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Regel-Änderungen | 1998

 

 

Ausführliche Darstellung des Weltverbandes FIBA

 

 

Neuerungen und Änderungen in den Offiziellen Basketball-Regeln 1998

 

 

FIBAA) Vorbemerkung zum Text

Die vorliegende Unterlage ist die deutsche Übersetzung eines entsprechenden Papiers der FIBA. Es soll auf die Unterschiede zwischen den Regeln 1994 - 1998 und den neuen Regeln aufmerksam machen, Hintergründe erläutern und kompliziertere Situationen anhand von Beispielen deutlich machen. Im Wortlaut zitierte Regeltexte sind kursiv gedruckt, neue Formulierungen durch kursiven Fettdruck hervorgehoben.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Regeln auszugsweise nur soweit zitiert werden, wie es für die vorliegende Unterlage erforderlich ist. Sie ist als Hilfestellung gedacht, die das komplette neue Regelwerk keineswegs ersetzt.

B) Vorbemerkung zu den Regeländerungen

Die Popularität des Basketballspiels steigt nach wie vor auf der ganzen Welt an. Dieser kontinuierliche Erfolg macht es erforderlich, den Reiz und die Attraktivität des Spiels anhand der Spielregeln sicherstellen. Andererseits hat die Technische Kommission der FIBA die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Regeln keiner Mannschaft einen unfairen Vorteil einräumen. Um diese Zielsetzungen weiterhin sicherzustellen, hat die FIBA für die von 1998 bis 2002 gültigen Regeln einige - mehr oder weniger gravierende - Änderungen beschlossen.

  • In einigen Regeln werden neue Elemente eingeführt, die erforderlich wurden durch die Spielpraxis und die Weiterentwicklung des Spiels.
  • Viele Regeltexte wurden redaktionell überarbeitet, um die Regeln klarer und besser darzustellen.
  • Als Schritt in Richtung zur Vereinheitlichung der FIBA - Regeln mit denen der NBA und NCAA wurden geringfügige Änderungen - meist technischer Art - beschlossen.

C) Zusammenfassung der Regeländerungen

 Änderung im Titel :

Offizielle Basketball-Regeln für Männer und Frauen

Es soll klargestellt werden, dass gemischte Mannschaften nicht zulässig sind.


Regel I- Das Spiel

Art. 1 Definition

Zu der bisherigen Definition des Spiels wurde sinnvollerweise der frühere Artikel 22 (Spielentscheidung) hinzugefügt. Dadurch entfällt der Inhalt im bisherigen Artikel 22, und alle Artikel ab dem bisherigen Artikel 23 rücken eine Nummer nach vorn.

Die Definition der Körbe wurde durch den Zusatz präzisiert:

Der Korb, auf den eine Mannschaft angreift, ist der gegnerische Korb; der Korb, der von einer Mannschaft verteidigt wird, ist der eigene Korb dieser Mannschaft.

Anmerkung: In der NCAA ist es nach wie vor umgekehrt: Der Korb, auf den eine Mannschaft angreift, ist dort der eigene Korb.


Regel II- Abmessungen und Ausrüstungen

Art. 2 Spielfeldabmessungen

In den neuen Regeln hat die FIBA Höchst- und Mindestmaße für alle Basketball-Spielfelder festgelegt.

Für die Offiziellen Hauptwettbewerbe der FIBA muß die Abmessung 28 m lang und 15 m breit sein,....
Für alle anderen Veranstaltungen haben die jeweiligen Gliederungen der FIBA, wie die Zonen-Kommission oder der Nationale Verband, die Befugnis, bestehende Spielfelder mit den
Mindestmaßen von 26 m Länge und 14 m Breite zu genehmigen.

Hier können nun also Abmessungen zwischen 26 m und 28 m (Länge) und zwischen 14 m und 15 m (Breite) zugelassen werden. Es entfällt die Einschränkung, daß die Abweichungen proportional zueinander sein müssen, wodurch außerhalb der Offiziellen Hauptwettbewerbe der FIBA mehr Freizügigkeit in der Zulassungsfähigkeit der Spielfelder entsteht.  

Art. 3 Linien und Abmessungen

Alle in diesem Artikel aufgeführten Linie müssen in einheitlicher Farbe gekennzeichnet sein (vorzugsweise in Weiß)

Das Spielfeld wird...durch gut erkennbare Linien gekennzeichnet, die überall mindestens 2 m von den Zuschauern, Werbereitern oder allen anderen Hindernissen, einschließlich der Personen des Mannschaftsbankbereiches, entfernt sein müssen.

Gemäß dem neuen Zusatz sollten die Mannschaftsbänke mindestens 2.80 m bis 3.0 m von der Seitenlinie entfernt aufgestellt werden, damit die Beine der Personen auf der Mannschaftsbank den geforderten Abstand von 2 m von der Seitenlinie haben. Damit haben auch die Schiedsrichter ausreichend Platz, entlang der Seitenlinie zu laufen. 

 Spielfeld

Bild 1 Vorschriftsmäßiges Spielfeld

Aus der bisherigen Abbildung ging nicht klar hervor, daß der Mannschaftsbankbereich nur nach 3 Seiten begrenzt, nach hinten aber offen ist. Durch die nun ab 2 m Tiefe gestrichelt eingezeichnete seitliche Begrenzungslinie soll dies deutlich werden. Während des Spiels darf also jede Person des Mannschaftsbankbereichs diesen nach hinten verlassen und auf dem gleichen Weg wieder betreten, ohne einen Schiedsrichter um Erlaubnis zu fragen, zum Beispiel Ersatzspieler, die vom Trainer zum Aufwärmen und zur Vorbereitung zum Spielerwechsel aufgefordert werden, der Mannschaftsarzt als Mannschaftsbegleiter, der etwas aus der Umkleidekabine holen möchte, usw.

Art. 4 Technische Ausrüstung

In diesem Artikel gab es geringfügige Änderungen und redaktionelle Überarbeitung mit klareren Formulierungen.

Roter Pfeil Die einzigen Personen, die sich während des Spiels im Mannschaftsbankbereich aufhalten dürfen, sind .........und maximal fünf Mannschaftsbegleiter mit besonderen Aufgaben, z. B. Manager, Arzt, Physiotherapeut, Statistiker, Dolmetscher.

Der bisherige Text, keine Person darf näher als 5 m bei der Mannschaftsbank sitzen, wurde gestrichen. Diese Bedingung war nicht realistisch und in 90% der Sporthallen nicht durchzusetzen.

Roter Pfeil Für die Spielbretter gilt nun:

Die beiden Spielbretter müssen aus einem geeigneten durchsichtigen Material bestehen (vorzugsweise aus gehärtetem Sicherheitsglas), aus einem Stück und von der gleichen Steifigkeit gefertigt sein wie solche aus 3 cm starkem Hartholz.

Sie können auch aus anderen Materialien bestehen, müssen dann aber die oben genannten Eigenschaften haben und weiß gestrichen sein.

Die Abmessungen der Spielbretter sind 1,80 m (+3 cm) in der Breite und 1,05 m (+ 2 cm) in der Höhe, mit der Unterkante 2,90 m über der Spielfeldfläche.

Damit umfaßt dieser Artikel auch die Abmessungen der Spielbretter in der NBA und NCAA.

Falls ein Spielbrett in seitliche Schwingungen versetzt wird, sollten diese innerhalb 4 Sekunden vollständig abgeklungen sein.

Die gesamte Polsterung der Spielbretter und der Korbstützen darf eine Nachgiebigkeit von höchstens 50 % haben. Dies bedeutet, daß eine stoßartig einwirkende Kraft die Polsterung auf höchstens 50 % ihrer ursprünglichen Dicke komprimiert. Die so beschaffene Polsterung soll verhindern, daß sich Körperteile eines Spielers darin verfangen können.

Dieser neue Text soll den Einsatz einer 'Alibi'-Polsterung verhindern, wie sie an manchen Spielorten anzutreffen war, und die zu ernsthaften Verletzungen der Spieler führen können.

Roter Pfeil Für die Körbe gilt:

Die Ringe müssen wie folgt beschaffen sein:

Massiver Stahl mit einem inneren Durchmesser von mindestens 45 cm und höchstens 45,7 cm, orangefarben gestrichen.

Das Metall der Ringe hat einen Durchmesser von mindestens 1,6 cm und höchstens 2,0 cm. zur Befestigung der Netze sind an der Unterseite der Ringe Vorrichtungen angebracht, die so beschaffen sein müssen, daß sich kein Finger darin verfangen kann.

Die Vorrichtung zur Befestigung des Netzes am Ring darf keine scharfen Kanten oder solche Öffnungen aufweisen, in denen sich Finger verfangen könnten.

Die Ringe müssen so an der Rahmenkonstruktion hinter dem Spielbrett befestigt sein, daß eine auf den Ring ausgeübte Kraft von diesem nicht direkt auf das Spielbrett übertragen wird.

Diese Textänderungen vereinheitlichen nun die Abmessungen der Ringe nach den Regeln der FIBA, NBA und NCAA.

Die Elastizität der Konstruktion zur Ringbefestigung muß so groß sein, daß sie mindestens 35 % und höchstens 50 % der anfallenden Belastungsenergie aufnimmt, wobei der Unterschied dieses Meßwertes zwischen den Korbanlagen auf dem selben Spielfeld nicht mehr als 5 % betragen darf.

Der obere Abschnitt des Netzes soll einerseits steif genug, andererseits ausreichend flexibel sein, um zu verhindern, daß

  • das Netz aufwärts durch den Ring schlägt und sich möglicherweise darin verfängt.
  • der Ball im Netz hängenbleibt oder wieder aus dem Netz zurückspringt.

Diese neuen Vorschriften sollen den bisherigen Gebrauch ungeeigneter Netze beenden, die während des Spiels viele Probleme verursachen können.

Roter Pfeil  Für die Dreißig-Sekunden-Anlage gibt es neue Vorschriften und redaktionelle Änderungen:

Der Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer muß über eine Dreißig-Sekunden-Anlage verfügen.

Die Dreißig-Sekunden-Anlage, die aus dem Bedienungsgerät für den Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer und den Anzeigegeräten besteht, muß folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Rückwärts zählende digitale Sekunden-Anzeige.
    Anzahl, Beschaffenheit und Positionierung der Dreißig-Sekunden-Anlagen wurden bisher weltweit nicht einheitlich gehandhabt. Als Reaktion auf diese Situation sehen die neuen Regeln zwei Möglichkeiten zur Positionierung der Dreißig-Sekunden-Anlage vor: Entweder je eine oberhalb und hinter jedem Spielbrett, oder auf dem Boden hinter der jeweiligen Endlinie. In diesem Fall können insgesamt zwei oder vier Geräte aufgestellt werden:
  • Die Anzeigegeräte müssen am Spielbrett zwischen 30 und 50 cm sowohl hinter als auch oberhalb eines jeden Spielbretts montiert sein oder am Boden, wobei sie 2 m hinter der jeweiligen Endlinie stehen müssen.
  • Sind vier Anzeigegeräte vorhanden, müssen sie in allen vier Ecken um das Spielfeld angebracht werden.
  • Sind nur zwei Anzeigegeräte vorhanden, müssen sie in diagonal gegenüberliegenden Ecken angebracht werden, wobei das Anzeigegerät rechts vom Anschreibertisch aus gesehen in der näheren Ecke 2 m von dessen Seitenlinie in Korbrichtung eingerückt aufzustellen ist.

 Anlagen und Ausrüstung für die Offiziellen Hauptwettbewerbe der FIBA

Roter Pfeil Alle Zuschauerplätze müssen einen Mindestabstand von 5 m von der Außenkante der Begrenzungslinien des Spielfelds haben.

Anmerkung : Die aufgeführten Normen werden auch für alle anderen Wettbewerbe empfohlen

Roter Pfeil Eine Dreißig-Sekunden-Anzeige mit zusätzlicher Anzeige der Spielzeit und einem leuchtend roten Licht muß über jedem Spielbrett zwischen 30 und 50 cm sowohl hinter als auch oberhalb eines jeden Spielbretts angebracht sein.

