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Kurzporträt:
Lubomir Kotleba wurde
am 31. März 1976 in der Tschechoslowakei (Bratislava)
geboren. Er ist solowakischer Staatsangehöriger und
hat Betriebswirtschaft studiert. Er ist verheiratet
und hat ein eTochter. Seine Hobbies sind Sprachen, Politik,
Musik und Autofahren.
Lubomirs Basketball-Karriere:
- 1960 - 1968 -
Spieler
- 1968 - 1970 -
Trainer
- 1970 - 1975 -
Team Manager, gleichzeitig seit 1963 bis 1975 nationaler
Schiedsrichter
- 1975 - 1989 -
FIBA-Schiedsrichter
Kotleba wurde 1972
in das Zentralkommittee des slowakischen Basketballverbandes
gewählt und 1981 in den Vorstand der damaligen Tschechoslowakischen
Republik. Seit 1989 ist er bei der FIBA angestellt. Kotleba
hat 4015 Spiele gepfiffen, dreimal bei Olympischen Spielen
(zwei Finale), fünfmal bei Weltmeisterschaften, zwölf
Europameisterschaften, sechs andere Kontinentalmeisterschaften
und zehn Europäische Pokalfinale. Als Technischer
Kommissar hat er an zwei Olympiaden, acht Weltmeisterschaften,
zwölf Europameisterschaften und 58 europäischen Spielen
der Club-Wettbewerbe teilgenommen. Außerdem war er als
FIBA-Referent bei 46 Schiedsrichter-Lehrgängen
in 36 Ländern auf fünf Kontinenten.
Lubomir
Kotleba war lange Zeit auch in Deutschlands Eliteliga
neben seiner internationalen –Schiedsrichterkarriere
im Einsatz und ist nunmehr für den Weltverband FIBA
als Sportdirektor tätig. Mit Lubomir Koteleba führte
Bernd Materne (IGBS) nachstehendes Interview.
IGBS:
Lubo, hast Du seit Deinem Abschied aus der Bundesliga
noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen ? Verfolgst Du das
Geschehen und die Schiedsrichter in der deutschen Bundesliga
noch ?
LUBOMIR
KOTLEBA: Ja, ich habe noch Kontakt zu deutschen Schiedsrichtern.
Es war eine schöne Zeit für mich und ich danke allen
sehr, die es mir 1989 ermöglicht haben, in Deutschland
in der Bundesliga Schiedsrichter zu sein. Mit einer
Reihe von Kollegen gab es schöne Erlebnisse. Nochmals
vielen Dank an alle. Zur Zeit habe ich nur sporadisch
Kontakt mit einigen Schiedsrichtern. Auf dem FIBA-Seminar
in Litauen traf ich einige wieder. Über den deutschen
Basketball bin ich durch die Zeitschrift „BASKETBALL“
gut informiert.
IGBS:
Kannst Du einen kleinen Einblick in Dein Aufgabengebiet
bei der FIBA geben ?
LUBOMIR
KOTLEBA: Hauptsächlich bin ich für die FIBA-Wettbewerbe
verantwortlich, mit allem, was dazu gehört. Für alle
Wettbewerbe der FIBA: in Europa für die Klubs und die
Nationalmannschaften sowie für die Weltwettbewerbe,
bin ich für die Vorbereitung durch unser Büro in München,
also die Ausschreibung zu Beginn bis letzten Endes zur
Siegerehrung, zuständig. Die meiste Zeit nehmen die
Wettbewerbe für die Klubs in Europa in Anspruch. 250
Klubs aus 40 Nationen mit unterschiedlichen ökonomischen,
religiösen und sportlichen Hintergründen unter einen
Hut zu bringen, ist nicht immer ganz einfach. Außerdem
bin ich verantwortlich für die Fortbildung der FIBA
- Schiedsrichter und Kommissare. Auch die Vorbereitung
neuer Regeln alle vier Jahre, um diese der Technischen
Kommission vorzulegen, gehört zu meinen Aufgaben. Schließlich
obliegt mir noch die Ansetzung der Schiedsrichter und
Kommissare in Europa und auch weltweit. Es ist viel
Arbeit; aber ich liebe sie und kann sagen, daß ich mein
Hobby Basketball zu meinem Beruf machen konnte.
