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Die Offiziellen
Basketball-Regeln der FIBA sind seit August 1994 gültig.
Die Technische Kommission der FIBA führt im 4-jährigen
Rhythmus Änderungen der Regeln durch.
Die Popularität
des Basketballspiels steigt nach wie vor auf der ganzen
Welt an. Um diesen kontinuierlichen Erfolg weiter zu
gewährleisten, ist es nach Ansicht der FIBA erforderlich,
den Reiz und die Attraktivität des Spiels anhand der
Spielregeln sicherzustellen.
Die anstehenden
Regeländerungen haben teils mehr, teils weniger erhebliche
Auswirkungen auf das Spiel. Einige Schlagworte und Schwerpunkte
der Regeländerungen:
- in der 2. Halbzeit
gibt es drei Auszeiten
- in den letzten
2 Minuten eines Spiels bzw. in den letzten 2
Minuten einer Begegnung wird die Spieluhr bei
jedem Feldkorb gestoppt
- neue Definitionen,
wann aus einem 3-Punkte-Wurf ein 2-Punkte-Wurf
wird
-
weitere Liberalisierung
der 30-Sekunden-Regel
-
der Zustand "Ball
im Spiel" ist weggefallen. Die Regeln mußten
an einigen Stellen angepaßt werden
-
neue Definitionen
in Bezug auf legale und illegale Kontakte
- neue Festlegung
"Regelwidriger Gebrauch der Hände"
- Einführung des
unsportlich-technischen Fouls durch einen Spieler
- neue Regelung
für die Strafen bei einem Doppelfoul
- Nach Spielende
ist die Verwendung von Videos, Filmen, Fotos
u. a. für die Feststellung der Verantwortlichkeit
bei Disziplinverstößen gestattet.
Aus Sicht
der FIBA werden die Regeländerungen im wesentlichen
durch vier Punkte begründet:
-
Einführung neuer
Elemente in einigen Regeln, die die Praxis und
die Entwicklung des Spiels fördern sollen.
-
Einführung einiger
offizieller FIBA-Interpretationen in das Regelwerk.
- Verbesserungen
und Klarstellungen redaktioneller und struktureller
Art bei vielen Texten des Regelwerkes.
-
Einführung einiger
Punkte und Techniken in das Regelwerk, die zur
Vereinheitlichung der FIBA-Regeln mit den NBA-
und NCAA-Regeln führen.
Abmessungen
und Ausrüstung
In der
Anzahl umfaßt das neue Regelheft 60 Artikel, damit ist
das Regelheft um einen Artikel kürzer, da der frühere
Artikel 22 (Spielentscheidung) inhaltlich in den Artikel
1 (Definitionen) eingearbeitet wurde.
Im Abschnitt
über Abmessungen und Ausrüstung sind eine Reihe von
Änderungen vorgenommen worden, deren Darstellung im
Detail an dieser Stelle zu weit führen würde. Die Änderungen
beziehen sich auf Spielfeldabmessungen, Grenzlinien
und den Abstand von Zuschauern und Werbereitern, Material
und Abmessungen der Spielbretter, Korbstützen und deren
Polsterung, die Ringe und die Ringbefestigung, Spieluhr
und 30-Sekunden-Anlage und vieles mehr. Eine große Anzahl
von Vorschriften befaßt sich mit den Anlagen und der
Ausrüstung für die sogenannten offiziellen Hauptwettbewerbe
der FIBA wie z. B. olympische Turniere, Weltmeisterschaften
u. a.
Rechte
des 1. Schiedsrichters
Der 1.
Schiedsrichter führt den Hochwurf im Mittelkreis zu
Beginn jeder Halbzeit und jeder Verlängerung aus.
Vorfälle
vor Spielbeginn oder nach Ablauf der Spielzeit
Kommt
es früher als 20 Minuten vor Spielbeginn oder nach Ablauf
der Spielzeit zu unsportlichem Verhalten durch Spieler,
Trainer, Trainer-Assistenten oder Mannschaftsbegleiter
muß der Kommissar bzw. der 1. Schiedsrichter einen detaillierten
Bericht an die Spielleitung senden.
Falls
sich ein solches Verhalten im Zeitraum zwischen Ende
der Spielzeit und der Unterzeichnung des Anschreibebogens
ereignet, muß der 1. Schiedsrichter zusätzlich auf dem
Anschreibebogen vermerken, daß es diesen Zwischenfall
gegeben hat.
Spieler
mit fünf Fouls auf dem Spielfeld
Wenn ein
Spieler sein fünftes Foul begangen hat, über diesen
Umstand nicht informiert wurde, auf dem Spielfeld bleibt
und weiterhin am Spiel teilnimmt oder zu einem späteren
Zeitpunkt wieder in das Spiel zurückkommt, kann der
Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen, sofern
dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird. Wird der
Fehler durch den Anschreiber bemerkt, muß dieser auf
den ersten toten Ball warten, bevor er sein Signal gibt,
um die Schiedsrichter darauf aufmerksam zu machen, das
Spiel zu unterbrechen.
Dies wird
als fehlerhafte Anwendung der Regeln durch Schiedsrichter
und Kampfrichter angesehen. Der fragliche Spieler mit
fünf Fouls wird daher nicht bestraft. Alle Entscheidungen,
die vor der Entdeckung dieses Fehlers und der darauffolgenden
Spielunterbrechung getroffen wurden - wie z. B. erzielte
Körbe , Foulentscheidungen, abgelaufene Spielzeit u.
a. - behalten ihre Gültigkeit. In diesem Falle werden
alle weiteren Fouls, die gegen den Spieler mit fünf
Fouls verhängt werden, als Spielerfouls
eingetragen und bestraft. Sie zählen zu den Mannschaftsfouls.
