Der
internationale spanische Schiedsrichter Miguel Betancor
hat die Position des Schiedsrichter Koordinators
der FIBA Europe übernommen. Die neu aufgebaute Schiedsrichter
Abteilung wird sich auf die Weiterbildung und Entwicklung
aller europäischen FIBA-Schiedsrichter konzentrieren.
Betancor
ist bekannt als einer der weltbesten Fiba-Schiedsrichter
und hat über 400 internationale Spiele geleitet. Darunter
waren die Olympiade 1996, 2 Weltmeisterschaften (1994
und 98), 3 Europameisterschaften (1993, 1999 und 2003),
4 Amerikanische Kontinentalmeisterschaften, 2 EuroLeague
Final Fours, 4 Korac Cup Finale und 2 Ronchetti Cup
Finale.
Das Schiedsrichter-Projekt
wird in Kooperation mit der Universität Las Palmas
auf Gran Canaria, Spanien, gestartet, wo Betancor
als Professor und Abteilungsleiter arbeitet. Die
Universität hat bereits in der Vergangenheit wichtige
Forschungsarbeit für die Weiterbildung der Basketball-Schiedsrichter
mit moderner Technologie geleistet.
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Ich
bin völlig begeistert und motiviert, denn
ich starte ein neues Leben in der Welt des
Schiedsrichterns |
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Miguel
Betancor
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Dieser Teil der Schiedsrichter-Fortbildung
wird über das Internet abgewickelt. Alle FIBA Schiedsrichter
werden Zugriff auf eine Intranet Seite erhalten,
die sowohl eine direkte und schnelle Kommunikation
zwischen den Refs gewährleistet als auch zum Abruf
von Trainings-Unterlagen (Artikel, Videos usw.)
dient.
"Dies
ist ein völlig neues Projekt für FIBA Europa",
freut sich Executive Director Nar Zanolin. "Miguel
hat nicht nur die Erfahrung als Schiedsrichter, sondern
auch das praktische Hintergrundwissen, um dieses Projekt
zum Erfolg zu führen. Aufgrund der Forschung, die er
betrieben hat und die Universität von Las Palmas im
Rücken ist er die ideale Besetzung für diese Position."
"Ich bin völlig begeistert
und motiviert, denn ich starte ein neues Leben in
der Welt des Schiedsrichterns", äußerte Betancor.
"FIBA Europe geht jetzt im Schiedsrichter-Bereich
völlig neue Wege und das ist sehr wichtig für die
Entwicklung der Referees."
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Betancor
diskutiert mit Italiens Giacomo Galanda
eine Entscheidung während der EM 2003. Foto:
FIBA Europe ©
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Betancor zu
diesem Project:
"Wir wollen den Schiedsrichterbereich
mit der Hilfe neuer Technologien und den Möglichkeiten
der Universität weiterentwickeln. Wir haben das
Intranet bereits zur Nutzung fertiggestellt und
werden auf Las Palmas im nächsten Jahr sechs Schiedsrichter-Lehrgänge
veranstalten.
Das
ist neu und das erste Mal, dass wir diese Technologie
anwenden. Das Projekt dauert 4 Jahre und wir haben eine
Menge neuer Ideen, vor allem wie wir die neue Technologie
während der Spiele einsetzen. Das Hauptziel ist jedoch
an die Zukunft zu denken und wie wir uns verbessern
können."
Zum aktuellen Leistungsvermögen
der europäischen Schiedsrichter:
"Ich habe erstmals
in meiner Karriere mit vielen jungen Schiedsrichter
aus ganz Europa zusammengearbeitet. Es ist eindeutig,
dass wir viele Talente besitzen. Die Schiedsrichter
benötigen die Unterstützung ihres Verbandes und
von FIBA Europe. Dies ist auch das Hauptziel des
Projektes.
Wenn
wir guten Basketball sehen wollen, dann benötigen wir
auch gute Schiedsrichter, denn ohne die kann sich unser
Sport nicht verbessern."
Zur Einführung
der 3-Mann-Technik in allen Europäischen Wettbewerben
in der nächsten Saison:
"Die Drei-Mann-Technik
ist ein gutes System. Die Laufwege sind einfach
zu erlernen und wir haben bereits ausreichend Bücher
und Lehrmaterial dafür. Woran wir arbeiten müssen,
ist die Philosophie dieser Technik zu verinnerlichen.
Hierbei geht es vor allem um die Reduzierung von
Fehlern. Mit 3 Schiedsrichter können bessere Entscheidungen
getroffen werden. Es geht nicht darum mehr Pfiffe
zu tätigen, als vielmehr darum, die Qualität der
Pfiffe zu verbessern und damit auch das Spiel nach
vorne zu bringen. Im Basketball sind die Spieler
die Stars und es ist unsere Aufgabe, diese zu unterstützen." |