Die automatischen Dreißig-Sekunden-Anlagen müssen rückwärts laufend die Zeit digital in Sekunden anzeigen und mit einem sehr lauten automatischen Signal das Ende einer Dreißig-Sekunden-Periode anzeigen.

Die Dreißig-Sekunden-Anlagen müssen mit der Hauptspieluhr so verbunden sein, daß

  • beim Stoppen der Hauptspieluhr die Anlage ebenfalls anhält.
  • vom Start der Hauptspieluhr an die Möglichkeit besteht, die Anlage unabhängig von der Hauptspieluhr zu starten.
  • beim Ertönen des Dreißig-Sekunden-Signals die Hauptspieluhr automatisch stoppt.

Die Farben der Ziffern auf der Dreißig-Sekunden-Anzeige und der Spieluhr müssen unterschiedlich sein

Roter Pfeil Es müssen vier Bodenwischer bereitgestellt werden, je zwei für jede Spielfeldhälfte.

Roter Pfeil Die Spieluhren müssen folgende Anforderungen erfüllen:

  • Die Uhren müssen synchronisiert sein und die verbleibende Spielzeit anzeigen.
  • Mindestens für die letzten 60 Sekunden einer jeden Halbzeit, Spielperiode oder Verlängerung muß die verbleibende Spielzeit mit Zehntelsekunden angezeigt werden.

Roter Pfeil Das elektrische Licht über und hinter den beiden Spielbrettern muß

  • eine leuchtend rote Farbe haben.
  • mit der Spieluhr synchronisiert sein und aufleuchten, wenn das Signal zum Ende einer Halbzeit, Spielperiode oder Verlängerung ertönt.
  • mit der Dreißig-Sekunden-Anlage synchronisiert sein und aufleuchten, wenn das Signal zum Ende einer Halbzeit, Spielperiode oder Verlängerung ertönt.

 


Regel III - Spielrichter und ihre Pflichten

Art. 5 Schiedsrichter, Kampfrichter, Kommissar

Bei den Offiziellen Hauptwettbewerben der FIBA müssen die Kampfrichter einheitlich gekleidet sein.

Da es für Schiedsrichter und Spieler Kleidungsvorschriften unter ästhetischen Gesichtspunkten gibt (Hemd in die Hose, einheitliche Kleidung), sollten für die Kampfrichter ebenfalls ähnliche Vorschriften gelten, insbesondere bei den Offiziellen Hauptwettbewerben der FIBA.

Ein Kommissar kann ebenfalls eingesetzt werden. Sein Platz ist zwischen Anschreiber und Zeitnehmer.

Dieser Platz war schon bisher gängige Praxis und wurde nun auch in den Regeln so festgelegt.

Art. 6 Rechte des 1. Schiedsrichters

Er führt den Hochwurf im Mittelkreis zu Beginn jeder Halbzeit, aller Spielperioden und Verlängerungen aus.

Es muß ganz allgemein das Bestreben sein, daß die Schiedsrichter alle in den Regeln aufgeführten Vorschriften genau beachten und beim Spiel auch in allen Einzelheiten einhalten. Bisher hatte der 1. Schiedsrichter als Zeichen gegenseitigen Respekts die Ausführung des Hochwurfs zu Beginn der zweiten Spielhälfte dem 2. Schiedsrichter überlassen. In Zukunft ist der 1. Schiedsrichter angewiesen, diese bisherige Praxis nicht mehr anzuwenden und sich genau an die Regeln dieses Artikels zu halten.

Art. 7 Zeit und Ort für Entscheidungen der Schiedsrichter

Für unsportliches Verhalten außerhalb der Spielzeit, also früher als 20 Minuten vor Spielbeginn, vor Spielbeginn, zwischen Ende der Spielzeit und Unterschrift des 1. Schiedsrichters oder nach Unterschrift gilt nun:

Kommt es früher als 20 Minuten vor Spielbeginn oder nach Ablauf der Spielzeit zu unsportlichem Verhalten durch Spieler, Trainer, Trainer-Assistenten oder Mannschaftsbegleiter, muß der Kommissar, falls eingesetzt, oder der 1. Schiedsrichter einen detaillierten Bericht an die zuständige Spielleitung senden. Diese hat den Vorfall mit der angemessenen Strenge zu behandeln.

Falls sich ein solches Verhalten in dem Zeitraum zwischen Ende der Spielzeit und Unterzeichnung des Anschreibebogens ereignet, muß der 1. Schiedsrichter zusätzlich auf dem Anschreibebogen vermerken, daß es diesen Zwischenfall gegeben hat.

Beispiel:

    Nach dem Signal zum Ende der Spielzeit, aber vor der Unterschrift des 1. Schiedsrichters

    • beleidigt ein Spieler oder Trainer einen Schiedsrichter, oder
    • beginnen zwei Spieler eine gewalttätige Auseinandersetzung.
    • Entscheidung:
      In solchen Fällen muß der Kommissar, falls eingesetzt, einen detaillierten Bericht an die zuständige Spielleitung senden. Zusätzlich muß der 1. Schiedsrichter auf der Rückseite des Anschreibebogen vermerken, daß es diesen Zwischenfall gegeben hat.

Art. 9 Pflichten des Anschreibers und des Anschreiber-Assistenten

Roter Pfeil Wenn eine Mannschaft eine angerechnete Auszeit beantragt hat, muß der Anschreiber die Schiedsrichter bei der nächsten Auszeitmöglichkeit benachrichtigen.

Bisher war dies nicht genau festgelegt, so daß nicht nur der Anschreiber, sondern fast jedes Mitglied des Kampfgerichts gleichzeitig die Schiedsrichter über eine beantragte und jetzt mögliche Auszeit benachrichtigten. Dieser Anblick mehrerer winkender Personen war nicht besonders ästhetisch, so daß nun alleine der Anschreiber für diese Aktion verantwortlich ist.

Kommt es zu einer Unstimmigkeit zwischen Anzeigetafel und dem offiziellen Anschreibebogen, die sich nicht aufklären läßt, so ist der Anschreibebogen maßgebend, und die Anzeigetafel ist entsprechend zu berichtigen.

Damit wird eine bereits seit langem angewandte Praxis auch in den Regeltext aufgenommen.

Beispiel:

    Ein Coach beschwert sich beim Kampfgericht, daß sein Spieler A2 nur drei Fouls und nicht die vier Fouls begangen hat, die auf der Anzeigetafel angezeigt sind.

    Entscheidung:
    Zu einem geeigneten Zeitpunkt, also wenn der Ball tot und die Spieluhr gestoppt ist, ist der 1. Schiedsrichter hierüber zu informieren. Dieser kontrolliert die Foulzahl auf dem Anschreibebogen; stellt er dort nur drei Fouls für Spieler A2 fest und hat keinerlei Anlaß, an der Richtigkeit der Eintragungen zu zweifeln, so wird die Foulzahl des Spielers A2 auf der Anzeigetafel auf drei korrigiert.

Roter Pfeil Folgender Spezialfall, der in einer früheren FIBA-Regelinterpretation aufgeführt war, ist nun auch Teil der Regeln:

Wenn ein Spieler sein fünftes (sechstes) Foul begangen hat und über diesen Umstand nicht informiert wurde, auf dem Spielfeld bleibt, weiterhin am Spiel teilnimmt oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Spiel zurückkommt, kann der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen, sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird. Wird der Fehler durch den Anschreiber bemerkt, muß dieser auf den ersten toten Ball warten, bevor er sein Signal gibt, um die Schiedsrichter darauf aufmerksam zu machen, das Spiel zu unterbrechen.

Der Vorfall ist eine fehlerhafte Anwendung der Regeln durch Schiedsrichter und Kampfrichter. Der fragliche Spieler mit fünf (sechs) Fouls wird daher nicht bestraft. Alle Entscheidungen, die vor der Entdeckung dieses Fehlers und der darauffolgenden Spielunterbrechung getroffen wurden wie z. B. erzielte Körbe, Foulentscheidungen, abgelaufene Spielzeit behalten ihre Gültigkeit. In diesem Fall werden alle weiteren Fouls, die gegen diesen Spieler mit fünf (sechs) Fouls verhängt wurden, als Spielerfouls eingetragen und entsprechend bestraft. Sie zählen zu den Mannschaftsfouls.

Wenn jedoch ein Spieler, der bereits wegen seines fünften (sechsten) Fouls das Spielfeld verlassen mußte, sich wieder einwechseln läßt und am Spiel teilnimmt, ist dies als technisches Foul anzusehen, welches dem Trainer angeschrieben wird.

Darüber hinaus werden alle weiteren Fouls, die gegen diesen Spieler mit fünf (sechs) Fouls verhängt wurden, als Spielerfouls eingetragen und entsprechend bestraft. Sie zählen zu den Mannschaftsfouls.

1. Beispiel:

    Spieler A1 foult Spieler B1, dies ist sein fünftes Foul. Der Anschreiber braucht zu lange, die Foultafel zu heben, der Schiedsrichter gibt den Ball ohne Blickkontakt mit dem Anschreiber zu schnell frei und das Spiel geht weiter. Nach einiger Zeit tritt eine der folgenden Situationen ein:

    1. Spieler A1 erzielt einen Korb
    2. Spieler B1 erzielt einen Korb
    3. Spieler A1 wirft auf den Korb und wird dabei von Spieler B1 gefoult. Der Wurf ist nicht erfolgreich.
    4. Spieler A1 wirft auf den Korb und wird dabei von Spieler B1 gefoult. Der Wurf ist erfolgreich.
    5. Spieler A1 foult Spieler B1. Dies sei das achte Mannschaftsfoul von A.
    6. Spieler A1 foult Spieler B1. Dies sei das vierte Mannschaftsfoul von A.
    7. Spieler B1 wirft auf den Korb und wird dabei von Spieler A1 gefoult. Der Wurf ist nicht erfolgreich
    8. Spieler B1 wirft auf den Korb und wird dabei von Spieler A1 gefoult. Der Wurf ist erfolgreich

    Entscheidung:
    In allen der aufgeführten Fälle muß Spieler A1 unverzüglich das Spielfeld verlassen, sobald der Fehler entdeckt und die Spieluhr gestoppt ist. Spieler A1 wird nicht bestraft.

    1. Im Fall a) zählt der Korb von Spieler A1
    2. Im Fall b) zählt der Korb von Spieler B1
    3. Im Fall c) wird das Spiel mit zwei (drei) Freiwürfen für den Ersatzspieler von Spieler A1 fortgesetzt.
    4. Im Fall d)wird das Spiel mit einem Bonusfreiwurf für den Ersatzspieler von Spieler A1 fortgesetzt.

    Anmerkung zu Fall c) und d) :

    Wird die illegale Anwesenheit des Spielers A1 auf dem Spielfeld erst dann bemerkt, nachdem der Ball für den ersten oder einzigen Freiwurf dieses Spielers belebt war, so führt Spieler A1 diesen Freiwurf aus und verläßt dann das Spielfeld. Sein Ersatzspieler führt gegebenenfalls den zweiten Freiwurf aus.

    Hat Spieler A1 bereits den ersten Freiwurf ausgeführt und der Ball ist noch nicht für den zweiten Freiwurf belebt, so zählt der erste Freiwurf, falls erfolgreich, und der Ersatzspieler für Spieler A1 wirft den zweiten Freiwurf.

    Ist der Ball bereits für den zweiten Freiwurf von Spieler A1 belebt, so führt dieser Spieler auch diesen Freiwurf aus. Ist er erfolgreich, so zählt der Korb und Spieler A1 verläßt das Spielfeld. Ist der zweite Freiwurf nicht erfolgreich und das Spiel geht weiter, so muß der Anschreiber bis zum nächsten toten Ball warten, um die Schiedsrichter mit seinem Signal auf den Spieler A1 aufmerksam zu machen.