Wenn jedoch
ein Spieler, der bereits wegen seines fünften Fouls
das Spielfeld verlassen mußte, sich wieder einwechseln
läßt und am Spiel teilnimmt, ist dies als ein technisches
Foul anzusehen, das dem Trainer angeschrieben wird.
Darüber
hinaus werden alle weiteren Fouls, die gegen den Spieler
mit fünf Fouls verhängt werden, als Spielerfouls eingetragen
und bestraft. Sie zählen zu den Mannschaftsfouls.
Überhören
des 30-Sekunden-Signals
Wenn das
30-Sekunden-Signal ertönt, aber wegen des Geräuschpegels
in der Halle von den Schiedsrichtern, Spielern und Trainern
nicht gehört wird und das Spiel weiterläuft, muß der
30-Sekunden-Zeitnehmer wie folgt verfahren:
-
Die Spieluhr muß
zeitgleich mit dem 30-Sekunden-Signal manuell
gestoppt werden, falls beide Anlagen nicht synchronisiert
sind.
- Der 30-Sekunden-Zeitnehmer
muß sofort alles tun (aufstehen, mit den Armen
winken, zur Seitenlinie laufen u. a.), um die
Schiedsrichter auf sich aufmerksam zu machen.
Falls in der Zwischenzeit, also nach Ertönen
des 30-Sekunden-Signals, ein Korb erzielt wird
oder ein Foul begangen wird, darf weder der
Korb zählen noch das Foul beachtet werden, es
sei denn, es handelt sich um ein technisches,
unsportliches oder disqualifizierendes Foul,
das jeweils zu bestrafen ist.
- Wenn das 30-Sekunden-Signal
nicht mit der Spieluhr synchronisiert ist und
die Spieluhr mit dem Ertönen des Signals nicht
sofort gestoppt wurde, muß der 1. Schiedsrichter
das genaue Zeitmaß feststellen, um das die Spieluhr
irrtümlich weiter lief. Falls erforderlich,
muß er sich mit Kommissar, 2. Schiedsrichter
und den Kampfrichtern beraten. Letztlich trifft
jedoch der 1. Schiedsrichter die abschließende
Entscheidung über die Zeit, um welche die Spieluhr
zurückzusetzen ist. Das Spiel wird mit Einwurf
für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt nächst
der Stelle, an der der Ball zum toten Ball wurde.
Spielkleidung
einer Mannschaft
Die Spielkleidung
einer Mannschaft besteht aus:
-
Einheitlichen
Hemden, deren überwiegende Farbe auf Vorder-
und Rückseite gleich sein muß.
- Alle Spieler (männlich
und weiblich)
müssen die Hemden während des Spiels in den
Shorts tragen. Spielkleidung aus Hemd und Shorts
als "Einteiler" ist zulässig.
- T-Shirts unter
den Hemden dürfen nicht
getragen werden (Ausnahme = Ärztliches Attest).
- Einheitlichen
Shorts, deren überwiegende Farbe auf Vorder-
und Rückseite gleich sein muß, aber nicht notwendigerweise
mit der Farbe der Hemden übereinstimmen muß.
- Unterkleidung
darf unterhalb der Shorts sichtbar getragen
werden. Sie muß die gleiche farbige Beschaffenheit
wie die Shorts haben.
- Jeder Spieler
muß auf der Vorder- und Rückseite seines Hemdes
mit einfarbigen Zahlen, die sich von der Farbe
des Hemdes abheben, numeriert sein
Kapitän
einer Mannschaft
Ehe der
Kapitän das Spielfeld aus einem zulässigen Grund verläßt,
hat der Trainer
den 1. Schiedsrichter durch Bezeichnung der Spielernummer
zu informieren, welcher Spieler den ausgewechselten
Kapitän während dessen Abwesenheit auf dem Spielfeld
vertritt. Der Kapitän bestimmt den Springer seiner Mannschaft
bei einem Sprungball sowie den Freiwerfer in einer Freiwurfsituation
seiner Mannschaft in all den Fällen, in denen der Springer
oder der Freiwerfer nicht durch die Regeln festgelegt
ist.
Trainer
und Rechte des Trainers
Ist ein
Trainer-Assistent vorhanden, muß sein Name vor dem Spielbeginn
auf dem Anschreibebogen eingetragen werden. Er übernimmt
die Aufgaben des Trainers, wenn der Trainer aus irgendeinem
Grund nicht in der Lage ist, seine Aufgaben weiter auszuüben.
Der Mannschaftskapitän
muß
als Trainer fungieren, wenn der Trainer nicht anwesend
ist oder der Trainer seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen
kann und kein Trainer-Assistent auf dem Anschreibebogen
eingetragen ist. Nur der Trainer, dessen Name auf dem
Anschreibebogen eingetragen ist, darf während des Spieles
stehen. Dieses Recht geht auf denjenigen über, der den
Trainer - aus welchem Grund auch immer - ersetzt.
Wenn vor
oder kurz nach Spielbeginn, nachdem der Trainer seine
Startformation (Erste Fünf) bestätigt hatte, entdeckt
wird, daß einer der Spieler nicht zu den bestätigten
Ersten Fünf gehört, muß dieser Spieler gegen den ursprünglich
vorgesehenen Spieler ausgewechselt werden. Eine Strafe
gegen diese Mannschaft wird hierfür nicht verhängt.
Die
letzten zwei Minuten eines Spieles
Die Spieluhr
wird gestoppt, wenn in den letzten zwei Minuten des
Spieles oder in den letzten zwei Minuten jeder Verlängerung
ein Feldkorb erzielt wird. Während dieser speziellen
Phase eines toten Balls darf keine
Mannschaft einen Spielerwechsel durchführen (Ausnahme:
Angerechnete Auszeit oder Spielunterbrechung durch die
Schiedsrichter). Eine Auszeit für die Mannschaft, die
die Punkte erzielt hat, ist ebenfalls nicht zulässig
(Ausnahme: Spielunterbrechung durch die Schiedsrichter).