IGBS:
Die internationalen Wettbewerbe der FIBA in Europa haben
in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Wie
siehst Du die weitere Entwicklung in den kommenden Jahren.
Wohin entwickelt sich der europäische Basketball ?
LUBOMIR
KOTLEBA: Basketball breitet sich aus. Wir sind inoffiziell
die Hallensportart Nr. 1 in der Welt. Fußball mag populärer
sein, aber wir sind in der Halle und wollen Fußball
auch nicht überbieten, wir haben einen anderen Interessentenkreis.
Es sind die Klubs, die in der internationalen Szene
das Sagen haben. Sie dominieren, sie bezahlen die Spieler
und das Geld gibt auf internationaler Ebene den Ton
an. Das ist der Trend. Wie auch immer, wir werden weiter
versuchen, die internationalen Wettbewerbe für Nationalmannschaften
auf einem sehr guten Niveau zu halten. Wir haben eine
gute Entscheidung getroffen, die Europameisterschaften
jeweils als Qualifikation für Weltmeisterschaften oder
Olympische Spiele festzuschreiben. Sie haben diese Turniere
und die Spiele interessanter gemacht. Wir versuchen
immer, Möglichkeiten zu finden, die Top-Spieler in ihren
Nationalmannschaften zum Einsatz kommen zu lassen. Das
ist nicht immer ganz einfach. Der Kalender bietet nur
begrenzt Platz. Die Klubs sind bereit, immer mehr auf
internationaler Ebene zu spielen. Auch die Nationalmannschaften
haben ihre Spieltermine; dazu kommt die Vorbereitungszeit
mit den Spielern. Schließlich müssen die Spieler auch
Urlaub haben. So ist es nicht einfach in den 365 Tagen
bzw. 52 Wochen eine gute Balance zwischen Klubs und
Nationalmannschaften zu finden.
Ich
glaube, wir werden durch die Globalisierung bald die
Situation haben, daß alle Spieler überall in der Welt
spielen können. Das bringt noch mehr Attraktivität in
den Welt- und den europäischen Basketball. Wir meinen,
daß zu viel Geld den Markt sprengt. Viele Spieler verdienen
zu viel Geld. Bevor dies so war, versuchten sie noch
mehr, sich weiter zu entwickeln. Jetzt werden sie zu
schnell zu gut bezahlt, und das behindert nach meiner
Meinung oft den Entwicklungsprozeß von Spielern. Gut,
der Fluß des Geldes in unseren Sport ist positiv - ohne
Geld geht es nicht- aber wie auch immer: die Entwicklung
von jungen Spielern zu Stars, wie wir sie von früher
kennen, wird gestört. Auch im Hinblick auf die Regeln
sollten wir in Zukunft etwas ändern. Es soll nicht das
Spiel von zwei Coaches werden, sondern das von zehn
Spielern bleiben. Wir haben die spektakulären Momente
zurückzubringen.
IGBS:
Die deutschen FIBA-Schiedsrichter hatten größtenteils
zuletzt Probleme, sich in Europa richtig zu behaupten.
Woran meinst Du liegt das ? Halten die deutschen Schiedsrichter
mit der rasanten Entwicklung des Basketballs in den
letzten Jahren noch mit?
LUBOMIR
KOTLEBA: Ich stimme Dir nicht zu! Die deutschen Schiedsrichter
sind nicht schlechter als in allen anderen Ländern.
Es gibt in jedem Fall Faktoren, die die Qualität der
Schiedsrichter beeinflußt. Eine ist die Stärke der nationalen
Meisterschaft. Weil die deutsche Liga nicht zu den stärksten
in Europa gehört, haben die Schiedsrichter der Länder,
die eine stärkere Liga haben, auch zwangsläufig die
besseren Voraussetzungen.