    1. Im Fall e)wird das Spiel mit zwei Freiwürfen für Spieler B1 fortgesetzt.
    2. Im Fall f)erhält Mannschaft B den Ball zum Einwurf an der Seiten- oder Endlinie
    3. Im Fall g)wird das Spiel mit zwei (drei) Freiwürfen für Spieler B1 fortgesetzt.
    4. Im Fall h)wird das Spiel mit einem Bonusfreiwurf für Spieler B1 fortgesetzt.

2. Beispiel:

    Spieler A1 erhält sein fünftes Foul und verläßt das Spielfeld. Nach einiger Zeit betritt Spieler A1 während einer Auszeit als Einwechselspieler wieder das Spielfeld. Dies wird bemerkt

    1. bevor das Spiel wieder aufgenommen wird
    2. nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, nämlich als Spieler A1 den Werfer B1 foult. Der Wurf ist nicht erfolgreich.

    Entscheidung:
    In beiden Fällen muß Spieler A1 unverzüglich ausgewechselt werden, sobald der Täuschungsversuch entdeckt wird. Gegen den Trainer der Mannschaft A wird ein technisches Foul verhängt.

    1. Im Fall a) erhält Mannschaft B zwei Freiwürfe zugesprochen und anschließenden Ballbesitz zum Einwurf an der Mittellinie
    2. Im Fall b)erhält Mannschaft B zunächst zwei Freiwürfe für das technische Foul zugesprochen, dann wirft Spieler B1 zwei (drei) Freiwürfe mit Aufstellung zum Rebound. (Der Ballbesitz für Mannschaft B zum Einwurf entfällt, da die Strafe für das technische Foul zuerst ausgeführt wird).

Roter Pfeil Ein weiterer Spezialfall einer früheren FIBA-Regelinterpretation wurde in die Regeln aufgenommen:

Beim Anschreiben des fortlaufenden Ergebnisses könnten folgende Fehler gemacht werden:

  • Es wurde ein Drei-Punkte-Feldkorb erzielt, aber nur mit zwei Punkten angeschrieben
  • Es wurde ein Zwei-Punkte-Feldkorb erzielt, aber mit drei Punkten angeschrieben.

Wenn der Fehler während des Spiels entdeckt wird, muß der Anschreiber bis zum nächsten toten Ball warten und die Schiedsrichter mit seinem Signal zu einer Spielunterbrechung zu veranlassen, um sicherzustellen, daß der Fehler berichtigt wird.

Falls der Fehler erst nach Spielende entdeckt wird, während der Anschreibebogen vom 1. Schiedsrichter geprüft wird, aber bevor er von den Schiedsrichtern unterschrieben wurde, muß der 1. Schiedsrichter den Fehler und - falls erforderlich - auch den Endstand des Spiels berichtigen, sofern dieser durch denselben Fehler beeinflußt wurde.

Wenn der Fehler entdeckt wird, nachdem der Anschreibebogen von den Schiedsrichtern unterschrieben wurde, darf er vom 1. Schiedsrichter nicht mehr berichtigt werden. Dieser hat dann der zuständigen spielleitenden Stelle einen Bericht über den Vorgang zu senden.

Beispiel:

    Mannschaft A führt kurz vor Ende der Spielzeit mit einem Punkt, und es gelingt ihr, die letzten 25 Sekunden des Spiels in Ballbesitz die Uhr herunter zu spielen. Mannschaft A gilt demnach als Gewinner des Spiels. Als der 1. Schiedsrichter den Anschreibebogen prüft, stellt er fest, daß einige Punkte nicht richtig angeschrieben wurden (es wurde zum Beispiel ein erfolgreicher Drei-Punkte-Versuch der Mannschaft B nur mit einem Punkt im laufenden Ergebnis angeschrieben), und daß daher Mannschaft B das Spiel mit einem Punkt gewonnen hat.

    Entscheidung:
    Der 1. Schiedsrichter muß den Anschreibebogen mit demjenigen Endergebnis unterschreiben, von dessen Richtigkeit er nach seiner Überprüfung überzeugt ist, selbst dann, wenn er dadurch gezwungen ist, den Eintrag des Namens der siegreichen Mannschaft abzuändern. Im vorliegenden Fall, Mannschaft B statt Mannschaft A.

    Im Falle eines Protest der Mannschaft A, zu dem es wahrscheinlich kommen würde, ist der Vorgang der spielleitenden Stelle mitzuteilen, damit diese die ihr geeignet erscheinende Regelung veranlaßt.

    Anmerkung:
    Nach Unterzeichnung des Anschreibebogens hätte der 1. Schiedsrichter keine Korrekturen mehr vornehmen dürfen. Statt dessen muß er einen Bericht an die spielleitende Stelle senden.

Art. 10 Pflichten des Zeitnehmers

Zu den bisherigen Pflichten des Zeitnehmers kommen in den neuen Regeln zwei weitere hinzu, und zwar:

Der Zeitnehmer muß auf den Beginn jeder Halbzeit achten. Er muß die Mannschaften und die Schiedsrichter mindestens drei Minuten vor dem jeweiligen Beginn benachrichtigen oder sie benachrichtigen lassen.

Diese Aufgabe war bisher dem 1. Schiedsrichter vorbehalten. Da die Schiedsrichter sich in der Halbzeitpause in ihrem Umkleideraum aufhalten und sich auf die zweite Halbzeit vorbereiten sollen, wurde diese Aufgabe dem Zeitnehmer übertragen, der in der Halbzeitpause keine weiteren Aufgaben hat.

Anmerkung:
Obwohl in den Regeln nicht erwähnt, ist die FIBA der Meinung, daß die Zeit für eine Auszeit nicht auf der Anzeigetafel angezeigt werden sollte, wie es neuerdings häufig vorkommt. Die Zeitnahme auf der Stoppuhr des Zeitnehmers ist hierzu völlig ausreichend.

Art. 11 Pflichten des Dreißig-Sekunden-Zeitnehmers

Folgende frühere Regelinterpretationen der FIBA wurden in die Regeln aufgenommen:

Wenn ein Spieler Ballkontrolle erlangt und dadurch eine neue Dreißig-Sekunden-Periode beginnt und die Spieluhr eine Restspielzeit von weniger als 30 Sekunden anzeigt, muß die Dreißig-Sekunden-Anlage abgeschaltet werden, und es darf keine Anzeige auf den Anzeigegeräten sichtbar sein.

Wenn das Dreißig-Sekunden-Signal ertönt, aber wegen des Geräuschpegels in der Halle oder wegen widriger Umstände weder von den Schiedsrichtern, Spielern und Trainern gehört wird und das Spiel deshalb weiter läuft, hat der Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer wie folgt vorzugehen:

  • Die Spieluhr muß zeitgleich mit dem Dreißig-Sekunden-Signal manuell gestoppt werden, falls beide Anlagen nicht synchronisiert sind.
  • Der Dreißig-Sekunden-Zeitnehmer muß sofort alles tun (aufstehen und mit den Armen winken, zur Seitenlinie laufen, usw.), um die Schiedsrichter auf sich aufmerksam zu machen. Falls in der Zwischenzeit, also nach Ertönen des Dreißig-Sekunden-Signals, ein Korb erzielt wird oder ein Foul begangen wird, darf weder der Korb zählen noch das Foul beachtet werden, es sei denn, es handelt sich um ein technisches, unsportliches oder disqualifizierendes Foul, die zu bestrafen sind.
  • Wenn das Dreißig-Sekunden-Signal nicht mit der Spieluhr synchronisiert ist und die Spieluhr mit dem Ertönen des Signals nicht sofort gestoppt wurde, muß der 1. Schiedsrichter das genaue Zeitmaß feststellen, um das die Spieluhr irrtümlich weiter lief. Falls erforderlich, muß er sich mit dem 2. Schiedsrichter und dem Kommissar, falls eingesetzt, beraten, weiterhin mit den Kampfrichtern. Letztlich trifft jedoch der 1. Schiedsrichter die abschließende Entscheidung über die Zeit, um welche die Spieluhr zurückzusetzen ist.
  • Das Spiel wird mit Einwurf für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt nächst der Stelle, an der der Ball zum toten Ball wurde.

Regel IV - Spieler, Ersatzspieler und Trainer

Art. 13 Spieler und Ersatzspieler

Roter Pfeil Neue Definition :
Ein Mannschaftsmitglied ist dann Spieler, wenn es sich auf dem Spielfeld befindet und spielberechtigt ist. Ein Mannschaftsmitglied ist dann Ersatzspieler, wenn es nicht spielt, oder sich zwar auf dem Spielfeld befindet, aber nicht spielberechtigt ist.

Roter Pfeil Trikots:
Die Spielkleidung einer Mannschaft besteht aus:

  • einheitlichen Hemden, deren überwiegende Farbe auf Vorder- und Rückseite gleich sein muß,
  • einheitlichen Shorts, deren überwiegende Farbe auf Vorder- und Rückseite gleich sein muß, aber nicht notwendigerweise mit der Farbe der Hemden übereinstimmen muß.

Nach den alten Regeln waren einfarbige Hemden und Shorts vorgeschrieben. Die neue Vorschrift erlaubt einen größeren Freiraum zum Design der Spielkleidung, z. B. blaue Hemden mit zwei horizontalen oder vertikalen gelben Streifen, usw.

T-Shirts unter den Hemden dürfen nicht getragen werden, es sei denn, der Spieler legt ein entsprechendes ärztliches Attest vor. In diesem Fall muß das T-Shirt dieselbe Grundfarbe wie das Hemd haben.

Diese Regel soll die bisherige Praxis beenden, daß 2 - 3 Spieler im Gegensatz zum Rest ihrer Mannschaft T-Shirts unter den Hemden tragen.

Alle Spieler (männlich und weiblich) müssen die Hemden während des Spieles in den Shorts tragen.

Bisher galt diese Vorschrift nur für männliche Spieler.

Roter Pfeil Spielkleidung aus Hemd und Shorts als 'Einteiler' ist zulässig.

Dieser Stil der Sportkleidung wird inzwischen von manchen Damenmannschaften getragen und wird nun ausdrücklich durch die Regeln zugelassen.

Roter Pfeil Fingernägel müssen kurz geschnitten sein.

Um die Verletzungsgefahr für Spieler und Spielerinnen präventiv zu verringern, sollten die Schiedsrichter diesem Punkt in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken.

Roter Pfeil Fünf Spieler jeder Mannschaft müssen während der Spielzeit auf dem Spielfeld sein .....

Anmerkung:
Nach Spielbeginn kann eine Mannschaft mit weniger als fünf Spielern spielen, zum Beispiel zu Beginn der zweiten Halbzeit, wenn aufgrund von Verletzungen oder Fouls nicht mehr fünf Spieler zur Verfügung stehen. Die andere Mannschaft muß, sofern sie dazu in der Lage ist, auf jeden Fall mit fünf Spielern weiterspielen. Nach der bisherigen Interpretation war es dem Trainer überlassen, seine Spielerzahl auf dem Spielfeld aus gutgemeinten Gründen freiwillig ebenfalls zu verringern.

Roter Pfeil Bei den Offiziellen Hauptwettbewerben der FIBA müssen alle Spieler derselben Mannschaft Schuhe entweder mit derselben Farbe oder derselben Farbkombination tragen. Socken entweder mit derselben Farbe oder derselben Farbkombination tragen.

Art. 14 Pflichten und Rechte des Kapitäns

Ehe der Kapitän das Spielfeld aus einem zulässigen Grund verläßt, hat der Trainer den 1. Schiedsrichter durch Bezeichnung der Spielernummer zu informieren, welcher Spieler den ausgewechselten Kapitän während dessen Abwesenheit auf dem Spielfeld vertritt.

Bisher war der Kapitän selbst für diese Information des Schiedsrichters verantwortlich. Die neue Regelung ist sinnvoller, da normalerweise der Trainer über die Vertretung seines Kapitäns entscheidet.

Anmerkung:
Versäumt ein Trainer diese Benachrichtigung des Schiedsrichters, wird dies nicht als Regelübertretung angesehen; eine Strafe gegen den Trainer wird nicht verhängt.

Art. 15 Pflichten und Rechte des Trainers

Nur der Trainer, dessen Name im Anschreibebogen eingetragen ist, darf während des Spieles stehen. Dieses Recht geht auch auf denjenigen über, der ihn aus welchem Grund auch immer ersetzt.