Die Spieluhr
ist in dem Moment zu stoppen, in dem der Ball zum toten
Ball wird, also sobald der Ball durch den Korb geht
oder darin verbleibt.
Irrtümliche
Zurückstellung der 30-Sekunden-Anlage
Wenn ein
Schiedsrichter bemerkt, daß die 30-Sekunden-Anlage irrtümlich
zurückgestellt wurde, während der Ball belebt war und
die Spieluhr lief, kann er das Spiel sofort unterbrechen,
sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird.
Die 30-Sekunden-Anlage ist auf die Sekundenzahl einzustellen,
die zum Zeitpunkt vor dem Fehler angezeigt worden war.
Das Spiel ist durch Einwurf an der Stelle, an der der
Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung war, fortzusetzen.
In allen
anderen Fällen wird der ballkontrollierenden Mannschaft
eine neue 30-Sekunden-Periode zugesprochen, sofern dadurch
nach Ansicht des Schiedsrichter keine Mannschaft einen
Nachteil erleidet. In diesem Fall wird der ballkontrollierenden
Mannschaft keine neue 30-Sekunden-Periode zugesprochen.
Irrtümliches
Ertönen des 30-Sekunden-Signals
Wenn das
30-Sekunden-Signal irrtümlich ertönt, während eine Mannschaft
Ballkontrolle hat, muß der Schiedsrichter pfeifen und
das Spiel unterbrechen. Die zum Zeitpunkt des fehlerhaften
Signals in Ballbesitz befindliche Mannschaft erhält
erneut den Ballbesitz mit einer neuen 30-Sekunden-Periode
zugesprochen.
Wenn das
30-Sekunden-Signal irrtümlich ertönt, während keine
Mannschaft Ballkontrolle hat, muß der Schiedsrichter
pfeifen und das Spiel unterbrechen. In diesem Fall zählt
der Feldkorb, wenn der Ball aufgrund eines Korbwurfes
in der Luft ist und ohne Berührung eines Spielers (gleich
welcher Mannschaft) in den Korb geht. Geht der Ball
nicht in den Korb, wird das Spiel mit Sprungball fortgesetzt.
Die Einschränkungen hinsichtlich des Stören des Balles
(Art. 43) sind zu beachten.
Drei
Auszeiten in der zweiten Halbzeit
Jeder
Mannschaft dürfen während der ersten Halbzeit zwei angerechnete
Auszeiten, während
der zweiten Halbzeit drei angerechnete Auszeiten
und während jeder Verlängerung eine angerechnete Auszeit
gewährt werden.
Auszeiten
zwischen Freiwürfen
Eine angerechnete
Auszeit ist nicht zulässig zwischen Freiwürfen, die
zu einer einzigen Strafe gehören oder unmittelbar nach
dem letzten oder einzigen Freiwurf einer Foulstrafe.
Ereignet
sich zwischen den Freiwürfen ein Foul, wird die ursprüngliche
Freiwurfstrafe zu Ende geführt und die Auszeit vor der
Ausführung der neuen Foulstrafe gewährt.
Ereignet
sich ein Foul, bevor der Ball nach dem letzten Freiwurf
belebt wird, wird die Auszeit vor der Ausführung der
neuen Foulstrafe gewährt. Ereignet sich eine Regelübertretung,
bevor der Ball nach dem letzten Freiwurf belebt wird,
wird die Auszeit vor dem Sprungball oder dem Einwurf
gewährt.
Kommt
es zu einer Serie von Freiwurfstrafen infolge mehrerer
Fouls, ist jede Freiwurfstrafe separat von den anderen
Freiwurfstrafen zu behandeln. Nach Beendigung jeder
separaten Freiwurfstrafe kann Auszeit gewährt werden.
Verletzung
eines Schiedsrichters
Im Falle
der Verletzung eines Schiedsrichters amtiert der andere
Schiedsrichter allein bis zum Spielende, es sei denn,
es ist möglich, den verletzten Schiedsrichter durch
einen qualifizierten Schiedsrichter zu ersetzen. Der
nicht verletzte Schiedsrichter entscheidet nach Rücksprache
mit dem Kommissar über die Vertretung.
Verlängerung
In allen
Verlängerungen muß
jede Mannschaft auf den Korb spielen, auf den sie in
der zweiten Halbzeit gespielt hatte.
Zustand
des Balles
Die Definition,
der Ball "ist im Spiel" bzw. "geht ins
Spiel" ist in den neuen Regeln weggefallen. Dadurch
wurden im neuen Regelheft an vielen Stellen entsprechende
Anpassungen notwendig.
Während
hinsichtlich der Definition "Der Ball wird zum
toten Ball" keine Änderungen eingetreten sind,
ist der Zustand "belebter Ball" wie folgt
definiert:
Der Ball
wird belebt, wenn
-
der Ball bei einem
Sprungball die Hand des Schiedsrichters verläßt.
- ein Schiedsrichter
den Ball dem Freiwerfer zur Verfügung stellt.
- der Ball dem Spieler
zu einem Einwurf zur Verfügung steht.
Spieler
in der Korbwurfaktion
Ein Spieler
befindet sich in einer Korbwurfaktion, wenn er nach
Beurteilung eines Schiedsrichters den Versuch beginnt,
durch Werfen, Dunking oder Tippen des Balles in Richtung
des gegnerischen Korbes einen Korb zu erzielen. Dabei
ist es unerheblich, ob der Ball die Hand/Hände des Spielers
verlassen hat oder der Arm möglicherweise so gehalten
wird, daß der Spieler zwar noch nicht werfen kann, jedoch
einen Versuch dazu unternommen hat. Die Korbwurfaktion
dauert so lange, bis der Ball die Hand/Hände des Spielers
verlassen hat.
