- Artikel 3
Die 24-Sekunden-Anlage
Die
24-Sekunden-Anlagen sind weltweit unterschiedlich
hinsichtlich Qualität, Positionierung und Anzahl
der Anzeigegeräte. Die Regeln schreiben nun
für die Aufstellung folgende drei Möglichkeiten
vor:
Entweder
je ein Anzeigegerät
oberhalb und hinter jedem Spielbrett, oder
vier
Anzeigegeräte
auf dem Boden hinter den Endlinien, je eines in
jeder Ecke des Spielfeldes, oder
zwei
Anzeigegeräte
auf dem Boden hinter den Endlinien, in diagonal
gegenüber liegenden Ecken des Spielfeldes. Das Gerät
links vom Anschreibertisch aus gesehen steht dabei
auf dessen Seite, mindestens zwei Meter von der
Seitenlinie entfernt.
- Artikel 4 Drei-Schiedsrichter-Technik
Im
modernen Basketball entwickeln sich Tempo und Athletik
ständig weiter. Mit der Möglichkeit, einen dritten
Schiedsrichter
auf dem Feld einzuführen, könnte die Fähigkeit des
Schiedsrichter-Teams gestärkt werden, Fairness und
Spielkontrolle zu gewährleisten.
Mit
den neuen Regeln hat die FIBA beschlossen, die Drei-Schiedsrichter-Technik
bei allen
Hauptwettbewerben der FIBA anzuwenden. Den Zonen-Kommissionen
und nationalen Verbänden der FIBA ist es künftig
frei gestellt, diese Technik bei ihren eigenen
Wettbewerben ebenfalls
einzusetzen. Für alle anderen
Wettbewerbs-Ebenen gilt weiterhin das Zwei-Schiedsrichter-System.
Die
Richtlinien zur Schiedsrichter-Technik bei drei
Schiedsrichtern
finden sich im neuen Schiedsrichter-Handbuch zu
den FIBA-Regeln 2000.
- Artikel 12 Mannschaften
Um
die Begriffe "Einsatzberechtigung"
und "Spielberechtigung"
deutlicher voneinander abzugrenzen, enthalten die
neuen Regeln folgende Definitionen:
Ein
Spieler ist einsatzberechtigt,
wenn er die Erlaubnis hat, für eine Mannschaft gemäß
den Regularien des Veranstalters eines Wettbewerbs
zu spielen.
Ein
Spieler ist spielberechtigt,
wenn er vor
Spielbeginn
auf dem Anschreibebogen eingetragen worden ist und
solange er weder disqualifiziert worden ist, noch
fünf Fouls begangen hat.
- Artikel 16 Pflichten
und Rechte des Trainers
Nach
den bisherigen Regeln war es ausschließlich dem
Trainer
gestattet, während des Spiels zu stehen.
In
den neuen Regeln ist es auch dem Trainer-Assistenten
erlaubt, während des Spiels stehen zu bleiben, allerdings
nur dann, wenn der Trainer Platz genommen hat. Es
ist nach wie vor nicht
zulässig, dass beide
stehen bleiben.
- Artikel 17 Spielzeit,
Punktgleichheit und Verlängerungen
Eine
wesentliche Änderung in den neuen Regeln betrifft
die Spielzeit.
Das Spiel besteht nun aus vier
Spielperioden von je zehn
Minuten. Die Pause zwischen der ersten und zweiten,
sowie der dritten und vierten Spielperiode beträgt
zwei
Minuten, die Halbzeitpause dauert fünfzehn
Minuten. Allen Verlängerungen von je fünf Minuten
Spieldauer geht eine Pause von zwei Minuten
voran.
- Artikel 18 und 19 Zustand
des Balles
Eine
weitere wichtige Änderung in den neuen Regeln betrifft
den Zustand des Balles beim Sprungball. Der Ball
wird nunmehr erst dann
belebt, wenn er legal berührt wird, nachdem er seinen
höchsten Punkt erreicht hat. Jede Spielperiode oder
Verlängerung beginnt offiziell dann, wenn der Ball
getippt und damit belebt wird.
- Artikel 21 Sprungball
Nach
den neuen Regeln gibt es nur noch zwei
Situationen, in denen bei einem Sprungball die beiden
Springer festgelegt sind. Die eine
betrifft das Doppelfoul, sofern das Spiel mit Sprungball
fortgesetzt wird. Es springen die
beiden Spieler, die das Doppelfoul aneinander begangen
haben.
