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Regel-Änderungen
| 1998
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Autor:
Uli Sledz (Hessischer Basketball Verband)
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Änderungen
der Offiziellen Basketball-Regeln für 1998 - 2002
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- Rechte
des 1. Schiedsrichters
Der 1. SR führt
den Hochwurf im Mittelkreis zu Beginn jeder Halbzeit
und jeder Verlängerung aus.
- Vorfälle vor
Spielbeginn oder nach Ablauf der Spielzeit
Kommt
es früher als 20 Minuten vor Spielbeginn oder nach
Ablauf der Spielzeit zu unsportlichem Verhalten
durch Spieler, Trainer, Trainer-Assistenten oder
Mannschaftsbegleitern muß der 1. Schiedsrichter
einen detaillierten Bericht an die Spielleitung
senden. Falls
sich ein solches Verhalten im Zeitraum zwischen
Ende der Spielzeit und der Unterzeichnung des Anschreibebogens
ereignet, muß der 1. Schiedsrichter zusätzlich auf
dem Anschreibebogen vermerken, daß es diesen Zwischenfall
gegeben hat.
- Spieler mit
fünf Fouls auf dem Spielfeld
Wenn
ein Spieler sein fünftes Foul begangen hat, über
diesen Umstand nicht informiert wurde, auf dem Spielfeld
bleibt und weiterhin am Spiel teilnimmt oder zu
einem späteren Zeitpunkt wieder in das Spiel zurückkommt,
kann der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen,
sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird.
Wird der Fehler durch den Anschreiber bemerkt, muß
dieser auf den ersten toten Ball warten, bevor er
sein Signal gibt, um die Schiedsrichter darauf aufmerksam
zu machen, das Spiel zu unterbrechen. Dies
wird als fehlerhafte Anwendung der Regeln durch
Schiedsrichter und Kampfrichter angesehen. Der fragliche
Spieler mit fünf Fouls wird daher nicht bestraft.
Alle Entscheidungen, die vor der Entdeckung dieses
Fehlers und der darauffolgenden Spielunterbrechung
getroffen wurden - wie z. B. erzielte Körbe , Foulentscheidungen,
abgelaufene Spielzeit u. a. - behalten ihre Gültigkeit.
In diesem Falle werden alle weiteren Fouls, die
gegen den Spieler mit fünf Fouls verhängt werden,
als Spielerfouls
eingetragen und bestraft. Sie
zählen zu den Mannschaftsfouls. Wenn
jedoch ein Spieler, der bereits wegen seines fünften
Fouls das Spielfeld verlassen mußte, sich wieder
einwechseln läßt und am Spiel teilnimmt, ist dies
als ein technisches Foul anzusehen, das dem Trainer
angeschrieben wird. Darüber
hinaus werden alle weiteren Fouls, die gegen den
Spieler mit fünf Fouls verhängt werden, als Spielerfouls
eingetragen und bestraft. Sie zählen zu den Mannschaftsfouls.
- Trainer und
Rechte des Trainers
Wenn
vor oder kurz nach Spielbeginn, nachdem der Trainer
seine Startformation (Erste Fünf) bestätigt hatte,
entdeckt wird, daß einer der Spieler nicht zu den
bestätigten Ersten Fünf gehört, muß dieser Spieler
gegen den ursprünglich vorgesehenen Spieler ausgewechselt
werden. Eine Strafe gegen diese Mannschaft wird
hierfür nicht verhängt.
- Die letzten
zwei Minuten eines Spieles
Die
Spieluhr wird in den letzten beiden Spielminuten
der 2. Halbzeit und jeder Verlängerung bei Korberfolg
gestoppt.
Die Uhr wird gestoppt, wenn der Ball tot ist, also
wenn er durch den Korb fällt oder darin verbleibt.