Wenn also der Trainer wegen Disqualifikation, Verletzung, Krankheit, etc. das Spielfeld verlassen muß, tritt dessen legaler Nachfolger in alle Rechte des Trainers ein, einschließlich dem Privileg, während des Spiels zu stehen.

Wenn vor oder kurz nach Spielbeginn, und nachdem der Trainer seine Startformation (Erste Fünf) bestätigt hatte, entdeckt wird, daß einer der Spieler nicht zu den bestätigten Ersten Fünf gehört, muß dieser Spieler gegen den ursprünglich vorgesehenen Spieler ausgewechselt werden. Ein Strafe gegen diese Mannschaft wird hierfür nicht verhängt.

Dies war eine frühere Regelinterpretation der FIBA und wurde nun mit geringfügigen Änderungen in die Regeln aufgenommen. Nach der bisherigen Regel war die Entdeckung dieses Verstoßes mit einem technischen Foul gegen den Trainer zu ahnden. Diese Strafe entfällt nun, da dieser Fehler dem Anschreiber und den Schiedsrichtern angelastet wird.


Regel V - Zeitvorschriften

Art. 17 Betätigen der Spieluhr

In Artikel 17 wird eine bedeutende Regeländerung eingeführt:

Die Spieluhr wird gestoppt, wenn......
....in den letzten zwei (2) Minuten des Spieles oder in den letzten zwei (2) Minuten jeder Verlängerung ein Feldkorb erzielt wird. Während dieser speziellen Phase eines toten Balles darf keine Mannschaft einen Spielerwechsel durchführen. Eine Auszeit für die Mannschaft, welche die Punkte erzielt hat, ist ebenfalls nicht zulässig.

Anmerkung:Die Spieluhr ist in dem Moment zu stoppen, in dem der Ball zum toten Ball wird, also sobald der Ball durch den Korb geht oder darin verbleibt.

Durch diese Regeländerung soll verhindert werde, daß die gegen Spielende in Führung liegende Mannschaft nach Korberfolg des Gegners sich einen unfairen Vorteil durch Verzögerungen verschafft.

Art. 18 Dreißig-Sekunden-Regel

Folgende frühere Regelinterpretation der FIBA wurde in die Regeln aufgenommen:

Wenn ein Schiedsrichter bemerkt, daß die Dreißig-Sekunden-Anlage irrtümlich zurückgestellt wurde, während der Ball belebt war und die Spieluhr lief, kann er das Spiel sofort unterbrechen, sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird. Die Dreißig-Sekunden-Anlage ist auf die Sekundenzahl einzustellen, die zum Zeitpunkt vor dem Fehler angezeigt worden war, und das Spiel ist durch Einwurf nächst der Stelle, an der der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung war, fortzusetzen.

Art. 19 Angerechnete Auszeiten

Roter Pfeil Anzahl

Für Spiele von 2 x 20 Minuten wurde die zulässige Anzahl an angerechneten Auszeiten pro Mannschaft von vier auf fünf (ohne Verlängerung) erhöht.

Bei Spielen mit einer Spielzeit von 2 x 20 Minuten dürfen jeder Mannschaft während der ersten Halbzeit zwei angerechnete Auszeiten, während der zweiten Halbzeit drei angerechnete Auszeiten und während jeder Verlängerung eine angerechnete Auszeit gewährt werden.

Für Spiele von 4 x 12 Minuten bleibt es bei der bisherigen Regelung, also bei drei Auszeiten pro Halbzeit und je einer pro Verlängerung.

Während der Auszeit dürfen die Spieler das Spielfeld verlassen und auf der Mannschaftsbank sitzen. Die Personen, die sich im Mannschaftsbankbereich aufhalten dürfen, können das Spielfeld betreten unter der Voraussetzung, daß sie in der Nähe ihres Mannschaftsbankbereiches bleiben.

Anmerkung:
Diese Regel legalisiert die seit langem geübte Praxis, daß während einer angerechneten Auszeit fast alle Personen aus dem Mannschaftsbankbereich das Spielfeld betreten.

Roter Pfeil Kommt es zu einer Serie von Freiwurfstrafen infolge mehrerer Fouls, so ist jede Freiwurfstrafe separat von den anderen Freiwurfstrafen zu behandeln.

Beispiel:
Aufgrund von Fouls gegen beide Mannschaften sei folgende Serie von Freiwürfen zu werfen:

  1. ein Freiwurf für Mannschaft A
  2. zwei Freiwürfe für Mannschaft B, sowie
  3. zwei Freiwürfe für Mannschaft B und anschließender Ballbesitz für Mannschaft B

Nach der bisherigen Regel war eine angerechnete Auszeit nur möglich, bevor der Schiedsrichter mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt, um den ersten Freiwurf für Mannschaft A ausführen zu lassen. Es gab im obigen Beispiel nur einen Zeitpunkt für eine angerechnete Auszeit.

Entscheidung:
Nach der neuen Regel gibt es hierfür nun drei Zeitpunkte: Bevor der Schiedsrichter mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt, um

  1. den einen Freiwurf für Mannschaft A ausführen zu lassen (wie bisher),
  2. den ersten Freiwurf für Mannschaft B ausführen zu lassen,
  3. den ersten Freiwurf der 2. Serie für Mannschaft B ausführen zu lassen.

Art. 20 Verletzung von Spielern oder Schiedsrichtern

Im Falle der Verletzung eines Schiedsrichters, oder wenn er aus irgendeinem anderen Grund nicht innerhalb von 10 Minuten nach dem Vorfall seine Pflichten weiter erfüllen kann, wird das Spiel fortgesetzt. Der andere Schiedsrichter amtiert allein bis zum Spielende, es sei denn, es ist möglich, den verletzten Schiedsrichter durch einen qualifizierten Schiedsrichter zu ersetzen. Der andere Schiedsrichter entscheidet, nach Rücksprache mit dem Kommissar, falls eingesetzt, über die Vertretung.

Damit ist klargestellt, wer letztendlich über den Ersatz für einen verletzten Schiedsrichter entscheidet. Zu unterstreichen ist, daß in einem solchen Fall die Zustimmung beider Mannschaften nicht erforderlich ist.

Art. 21 Punktgleichheit und Verlängerungen

In allen Verlängerungen muß jede Mannschaft auf den Korb spielen, auf den sie in der zweiten Halbzeit oder vierten Spielperiode gespielt hatte.

Die neue Regel vereinfacht die Prozedur bei Verlängerungen. Bisher fand eine neue Korbwahl durch Losentscheid statt, und die Spielrichtung wechselte zu Beginn einer jeden weiteren Verlängerung.


Regel VI - Spielvorschriften

Art. 22 Spielbeginn

Wenn die Mannschaften zu Beginn einer Halbzeit, Spielperiode oder Verlängerung irrtümlicherweise in die "falsche" Spielrichtung zu spielen beginnen, kann der Schiedsrichter, nachdem dies bemerkt wird, das Spiel sofort unterbrechen, sofern dadurch keine Mannschaft benachteiligt wird.

Wird dieser Fehler von den Kampfrichtern bemerkt, müssen sie bis zum nächsten toten Ball warten, bevor sie ihr Signal ertönen lassen und die Schiedsrichter darauf aufmerksam machen, damit diese das Spiel unterbrechen.

Das Spiel wird mit der "richtigen" Spielrichtung für die Mannschaften fortgesetzt.

Erzielte Punkte, gelaufene Spielzeit, begangene Fouls und zusätzliche Aktivitäten. die vor der Entdeckung des Fehlers stattgefunden haben, werden nicht rückgängig gemacht.

Art. 23 Zustand des Balles

Hier gab es bisher die drei Zustände Ball ist belebt, Ball ist tot und Ball geht ins (ist im) Spiel. Die neue Regel kennt nur noch die beiden Zustände Ball ist belebt und Ball ist tot.

Der Ball wird belebt, wenn

  1. der Ball bei einem Sprungball die Hand des Schiedsrichters verläßt
    (bisher wurde der Ball erst durch legale Berührung durch einen der beiden Springer belebt).
  2. ein Schiedsrichter den Ball dem Freiwerfer zur Verfügung stellt, (wie bisher)
  3. der Ball dem Spieler zu einem Einwurf zur Verfügung steht.
    (bisher wurde der Ball erst durch Berührung eines Spielers auf dem Feld belebt)

Die Änderung c) des Zeitpunkts 'Ball belebt' hat wichtige Konsequenzen für Einwurf, Spielerwechsel, angerechnete Auszeiten, Sprungball, korrigierbare Fehler, Freiwürfe, usw.

Art. 25 Sprungball

Die anderen Spieler müssen außerhalb des Kreises bleiben und dürfen auch nicht Teile ihres Körpers über dem Kreis (Zylinder) haben, bis der Ball getippt worden ist.

Wenn ein als Springer festgelegter Spieler wegen Verletzung, fünftem (sechstem) Foul oder Disqualifikation nicht in der Lage ist zu springen, springt sein Ersatzspieler.

Beide neuen Vorschriften wurden bereits seit langem so gehandhabt und sind nun auch offiziell Bestandteil der Regeln.

Art. 28 Spieler in der Korbwurfaktion

Ein Spieler befindet sich in einer Korbwurfaktion, wenn er nach Beurteilung eines Schiedsrichters den Versuch beginnt, durch Werfen, Dunking oder Tippen des Balles in Richtung des gegnerischen Korbes einen Korb zu erzielen. Dabei ist es unerheblich, ob der Ball die Hand bzw. die Hände des Spielers verlassen hat oder der Arm möglicherweise so gehalten wird, daß der Spieler zwar noch nicht werfen kann, jedoch einen Versuch dazu unternommen hat. Die Korbwurfaktion dauert solange, bis der Ball die Hand bzw. Hände des Werfers verlassen hat. (Falls der Werfer sich nicht in der Luft befindet)

Falls sich der Werfer in der Luft befindet, dauert die Wurfaktion solange,....(wie bisher)

Die neue Formulierung trifft auf Situationen zu, in denen ein Angreifer zwar werfen möchte, aber dabei so am Wurfarm behindert wird, daß der Ball nicht seine Hand verlassen kann. Auch in diesem Fall wird der Spieler als Werfer betrachtet mit allen sich hieraus ergebenden Konsequenzen.

Art. 29 Korberfolg und seine Wertung

Roter Pfeil Ein Korbwurfversuch für drei Punkte ändert seinen Status und wird zu einem Zwei-Punkte-Feldkorb, nachdem der Ball

  • den Boden innerhalb des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereiches berührt hat,
  • einen Spieler innerhalb des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereiches berührt hat,
  • den Ring berührt hat und von irgendeinem Spieler legal berührt wird, bevor er in den Korb geht

Erstes Beispiel:

    Kurz vor Ende der Spielzeit unternimmt Spieler A1 einen 'Verzweiflungswurf' aus seiner eigenen Spielhälfte. Der Wurf ist zu kurz, prallt auf den Boden und springt dann in den Korb. Der Bodenkontakt war

    1. innerhalb des Drei-Punkte-Feldkorb-Bereiches,
    2. innerhalb des Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereiches.

    Entscheidung:
    Im Fall a)zählt der Wurf drei Punkte,
    Im Fall b)zählt der Wurf zwei Punkte.

Zweites Beispiel:

    Spieler A1 paßt oder wirft den Ball in Richtung des gegnerischen Korbs von einer Position innerhalb des Drei-Punkte-Feldkorb-Bereiches. Der aufsteigende Ball wird legal von einem Spieler berührt, der selbst

    1. im Drei-Punkte-Feldkorb-Bereich abspringt,
    2. im Zwei-Punkte-Feldkorb-Bereich abspringt,

    und geht anschließend in beiden Fällen in den Korb.

    Entscheidung:

    Im Fall a)zählt der Wurf drei Punkte,
    Im Fall b)zählt der Wurf zwei Punkte.

Roter Pfeil Wenn eine Mannschaft absichtlich den Ball in den eigenen Korb wirft, handelt es sich um eine Regelübertretung und es können keine Punkte erzielt werden.