Ein Spieler
befindet sich nur dann in einer Korbwurfaktion, wenn
er auf den Korb des Gegners
wirft. Wenn er irrtümlich auf seinen eigenen Korb wirft,
befindet er sich nicht in der Korbwurfaktion.
Eigenkorb
Wenn eine
Mannschaft zufällig
den Ball in den eigenen Korb
wirft, werden die Punkte so angeschrieben, als wenn
sie der Kapitän der gegnerischen Mannschaft erzielt
hätte.
Wenn eine
Mannschaft absichtlich
den Ball in den eigenen Korb
wirft, handelt es sich um eine Regelübertretung, und
es können keine Punkte erzielt werden.
Wann
wird aus einem 3-Punkte-Wurf ein 2-Punkte-Wurf?
Ein Korbwurfversuch
für drei Punkte ändert seinen Status und wird zu einem
2-Punkte-Feldkorb, nachdem der Ball
-
einen Spieler
innerhalb des 2-Punkte-Feldkorb-Bereichs berührt
hat.
- den Ring berührt
hat und von irgendeinem Spieler legal berührt
wird, bevor er in den Korb geht.
- den Boden innerhalb
des 2-Punkte-Feldkorb-Bereichs berührt hat.
Spielerwechsel
Die Möglichkeit,
einen Spieler auszuwechseln, beginnt, wenn
-
der Ball zum toten
Ball wird und die Spieluhr gestoppt ist.
- bei einem Foul
der Schiedsrichter seine Anzeige zum Anschreibertisch
beendet hat.
Die Möglichkeit,
einen Spieler auszuwechseln, endet, wenn
-
ein Schiedsrichter
mit dem Ball den Kreis betritt, um einen Sprungball
ausführen zu lassen.
- ein Schiedsrichter
mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt,
um den ersten oder einzigen Freiwurf ausführen
zu lassen.
- der Ball einem
Spieler zum Einwurf zur Verfügung steht.
Keine
Erlaubnis für Spielerwechsel
Nach einer
Regelübertretung darf die Mannschaft keinen Spielerwechsel
durchführen, die den Einwurf nicht
ausführt.
Ausnahmen
sind:
-
Wenn die Mannschaft,
die den Einwurf ausführt, einen Spielerwechsel
vornimmt, darf auch die andere Mannschaft wechseln.
- Wenn ein Foul
gegen irgendeine Mannschaft verhängt wird, darf
von jeder Mannschaft gewechselt werden.
- Wenn eine Auszeit
irgendeiner Mannschaft gewährt wird, darf von
jeder Mannschaft gewechselt werden.
- Bei einer Spielunterbrechung
durch die Schiedsrichter, die von keiner Mannschaft
verursacht wurde, darf von jeder Mannschaft
gewechselt werden.
Spielerwechsel
innerhalb der letzten zwei Minuten eines Spiels
Wenn die
Spieluhr nach einem Feldkorb während der letzten zwei
Minuten eines Spiels und/oder Verlängerung angehalten
wird, darf kein Spielerwechsel vorgenommen werden.
Ausnahmen:
-
Während einer
angerechneten Auszeit
-
Ein Schiedsrichter
hat das Spiel aus einem Grund unterbrochen,
der nicht von der Mannschaft verursacht wurde,
die den Spielerwechsel beantragt hat.
Spielerwechsel
zwischen oder nach einem oder mehreren Freiwürfen
Zwischen
oder nach einem oder mehreren Freiwürfen, die von einer
einzelnen Strafe verursacht wurden, darf kein Spielerwechsel
vorgenommen werden.
Ereignet
sich ein Foul zwischen Freiwürfen, werden die Freiwürfe
beendet, und ein Spielerwechsel ist vor Ausführung der
neuen Foulstrafe erlaubt.
Ereignet
sich ein Foul, bevor der Ball nach dem letzten Freiwurf
wieder belebt wird, kann ein Spielerwechsel vor der
Ausführung der neuen Foulstrafe durchgeführt werden.
Ereignet
sich eine Regelübertretung, für die die Strafe Sprungball
oder Einwurf ist, bevor der Ball nach dem letzten Freiwurf
wieder belebt ist, kann ein Spielerwechsel vor der Ausführung
der neuen Foulstrafe durchgeführt werden.
Kommt
es zu einer Serie von Freiwurfstrafen infolge mehrerer
Fouls, ist jede Foulstrafe separat von den anderen Freiwurfstrafen
zu behandeln. Nach Beendigung jeder separaten Freiwurfstrafe
kann ein Spielerwechsel vorgenommen werden.
Auch ein
Freiwerfer darf im Fall von Freiwurfsätzen, die durch
mehr als eine Foulstrafe verursacht wurden, nach jedem
Freiwurfsatz ausgewechselt werden.
Videobeweis
Videos,
Film, Fotos oder jegliche andere Form von visuellen
oder elektronischen Geräten dürfen nicht dazu benutzt
werden, das Spielergebnis zu bestimmen oder zu ändern.
Nach Spielende
ist die Verwendung der genannten Geräte nur für die
Feststellung der Verantwortlichkeit bei Disziplinverstößen
oder für Schulungszwecke gestattet.
Ausball
Der Ausball
wird von dem Spieler verursacht, der den Ball zuletzt
berührt, ehe der Ball ins Aus ging, auch dann, wenn
der Ball durch Berühren von etwas anderem als einem
Spieler ins Aus geht.
Wenn der
Ball ins Aus geht, weil er von einem Spieler berührt
wird, der entweder auf der Auslinie steht oder bereits
im Aus ist, ist dieser Spieler für den Ausball verantwortlich.