Danach erfolgt keine Unterbrechung des Spiels, es
geht sofort mit Einwurf weiter. Spielerwechsel auf
beiden Seiten sind nicht erlaubt, die einwerfende
Mannschaft kann eine Auszeit nehmen.
- Angerechnete
Auszeiten
Auszeiten pro Mannschaft:
1. Halbzeit =2; 2. Halbzeit =3; Verlängerung =1
- Auszeiten zwischen
Freiwürfen
Eine
angerechnete Auszeit ist nicht zulässig zwischen
Freiwürfen, die zu einer einzigen Strafe gehören
oder unmittelbar nach dem letzten oder einzigen
Freiwurf einer Foulstrafe. Ereignet
sich zwischen den Freiwürfen ein Foul, wird die
ursprüngliche Freiwurfstrafe zu Ende geführt und
die Auszeit vor der Ausführung der neuen Foulstrafe
gewährt. Ereignet
sich ein Foul, bevor der Ball nach dem letzten Freiwurf
belebt wird, wird die Auszeit vor der Ausführung
der neuen Foulstrafe gewährt. Ereignet sich eine
Regelübertretung, bevor der Ball nach dem letzten
Freiwurf belebt wird, wird die Auszeit vor dem Sprungball
oder dem Einwurf gewährt. Kommt
es zu einer Serie von Freiwurfstrafen infolge mehrerer
Fouls, ist jede Freiwurfstrafe separat von den anderen
Freiwurfstrafen zu behandeln. Nach Beendigung jeder
separaten Freiwurfstrafe kann Auszeit gewährt werden.
- Eigenkorb
Wenn
eine Mannschaft zufällig
den Ball in den eigenen Korb
wirft, werden die Punkte so angeschrieben, als wenn
sie der Kapitän der gegnerischen Mannschaft erzielt
hätte. Wenn
eine Mannschaft absichtlich
den Ball in den eigenen Korb
wirft, handelt es sich um eine Regelübertretung,
und es können keine Punkte erzielt werden.
- Verlängerung
In den Verlängerungen
wird auf den gleichen Korb wie in der zweiten Halbzeit
gespielt.
- Zustand des
Balles
Der Begriff "Ball
im Spiel" ist gestrichen. "Ball belebt":
Der Ball verläßt die Hand des SR beim Sprungball
Der Freiwerfer hat den Ball zur Verfügung
Der Einwerfer hat den Ball zur Verfügung
"Toter
Ball" - wie bisher
- Kontakt mit
Hand/Händen und/oder Arm/Armen an einem Gegenspieler
- Die bloße
Berührung eines Gegenspielers mit einer
Hand oder mit beiden Händen ist nicht unbedingt
eine Regelverletzung.
- Die Schiedsrichter
müssen entscheiden, ob der Spieler, der
den Kontakt verursacht hat, dadurch einen
Vorteil erlangt hat. Wenn der von einem
Spieler verursachte Kontakt die Bewegungsfreiheit
eines Gegenspielers einschränkt, ist dies
ein Foul.
- Ein Verteidiger
berührt beim Versuch, den Ball zu spielen,
eine Gegenspieler mit seiner Hand oder seinen
Händen. Findet ein solcher Kontakt nur an
der Hand des Gegenspielers statt, während
dieser seine Hand am Ball hat, wird er als
zufällig angesehen, und der Kontakt soll
nicht bestraft werden.
- Es handelt
sich um illegalen Gebrauch der Hand/Hände,
wenn sie an einen Gegenspieler mit oder
ohne Ball gelegt werden und dieser Kontakt
beibehalten wird. Das gleiche gilt für das
Ausstrecken von Arm/Armen.
- Einen Gegenspieler
mit oder ohne Ball wiederholt zu berühren
oder zu "sticheln" wird ebenfalls
als Foul angesehen, da es zu einem rohen
Spiel eskalieren kann
- Es handelt
sich um ein Foul durch einen Angriffsspieler
mit Ball, wenn
- er sich
bei einem Verteidigungsspieler "einhakt"
oder einen Arm oder Ellenbogen um ihn
legt.