Anmerkung:
Bisher war diese Aktion mit einem technischen Foul gegen den Trainer zu bestrafen. Diese Strafe war aber insofern unlogisch, als ein Spieler durch einen absichtlichen Eigenkorb den taktischen Versuch unternimmt, bei eigenem Vorsprung den Spielstand zu seinen Ungunsten zu verändern, z. B. ein Unentschieden und damit eine Verlängerung zu erzwingen, um einen höheren Rückstand aus einem vorangegangenen Spiel aufzuholen (Serie 'best of two'). Durch zwei erfolgreiche Freiwürfe des Gegners für das technische Foul - der Eigenkorb zählte auch bisher nicht - würde dieses taktische Ziel gerade erreicht! Auch ein absichtliches Verfehlen eines oder beider Freiwürfe wäre eine Aktion, die dem Sinn eines sportlichen Spiels widersprechen würde.

Roter Pfeil Verursacht ein Spieler zufällig, daß der Ball von unten in den Korb geht, wird das Spiel mit einem Sprungball zwischen beliebigen Gegenspielern fortgesetzt.

Dieser Zusatz vervollständigt die Regelung 'Ball geht von unten durch den Korb' und war in den Regeln 1994 - 1998 versehentlich weggelassen worden.

Art. 31 Spielerwechsel

Durch den Wegfall des Ballzustands 'Ball geht ins Spiel' wurde eine Neuformulierung diese Artikels erforderlich, die aber substantiell keine Änderungen gegenüber den bisherigen Regeln bedeutet. Zusätzlich wurden einige Einzelheiten klargestellt.

Roter Pfeil Ein Spieler, der ausgewechselt wurde, muß dies weder dem Anschreiber noch dem Schiedsrichter melden. Er darf direkt zu seiner Mannschaftsbank gehen.

Roter Pfeil Spielerwechsel eines Freiwerfers:

Im Falle von Freiwurfsätzen, die durch mehr als eine Foulstrafe verursacht wurden, wird jeder Satz getrennt behandelt.

Beispiel:

    Aufgrund von Fouls gegen beide Mannschaften sei folgende Serie von Freiwürfen zu werfen:

    1. ein Freiwurf für Mannschaft A,
    2. zwei Freiwürfe für Mannschaft B, sowie
    3. zwei Freiwürfe für Mannschaft B und anschließender Ballbesitz für Mannschaft B

    Wann muß ein Wechsel des Freiwerfers beantragt werden?

    Entscheidung:
    Nach der neuen Regel muß der Wechsel beantragt werden, bevor der Schiedsrichter mit oder ohne Ball den Freiwurfraum betritt, um

    1. den einen Freiwurf für Mannschaft A ausführen zu lassen (Wechsel des Freiwerfers A)
    2. den ersten Freiwurf für Mannschaft B ausführen zu lassen (Wechsel des Freiwerfers B der 1. Serie),
    3. den ersten Freiwurf der 2. Serie für Mannschaft B ausführen zu lassen (Wechsel des Freiwerfers B der 2. Serie)

    In allen Fällen ist zum Wechsel des Freiwerfers nicht erforderlich, daß dessen letzter Freiwurf erfolgreich ist, da im Beispiel der Ball auch nach der letzten Serie aufgrund des nachfolgenden Einwurfs tot bleibt.

Roter Pfeil Wenn während einer angerechneten Auszeit ein Spielerwechsel beantragt wird, muß sich der Ersatzspieler beim Anschreiber melden, bevor er das Spielfeld betritt.

Bisher mußte sich der Ersatzspieler während der Auszeit zusätzlich bei einem Schiedsrichter melden und auf dessen Aufforderung zum Betreten des Spielfelds warten. In der Praxis erwies sich dies als unnötig, wurde nicht beachtet und folglich in den Regeln vereinfacht.

Roter Pfeil Spielerwechsel müssen so schnell wie möglich ausgeführt werden. Ein Spieler, der sein fünftes (sechstes) Foul begangen hat oder disqualifiziert wurde, muß innerhalb von 30 Sekunden ersetzt werden. Kommt es nach Ansicht des Schiedsrichters zu unnötiger Verzögerung, wird der schuldigen Mannschaft eine Auszeit angerechnet.

Anmerkung:
Wenn dieser Mannschaft keine Auszeit mehr zur Verfügung steht, ist der Trainer zu verwarnen; im Wiederholungsfall ist ein technisches Foul gegen ihn zu verhängen.

Roter Pfeil Die bisher in der FIBA-Regelinterpretation behandelte Situation 'mehr als fünf Spieler einer Mannschaft auf dem Spielfeld' wird nun auch in den Regeln behandelt:

Wenn die Mannschaft mit nur fünf Spielern auf dem Feld Ballkontrolle hat, muß es diesen Spielern ermöglicht werden, den Spielzug abzuschließen (d. h. auf den Korb zu werfen, Ballkontrolle verlieren, das Weiterspielen einstellen oder der Ball wird zum toten Ball), bevor ein Schiedsrichter das Spiel unterbricht oder der Anschreiber mit seinem Signal die Aufmerksamkeit der Schiedsrichter auf sich lenkt.

Wenn die Mannschaft mit sechs Spielern auf dem Feld Ballkontrolle hat, muß das Spiel sofort unterbrochen werden. Unter der Voraussetzung, daß Schiedsrichter und Kampfrichter ihre Aufgabe korrekt wahrgenommen haben, muß ein Spieler illegal das Spielfeld betreten haben oder darauf verblieben sein. Die Schiedsrichter müssen daher unverzüglich veranlassen, daß ein Spieler das Spielfeld verläßt. Ein technisches Foul wird gegen den Trainer dieser Mannschaft verhängt. Der gegnerischen Mannschaft werden zwei Freiwürfe zugesprochen mit anschließendem Ballbesitz zum Einwurf vom Mittelpunkt der Seitenlinie gegenüber dem Anschreibertisch.

Der Trainer ist dafür verantwortlich, daß ein Spielerwechsel korrekt durchgeführt wird, und daß der auszuwechselnde Spieler bei einem Spielerwechsel unverzüglich das Spielfeld verläßt.

Alle von dem zusätzlichen Spieler erzielten Punkte bleiben gültig. Alle von dem zusätzlichen Spieler begangenen Fouls bleiben ebenfalls bestehen und werden als Fouls dieses Spielers angesehen.

Art. 32 Beendigung einer Spielperiode oder eines Spiels

Videos, Film, Fotos oder jeglich andere Form von visuellen, elektronischen oder digitalen Geräten dürfen nicht dazu benutzt werden, das Spielergebnis zu bestimmen oder zu ändern. Nach Spielende ist die Verwendung der vorgenannten Geräte nur für die Feststellung der Verantwortlichkeit bei Disziplinverstößen oder für Schulungszwecke gestattet.

In den letzten Jahren hatten einige Mannschaften den Versuch unternommen, mit Hilfe von Videoaufzeichnungen zu beweisen, daß sie ein Spiel aufgrund eines Fehler des Zeitnehmers oder eines Schiedsrichters verloren hatten. Das Videomaterial sollte zum Beispiel den Beweis erbringen, daß eine Foulentscheidung in den letzten Sekunden falsch war, da kein Körperkontakt vorlag, oder daß die Fußbewegung eines Spielers kein Schrittfehler gewesen sei.

Videomaterial kann allerdings von der spielleitenden Stelle dazu herangezogen werden, festzustellen, welcher Spieler auf dem Feld eine gewalttätige Auseinandersetzung begonnen hat, um ihn nachträglich bestrafen zu können. Gegen den Einsatz von Videomaterial zu Schulungszwecken ist ebenfalls nichts einzuwenden.  


Regel VII - Regelübertretungen

Art. 38 Schritte

Wenn ein Spieler, während er den Ball hält, auf den Boden fällt oder während er auf dem Boden liegt oder sitzt, in Ballbesitz kommt

und

dann dabei rutscht, rollt oder mehr als die erlaubten Kontakte mit den Füßen auf dem Boden macht oder während er den Ball hält, versucht aufzustehen, ist dies eine Regelübertretung.

Diese Spielsituation wurde bisher von den Schiedsrichtern unterschiedlich beurteilt und gepfiffen. Der neue Text vereinheitlicht die bisher unterschiedlichen Entscheidungen der Schiedsrichter.

Art. 39 Drei-Sekunden-Regel

Während seine Mannschaft Ballkontrolle hat und die Spieluhr läuft, darf ein Spieler nicht länger als drei aufeinanderfolgende Sekunden in der Begrenzten Zone des Gegners bleiben.

Die Änderung bedeutet, daß der Schiedsrichter jetzt mit dem Zählen der drei Sekunden nur dann beginnt, wenn eine Mannschaft die Ballkontrolle auf dem Feld hat und die Uhr läuft.

In der alten Regel reichte die Ballkontrolle bereits für eine Drei-Sekunden-Regelübertretung aus, wenn der Einwerfer mehr als drei Sekunden für den Einwurf benötigt, während ein Mitspieler sich in der Begrenzten Zone des Gegners aufhält. Nach der neuen Regel ist dies nicht mehr möglich. Jetzt beginnt die Drei-Sekunden-Regel erst dann, wenn die Uhr läuft, d. h., ein Spieler auf dem Feld hat die Ballkontrolle erlangt.

In den folgenden Fällen sollte ein Schiedsrichter nicht auf Drei Sekunden entscheiden:

  • Ein Spieler versucht, die Begrenzte Zone zu verlassen.
  • Ein Spieler befindet sich in der Begrenzten Zone, während er oder ein Mitspieler sich innerhalb oder außerhalb der Begrenzten Zone in der Korbwurfaktion befindet und der Ball die Hand/Hände entweder gerade verläßt oder bereits verlassen hat.
  • Ein Spieler befindet sich weniger als drei Sekunden in der Begrenzten Zone, dribbelt und unternimmt einen Korbwurfversuch.

Sollte ein Schiedsrichter während einer Korbwurfaktion fälschlicherweise auf drei Sekunden entscheiden und der Ball geht in den Korb, soll dieser zählen - trotz des Pfiffes des Schiedsrichters.

Beispiel:

    Spieler A1 befindet sich weniger als drei Sekunden in der Begrenzten Zone des Gegners. A2 ist außerhalb der Begrenzten Zone in der Korbwurfaktion und der Ball verläßt seine Hand / Hände oder hat sie gerade verlassen. In diesem Augenblick entscheidet der Schiedsrichter auf drei Sekunden.

    Entscheidung:

    Falscher Pfiff! In dieser Situation sollte der Schiedsrichter seinen Pfiff verzögern. Der Korb zählt!

Ein Spieler nimmt nur dann eine Position außerhalb der Begrenzten Zone ein, wenn er mit beiden Füßen den Boden außerhalb der Begrenzten Zone berührt.

Nach diesem Text begeht ein Spieler eine Regelübertretung, wenn er länger als drei Sekunden einen Fuß außerhalb der Begrenzten Zone und den anderen Fuß in der Luft über der Begrenzten Zone hat. Er nimmt erst dann eine Position außerhalb der Begrenzten Zone ein, wenn er mit beiden Füßen dort steht.

Art. 42 Spielen des Balles ins Rückfeld

Der neue Text ist gegenüber dem alten Text vereinfacht worden. Es ist jetzt völlig klar, wann der Ball ins Rückfeld geht, und wann er zurück ins Rückfeld gespielt wird.

Der Ball geht ins Rückfeld einer Mannschaft, wenn

  • er das Rückfeld berührt
  • er einen Spieler berührt, der mit einem Teil seines Körpers Kontakt mit dem Rückfeld hat.

Der Ball wird als ins Rückfeld gegangen angesehen, wenn ein Spieler der ballkontrollierenden Mannschaft

  • den Ball zuletzt in seinem Vorfeld berührt hat, und ein Spieler derselben Mannschaft den Ball zuerst berührt,
  • nachdem der Ball das Rückfeld berührt hat, oder
  • wenn dieser Spieler Kontakt mit dem Rückfeld hat.
  • den Ball zuletzt in seinem Rückfeld berührt hat, bevor er ins Vorfeld geht und dann von einem Spieler derselben Mannschaft, der Kontakt mit dem Rückfeld hat, zuerst wieder berührt wird.