Die
zweite
Situation ist ein Halteball zwischen zwei Gegenspielern.
Falls
es zu einem Sprungball zwischen beliebigen
Gegenspielern kommt, so müssen beide Springer bereits
zu dem
Zeitpunkt auf dem Feld gewesen sein, zu dem die
Sprungball-Situation entstanden ist.
- Artikel 22 Wie der Ball
gespielt wird
Schon
nach den bisherigen
Regeln war es nicht gestattet, den Ball vorsätzlich
mit dem Fuß, dem Knie oder mit einem Teil des Beines
unterhalb des Knies zu spielen. In den Regeln 2000
wird dieses Verbot auf das gesamte Bein,
also auch oberhalb des Knies erweitert.
Ein
zufälliger
Kontakt des Balles mit dem Fuß oder dem Bein ist
nach wie vor keine
Regelübertretung.
- Artikel 25 Korberfolg
und seine Wertung
Geht
der Ball von unten
in den Korb, so ist dies nach den neuen Regeln in
jedem Fall
eine Regelübertretung,
unabhängig davon, ob dies zufällig
oder absichtlich
geschah. Die gegnerische Mannschaft erhält einen
Einwurf von der Endlinie.
- Artikel 26 Einwurf
Wenn
ein belebter Ball zwischen Ring und Brett eingeklemmt
ist, sollen die Schiedsrichter pfeifen. Der Ball
wird dadurch zum toten Ball, und das Spiel wird
am nächst gelegenen Kreis mit einem Sprungball zwischen
zwei beliebigen Gegenspielern fortgesetzt. Diese
Regel wird nun auch
angewandt, wenn der Ball nach einem Einwurf
am Brett eingeklemmt ist.
- Artikel 27 Angerechnete
Auszeit
Für
Auszeiten gibt es einige Änderungen:
Ein
Trainer kann nun folgende Anzahl von Auszeiten beantragen:
Eine
Auszeit in der ersten,
zweiten und dritten
Spielperiode,
zwei
Auszeiten ausschließlich in der vierten
Spielperiode,
eine
Auszeit in jeder Verlängerung.
Nicht
beanspruchte Auszeiten können nicht
auf die nächste Spielperiode oder Verlängerung übertragen
werden.
Eine
weitere wichtige Änderung besagt, dass jede Auszeit
eine volle Minute andauert. Die Spieler dürfen
erst dann auf das Spielfeld zurück, wenn nach 50
Sekunden das Signal zum Ende der Auszeit ertönt.
Nach
den bisherigen Regeln konnte ein Trainer nach einem
Korberfolg gegen seine Mannschaft nur dann eine
Auszeit erhalten, wenn er sie vor dem erfolgreichen
Korbwurf beantragt hatte. Nach den neuen Regeln
kann er eine Auszeit noch beantragen, bevor der
Ball nach dem Korberfolg belebt
ist.
- Artikel 28 Spielerwechsel
Die
neuen Regeln sehen eine zusätzliche
Gelegenheit zum Spielerwechsel vor. Während der
letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder
einer Verlängerung kann die
Mannschaft, gegen die ein Feldkorb erzielt wurde,
nun Spielerwechsel durchführen. Der Wechsel muss
beantragt worden sein, bevor
der Ball nach dem Korberfolg belebt
ist.
Führt
die Mannschaft,
gegen die ein Korb erzielt wurde, einen Spielerwechsel
durch, darf auch die andere
Mannschaft wechseln.
- Artikel 38 Acht-Sekunden
Eine
weitere wesentliche Änderung in den Regeln 2000
betrifft die Zeitspanne, in der die angreifende
Mannschaft den Ball in ihr Vorfeld spielen muss.
Um das Tempo des Spiel zu erhöhen, wurde diese Zeitspanne
von bisher zehn Sekunden auf nun
acht Sekunden
reduziert.
Wie
bei der bisherigen Zehn-Sekunden-Regel beginnt die
Zeit für die Acht-Sekunden-Regel in dem
Moment, in dem ein Spieler der angreifenden Mannschaft
Ballkontrolle auf dem Spielfeld erhält.
Das
Zählen nach der Acht-Sekunden-Regel endet, wenn
der Ball einen Spieler oder Schiedsrichter berührt,
der im Vorfeld steht, oder wenn der Ball das Vorfeld
berührt.