Wie
gesagt, Deine Meinung teile ich nicht. Die deutschen
Schiedsrichter pfeifen Top-Spiele, sie kommen in der
EuroLeague zum Einsatz. Es gibt überall exzellente,
gute und weniger gute Schiedsrichter. Und: zu Hause
zu pfeifen ist überall schwerer als im Ausland. Im eigenen
Land siehst Du Mannschaften und Umfeld öfter; sie kennen
die Schiedsrichter. Im Ausland hingegen triffst Du vielleicht
nach einem Jahr wieder auf einen Klub, den Du schon
kennst. Nein, deutsche Schiedsrichter haben kein Problem
in Europa!
IGBS:
Was charakterisiert in Deinen Augen einen guten Schiedsrichter
oder: was unterscheidet die Guten von den weniger Guten
?
LUBOMIR
KOTLEBA: Es gibt einen Unterschied zwischen einem sehr
guten und einem „normalen“ Schiedsrichter. Nach meiner
Auffassung liegt er darin, wie er ein Spiel versteht,
wie er fähig ist, Spieler und Coaches zu verstehen,
das, was sie tun. Wie ich im Newsletter gelesen habe,
hat ein Kommissar gesagt, daß er sofort sehen kann,
ob ein Schiedsrichter gut ist oder nur die Pfeife bedient.
Er hat recht! Nach meiner Meinung kann man es schon
nach ein paar Minuten beurteilen. Um die Frage abschließend
zu beantworten: ein guter Schiedsrichter versteht das
Spiel. Er ist für das Spiel da und nicht das Spiel für
ihn. Das Verstehen des Spiels und das Gefühl dafür ist
ein entscheidender Faktor, um ein sehr guter Schiedsrichter
zu sein.
IGBS:
Was hältst Du allgemein (unabhängig von der FIBA) von
der Idee eines Profi-Schiedsrichters? Oder: reicht Dir
ein „professioneller" Schiedsrichter ? Wenn Ja,
wie sieht dieser in Deinen Augen aus? Wie sieht die
offizielle Meinung der FIBA aus ? Wird es in absehbarer
Zeit richtige Profi-Schiedsrichter (z.B. in der EuroLeague)
geben ?
LUBOMIR
KOTLEBA: Die Frage halte ich für sehr delikat. Ich denke
nicht, daß es den Profi-Schiedsrichter in naher Zukunft
im Basketball geben wird. Es gibt viele Gründe, warum
dies nicht so sein wird. Erst einmal: Fußball - viel
professioneller - hat ihn auch nicht. Auch zu meiner
Zeit als Schiedsrichter sprach man schon über den Profi-Schiedsrichter
und wir haben ihn immer noch nicht. Wenn man es nicht
auf nationalem Niveau schafft, ist es auf internationalem
Niveau noch schwerer. Ein Hauptproblem sind auch die
arbeitsrechtlichen und juristischen Vorgaben. In den
verschiedenen europäischen Ländern gibt es unterschiedliche
Vorschriften. Daher wäre es sehr schwer, auch einen
Arbeitsvertrag für Profi-Schiedsrichter zu formulieren.
Nehmen wir als Beispiel Peter Klingbiel: Wir würden
ihm vertraglich eine gewisse Anzahl an Spielen garantieren.
Dann würde er sich -angenommen- das Bein brechen. Oder
er sagt plötzlich, daß er seine Laufbahn beendet. Was
sollen wir mit der Kranken- und Rentenversicherung machen
? Alles Hinderungsgründe gegen den Profi-Schiedsrichter.
Aber wir kommen immer mehr zum „Halbprofi“. Das heißt,
wenn man einen Beruf hat, der einen unabhängig macht,
man steht zur Verfügung und ist gut, dann setzen wir
diesen SR so viel wie möglich ein. Es ist beinahe unmöglich,
ein Top-Schiedsrichter in Europa zu sein und gleichzeitig
einen sehr guten Beruf zu haben. Der Beruf kostet Deinen
ganzen Einsatz und Deine Zeit. Wenn wir Dich fragen,
ob Du jede Woche pfeifen kannst, hast Du dann damit
Probleme und wir als FIBA haben sie auch. Wir haben
einige Schiedsrichter, die sich als Top-Schiedsrichter
entwickeln können. Sie sind alle relativ jung, so um
die 30, maximal 35.