- er einen
Verteidigungsspieler wegstößt, um ihn
daran zu hindern, den Ball spielen zu
wollen.
- er einen
Verteidigungsspieler wegstößt, um mehr
Raum zwischen sich und dem Verteidigungsspieler
zu gewinnen.
- er beim
Dribbeln seinen ausgestreckten Unterarm
oder seine Hand dazu benutzt, den Gegenspieler
daran zu hindern, an den Ball zu kommen.
- Es handelt
sich um ein Foul durch einen Angriffsspieler
ohne Ball, wenn ein Spieler einen Gegenspieler
wegstößt, um
-
für ein
Zuspiel frei zu sein.
-
den Verteidigungsspieler
daran zu hindern, den Ball spielen zu
wollen.
-
mehr Raum
zwischen sich und dem Verteidigungsspieler
zu gewinnen.
-
Wann wird aus
einem 3-Punkte-Wurf ein 2-Punkte-Wurf
Ein
Drei-Punkte-Versuch ändert seinen Status zum Zwei-Punkte-Versuch,
nachdem der Ball:
den Boden im Zwei-Punkte-Bereich berührt hat
einen Spieler innerhalb des Zwei-Punkte-Bereichs
berührt hat.
den Ring berührt hat und von irgendeinem Spieler
legal berührt wird, bevor er in den Korb geht.
-
Schrittfehler
Wenn
ein Spieler auf den Boden fällt, während er den
Ball hält, und
während er auf dem Boden liegt oder sitzt in Ballbesitz
kommt und dann dabei rutscht, rollt oder mehr als
die erlaubten Kontakte mit den Füßen auf dem Boden
macht, ist dies eine Regelübertretung. Wenn ein
Spieler mit dem Ball am Boden liegt und versucht
aufzustehen, während er den Ball hält, ist dies
eine Regelübertretung.
- Drei-Sekunden-Regel
Die
Drei-Sekunden-Regel ist nur während der Ballkontrolle
auf dem Feld in Kraft, also wenn die Uhr läuft.
Bei einem Einwurf von außen gibt es keine Drei-Sekunden-Regel
!! (analog 10" und 30") In
den folgenden Fällen sollten die Schiedsrichter
nicht auf drei Sekunden entscheiden:
Ein Spieler versucht, die Begrenzte Zone zu verlassen.
Ein Spieler befindet sich in der Begrenzten Zone,
während er oder ein Mitspieler sich innerhalb oder
außerhalb der Begrenzten Zone in der Korbwurfaktion
befindet und der Ball die Hand/Hände entweder gerade
verläßt oder bereits verlassen hat.
Ein Spieler befindet sich weniger als drei Sekunden
in der Begrenzten Zone, dribbelt und unternimmt
einen Korbversuch.
- Stören des
Balles
Ein
Angriffs- oder ein Verteidigungsspieler darf den
Ball weder berühren, solange er sich bei einem Korbwurf
aus dem Feld in seinem Abwärtsflug vollständig über
dem Ringniveau befindet, noch darf er ihn bei einem
Korbwurf aus dem Feld berühren, nachdem der Ball
das Spielbrett vollständig oberhalb des Ringniveaus
berührt.
- Fouls und Kontakte
Bei
der Beurteilung von persönlichen Kontakten müssen
die Schiedsrichter die Gleichmäßigkeit in der Anwendung
des "Vorteil / Nachteil" - Prinzips
beachten und abwägen. Sie sollen den Spielfluß nicht
unnötig unterbrechen, indem sie einen zufälligen
persönlichen Kontakt bestrafen, der weder den dafür
verantwortlichen Spieler einen Vorteil bringt noch
seinem Gegenspieler benachteiligt. Die Schiedsrichter
sollen ein Gefühl entwickeln für das, was die Spielbeteiligten
zu unternehmen versuchen und sollen das pfeifen,
was für das Spiel richtig ist.