Die im Textzusatz erwähnte spezielle Situation wurde im alten Text nicht erwähnt.

Beispiel:

    Spieler A1 paßt den Ball vom Rückfeld zu einem Mitspieler im Vorfeld. Der Ball berührt den Boden im Vorfeld, prallt ins Rückfeld zurück und A1 oder ein anderer Mitspieler berührt den Ball im Rückfeld zuerst.

    Entscheidung:

    Dies ist ein typisches Beispiel für ein Rückspiel.

Art. 43 Stören des Balles beim Angriff und bei der Verteidigung

Ein Angriffs- oder ein Verteidigungsspieler darf den Ball weder berühren, solange er sich bei einem Korbwurf aus dem Feld in seinem Abwärtsflug vollständig über dem Ringniveau befindet, noch darf er ihn bei einem Korbwurf aus dem Feld berühren, nachdem der Ball das Spielbrett vollständig oberhalb des Ringniveaus berührt hat.

Die FIBA hatte bereits 1996 einen ähnlichen Text an alle nationalen Verbände verteilt, die Umsetzung wurde jedoch nicht strikt überwacht und die Schiedsrichter interpretierten den Text sehr unterschiedlich.

Begründung für den nun vorliegenden, korrigierten Text:

Gemäß der alten FIBA Interpretation gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten, wie der Ball nach einem Korbwurf aus dem Feld das Spielbrett berührt:

  • Nachdem der Ball das Spielbrett berührt hat, prallt er nach oben ab, d. h., er hat noch nicht seinen höchsten Punkt erreicht. Jeder kann den Ball spielen, ihn gegen das Spielbrett blocken, usw.
  • Nachdem der Ball das Spielbrett berührt hat, prallt er nach unten Richtung Korb ab, d. h., er ist bereits im Abwärtsflug. Kein Spieler darf den Ball spielen, ihn gegen das Brett blocken, usw.

In diesen Fällen mußten sich die Schiedsrichter für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden. Diese Entscheidung ist sehr schwierig und ohne genau festgelegte Kriterien. Als Ergebnis und Konsequenz daraus wurden ähnliche Situationen von den Schiedsrichtern uneinheitlich gepfiffen.

Der neue Regeltext soll die Aufgabe der Schiedsrichter in ähnlichen Fällen vereinfachen und ihre Entscheidungen vereinheitlichen. Es gibt jetzt nur noch eine Möglichkeit, wenn im Falle eines Korbwurfes aus dem Feld der Ball das Spielbrett vollständig oberhalb des Ringniveaus berührt hat: Kein Spieler darf den Ball spielen, ihn gegen das Brett blocken, usw.

Ein Angriffs- oder ein Verteidigungsspieler darf nicht von unten durch den Ring den Ball berühren, wenn sich dieser oberhalb des Ringniveaus oder am Ring befindet. Dies gilt sowohl bei einem Korbversuch als auch bei einem Tip nach einem Sprungball oder auch bei einem Zuspiel.


Regel VIII - Persönliche Fouls

Art. 45 Kontakt

Der neue Wortlaut unterstreicht die Wichtigkeit und Notwendigkeit kreativer und undogmatischer Schiedsrichtertätigkeit:

Basketball ist theoretisch ein Spiel ohne Körperkontakt. Trotzdem ist es verständlich, daß persönlicher Kontakt nicht ganz vermieden werden kann, wenn sich 10 Spieler mit großer Geschwindigkeit in einem begrenzten Raum bewegen. Bei der Beurteilung, ob solche Kontakte bestraft werden oder nicht, müssen die Schiedsrichter jederzeit die folgenden wesentlichen Grundsätze beachten und abwägen:

  • Aufrechterhaltung von Geist und Sinn der Regeln sowie die Integrität des Spiels.
  • Gleichmäßigkeit in der Anwendung des "Vorteil/Nachteil" Prinzips. Die Schiedsrichter sollten dabei den Spielfluß nicht unnötig unterbrechen, indem sie einen zufälligen persönlichen Kontakt bestrafen, der weder dem dafür verantwortlichen Spieler einen Vorteil bringt noch seinen Gegenspieler benachteiligt.

Anmerkung:
1.Gleichmäßigkeit in der Anwendung von gesundem Menschenverstand in jedem Spiel unter Berücksichtigung von Fähigkeiten, Einstellung und Verhalten der Spieler während des Spiels.
2.Gleichgewicht zwischen Spielkontrolle und Spielfluß. Gefühl entwickeln für das, was die Spielbeteiligten zu unternehmen versuchen und das pfeifen, was für das Spiel richtig ist.

Die neuen Texte machen es für alle Schiedsrichter verbindlich, dem Prinzip Vorteil / Nachteil während der gesamten Spieldauer zu folgen.

Art. 46 Persönliches Foul

Roter Pfeil Vertikalprinzip

Das Vertikalprinzip ist in den neuen Regeln klarer definiert worden, zur besseren Übereinstimmung in der Interpretation für die Verantwortung des Kontaktes.

Die Grenzen des "Zylinders" sind außerdem klar definiert und fixiert worden:

Ein Zylinder ist als ein Raum definiert, der von einem Spieler auf dem Spielfeld eingenommen wird und schließt den Raum über dem Spieler mit ein. Er ist durch die normale Basketballposition folgendermaßen definiert:

  • nach vorne durch die Zehenspitzen
  • nach hinten durch das Gesäß und
  • nach den Seiten durch die Außenseiten seiner Arme und Beine

Roter Pfeil Regelwidriger Gebrauch der Hände

Der gesamte Textbereich wurde korrigiert und vereinfacht, da der alte Text und seine Interpretation auf unrealistischen Bestandteilen basierten, die in der Praxis niemals übereinstimmend angewendet werden konnten, wie zum Beispiel: Legt ein Verteidiger zwischen den beiden Endlinien eine Hand an den Dribbler, ist es ein Foul!

Die bloße Berührung eines Gegenspielers mit einer Hand oder mit beiden Händen ist nicht unbedingt eine Regelverletzung.

Die Schiedsrichter müssen entscheiden, ob der Spieler, der den Kontakt verursacht hat, dadurch einen Vorteil erlangt hat. Wenn der von einem Spieler verursachte Kontakt die Bewegungsfreiheit eines Gegenspielers einschränkt, ist dies ein Foul.

Der Verteidiger berührt beim Versuch, den Ball zu spielen, einen Gegenspieler mit seiner Hand oder seinen Händen. Findet ein solcher Kontakt nur an der Hand des Gegenspielers statt, während dieser seine Hand am Ball hat, wird er als zufällig angesehen und der Kontakt sollte nicht bestraft werden.

Es handelt sich um illegalen Gebrauch der Hand/Hände, wenn sie an einen Gegenspieler mit oder ohne Ball gelegt werden und dieser Kontakt beibehalten wird. Das gleiche gilt für das Ausstrecken von Arm/Armen.

Einen Gegenspieler mit oder ohne Ball wiederholt zu berühren oder zu "sticheln", wird ebenfalls als Foul angesehen, da es zu einem rohen Spiel eskalieren kann.

Roter Pfeil Es handelt sich normalerweise um ein Foul durch einen Angriffsspieler mit Ball, wenn

  • er sich bei einem Verteidigungsspieler "einhakt" oder einen Arm oder Ellenbogen um ihn legt, um dadurch einen Vorteil zu erlangen.
  • er einen Verteidigungsspieler wegstößt, um ihn daran zu hindern, den Ball spielen zu wollen.
  • er einen Verteidigungsspieler wegstößt, um mehr Raum zwischen sich und dem Verteidigungsspieler zu schaffen.
  • er beim Dribbeln seinen ausgestreckten Unterarm oder seine Hand dazu benutzt, einen Gegenspieler daran zu hindern, an den Ball zu kommen.

Roter Pfeil Es handelt sich normalerweise um ein Foul durch einen Angriffsspieler ohne Ball, wenn er einen Gegenspieler wegstößt, um

  • für ein Zuspiel frei zu sein.
  • den Verteidigungsspieler daran zu hindern, den Ball spielen zu wollen.
  • mehr Raum zwischen sich und dem Verteidigungsspieler zu gewinnen.

Art. 47 Doppelfoul

Eine weitere Änderung in den neuen Regeln betrifft die Bestrafung bei einem Doppelfoul.

Ein Doppelfoul ist eine Situation, in der zwei Gegenspieler zur annähernd gleichen Zeit gegeneinander Fouls begehen.

Das Spiel wird fortgesetzt mit einem

  • Einwurf nächst der Stelle der Regelverletzung durch die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls Ballkontrolle hatte.
  • Sprungball zwischen den beiden beteiligten Spielern im nächst gelegenen Kreis, sofern keine Mannschaft zum Zeitpunkt des Doppelfouls Ballkontrolle hatte.

Wenn in derselben Zeit ein gültiger Korb erzielt wurde, wird der Ball durch einen Gegenspieler der Mannschaft, die den Korb erzielt hat, von der Endlinie ins Spiel gebracht.

Werden ein Doppelfoul, welches zu einem Sprungball führt, und ein oder mehrere weitere Fouls zur annähernd gleichen Zeit begangen, wird das Spiel fortgesetzt, nachdem die Fouls angeschrieben sind und die eventuelle Strafe vollzogen worden ist, als ob das Doppelfoul sich nicht ereignet hätte.

Anmerkungen:
Nach einem Doppelfoul beginnt in jedem Fall eine neue Dreißig-Sekunden-Periode.

Im Gegensatz zu den Regeln 1994 - 1998 (Fortsetzung des Spiels immer mit Sprungball im nächsten Kreis), gibt es in den neuen Regeln zwei Möglichkeiten:

  • Sprungball im nächst gelegenen Kreis, wenn zum Zeitpunkt des Doppelfouls keine Mannschaft in Ballbesitz war
  • Einwurf für die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Doppelfouls in Ballbesitz war

Beispiel:

    Zum Zeitpunkt eines Doppelfouls von A2 und B2 sei Mannschaft A in Ballbesitz. Beide Mannschaften haben die gleiche Regelübertretung begangen und müßten gleichermaßen bestraft werden. Wird aber auf Sprungball entschieden, erlangt Mannschaft B einen unfairen Vorteil, da Mannschaft A den Ballbesitz verliert. Es muß also ein Unterschied in der Bestrafung gemacht werden. Entscheidend ist, ob zum Zeitpunkt des Doppelfouls eine Mannschaft in Ballbesitz war, oder nicht.

Es ist wichtig, die Schiedsrichter daran zu erinnern, daß im Falle eines Doppelfouls mit Ballbesitz und anderen Fouls während derselben Uhr-Stopp-Periode der Artikel 58 "Fouls in Sonderfällen" zur Anwendung kommt.

Art. 48 Unsportliches Foul

Ein unsportliches Foul ist ein persönliches Foul, das nach Ansicht des Schiedsrichters keinen legalen Versuch darstellt, den Ball entsprechend dem Geist und Sinn der Regeln zu spielen.

Der alte Text war widersprüchlich. Dort hieß es: Ein unsportliches Foul ist ein persönliches Foul an einem Spieler mit oder ohne Ball, das nach Ansicht des Schiedsrichters von einem Spieler absichtlich an einem Gegenspieler begangen wurde. Der Schiedsrichter hatte jedoch gleichzeitig nur die Aktion, nicht die Absicht zu beurteilen!


Regel IX - Technische Fouls

Art. 50 Verhaltensregeln

Ein Textzusatz klärt eindeutig den Zuständigkeitsbereich der Schiedsrichter:

Während des Spiels kann es gegen den Geist sportlicher Haltung und "Fair Play" zu Gewalttätigkeiten kommen. Die Schiedsrichter, und falls erforderlich die Ordnungskräfte, müssen sofort die notwendigen Maßnahmen treffen, damit dies beendet wird.

