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 Rigas,
Richardson und Trainer
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Die Spitze der europäischen
Basketball Trainer hat beim heutigen Treffen im deutschen
Frankfurt einmal die Plätze getauscht. Für einen Nachmittag
haben die Coaches die Chance erhalten, einmal so zu
denken wie die Leute, mit denen sie sonst immer aneinandergeraten:
die Schiedsrichter. 23 der insgesamt 30 Vereine schickten
ihre Trainer, um über Aspekte des Schiedsrichterns zu
diskutieren. Die Coaches wurden nach ihrer Meinung zu
bestimmten Regelinterpretationen befragt und die Ergebnisse
werden auf dem in Kürze stattfindenden Referee-Lehrgang
vorgestellt werden. Die Trainer beendeten den Tag mit
der Beantwortung eines Tests, in dem sie 25 schwierige
Spielsituationen, dargestellt per Video, entscheiden
sollten. Es wurden keine Pfeifen ausgeteilt und sie
hatten den Vorteil der langsamen Wiederholungen, aber
sie bekamen eine Idee von der Schwierigkeit des Jobs.
"Ich glaube, dass dies ein exzellentes Forum war,"
äußerte Oktay Mahmuti von Efes Pilsen danach. Wann immer
wir Zeit haben, sollten wir uns treffen. Wir sind alle
Teil der Basketball Show und wir müssen bestimmte Punkte
zusammen entscheiden."
Es ist nicht alltäglich,
dass die Haupttrainer darum gebeten werden, einen Standard
für das Pfeifen festzulegen, der dann auch von ihrer
Liga in die Praxis umgesetzt wird. Dieser Beitrag der
Coaches zum Schiedsrichter-Prozess war eine Initiative
des Chief Refereeing Officer Costas Rigas und dem Technical
Advisor Alan Richardson. Die Montags-Sitzung in Frankfurt
war das dritte Treffen dieser Art. "Wir möchten
von Ihnen als Experten des Spiels wissen, was Sie glauben,
wie die Spiele gepfiffen werden müssen." sagte
Rigas zu den Coaches. "Wir, die Schiedsrichter,
können von Ihnen eine Menge lernen und wir sind hier,
um genau das zu tun."
Der Schwerpunkt lag
auf der Interpretation und der Weiterentwicklung der
existierenden Regeln, angefangen bei der Drei-Sekunden-Regel
bis zum Körperkontakt bei Blöcken. Die Liga forderte
die Hilfe der Trainer um einen Standard zu etablieren,
der dann an die Schiedsrichter weitergegeben wird. "In
der Euroleague glauben wir daran, dass Sie die Personen
mit der meisten Autorität sind, um die Regeln zu bestimmen."
äußerte Rigas gegenüber dem Plenum. "Wir entscheiden
zusammen und danach unterrichten wir die Schiedsrichter
über bestimmte Schwerpunkt, wie Sie, die Trainer, gerne
das Spiel gepfiffen hätten. Was gut für den Sport ist,
müssen wir für die Verbesserung des Sports tun. Für
uns ist das wichtigste allerdings die Fairness."
Circa 90 Schiedsrichter
werden sich am nächsten Mittwoch im slowenischen Ljubljana
zu einem Trainingslager treffen. Hier werden sie die
Fairness weiterentwickeln, indem sie Kontinuität in
ihren Stil einbauen.
"Ich denke, dass
es sehr wichtig ist, dies zu tun, da wir Kontinuität
in der Art des Pfeifens benötigen," sagte der Stefano
Pillastrini von Scavolini Pesaro nach dem Meeting. "Die
Trainer und die Referees wissen dann besser, wie sie
ihre Standpunkte teilen müssen. Beide sind Teil des
Spektakels und um es zu einem der besten zu machen,
muss man wissen, wie man es gemeinsam schafft."
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