21.2.7 Wird der Ball von keinem der Springer getippt, oder berührt der Ball den Boden, ohne von einem der Springer getippt worden zu sein, wird der Sprungball wiederholt.

    21.2.8 Spieler derselben Mannschaft dürfen keine benachbarten Positionen am Kreis einnehmen, falls ein Gegenspieler eine dieser Positionen einnehmen möchte.

    21.2.9 Wenn ein als Springer festgelegter Spieler wegen Verletzung, fünftem Foul oder Disqualifikation das Spiel verlassen muss, springt sein Ersatzspieler. Wenn kein Ersatzspieler mehr zur Verfügung steht, bestimmt der Kapitän den Springer. Eine Verletzung der Bestimmungen nach Art 21.2.1, 21.2.3, 21.2.4, 21.2.5 und 21.2.6 ist eine Regelübertretung.

21.3 Sprungballsituationen

    Eine Sprungballsituation entsteht, wenn

  • ein Halteball entsteht.
  • der Ball ins Aus geht und
    • zuletzt gleichzeitig von zwei Gegenspielern berührt wurde.
    • die Schiedsrichter im Zweifel sind, wer den Ball zuletzt berührt hat oder sich hierüber nicht einig sind.
  • beide Mannschaften beim Freiwurf eine Regelübertretung begehen.
  • ein belebter Ball sich an der Korbbefestigung verfangen hat.
  • der Ball zum toten Ball wird und vorher keine Mannschaft Ballkontrolle hatte oder keiner Mannschaft der Ball zustand.
  • in Sonderfällen, wenn nach dem Aufrechnen gleicher Strafen gegen beide Mannschaften keine weiteren Strafen zur Ausführung übrig bleiben und vor dem ersten Foul oder Regelübertretung keine Mannschaft Ballkontrolle hatte oder keiner Mannschaft der Ball zustand.

21.4 Wechselnder Ballbesitz

    21.4.1 Wechselnder Ballbesitz bedeutet, den Ball anstelle eines Sprungballs durch Einwurf ins Spiel zu bringen.

    21.4.2 Abgesehen vom Beginn jeder Halbzeit und Verlängerung werfen die Mannschaften bei Sprungballsituationen den Ball abwechselnd von der Stelle ein, die der Stelle der Sprungballsituation am nächsten liegt.

    21.4.3 Die Mannschaft, die beim Eröffnungssprungball zu Beginn jeder Halbzeit und Verlängerung keine Ballkontrolle erlangt, fängt mit dem Wechselnden Ballbesitz an.

    21.4.4 Der Wechselnde Ballbesitz beginnt, sobald ein Schiedsrichter den Ball einem Spieler zum Einwurf zur Verfügung stellt, und endet, sobald der eingeworfene Ball einen Spieler auf dem Spielfeld berührt oder die einwerfende Mannschaft eine Regelübertretung begeht.

    21.4.5 Die Mannschaft, die den Ball zum Einwurf durch Wechselnden Ballbesitz erhält, wird durch den Einwurfanzeiger für Wechselnden Ballbesitz bezeichnet. Die Richtung des Anzeigers wird unmittelbar nach dem Ende des Einwurfs für Wechselnden Ballbesitz umgekehrt.

    21.4.6 Die Möglichkeit zu einem Einwurf durch Wechselnden Ballbesitz geht verloren, wenn die einwerfende Mannschaft gegen die Einwurfregel verstößt.

    21.4.7 Durch ein Foul, gleich welcher Mannschaft während eines Einwurfs durch Wechselnden Ballbesitz geht der einwerfenden Mannschaft das Recht für Wechselnden Ballbesitz nicht verloren.

Art. 27 Angerechnete Auszeit (Änderungen)

27.2.3 streiche den 1. Punkt:

  • bei einem Sprungball ein Schiedsrichter mit dem Ball den Kreis betritt, um einen Sprungball auszuführen.