Spieler
auf dem Boden
Wenn ein
Spieler auf den Boden fällt, während er den Ball hält,
ist dies eine Regelübertretung. Wenn ein Spieler während
er auf dem Boden liegt oder sitzt in Ballbesitz kommt
und dann dabei rutscht, rollt oder mehr als die erlaubten
Kontakte mit den Füßen auf dem Boden macht, ist dies
eine Regelübertretung. Wenn ein Spieler mit Ball am
Boden liegt und versucht aufzustehen, während er den
Ball hält, ist dies eine Regelübertretung.
3-Sekunden-Regel
Ein Spieler
darf nicht länger als drei aufeinanderfolgende Sekunden
in der Begrenzten Zone des Gegners bleiben, während
seine Mannschaft Ballkontrolle hat und die Spieluhr
läuft.
Nachsicht
in Bezug auf eine Regelübertretung der drei Sekunden
ist bei einem Spieler zu üben, der
-
versucht, die
Begrenzte Zone zu verlassen
-
sich in der Begrenzten
Zone befindet, wenn er oder ein Mitspieler -
innerhalb oder außerhalb der Begrenzten Zone
- sich in er Korbwurfbewegung befindet und der
Ball gerade die Hand oder Hände verläßt oder
verlassen hat.
-
weniger als drei
Sekunden in der Begrenzten Zone war und auf
den Korb zu dribbelt um zu werfen.
Stören
des Balles
Ein Angriffs-
oder ein Verteidigungsspieler darf den Ball weder berühren,
solange er sich bei einem Korbwurf aus dem Feld in seinem
Abwärtsflug vollständig über dem Ringniveau befindet,
noch darf er ihn bei einem Korbwurf aus dem Feld berühren,
nachdem der Ball das
Spielbrett vollständig oberhalb des Ringniveaus berührt.
Diese
Einschränkung gilt solange, bis der Ball den Ring berührt
oder es offensichtlich ist, daß der Ball den Ring nicht
berühren wird.
Ein Angriffs-
oder Verteidigungsspieler darf weder den Korb noch das
Spielbrett berühren, während der Ball bei einem Korbwurf
aus dem Feld Kontakt mit dem Ring hat.
Ein Angriffs-
oder Verteidigungsspieler darf nicht von unten durch
den Ring den Ball berühren, wenn sich dieser oberhalb
des Ringniveaus oder am Ring befindet. Dies gilt bei
einem Korbwurfversuch, bei einem Tip nach einem Sprungball
oder bei einem Zuspiel.
Es handelt
sich um eine Regelübertretung, wenn der Ball aufgrund
eines Korbwurfes kurz vor Ende der Spielzeit (Halbzeit,
Verlängerung) im Abwärtsflug ist und ein Verteidiger
nach dem Schlußsignal vorsätzlich das Spielbrett oder
den Ring so in Schwingung versetzt, daß nach Ansicht
des Schiedsrichters der Ball deshalb nicht in den Korb
gehen kann.
Definitionen
zum Korbwurf
Ein Korbwurf
beginnt, wenn der Ball die Hand oder die Hände eines
Spielers verläßt, der sich in der Korbwurfaktion befindet.
Ein Korbwurfversuch
endet, wenn der Ball
-
keine Möglichkeit
mehr hat, in den Korb zu gehen.
-
den Boden berührt.
-
zum toten Ball
wird.
Der Ball
befindet sich im Korb, sobald sich der geringste Teil
seine Umfangs innerhalb des Ringes und unterhalb der
Oberkante des Ringes befindet.
Fouls
und Kontakte
Ein Foul
ist eine Regelübertretung, wenn damit persönlicher Kontakt
mit einem Gegner oder unsportliches Verhalten verbunden
ist.
Bei der
Beurteilung, ob solche Kontakte bestraft werden oder
nicht, müssen die
Schiedsrichter
folgende wesentliche Grundsätze beachten und abwägen:
-
Aufrechterhaltung
von Geist und Sinn der Regeln.
-
Gleichmäßigkeit
in der Anwendung des "Vorteil/Nachteil"-Prinzips.
Die Schiedsrichter sollen den Spielfluß nicht
unnötig unterbrechen, indem sie einen zufälligen
persönlichen Kontakt bestrafen, der weder dem
dafür verantwortlichen Spieler einen Vorteil
bringt noch seinen Gegenspieler benachteiligt.
Die Gleichmäßigkeit
in der Anwendung des "Vorteil/Nachteil"-Prinzips
soll beinhalten, daß
-
die Fähigkeiten
der Spieler, ihre Einstellung und ihr Verhalten
während des Spiels berücksichtigt
wird.
- ein Gleichgewicht
zwischen Spielkontrolle und Spielfluß entsteht.
Die Schiedsrichter sollen ein Gefühl entwickeln
für das, was die Spielbeteiligten zu unternehmen
versuchen und sollen das pfeifen, was für das
Spiel richtig ist.
Neue
Definition des Zylinders (Vertikalprinzip)
Ein Zylinder
ist als ein Raum definiert, der von einem Spieler auf
dem Spielfeld eingenommen wird und schließt den Raum
über dem Spieler mit ein. Er ist durch die normale Basketball-Position
folgendermaßen definiert:
-
nach vorne durch
die Handflächen,
- nach hinten durch
die Rückseite des Gesäßes und
-
nach den Seiten
durch die Außenseiten seiner Arme und Beine
Jeder
Spieler hat das Recht, eine Position (Zylinder) auf
dem Basketball-Spielfeld überall dort einzunehmen, wo
sich noch kein Gegenspieler befindet.
Foul
durch Angreifer
Im Zusammenhang
mit der Definition des Zylinders ist eine neue Variante
eines Angreiferfouls festgelegt worden:
Ein Angreifer
darf weder am Boden noch in der Luft Kontakt mit dem
Verteidiger verursachen durch
-
das Benutzen seiner
Arme, um sich zusätzlichen Platz zu verschaffen
(wegräumen),
-
das Ausstrecken
seiner Beine, um damit einen Kontakt während
oder unmittelbar nach einem Korbwurfversuch
zu verursachen.
