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Fiel
gleich zweimal verletzt aus: Joe Crawford.
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Die
Schiedsrichter der NBA haben die Liga-Verantwortlichen
gebeten, in den letzten zwei Runden der NBA-Play-Offs
für jedes Spiel einen Ersatz-Schiedsrichter zu nominieren,
der für den Fall bereit steht, dass einer der pfeifenden
Kollegen sich während des Spiels verletzt.
Bereits
dreimal musste während der diesjährigen Play-Offs einer
der Schiedsrichter das Spiel vorzeitig beenden und seine
beiden Kollegen mussten alleine weiter pfeifen.
Die Schiedsrichter
Vereinigung der NBA ist der Meinung, dass "eine
hohe Qualität der Schiedsrichter-Leistung nur mit drei
Schiedsrichtern, die über die komplette Spielzeit auf
dem Feld stehen, gewährleistet ist. Die hohe Intensität
in den Play-Offs muss die NBA dazu veranlassen, alle
vorbereitenden Maßnahmen zu treffen, die eine gute Schiedsrichter-Leistung
fördern." In der NBA wird seit dem Jahre 1988 mit
einem Schiedsrichter-Team, das aus drei Referees besteht,
gearbeitet. In dem Schreiben der Schiedsrichter-Vereinigung
an die NBA betonen die Verantwortlichen, dass ein sogenannter
Stand-by-Schiedsrichter die Liga ungefähr 80.000 $ kosten
würde, vorausgesetzt alle Play-Off-Runden gehen über
7 Spiele.
In
den anderen wichtigen US-Sportligen wurde diese Idee
längst umgesetzt. Die National Football League hat zum
Beispiel mindestens einen Ersatz-Schiedsrichter in jedem
Playoff-Spiel bereit stehen. Iim Eishockey halten sich
sogar ein Hauptschiedsrichter und ein Linienrichter
in jedem NHL-Playoff-Spiel bereit, um für einen verletzten
Kollegen einzuspringen. Während der World Series im
Baseball stehen ebenfalls zusätzliche Umpires zur Verfügung.
"Keine
Notwendigkeit"
Stu Jackson,
Senior Vice President für Administratives in der NBA,
bestätigte den Eingang des Schiedsrichter-Schreibens
und versprach, dass man darüber nachdenken würde. Allerdings
sah er keine Notwendigkeit für die Einführung in dieser
Saison. "Die Schiedsrichter sind doch dafür trainiert,
dass sie sich umstellen, wenn der seltene Fall eintritt,
dass ein Kollege ausfällt."
In diesem Jahr ist es
keine Seltenheit
Schiedsrichter Joe Crawford,
ein Veteran mit 28 NBA-Jahren auf dem Buckel, musste
in Spiel 4 der Houston Rockets - Los Angeles Lakers
Erst-Runden-Playoff-Serie in der ersten Halbzeit aufgrund
einer Wadenverletzung aufgeben. Er wurde ins Krankenhaus
gebracht und auf Blutgerinnsel untersucht, konnte dann
allerdings im 3. Viertel bei 4:38 verbleibender Spielzeit
wieder aufs Feld zurückkommen. Crawford muss dann in
Spiel 6 der New Orleans Hornets - Miami Heat-Serie erneut
im 1. Viertel aufgrund einer Fuß-Verletzung ausscheiden.
Zusätzlich verletzte sich in Spiel 3 zwischen den Rockets
und den Laker Eddie F. Rush und konnte das Spiel nicht
bis zum Ende pfeifen.
"Es
ist außerordentlich schwierig, wenn man die ganze Saison
über mit Drei-Mann-Teams arbeitet und dann plötzlich
nur zu zweit pfeifen soll," sagt Darrell Garretson,
der 27 Jahre in der NBA gepfiffen hat und zwischen 1981
und 1997 als NBA Schiedsrichter Supervisor tätig war.
"Ich habe nie verstanden, warum sie für den Notfall
keinen vierten Schiedsrichter einsetzen. Der einzige
Grund, den ich mir hierfür vorstellen kann, ist Geld."
Der Tarif-Vertrag zwischen
den Schiedsrichtern und der NBA endet nach dieser Saison.
Ein neuer Schiedsrichter erhält weniger als 100.000
$ pro Saison, während ein 20-jähriger Veteran mehr als
300.000 $ verdient.
Der Besitzer der Dallas
Mavericks, Mark Cuban, in der Vergangenheit wegen seiner
permanenten Schiedsrichter-Kritik insgesamt mit 1 Million
US-Dollar Strafen belegt, äußerte sich begeistert von
der Idee des zusätzlichen Schiedsrichters in den Playoffs.
Der Schiedsrichter könnte den agierenden Kollegen zusätzlich
helfen, wenn irgendwelche Schwierigkeiten während des
Spiels auftauchen. "Der zusätzliche Schiedsrichter
könnte die Spieluhr und die 24-Sekunden-Uhr beobachten
und bei Problemen an der Seitenlinie eingreifen."
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