- Doppelfoul
Ein
Doppelfoul ist eine Situation, in der zwei Gegenspieler
zur annähernd gleichen Zeit gegeneinander Fouls
begehen. Das Spiel wird fortgesetzt mit einem
Einwurf nächst der Stelle der Regelverletzung durch
die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls
Ballkontrolle hatte. Wenn
in derselben Zeit ein gültiger Korb erzielt wurde,
wird der Ball von der Endlinie wieder ins Spiel
gebracht.
- Technisches
Foul durch einen Spieler
Neu:
Technisches
Foul wenn
ein Verteidiger absichtlich Brett und Ring vibrieren
läßt, während der Ball im Flug ist während eines
Korbwurfversuches, mit dem Ziel der Verhinderung
des Korberfolges. Unsportlich
Technisches Foul: Beispiel
1:Sogenannter "trash talk" mit dem Gegenspieler,
wie Beleidigungen auf persönlicher Ebene (in allen
Sprachen dieser Welt). Beispiel
2:Eine Mannschaft liegt kurz vor Spielende knapp
zurück. Ein Spieler wartet nicht auf ein Foul an
einem Spieler, um die Uhr zu stoppen, sondern er
beschimpft sofort den SR um ein Technisches Foul
(bisher nur 2 Freiwürfe mit anschließender Reboundchance)
zu provozieren. Bestrafung:
2 Freiwürfe plus Ballbesitz
- Gewalttätigkeiten
Disqualifikation vom Ersatzspieler:TF gegen ihn
(mit einem "F" (Fighting) vermerkt) und
TF gegen Trainer (mit einem "B" vermerkt)
Disqualifikation von Mannschaftsbegleitern oder
Trainerassistent:TF gegen Trainer (mit einem "B"
vermerkt)
Disqualifikation gegen Trainer/Spieler:TF gegen
ihn (mit einem "D" vermerkt), Vermerk
auf der Rückseite des Spielbogens Bericht
innerhalb 2 Werktagen an die Spielleitung
Disqualifikation gegen Spieler als "Matchstrafe":TF
gegen ihn (mit einem "M" vermerkt); kein
Vermerk auf der Rückseite des Spielbogens; kein
Bericht an die Spielleitung Bestrafung:
FW plus Ballbesitz (keine weiteren Freiwürfe) Alle
Buchstaben werden auf dem Spielbogen rechts neben
dem letzten Foulkästchen eingetragen. Ist es das fünfte
Foul, wird der Buchstabe rechts neben dem letzten
Foulkästchen eingetragen.
Disqualifikation von Mitgliedern beider Mannschaften
und keine weiteren Foulstrafen:Sprungball (Springer
beliebig) Disqualifizierende
Fouls zählen nicht zu den Mannschaftsfouls.
- Schiedsrichtertechnik:
Freiwurf: Den
ersten von mehreren Freiwürfen übergibt der Folgende
SR, alle folgenden Freiwürfe, d.h. der 2. (und 3.)
werden vom Vorderen SR ausgeführt. Aber auch wenn
nur es 1 (einen) Freiwurf gibt (Bonuswurf), wird
dieser vom Vorderen Schiedsrichter ausgeführt -
in den Freiwurfraum gehen, anzeigen und Bodenpaß
zum Freiwerfer. Der Vordere SR steht beim letzten
Wurf außerhalb des Spielfeldes in Verlängerung der
rechten Freiwurfraumbegrenzung. Nach dem Wurf rückt
er nach rechts unter den Korb, um die beste Position
einzunehmen (abhängig vom Spielverlauf - wohin springt
der Ball?). Vorderer
SR: Er
kann bei bestimmten Spielsituationen über die äußere
Brettkante hinaus bis Höhe des Rechtecks 6 seine
Position einnehmen. (Boxing-in-Prinzip weiterhin
beachten)
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