27.2.4, geänderter Text:
Während der ersten Halbzeit (erste und zweite Spielperiode) dürfen zwei Auszeiten und während der zweiten Halbzeit (dritte und vierte Spielperiode) dürfen drei Auszeiten genommen werden. Während jeder Verlängerung steht jeder Mannschaft eine Auszeit zu.

27.4.3, geänderter Text:
Nicht genommene Auszeiten dürfen nicht auf die nächste
Halbzeit oder Verlängerung übertragen werden.

Art. 39 24-Sekunden (Neuer Wortlaut)

39.1 Regel

39.1.1 Erlangt ein Spieler die Kontrolle über einen belebten Ball auf dem Spielfeld, muss seine Mannschaft innerhalb von 24 Sekunden einen Korbwurf unternehmen.

39.1.2 Unternimmt die Mannschaft in Ballkontrolle innerhalb von 24 Sekunden keinen Korbwurf, wird dies durch das 24-Sekunden-Signal angezeigt.

39.1.3 Der Ball muss die Hand oder Hände des Spielers bei einem Korbwurf verlassen haben, bevor das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt, und der Ball muss anschließend den Ring berühren oder in den Korb gehen.

39.1.4 Erfolgt ein Korbwurf kurz vor Ende der 24-Sekunden-Periode und das Signal ertönt, während der Ball in der Luft ist, nachdem er die Hand oder Hände des Spielers bei dem Korbwurf verlassen hat, gilt:

  • Geht der Ball in den Korb, zählt der Korb.
  • Berührt der Ball den Ring und geht nicht in den Korb, bleibt der Ball belebt. Es hat sich keine Regelübertretung ereignet, und das Spiel wird ohne Unterbrechung fortgesetzt.

Alle Einschränkungen hinsichtlich Goal tending und Stören des Balles kommen zur Anwendung.

39.2. Vorgehen

    39.2.1 Wenn die 24-Sekunden-Anlage irrtümlich zurückgestellt wurde, kann der Schiedsrichter, nachdem er dies bemerkt hat, das Spiel sofort unterbrechen, sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird. Die Zeit auf der 24-Sekunden-Anlage wird korrigiert und der Ball wird der Mannschaft zugesprochen, die zuvor Ballkontrolle hatte.

    39.2.2 Wenn das Signal der 24-Sekunden-Anlage irrtümlich ertönt, während eine Mannschaft Ballkontrolle hat, wird das Signal nicht beachtet und das Spiel läuft weiter. Wenn nach Beurteilung des Schiedsrichters durch das Signal eine Mannschaft benachteiligt wird, unterbricht der Schiedsrichter sofort das Spiel. Der Ball wird mit einer neuen 24-Sekunden-Periode der Mannschaft zugesprochen, die zum Zeitpunkt des Ertönens des Signals Ballkontrolle hatte.

    39.2.3 Wenn das Signal der 24-Sekunden-Anlage irrtümlich ertönt, während keine Mannschaft Ballkontrolle hat, entsteht eine Sprungballsituation.

Aus den Änderungen dieser drei Artikel ergeben sich Konsequenzen in folgenden Artikeln

Art 2 Spielfeld- und Linienabmessungen

    2.4.3, streiche folgenden Text im dritten Absatz:

      Gleichartige Halbkreise werden mit unterbrochener Linie innerhalb der Begrenzten Zonen eingezeichnet.

    Bilder 1, 2, 3, 9, 10 und 14: Streiche die unterbrochenen Halbkreise.

Art. 3 Ausrüstung

Füge als neuen Punkt 3.4.9 ein:

3.4.9 Einwurfanzeiger
Es muss ein gut sichtbarer elektronischer oder mechanischer Anzeiger für den Wechselnden Ballbesitz vorhanden sein.

3.5.7.1, geänderter Text in der letzten Zeile des 8. Punktes:

  • Die Anzahl der Auszeiten von 0 bis 3.

3.5.7.2, streiche im 2. Punkt die letzte Zeile:

- beim Ertönen der Anlage die Hauptspieluhr anhält.