- Artikel 39 24 Sekunden,
sowie Pflichten des 24-Sekunden- Zeitnehmers (Art.
11)
Ebenfalls
geändert wurde in den Regeln 2000 die Zeitspanne,
die der Mannschaft in Ballkontrolle zur Verfügung
steht, um einen Korbwurfversuch zu unternehmen.
Diese
Zeitspanne ist in den neuen Regeln von bisher 30
Sekunden auf nun 24
Sekunden
reduziert, ebenfalls in der Absicht, das Tempo des
Spiels weiter zu erhöhen. Für die Mannschaft, welche
auf dem Spielfeld die Kontrolle über einen belebten
Ball hat, gilt nun: Bevor das 24-Sekunden-Signal
ertönt, muss der Ball nicht nur
die Hand des Werfers verlassen,
sondern auch den Ring
berührt haben.
Hat
der Ball bei einem Wurfversuch die Hand des Werfers
verlassen, ist in der Luft und das 24-Sekunden-Signal
ertönt, so gilt folgendes:
Alle
Vorschriften nach Artikel 41, also für Goal tending
und Stören des Balles, sind weiterhin gültig. Dies
gilt solange, bis es offensichtlich ist, dass der
Ball nicht in den Korb geht.
Geht
der Ball in den Korb,
so zählt
der Korb.
Hat
der Ball bei einem Korbwurfversuch die Hand des
Werfers verlassen und das 24-Sekunden-Signal ertönt,
so wird der Ball zum toten Ball, falls er
nicht
in den Korb geht oder falls er legal von irgend
einem Spieler berührt wird. Es handelt sich dann
um eine Übertretung der 24-Sekunden-Regel. Die gegnerische
Mannschaft erhält den Ball zum Einwurf nächst der
Stelle, an der der Ball zum toten Ball wurde.
- Artikel 41 Goal tending
und Stören des Balles
Mit
dem Begriff "Goal
tending"
wurde eine neue zusätzliche
Definition in die FIBA-Regeln aufgenommen. Goal
tending bezeichnet das illegale Berühren des Balles
nach einem Wurfversuch, also wenn der Ball im Abwärtsflug
oder nach einer Brettberührung noch vollständig
oberhalb des Ringniveaus
ist.
Bringt
ein Spieler das Spielbrett in Schwingungen, um einen
Korb zu verhindern, so handelt es sich um "Stören
des Balles".
Diese
Regel wurde wie folgt geändert:
Wird
hierdurch
nach Meinung des Schiedsrichters zufällig
oder absichtlich
ein Korb verhindert,
so werden der Mannschaft des Werfers zwei oder drei
Punkte gut geschrieben, je nachdem, von welcher
Stelle aus der Wurfversuch erfolgte.
Ein
technisches
Foul wird
hierfür nicht mehr
verhängt.
Ist
der Ball bei einem Korbwurfversuch in der Luft und
ein Schiedsrichter pfeift, oder das Signal für die
24-Sekunden-Regel oder für das Ende einer Spielperiode
ertönt, so gilt:
Alle
Vorschriften für Goal tending und Stören des Balles
sind weiterhin gültig. Der Ball wird außerdem sofort
zum toten Ball, falls er legal von einem Spieler
berührt wird.
- Artikel 45 Doppelfoul
Wenn
während der Phase eines toten Balles einer Mannschaft
der Ballbesitz zugesprochen ist, so können einige
Situationen auftreten, die einer Klarstellung
bedurften.
Ereignet
sich in dieser Phase des toten Balles ein Doppelfoul,
und war bereits einer Mannschaft Ballbesitz
zugesprochen worden, so zeigt der Schiedsrichter
dem Kampfgericht das Doppelfoul an. Anschließend
wird das Spiel mit dem ursprünglich vorgesehenen
Einwurf fortgesetzt.
- Artikel 49 Technisches
Foul durch einen Spieler
Die
Strafe für ein technisches Foul gegen einen Spieler
wurde erheblich geändert. Sie lautet nun: Ein
Freiwurf mit anschließendem Ballbesitz
zum Einwurf von der Mittellinie.
Das
bisherige "unsportlich technische Foul"
wurde aus den Regeln gestrichen.
Für
ein technisches Foul gegen einen Spieler während
einer Spielpause
werden weiterhin zwei Freiwürfe verhängt.