Kontakt
mit Hand/Händen und/oder Arm/Armen an einem Gegenspieler
-
Die bloße Berührung
eines Gegenspielers mit einer Hand oder mit
beiden Händen
ist nicht unbedingt eine Regelverletzung.
-
Die Schiedsrichter
müssen entscheiden, ob der Spieler, der den
Kontakt verursacht hat, dadurch einen Vorteil
erlangt hat. Wenn der von einem Spieler verursachte
Kontakt die Bewegungsfreiheit eines Gegenspielers
einschränkt, ist dies
ein Foul.
-
Ein Verteidiger
berührt beim Versuch, den Ball zu spielen, eine
Gegenspieler mit seiner Hand oder seinen Händen.
Findet ein solcher Kontakt nur an der Hand des
Gegenspielers statt, während dieser seine Hand
am Ball hat, wird er als zufällig angesehen,
und der Kontakt soll nicht bestraft werden.
-
Es handelt sich
um illegalen Gebrauch der Hand/Hände, wenn sie
an einen Gegenspieler mit oder ohne Ball gelegt
werden und dieser Kontakt beibehalten wird.
Das gleiche gilt für das Ausstrecken von Arm/Armen.
-
Einen Gegenspieler
mit oder ohne Ball wiederholt zu berühren oder
zu "sticheln" wird
ebenfalls als Foul angesehen, da es zu einem rohen
Spiel eskalieren kann.
- Es handelt sich
um ein Foul durch einen Angriffsspieler mit
Ball, wenn
-
er sich bei
einem Verteidigungsspieler "einhakt"
oder einen Arm oder Ellenbogen um ihn legt.
-
er einen Verteidigungsspieler
wegstößt, um ihn daran zu hindern, den Ball
spielen zu wollen.
-
er einen Verteidigungsspieler
wegstößt, um mehr Raum zwischen sich und
dem Verteidigungsspieler zu gewinnen.
-
er beim Dribbeln
seinen ausgestreckten Unterarm oder seine
Hand dazu benutzt,
den Gegenspieler daran zu hindern, an
den Ball zu kommen.
- Es handelt sich
um ein Foul durch einen Angriffsspieler ohne
Ball, wenn ein Spieler einen Gegenspieler wegstößt,
um
-
für ein Zuspiel
frei zu sein.
- den Verteidigungsspieler
daran zu hindern, den Ball spielen zu wollen.
- mehr Raum
zwischen sich und dem Verteidigungsspieler
zu gewinnen.
Strafe
Doppelfoul
Ein
Doppelfoul ist eine Situation, in der zwei Gegenspieler
zur annährend gleichen Zeit gegeneinander Fouls
begehen.
Jedem
der schuldigen Spieler wird ein persönliches
Foul angerechnet. Es werden keine Freiwürfe
verhängt.
Das
Spiel wird fortgesetzt mit einem
-
Einwurf nächst
der Stelle der Regelverletzung durch die
Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls
Ballkontrolle hatte.
- Sprungball
zwischen den beteiligten Spielern im nächstgelegenen
Kreis, sofern keine Mannschaft zum Zeitpunkt
des Doppelfouls Ballkontrolle hatte.
Wenn
in derselben Zeit ein gültiger Korb erzielt
wurde, wird der Ball durch einen Gegenspieler
der Mannschaft, die den Korb erzielt hat, von
der Endlinie ins Spiel gebracht.
Anmerkung:
Werden
ein Doppelfoul, das zu einem Sprungball führt,
und ein oder mehrere weitere Fouls zur annährend
gleichen Zeit begangen, wird das Spiel fortgesetzt,
nachdem die Fouls angeschrieben sind und die
eventuelle Strafe vollzogen worden ist, als
ob das Doppelfoul sich nicht ereignet hätte.
Grundsätze
für ein unsportliches Foul
Zur
Beurteilung, ob es sich um ein unsportliches
Foul handelt, müssen die Schiedsrichter folgende
Grundsätze anwenden:
- Wenn
ein Spieler, bei einem Versuch den Ball
zu spielen, einen heftigenKontakt (hartes
Foul) verursacht, wird der Kontakt als
unsportlich angesehen.
- Wenn
ein Spieler keinen legalen Versuch unternimmt,
den Ball zu spielen, handelt
es sich normalerweise um ein unsportliches
Foul.
- Beim
Festhalten, Schlagen oder Stoßen eines
Spielers handelt es sich normalerweise
um ein unsportliches Foul.
Beschädigung
der zu einem Spiel gehörenden Ausrüstung
Aktionen
von Spielern, Trainern und Mannschaftsbegleitern,
die zur Beschädigung der zu einem Spiel gehörenden
Ausrüstung führen können, dürfen von den Schiedsrichtern
nicht geduldet werden. Werden solche Vorkommnisse
von den Schiedsrichtern beobachtet, ist der
Trainer der betreffenden Mannschaft sofort zu
verwarnen. Sollten sich diese Vorkommnisse fortsetzen,
ist sofort ein technisches Foul gegen jeden
Beteiligten zu verhängen. Wenn der Name des
Beteiligten nicht auf dem Anschreibebogen erscheint,
wird das technische Foul dem Trainer als "B-Foul"
angeschrieben.
Festhalten
(Hängen) am Ring
Festhalten
(Hängen) am Ring in der Weise, daß das Gewicht
des Spielers vom Ring gehalten wird, führt zu
einem technischen Foul durch den Spieler. Wenn
sich bei einer Dunking - Situation ein Spieler
kurzzeitig
am Ring festhält, ist dies als zufällig anzusehen
und nicht zu bestrafen. In einer Dunking-Situation
darf sich ein Spieler am Ring festhalten, wenn
er -nach Auffassung des Schiedsrichters- dadurch
versucht, sich oder einen anderen Spieler vor
Verletzung zu schützen.