Aber
ihre berufliche Verpflichtung sieht meist so aus, daß
sie uns fragen, ob es ausreicht, nur zu 2/3 aller Termine
in der europäischen Saison einsatzbereit zu sein. Ein
Schiedsrichter kann sich aber nur weiterentwickeln,
wenn er pfeift; ein Spieler auf der Bank kann sich auch
nicht weiterentwickeln. Also ist es fragwürdig, Schiedsrichter
durch uns weiterzubringen, die nur begrenzt Zeit haben,
auch wenn sie das Potential hätten. Und das wichtigste:
sie haben nicht genug Akzeptanz. Wenn Du „top“ werden
willst, mußt Du bekannt sein und das wirst Du nur durch
viele Einsätze. Die Mannschaften, das Umfeld, die Zuschauer,
die Medien kennen Dich und wenn man gut und bekannt
ist, wird man leichter akzeptiert. Also, ich sehe keinen
Profi-Schiedsrichter für die Zukunft im Basketball.
Wenn die nationalen Verbände es so wollen - gerne. Wir
möchten dann gerne ihre Meinung darüber hören. Spanien
plante es - aber sie zögern. Und wenn man heute 40 Top-Schiedsrichter
fragen würde, ob sie Profi werden möchten, würden 35
NEIN sagen. Es ist ein sehr riskanter Beruf. Sie würden
lieber ihren eigenen Beruf behalten und das Pfeifen
in ihrer freien Zeit praktizieren.
Ein
„professioneller“ Schiedsrichter ist nicht nur jemand,
der gut pfeift und hierfür Geld bekommt. Nein, dazu
gehört mehr. Wir haben welche, die so auftreten - das
gehört auch mit dazu. Sie bilden sich weiter, sie steigern
ihre Leistung, sie verbessern sich. Ihr gesamtes Auftreten
ist professioneller. Sie sind zeitig beim Spiel, sie
sind entsprechend gut gekleidet, sie bereiten sich gezielt
vor. Alles, was sie machen, ist darauf ausgerichtet,
ein professioneller Schiedsrichter zu sein. So kommen
wir zu Professionalität - und das ist gut für uns. Es
zeigt uns, daß die Leute wirklich bereit sind, besser
zu sein.
IGBS:
In welche Richtung entwickelt sich die Aus- und Fortbildung
der FIBA-Schiedsrichter in den nächsten Jahren ? Welche
Schwerpunkte sollen inhaltlich gesetzt werden?
LUBOMIR
KOTLEBA: Wir haben in den letzten Jahren ein gutes Programm
gehabt. Wir haben auf die körperliche Vorbereitung und
auf die „Mechanics“ viel Wert gelegt. Aber wir wollen
keine Roboter züchten, die sich alle einheitlich bewegen.
Eine gewisse Freiheit sollte jedem Schiedsrichter eingeräumt
werden, um seine Persönlichkeit auf dem Feld zeigen
zu können. Was wir gemacht haben, das haben wir recht
erfolgreich gemacht und zukünftig müssen wir uns auf
die wichtigsten Punkte konzentrieren. Der wichtigste
für mich ist die mentale Vorbereitung, Druck zu überstehen,
schlechte Situationen zu überstehen. Psychologische
Vorbereitung muß verstärkt voran getrieben werden. Die
Schiedsrichter sollen die Psychologie von Spielern und
Trainern sowie von Zuschauern einschätzen können. Wenn
Schiedsrichter das können, verstehen sie auch leichter,
was Spieler und Trainer tun. Unter diesem Aspekt kann
der Schiedsrichter vielleicht bessere Entscheidungen
in kritischen Momenten finden. - Das Technische Foul
soll nicht die beste Waffe eines Schiedsrichters sein.