- Artikel 55 Mannschaftsfouls
Mit
der Änderung der Spielzeit auf vier
Spielperioden zu je
zehn Minuten
musste auch die Regel für die Mannschafts-Foulgrenze
mit geändert werden. Sie liegt nun bei vier Fouls
für eine Spielperiode. Hat also eine Mannschaft
vier persönliche oder technische Spielerfouls innerhalb
einer Spielperiode begangen, so werden - mit den
bisher gültigen Einschränkungen für ein Foul am
Werfer oder ein Foul in Ballkontrolle - für jedes
weitere Spielerfoul zwei Freiwürfe verhängt. Alle
Verlängerungen zählen als Fortsetzung der vierten
Spielperiode.
Begeht
eine Mannschaft ein Foul, bevor
sie den Ball zu einem Einwurf nach einer gegnerischen
Regelverletzung erhält, so wird dies nunmehr als
Foul der Mannschaft in Ballkontrolle geahndet. Das
Spiel wird mit Sprungball fortgesetzt, unabhängig
von der Anzahl der Mannschaftsfouls.
- Artikel 56 Sonderfälle
In
die bisherige Regel "Fouls in Sonderfällen"
wurden nun auch Einwurfstrafen für Regelübertretungen
zur Kompensation mit aufgenommen. Die Regel heißt
daher nun einfach "Sonderfälle".
Begeht also Mannschaft B eine Regelübertretung,
und Mannschaft A begeht vor der Ausführung des Einwurfs
ein Foul mit der Foulstrafe "Einwurf für Mannschaft
B", so wird in diesem Fall das Spiel mit Sprungball
fortgesetzt.
Während
der
Phase, in der die Spieluhr wegen eines Fouls oder
einer Regelübertretung gestoppt ist, können sich
weitere
Fouls ereignen. Hierfür gelten alle bisherigen Grundsätze
für die Festlegung der Reihenfolge der Strafen und
ihre Ausführung wie bisher weiter.
- Artikel 58 Korrigierbare
Fehler
Hier
wurde ein
Fall aus
der Regel gestrichen, der praktisch nicht auftritt,
nämlich die Ausführung von Freiwürfen auf den falschen
Korb.
Korrigierbare
Fehler sind also nun:
Erstens:
Gewähren
von einem oder mehreren nicht zustehenden Freiwürfen
Zweitens:
Die Ausführung von Freiwürfen durch den falschen
Freiwerfer
Drittens:
Nicht Gewähren
von einem oder mehreren zustehenden Freiwürfen
und
Viertens:
Durch einen
Schiedsrichter irrtümlich gegebene oder nicht gegebene
Punkte.
Neu
sind außerdem zwei zusätzliche Ausnahmen für diese
Regel:
Liegt
der korrigierbare Fehler im nicht Gewähren
von zustehenden Freiwürfen, so gilt nun:
Erstens:
Hat die Mannschaft anstelle der eigentlich zustehenden
Freiwürfe einen Einwurf
ausgeführt und ist sie nach wie vor in Ballbesitz,
so werden die Freiwürfe wie bisher nachgeholt: Das
Spiel geht aber nun unmittelbar nach den Freiwürfen
weiter, also mit Rebound oder Einwurf von der Endlinie
nach Erfolg des letzten oder einzigen nachgeholten
Freiwurfs.
Zweitens:
Hat die Mannschaft nach dem irrtümlich anstelle
der Freiwurfstrafe ausgeführten Einwurf einen Feldkorb
erzielt, so wird der Fehler nicht
mehr korrigiert: Dieser Feldkorb zählt, dafür wird
die Freiwurfstrafe nicht mehr nachgeholt.
Liegt
der korrigierbare Fehler in der Ausführung
durch den falschen
Freiwerfer, so gilt nun:
Hat
der Ballbesitz seit dem Fehler nicht gewechselt,
so geht das Spiel unmittelbar nach der Korrektur,
nämlich der Ausführung durch den richtigen Freiwerfer
weiter,
also mit Rebound oder Einwurf von der Endlinie nach
Erfolg des letzten oder einzigen wiederholten Freiwurfs.
- Anhang B Der Anschreibebogen
Der
offizielle Anschreibebogen wurde überarbeitet, um
die Änderungen in der Spielzeit, der Anzahl der
Auszeiten und der Mannschafts-Foulgrenze zu berücksichtigen.