Das Spielfeld und der angrenzende Einwurfbereich, einschließlich des Anschreibertisches, die Mannschaftsbänke und der Bereich direkt hinter den Endlinien fallen unmittelbar und ausschließlich unter die Zuständigkeit der beiden Schiedsrichter und des Kommissars.

Aktionen von Spielern, Trainern und Mannschaftsbegleitern, die zur Beschädigung der zu einem Spiel gehörenden Ausrüstung führen können, dürfen von den Schiedsrichtern nicht geduldet werden.

Werden solche Vorkommnisse von den Schiedsrichtern beobachtet, ist der Trainer der betreffenden Mannschaft sofort zu verwarnen.

Sollten sich diese Vorkommnisse fortsetzen, ist sofort ein technisches Foul gegen jeden Beteiligten zu verhängen. Wenn der Name des Beteiligten nicht auf dem Anschreibebogen erscheint, wird das technische Foul dem Trainer als "B-Foul" angeschrieben.

Alle Situationen in Verbindung mit Aktionen beider Mannschaften, die während des Spiels (auch während einer Spielpause) zur Beschädigung der Spielausrüstung führen können, sind in diesem neuen Text klar definiert.

Beispiel:

    Während der 20 minütigen Aufwärmphase vor dem Spiel hängt sich Spieler A7, trotz der Warnung durch die Schiedsrichter, wiederholt an den Ring. Ein technisches Foul wird gegen ihn verhängt. Der Anschreiber gibt an, daß A7 nicht auf dem Anschreibeblock vermerkt ist.

    Entscheidung:
    Ein technisches Foul wird dem Trainer A als "B-Foul" angeschrieben und A7 darf nur als Mannschaftsbegleiter auf der Bank bleiben.

Art. 51 Technisches Foul durch einen Spieler

Dem alten Text sind drei neue Absätze hinzugefügt worden:

Roter Pfeil Wenn sich bei einer Dunking-Situation ein Spieler kurzzeitig am Ring festhält, ist dies als zufällig anzusehen und nicht zu bestrafen.

Begründung:
Einige Schiedsrichter bestrafen selbst übertriebenes Hängen am Ring nicht, andere pfeifen sogar für flüchtiges Hängen am Ring unverzüglich ein technisches Foul. Der neue Wortlaut ermöglicht mehr Toleranz, wenn ein Spieler nach einem spektakulären Dunking weniger als eine Sekunde am Ring hängt. Diese Aktion sollte nicht bestraft werden, da es das natürliche Ende des Dunkings und eine Attraktion für die Zuschauer ist. Auf der anderen Seite sollte übertriebenes Hängen am Ring, das sogenannte "Äffchen", mit einem technischen Foul nach Verwarnung bestraft werden oder auch direkt mit einem technischen Foul, wenn die Aktion zu offensichtlich ist.

Es handelt sich um ein technisches Foul, wenn.....

Ein Verteidiger, der vorsätzlich das Spielbrett oder den Ring, während der Ball bei einem Feldkorbversuch oder Freiwurf in der Luft ist, so in Schwingung versetzt, daß nach Ansicht des Schiedsrichters der Ball deshalb nicht in den Korb gehen kann.

In den Regeln 1998 - 2002 gibt es eine neue Kategorie: das unsportlich technische Foul gegen einen Spieler. Die Bedeutung dieser neuen Kategorie liegt darin, daß die Bestrafung zwei Freiwürfe plus Einwurf an der Mittellinie ist.

Roter Pfeil Es handelt sich um ein unsportlich technisches Foul, wenn ein Spieler nach Ansicht des Schiedsrichters absichtlich oder unsportlich eine technische Regelverletzung begeht, oder wenn diese Regelverletzung ihm einen unfairen Vorteil bringt.

Vor allem in den letzten zwei Jahren haben Spieler immer wieder mit unfairen Taktiken zu erreichen versucht, daß Schiedsrichter sie mit einem technischen Foul bestrafen, d. h. mit zwei Freiwürfen. Dies geschieht normalerweise in den letzten Sekunden oder Minuten eines Spiels, wenn die zurückliegende Mannschaft versucht, mit einem normalen technischen Foul (zwei Freiwürfen) das Spiel zu stoppen.

Beispiele für unsportlich technische Fouls von Spielern:

    1. Nach einem erfolgreichen Korbwurf seiner Mannschaft und mehr als zwei Minuten vor Ende der Spielzeit tritt ein Spieler über die Endlinie, um den Einwurf unter dem Korb zu verhindern. Es ist der Versuch, die Uhr auf Kosten eines technischen Fouls mit normalerweise zwei Freiwürfen zu stoppen.

    2. Ähnlich ist es, wenn ein Spieler über die Außenlinie tritt, um den Einwurf des Gegners zu verhindern. Dies ist gleichermaßen ein Versuch, die Uhr auf Kosten eines technischen Fouls mit normalerweise zwei Freiwürfen zu stoppen. Die gleiche Absicht verfolgt ein Spieler, in eleganter Weise, indem er wiederholt mit Teilen seines Körpers (Arm, Hand, usw.) die Außenlinie überquert, um den Einwurf zu verhindern - trotz Verwarnung durch den Schiedsrichter.

    3. Ein Spieler spricht trotz Verwarnung wiederholt den Schiedsrichter an und protestiert gegen jede Entscheidung. Dies ist ein weiterer vorsätzlicher Versuch, das Spiel auf Kosten eines technischen Fouls mit normalerweise zwei Freiwürfen zu stoppen.

Art. 52 Technisches Foul durch Trainer, Ersatzspieler oder Mannschaftsbegleiter

Ein geringfügiger Zusatz zum alten Text:

Nur der Trainer, dessen Name im Anschreibebogen eingetragen ist, darf während des Spiels stehen. Dies gilt auch für jede Person, die den Trainer aus irgendeinem Grund ersetzt.

Dieser Zusatz erklärt die Situation, wenn ein Trainer wegen Verletzung, Disqualifikation, usw. das Spiel verlassen muß. In diesem Fall gehen alle Rechte auf seinen Nachfolger über, auch das Recht, während des Spiels zu stehen.

Art. 53 Technisches Foul während einer Spielpause

Neu in diesem Artikel ist die Definition, wann eine Spielpause beginnt und wann sie endet:

Die Spielpause beginnt 20 Minuten vor Spielbeginn oder mit dem Signal des Zeitnehmers zum Ende einer Halbzeit oder Spielperiode.

Die Spielpause endet in dem Moment, in dem der Schiedsrichter mit dem Ball den Mittelkreis betritt, um den Sprungball auszuführen.

Art. 54 Gewalttätigkeit

Neue Formulierung zur Klarstellung:

Dieser Artikel bezieht sich nur auf Trainer, Trainer-Assistenten, Ersatzspieler oder Mannschaftsbegleiter, die den Mannschaftsbankbereich während einer gewalttätigen Auseinandersetzung oder in einer Situation, die zu einer Auseinandersetzung führen kann, verlassen.

Spieler auf dem Feld, die normalerweise die Auseinandersetzung verursachen, sollten gemäß anderer Artikel, wie z. B. unsportliches Foul, Disqualifikation usw., bestraft werden.

In den neuen Regeln ist es neben dem Trainer jetzt auch dem Trainer-Assistenten gestattet, den Mannschaftsbankbereich während einer gewalttätigen Auseinandersetzung zu verlassen, um die Schiedsrichter bei der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Ordnung zu unterstützen. In dieser Situation wird gegen den Trainer und/oder Trainer-Assistenten kein technisches Foul verhängt.

Auf ein weiteres Detail muß noch hingewiesen werden: Verläßt ein Trainer und/oder Trainer-Assistent den Mannschaftsbankbereich und unterläßt er es, bei der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Ordnung zu helfen oder dies zu versuchen, wird er disqualifiziert.

 


Regel X - Allgemeine Vorschriften

Art. 58 Fouls in Sonderfällen

Werden mehrere Fouls während derselben Uhr-Stopp-Periode gepfiffen, kann es kompliziert werden:

In diesen Situationen sind folgende Grundsätze anzuwenden:

  • Ein Foul muß für jedes Vergehen verhängt werden.
  • Werden Fouls gegen beide Mannschaften nahezu gleichzeitig gepfiffen, müssen die Schiedsrichter die Reihenfolge festlegen, in der die Fouls geschahen. Dies gilt nicht für eine Doppelfoul-Situation

Es werden alle gleichen Foulstrafen gegen beide Mannschaften in der Reihenfolge, in der sie gepfiffen wurden, und alle Strafen für Doppelfouls, die zu einem Sprungball führen, aufgehoben. Sobald Strafen aufgehoben wurden, werden sie so angesehen, als wären sie nicht verhängt worden.

Das Recht auf Ballbesitz zum Einwurf aufgrund einer Foulstrafe geht verloren, falls dies nach der Kompensation .... nicht die Strafe für das letzte Foul ist.

Sobald der Ball zur Ausführung einer Foulstrafe belebt ist, kann diese Foulstrafe nicht mehr zur Kompensation mit einer anderen Foulstrafe herangezogen werden.

Die Strafen für alle übrig gebliebenen Fouls werden in der Reihenfolge ihres Entstehens ausgeführt.

1. Beispiel:

    Spieler A1 foult B1 in der Korbwurfaktion, der Wurf geht vorbei (2 Freiwürfe für B1). Gegen Trainer B wird ein technisches Foul gepfiffen (2 Freiwürfe plus Ballbesitz), gefolgt von einem technischen Foul gegen Spieler B2.

    Entscheidung:
    Die erste und dritte Strafe sind gleich, heben sich deshalb gegenseitig auf, so daß nur 2 Freiwürfe plus Ballbesitz für Mannschaft A übrig bleiben.

2. Beispiel:

    Spieler A1 begeht ein unsportliches Foul gegen B1 (2 Freiwürfe plus Ballbesitz für B1), B2 begeht ein technisches Foul (2 Freiwürfe), gefolgt von einem Doppelfoul zwischen A3 und B3, das einen Sprungball zur Folge hat, und einem technischen Foul von Trainer B (2 Freiwürfe plus Ballbesitz).

    Entscheidung:
    Die erste und letzte Strafe sind gleich, heben sich deshalb wie auch das Doppelfoul auf, so daß nur 2 Freiwürfe für Mannschaft A übrig bleiben.

3. Beispiel:

    Spieler A1 will zwei Freiwürfe ausführen.

    1. Bevor der Ball für den ersten Freiwurf belebt wird, wird ein technisches Foul gegen A2 gepfiffen
    2. Nachdem der Ball für den ersten Freiwurf belebt ist, wird ein technisches Foul gegen A2 gepfiffen

    Entscheidung:
    Im Fall a):Die beiden Fouls, die gleiche Strafen nach sich ziehen, heben sich gegenseitig auf und das Spiel wird mit Sprungball im nächsten Kreis fortgesetzt.
    Im Fall b):Sobald der Ball zur Ausführung des ersten Freiwurfes belebt ist, ist keine Annullierung mehr möglich. A1 führt die zwei Freiwürfe aus, dann führt Mannschaft B zwei Freiwürfe aus und das Spiel wird fortgesetzt.

4. Beispiel:

    In derselben Uhr-Stopp-Periode foult Spieler B3 den Spieler A3 (8. Mannschaftsfoul, 2 Freiwürfe für A3), technisches Foul gegen Trainer B (2 Freiwürfe plus Ballbesitz). Der Schiedsrichter stellt den Ball A3 zum Freiwurf zur Verfügung. Sekunden später wird ein technisches Foul gegen Trainer A gepfiffen (2 Freiwürfe plus Ballbesitz).

    Entscheidung:
    Die beiden technischen Fouls gegen die beiden Trainer haben gleiche Strafen zur Folge, heben sich deshalb auf. Spieler A3 führt die beiden Freiwürfe aus und das Spiel wird fortgesetzt. Dieses Beispiel zeigt, daß für die Annullierung von - noch nicht begonnenen - Freiwürfen (im Beispiel: vier) in "speziellen Situationen" die gesamte Uhr-Stopp-Periode hierfür "offen" ist.