Art 5 Pflichten und Rechte des 1. Schiedsrichters

5.4, geänderter Text:

    führt den Hochwurf im Mittelkreis zu Beginn der ersten und dritten Spielperiode und jeder Verlängerung aus.

Art 14 Verletzung eines Spielers

14.4, streiche folgenden Text des zweiten Satzes:

    Wenn der verletzte Spieler an einem Sprungball beteiligt ist, springt sein Ersatzspieler.

Art. 15 Pflichten und Rechte des Kapitäns

15.4, geänderter Text:

Der Kapitän bestimmt für seine Mannschaft den Springer bei einem Sprungball sowie den Freiwerfer in einer Freiwurfsituation in all den Fällen, in denen der Springer oder der Freiwerfer nicht durch die Regeln festgelegt ist.

Art. 19 Zustand des Balls

19.2, streiche den 5. Punkt:

das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt, während der Ball belebt ist.

19.2, streiche im 6. Punkt die letzte Zeile:

- das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt.

Art. 28 Spielerwechsel

28.1.2, streiche den 3. Punkt:

  • bei einem Sprungball ein Schiedsrichter mit dem Ball den Kreis betritt, um einen Sprungball ausführen zu lassen.

28.3.3, erste Zeile, geänderter Text:

    Für einen Spieler, der an einem Sprungball beteiligt ist, oder für einen Freiwerfer ist ein Spielerwechsel nicht erlaubt.

Art. 41 Goal tending und Stören des Balls

    41.3.3, geänderter Text:
    Wird die Regelübertretung gleichzeitig von Spielern beider Mannschaften begangen, können keine Punkte erzielt werden
    und es entsteht eine Sprungballsituation.

Art. 45 Doppelfoul

    45.2.2, geänderter Text:

    Das Spiel wird fortgesetzt mit

    • einem Einwurf von der Endlinie durch den Gegner der Mannschaft, die den Feldkorb erzielt hat, sofern gleichzeitig ein Feldkorb erzielt wurde.
    • einem Einwurf nächst der Stelle der Regelverletzung durch die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls Ballkontrolle hatte oder der der Ball zustand.
    • einer Sprungballsituation, sofern zum Zeitpunkt des Doppelfouls keine Mannschaft Ballkontrolle hatte oder keiner Mannschaft der Ball zustand.

Art. 51 Technisches Foul während einer Spielpause

    51.1, 3. Absatz, geänderter Text:
    Die Spielpause endet

  • zu Beginn der ersten und dritten Spielperiode und jeder Verlängerung, wenn der Ball beim Eröffnungssprungball von einem Springer legal getippt wird.
  • zu Beginn der zweiten und vierten Spielperiode, wenn der Ball beim Eröffnungseinwurf einen Spieler auf dem Spielfeld berührt.

    51.3, geänderter Text:
    Nachdem die beiden Freiwürfe ausgeführt worden sind, wird das Spiel bzw. die nächste Spielperiode
    mit Eröffnungssprungball oder Eröffnungseinwurf begonnen.

Art. 52 Gewalttätigkeit

    52.3.2, geänderter Text:

    Sofern Mitglieder von beiden Mannschaften aufgrund dieses Artikels disqualifiziert werden und es keine weiteren Foulstrafen (siehe Art. 52.3.4) gibt, entsteht eine Sprungballsituation.

Art. 57 Freiwürfe

    57.5.4.2, letzter Punkt, geänderter Text:

  • Spieler beider Mannschaften entsteht eine Sprungballsituation.

    57.5.4.3, letzter Punkt, geänderter Text:

  • Spieler beider Mannschaften können keine Punkte anerkannt werden und es entsteht eine Sprungballsituation.

    57.5.4.5, geänderter Text:
    Wird mehr als ein Freiwurf ausgeführt, kann eine Regelübertretung mit Einwurfstrafe
    oder Sprungball nur beim letzten Freiwurf zur Anwendung kommen.

 

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Letzte Aktualisierung:
10. Juli 2003

 

© Axel Beckmann