Spielbrett
oder Ring in Schwingung versetzen
Ein
Verteidiger, der -während der Ball bei einem
Feldkorbversuch in der Luft ist- vorsätzlich
das Spielbrett oder den Ring so in Schwingung
versetzt, daß nach Ansicht des Schiedsrichters
der Ball deshalb nicht in den Korb gehen kann,
erhält ein technisches Foul.
Technisches
Foul durch einen Spieler
Es
gibt zwei Arten des technischen Fouls durch
einen Spieler:
-
Technisches
Foul
- Unsportliches
technisches Foul
Es
handelt sich um ein technisches Foul, wenn ein
Spieler Ermahnungen der Schiedsrichter mißachtet
oder unsportliches Verhalten zeigt. In den Regeln
werden dazu eine Reihe von Beispielen angeführt
(wie nach alter Regel).
Es
handelt sich um ein unsportliches technisches
Foul,
wenn ein Spieler nach Ansicht des Schiedsrichters
absichtlich oder unsportlich eine technische
Regelverletzung begeht, oder wenn diese Regelverletzung
ihm einen unfairen Vorteil bringt. Die Regel
nennt keine Beispiele. Um den Sinn und das Ziel
des unsportlichen technischen Fouls zu erklären,
wird folgende Spielsituation aufgezeigt. Letzte
Minute eines Spiels, Spielstand 78 : 79. Mannschaft
B hat vier Mannschaftsfouls und Ballbesitz.
Mannschaft A will in Ballbesitz kommen und foult
deswegen einen Spieler der Mannschaft B (taktisches
Foul). Aufgrund der geringen Anzahl von Mannschaftsfoul
führt dieses Foul zu einem Einwurf für Mannschaft
B. Mannschaft A kommt also durch persönliche
Fouls nicht zum Ziel. Foult Mannschaft A jedoch
technisch (z. B. Beleidigung eines Spielers
der Mannschaft B oder Beleidigung des Schiedsrichters),
wird als Strafe zwei Freiwürfe ausgesprochen.
Mannschaft A hat damit die Reboundmöglichkeit.
In einer solchen Situation soll der Schiedsrichter
nicht auf technisches, sondern auf unsportlich
technisches Foul entscheiden. Neben zwei Freiwürfen
erhält Mannschaft B zusätzlich Seiteneinwurf,
denn als Strafe gilt:
Bei
einem technischen Foul werden dem Gegner zwei
Freiwürfe zuerkannt. Bei einem unsportlich technischen
Foul werden dem Gegner zwei Freiwürfe mit anschließendem
Ballbesitz zum Einwurf vom Mittelpunkt der Seitenlinie
gegenüber dem Anschreibertisch zuerkannt.
Anmerkung:
Wird
ein technisches Foul erst entdeckt, nachdem
der Ball nach dem Foul belebt ist, wird das
Spiel gestoppt und ein technisches Foul verhängt.
Die Strafe wird so vollzogen, als ob sich das
Foul zum Zeitpunkt der Entdeckung ereignet hätte.
Alles, was in der Zeit zwischen dem Foul und
der Unterbrechung des Spiels geschehen ist,
hat Gültigkeit.
Technisches
Foul während einer Spielpause
Die
Spielpause beginnt 20 Minuten vor Spielbeginn
oder mit dem Signal des Zeitnehmers zum Ende
einer Halbzeit oder Verlängerung. Die Spielpause
endet in dem Moment, in dem der Schiedsrichter
mit dem Ball den Mittelkreis betritt, um den
Sprungball auszuführen. Wenn ein technisches
Foul während einer Spielpause verhängt wird
gegen
-
ein spielberechtigtes
Mannschaftsmitglied, wird es dem Mannschaftsmitglied
als
Spieler
angeschrieben. Die Strafe lautet auf zwei
Freiwürfe. Das Foul zählt zu den Mannschaftsfouls.
- einen Trainer,
Trainer-Assistenten, Spielertrainer oder
Mannschaftsbegleiter,wird es dem Trainer
angeschrieben. Die Strafe lautet auf zwei
Freiwürfe. Das Foul zählt nicht
zu den Mannschaftsfouls.
Gewalttätige
Auseinandersetzung
Nach
den neuen Regeln ist es neben dem Trainer auch
dem Trainer-Assistenten gestattet, den Mannschaftsbankbereich
während einer gewalttätigen Auseinandersetzung
oder in einer Situation, die zu einer Auseinandersetzung
führen kann, zu verlassen, um die Schiedsrichter
bei der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung
der Ordnung zu unterstützen.
Überlagerte
Foulsituationen (Fouls in Sonderfällen)
Werden
mehrere Fouls gegen beide Mannschaften nahezu
gleichzeitig gepfiffen oder werden mehrere Fouls
während der selben Uhr-Stopp-Periode, die auf
ein Foul folgt, begangen, muß folgendes zeitliches
Vorgehen angewandt werden.
- Alle
Fouls werden verhängt und alle Strafen
für die verschiedenen Fouls festgelegt.
- Die
Reihenfolge, in der die Fouls gepfiffen
wurden, wird festgelegt.
- Es
werden alle gleichen Foulstrafen gegen
beide Mannschaften in der Reihenfolge,
in der sie gepfiffen wurden, und alle
Strafen für Doppelfouls, die
zu einem Sprungball führen, aufgehoben.
Sobald Strafen aufgehoben wurden,
werden sie so angesehen als wären sie
nie verhängt worden.