5. Beispiel:

    Anstelle des Spielers A1 hat A2 erfolgreich zwei Freiwürfe ausgeführt. Der korrigierbare Fehler wird entdeckt:

    1. Bevor das Spiel fortgesetzt wird und die Spieluhr in Gang gesetzt ist
    2. Nachdem das Spiel fortgesetzt worden ist und die Spieluhr in Gang gesetzt worden ist

    Unmittelbar nachdem der korrigierbare Fehler entdeckt worden ist und das Spiel gestoppt worden ist, werde ein technisches Foul gegen A2 verhängt. Gemäß der Regeln für korrigierbare Fehler werden die zwei Freiwürfe von A2 annulliert und Spieler A1 muß die Freiwürfe ausführen.

    Entscheidung:
    Im Fall a):Die beiden gleichen Foulstrafen (jeweils 2 Freiwürfe) heben sich gegenseitig auf, da sie in derselben Uhr-Stopp-Periode begangen worden sind. Das Spiel wird mit Sprungball im nächsten Kreis fortgesetzt.
    Im Fall b):Spieler A1 führt zwei Freiwürfe aus, dann führt ein Spieler von Mannschaft B zwei Freiwürfe aus und das Spiel wird fortgesetzt. Die beiden Foulstrafen heben sich nicht gegenseitig auf, obwohl sie gleich sind, da sie nicht in derselben Uhr-Stopp-Periode gepfiffen worden sind.

Art. 59 Freiwürfe

Es sei daran erinnert, daß sich mit Ausnahme des Freiwerfers alle anderen Spieler in zwei Bereichen auf dem Feld aufhalten: sie nehmen entweder Plätze am Freiwurfraum ein oder befinden sich im Drei-Punkte-Bereich hinter der verlängerten Freiwurflinie. Der neue Text beschäftigt sich mit den Bewegungen dieser Spieler, nachdem der Schiedsrichter zur Ausführung des Freiwurfes den Frei- wurfraum mit oder ohne Ball betreten hat.

Die Spieler am Freiwurfraum dürfen sich nicht von ihren eingenommenen Plätzen entfernen, sobald der Ball bei einem Freiwurf belebt wurde, bis der Ball die Hand/Hände des Freiwerfers verlassen hat.

Beispiel:

Spieler A1 soll einen Freiwurf ausführen. Der Schiedsrichter hat den Freiwurfraum bereits betreten und will gerade dem Freiwerfer den Ball übergeben, als B1 durch den Freiwurfraum läuft, um eine Position auf der anderen Seite einzunehmen. In dieser Situation reagieren die meisten Schiedsrichter falsch: sie unterbrechen die Ausführung des Freiwurfes und halten sogar ihre Hand/Hände über den Ball und warten, bis B1 seine neue Position erreicht hat.

Entscheidung:

Korrekt ist es, wenn der Freiwerfer den Freiwurf ausführt. Ist er erfolgreich, wird die Regelübertretung nicht beachtet. Ist der Freiwurf nicht erfolgreich, wird er wiederholt, da der Freiwerfer durch die Bewegung von B1 gestört worden ist.

Alle Spieler, die sich nicht am Freiwurfraum befinden, halten sich hinter der verlängerten Freiwurflinie und hinter der Drei-Punkte-Feldkorblinie auf, bis der Ball den Ring berührt oder der Freiwurf beendet worden ist.

Anmerkung:

Diese Spieler dürfen ebenfalls nicht versuchen, den Freiwerfer zu stören. Sie haben sich dort aufzuhalten ab dem Zeitpunkt, zu dem der Schiedsrichter zur Ausführung des Freiwurfes den Freiwurfraum mit oder ohne Ball betreten hat.

Schiedsrichter-Technik bei der Ausführung von Freiwürfen:

Die Ausführung von Freiwürfen ist erheblich geändert worden:

Den ersten von zwei (drei) Freiwürfen übergibt der folgende Schiedsrichter. Nachdem er den Ball dem Freiwerfer übergeben hat, tritt er einen Schritt nach hinten zurück, links vom Freiwerfer. Er behält diese Position bis zur Beendigung der Freiwürfe bei.

Alle folgenden Freiwürfe, der letzte oder die zwei letzten Freiwürfe, werden vom vorderen Schiedsrichter administriert. Er betritt den Freiwurfraum und übergibt den Ball mit einem Bodenpaß.

Der vordere Schiedsrichter ist auch verantwortlich für die Ausführung von einem Freiwurf nach einem erfolgreichen Korbwurf.

Der vordere Schiedsrichter steht beim letzten Freiwurf außerhalb des Spielfeldes auf der gedachten Verlängerung der rechten Freiwurfraumbegrenzung, nicht im unmittelbaren Blickfeld des Freiwerfers.

Freiwurfstrafen mit anschließendem Ballbesitz werden ohne Aufstellung ausgeführt, alle Spieler halten sich im Drei-Punkte-Bereich hinter der verlängerten Freiwurflinie auf. Der aktive Schiedsrichter übergibt den Ball von der linken Seite des Freiwerfers und paßt den Ball nach dem letzten Freiwurf zum freien Schiedsrichter, der an der Mittellinie gegenüber dem Anschreibertisch steht. Dort wird der Einwurf nach Beendigung der Freiwürfe ausgeführt.

Art. 60 Korrigierbare Fehler

Aus den neuen Regeln ist der Begriff "Ball im Spiel" gestrichen worden. Damit hat sich der Zeitrahmen für korrigierbare Fehler geringfügig verändert. Die Regel besagt weiterhin, daß Fehler solange korrigierbar sind, bis der Ball nach dem ersten toten Ball belebt wird, nachdem die Uhr nach dem Fehler in Gang gesetzt worden ist.

Das bedeutet:

 

Fehler geschieht

Roter Pfeil

alle Fehler ereignen sich während eines toten Balles

Ball belebt

Roter Pfeil

Fehler ist korrigierbar

Uhr wird in Gang gesetzt oder läuft weiter

Roter Pfeil

Fehler ist korrigierbar

Ball tot

Roter Pfeil

Fehler ist korrigierbar

Ball belebt

Roter Pfeil

Fehler ist nicht mehr korrigierbar

 

Anmerkung:
Es sei noch einmal daran erinnert, wann ein Ball belebt wird:

  • Wenn der Ball beim Sprungball die Hand / Hände des Schiedsrichters verläßt
  • Wenn der Schiedsrichter dem Freiwerfer den Ball zur Verfügung stellt
  • Wenn der Ball dem Einwerfer für einen Einwurf zur Verfügung steht

1. Beispiel:

    Spieler A1 foult B1 in der Korbwurfaktion. Der Wurf ist erfolgreich. Anstelle von B1 führt B2 den Bonuswurf aus. Während sein erfolgreicher Wurf in der Luft ist:

    Fall a) foult Spieler A3 den Spieler B3 (6. Mannschaftsfoul von Mannschaft A)

    Fall b) wird ein technisches Foul gegen Spieler A4 verhängt

    Bevor der Ball belebt wird, erkennt der Schiedsrichter seinen Fehler, daß B2 anstelle von B1 den Freiwurf ausgeführt hat.

    Entscheidung:

    Im Fall a)Spieler B1 führt einen Freiwurf aus und das Spiel wird fortgesetzt. Das Foul von A3 wird als Teil der "Begleitumstände" bei korrigierbaren Fehlern annulliert.

    Im Fall b)Spieler B1 führt einen Freiwurf ohne Aufstellung aus. Danach führt Mannschaft B zwei Freiwürfe für das technische Foul von A4 aus und das Spiel wird fortgesetzt.

    Dieses Beispiel verdeutlicht folgendes:

    Ist der korrigierbare Fehler ein Freiwurf durch den falschen Werfer oder auf den falschen Korb oder die Zuerkennung eines unverdienten Freiwurfes, so werden der Freiwurf selber und alle begleitenden Aktivitäten annulliert - außer technischen, unsportlichen oder disqualifizierenden Fouls!

2. Beispiel:

    Spieler B1 foult A1. Es ist das 6. Mannschaftsfoul in dieser Halbzeit. Der Schiedsrichter erkennt fälschlicherweise auf zwei Freiwürfe für A1, obwohl die Bonusregel noch nicht in Kraft ist.

    Fall a)Spieler A1 trifft den ersten Freiwurf, dann wird der Fehler bemerkt

    Fall b)Spieler A1 trifft beide Freiwürfe, dann entdeckt der Schiedsrichter den Fehler

    Fall c)Spieler A1 verwirft beide Freiwürfe, die Uhr wird in Gang gesetzt und das Spiel wird fortgesetzt. A2 begeht ein technisches Foul und unmittelbar danach wird der Schiedsrichter auf den Fehler aufmerksam gemacht.

    Fall d)Spieler A1 verwirft beide Freiwürfe und die Uhr wird in Gang gesetzt. B2 holt den Rebound, paßt den Ball zu Spieler B3 der dribbelt, wirft und trifft. Unmittelbar nach dem Korb erkennt der Schiedsrichter seinen Fehler.

    In jeder der vier Situationen a, b, c und d sei der Fehler dem Schiedsrichter mitgeteilt worden, bevor der Ball nach dem ersten toten Ball belebt wird, nachdem die Uhr nach dem Fehler in Gang gesetzt worden ist.

    Entscheidung:

    Der Fehler ist in allen genannten Fällen korrigierbar.

    Im Fall a) und b)Mannschaft A erhält einen Einwurf in der Nähe der Stelle zugesprochen, an der A1 von B1 gefoult worden ist. Alle erfolgreichen Freiwürfe werden annulliert.

    Im Fall c)Mannschaft B erhält zwei Freiwürfe für das technische Foul an A2 und das Spiel wird fortgesetzt.

    Im Fall d)Der erfolgreiche Korbwurf von Spieler B3 wird gültig gegeben und das Spiel wird mit einem Einwurf an der Endlinie wie nach einem normalen Feldkorb fortgesetzt.

 


Offizielle Spielvorschriften

 

A.2 .Wahl der Körbe und der Mannschaftsbänke

Diese Wahl muß allen Beteiligten spätestens 20 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn bekannt gegeben worden sein.

Begründung:
Es ist bekannt, daß die erste auf dem Anschreibebogen und/oder im Programm genannte Mannschaft die "Heimmannschaft" ist und damit die Wahl des Korbes und der Mannschaftsbank hat. Es kommt jedoch vor, daß die Heimmannschaft 20 Minuten vor Spielbeginn noch nicht anwesend ist und somit die Gastmannschaft daran gehindert würde, sich aufzuwärmen, da die Heimmannschaft dem Schiedsrichter noch nicht den Korb und die Mannschaftsbank angegeben hat.

Im neuen Text ist der Zeitrahmen von 20 Minuten vor Spielbeginn eindeutig festgelegt. Ist die Heimmannschaft zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Feld anwesend und hat dem Schiedsrichter noch nicht ihre Wahl bekannt gegeben, verliert sie das Wahlrecht, und die andere Mannschaft kann den Korb und die Mannschaftsbank auswählen.  


B.1. Zeichen der Schiedsrichter

Zwei neue Handzeichen sind für die Schiedsrichter eingeführt worden.

Roter Pfeil Das erste neue Handzeichen ist das "Daumen nach oben" - Zeichen als Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern und den Kampfrichtern. Es bedeutet eine Übereinstimmung - falls erforderlich - und soll außerdem als "Alles Fertig" - Signal benutzt werden, bevor ein Schiedsrichter den Ball einem Spieler übergibt.

Bemerkung:
Dieses Handzeichen sollte nicht während einer Spielsituation benutzt werden - z.B. als Signal, daß der Kontakt zwischen Werfer und Verteidiger legal ist, usw.

Roter Pfeil Das zweite neue Handzeichen ist für das unsportlich technische Foul. Bei diesem Handzeichen wird mit einer Bewegung das Handgelenk über dem Kopf umfaßt (wie beim unsportlichen Foul) und dann mit dem Anzeigen des technischen Fouls beendet.

 

 

 

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Letzte Aktualisierung:
2. Januar 2002

 

© Axel Beckmann