Die Philosophie des Spiels muß mehr bekannt sein, die
Taktik. Aber das ist nicht leicht. Man arbeitet mit
Menschen. Denen kannst Du körperliche Fitneß antrainieren.
In Amerika gibt es eine 77-jährige Frau, die mit 73
mit Body-Building angefangen hat. Fitneß, Mechanics,
Regeln -all das ist leichter beizubringen als mentales
Training. Ich persönlich glaube stark an das Talent.
Wenn jemand geboren wird, dann trinkt er mit der Muttermilch
auch das Talent ein. Wie gesagt, ich glaube daran. Hat
man kein Talent, wird es sehr schwer, ein Top-Schiedsrichter
zu werden.
IGBS:
Wie sieht der Bedarf an FIBA-Schiedsrichtern in den
kommenden Jahren aus ? Braucht die FIBA eher mehr geeignete
Schiedsrichter oder reicht der bisherige Pool aus ?
LUBOMIR
KOTLEBA: Das hängt von der Entwicklung der Basketball-Wettbewerbe
ab. Zur Zeit bräuchten wir für die europäischen Wettbewerbe
200 Schiedsrichter. Das wäre optimal. Wir haben in Europa
300 Schiedsrichter und 150 Kommissare. Das ist gut und
auch etwas geographisch zu begründen. Ich bin ein Verfechter
davon, daß Schiedsrichter, die in der nationalen Rangliste
ganz unten stehen, nicht bei der FIBA zum Einsatz kommen.
Aber das ist etwas Politik. Als wir die nationalen Verbände
nach einer Aufgliederung ihrer FIBA-Schiedsrichter in
A-, B- und C-Kader befragten, waren viele strikt dagegen.
Ich komme zu dem zurück, was ich vorher sagte:
Ein
Spieler entwickelt sich durch Spielen, ein Schiedsrichter/Kommissar
durch Einsätze. Wenn ein Schiedsrichter aufgrund seiner
Qualifikation ein, zwei oder drei Spiele in einer Saison
in Europa hat, dann hilft ihm das nicht weiter. Wenn
man diese Spiele an eine verhältnismäßig kleine Gruppe
von Schiedsrichtern geben würde, wäre das viel besser.
Einige Verbände melden nur 2/3 ihrer Schiedsrichter.
Das gibt eine gesunde Konkurrenz. Wenn die in einer
Saison nicht Gemeldeten in der nächsten Saison wieder
dabei sein wollen, müssen sie sich zu Hause eben verbessern.
Wenn uns immer nur die besten FIBA- Schiedsrichter gemeldet
würden, dann käme das dem Basketballsport zugute -aber
die Entscheidung ist nicht immer leicht.
IGBS:
Was kannst Du persönlich aus Deinem reichhaltigen internationalen
Erfahrungsschatz an jüngere Schiedsrichter weitergeben
? Welchen Rat oder welchen Karrieretip würdest Du ihnen
geben, um sich entsprechend qualitativ zu entwickeln
?
LUBOMIR
KOTLEBA: Ich würde sagen, um ein absoluter Top-Schiedsrichter
- ein Superstar zu werden, gibt es so viele Faktoren,
die sich viele Schiedsrichter gar nicht vorstellen können.
Es kommen so unendlich viele Details zusammen. Ein gewisses
Image zählt am Ende mit zu dem, was jemanden zum Superstar
machen kann. Wenn ich wirklich etwas empfehlen soll,
dann folgendes: ein Schiedsrichter muß es akzeptieren,
kritisiert zu werden. Aber das allerwichtigste ist es,
selbstkritisch zu sein. Wenn nicht, kannst Du nicht
„top“ werden! Nach dem Spiel sollte ein Schiedsrichter
sehr genau und sehr kritisch das Spiel noch einmal durchgehen.
Er sollte versuchen, die Fehler aus dem Spiel zu sehen
und diese nicht noch einmal zu machen. Gerade in jungen
Jahren ist das wichtig. Und wie gesagt: Talent gehört
dazu.
Lubomir,
besten Dank für das Interview.
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