- Jedes
Recht auf Ballbesitz zum Einwurf aufgrund
einer Foulstrafe geht verloren,
ausgenommen des Einwurfs welcher Bestandteil
der letzten Strafe ist,
die nach Aufhebung aller gleichen Foulstrafen
gegen beide Mannschaften
übrig bleibt.
- Die
Strafen für alle übrig bleibenden Fouls
werden in der Reihenfolge ihres Entstehens
ausgeführt.
Korrigierbare
Fehler
Die
Definition der korrigierbaren Fehler hat sich
nicht verändert. Der Artikel wurde im Hinblick
darauf, daß es den Zustand "Ball im Spiel"
nicht mehr gibt, angepaßt. Zwei Änderungen sind
anzuführen.
- Damit
die in der Regel definierten Fehler
berichtigt werden können, müssen
sie von einem Schiedsrichter bemerkt
worden sein oder ein Schiedsrichter
muß darauf aufmerksam gemacht worden
sein, ehe der Ball nach dem ersten
toten Ball belebt wird, nachdem die
Uhr nach dem Fehler in Gang gesetzt
worden war.
- Ein
Schiedsrichter kann das Spiel sofort
unterbrechen, wenn er einen berichtigungsfähigen
Fehler bemerkt, solange keine Mannschaft
dadurch benachteiligt
wird. Wird der Fehler durch den Anschreiber
bemerkt, muß dieser bis zum
ersten toten Ball warten, bevor er sein
Signal gibt, um die Schiedsrichter darauf
aufmerksam zu machen, das Spiel zu unterbrechen.
Weitere
Auswirkungen der neuen Regeln
Im
Anhang zu den Regeln befinden sich die offiziellen
Spielvorschriften. Aufgrund der vorgenommenen
Regeländerungen mußten auch hier einige Modifikationen
vorgenommen werden.
Wahl
der Körbe und der Mannschaftsbänke
Bei
allen Spielen hat die Mannschaft Korbwahl und
die Wahl der Mannschaftsbank, die als erste
im Programm genannt ist (Heimmannschaft).
Diese
Wahl muß allen Beteiligten spätestens 20
Minuten
vor dem angesetzten Spielbeginn bekanntgegeben
worden sein.
Schiedsrichterzeichen
Insgesamt
sind drei neue Schiedsrichterzeichen eingeführt
worden.
-
ungültiger
Korberfolg oder ungültiges Spiel
- Kommunikation
zwischen Schiedsrichtern und Kampfrichtern
- unsportlich
technisches Foul
Diese
Handzeichen können darstellungsmäßig dem Regelheft
entnommen werden.
Anschreibebogen
In
Bezug auf den deutschen Anschreibebogen sind
folgende Änderungen zu nennen:
-
in der zweiten
Halbzeit sind drei Auszeiten möglich.
- ein Spieler,
der bereits fünf Fouls hat, mit diesen fünf
Fouls aus welchem Grund auch immer - weiterspielt,
erhält ein eventuell sechstes Fouls als
Spielerfoul angeschrieben.
- es muß eine
Anschreibetechnik für das unsportlich technische
Foul entwickelt werden.
- ein Trainer-Assisent
- wenn anwesend - muß
eingetragen werden.
Fernseh-Auszeiten
In den
offiziellen Spielvorschriften sind im Anhang E interessante
Ausführungen zu den Fernseh-Auszeiten enthalten. Diese
Bestimmungen gelten für die offiziellen Hauptwettbewerbe
der FIBA. Es wird angeregt, bei Bedarf diese Bestimmungen
analog anzuwenden.
Schiedsrichtertechnik
Geringfügige
Änderungen sind in Bezug auf die Schiedsrichtertechnik
zu nennen:
-
die sogenannte
Lower-3-Technik entfällt,
- die Position
des vorderen Schiedsrichters bei der Ausführung
des einzigen oder letzten Freiwurfs ändert
sich.
- bei der Anzeige
der Anzahl von Freiwürfen treten Änderungen
in den Zuständigkeiten zwischen ausführenden
und vorderen Schiedsrichter ein.
- bei bestimmten
Spielsituationen kann der vordere Schiedsrichter
seine Position auch über die äußere Brettkante
hinaus einnehmen.
Zusammenfassung
und Schlußbemerkung
Der Umfang
der vorgenommenen Regeländerungen ist alles in allem
gesehen groß. Eine Vielzahl von Verbesserungen und Klarstellungen
redaktioneller und struktureller Textelemente führt
zweifelsohne zu mehr Transparenz. Auch die Aufnahme
von offiziellen Interpretationen der FIBA ist begrüßenswert.
Stellt man auf wesentliche inhaltliche Änderungen wie
z. B. Regelungen in Bezug auf:
-
die letzten
zwei Minuten eines Spiels
- drei Auszeiten
in der zweiten Halbzeit
- Spieler auf
dem Boden
- Doppelfoul
- unsportlich
technisches Foul
- Videobeweis
- Eigenkorb
oder
- irrtümliches
Zurückstellen der Dreißig-Sekunden
- bzw. irrtümliches
Ertönen des Dreißig-Sekunden-Signals
ab, wird
ersichtlich, daß mit der Einführung solcher neuen Elemente
die praktische Anwendung und die Entwicklung des Spiels
gefördert werden soll. Hauptbedeutung der Regeländerungen
liegt in der neuen Definition von Fouls und Kontakten.
Die Gleichmäßigkeit in der Anwendung des Vorteil/Nachteil-Prinzips
und das Gleichgewicht zwischen Spielkontrolle und Spielfluß
wird gefordert. Die Schiedsrichter sollen ein Gefühl
für das Spiel entwickeln und das pfeifen, was für das
Spiel richtig ist. Die neuen Regeln gelten für den Bereich
des DBB ab der Spielzeit 1998/99. Es kann erwartet werden,
daß die Umsetzung ohne große Schwierigkeiten gelingen
wird.
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