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Euroleague |Artikel

 

 

Quelle: Euroleague.net / Übersetzung: Axel Beckmann

 

 

Der Schiedsrichter-Boss im Interview

 

 

Costas Rigas

Costas Rigas, Schiedsrichter-Obmann

Vom 25. bis zum 29. September 2003 wird auf Kreta die 7. Euroleague Clinic für Schiedsrichter statt finden. Bevor ungefähr 90 Schiedsrichter sich auf der Insel für die neue Saison vorbereiten, hat Schiedsrichter-Obmann Coastas Rigas sich in einem Interview über das Verhältnis zu den FIBA-Verantwortlichen und die Leistungen der vergangenen Saison sowie die Erwartungen für die kommende Spielzeit geäußert.



Zur Einstellung von FIBA Europa:

"Während der Europameisterschaft in Schweden mussten wir leider feststellen, dass einige unserer Schiedsrichter, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben, von den FIBA Europe Verantwortlichen unter massiven Druck gesetzt wurden. Sie haben anscheinend wieder das Verhalten an den Tag gelegt, dass wir im Jahr 2000 hinter uns gelassen geglaubt hatten.
Nur diese FIBA-Offiziellen selbst wissen, warum sie sich so verhalten. Ich kann nur betonen, dass wir von der Euroleague unsere Schiedsrichter aufgefordert haben, ihre Verpflichtungen gegenüber der ULEB mit der möglichen Teilnahme an FIBA-Wettbewerben zu verknüpfen. Diese Einstellung basiert auf dem gleichen Modell, dem auch die Spieler und einige Coaches folgen.
Es gehört nicht zu meinen Aufgaben, Lösungen für dieses Problem zu finden. Ich kann aber aus meiner langjähringen Erfahrung in diesem Sport sagen, dass der Versuch, mittels individuellem Druck Uneinigkeit zu produzieren, nichts Positives oder Neues zur momentanen Situation beiträgt.

Es macht mich traurig zu sehen, dass die Leute, die sich noch vor wenigen Tagen negativ über die FIBA geäußert haben, plötzlich zu leidenschaftlichen Befürwortern eines Verhaltens geworden sind, dass sie vorher als unwürdig angesehen haben."

Zur letzten Saison:

"Am Ende der letzten Saison hatte ich das Gefühl, dass die Schiedsrichter ihren Job großartig erledigt haben und das Meeting mit den Trainern letzte Woche in Frankfurt hat diesen ersten Eindruck bestätigt. Tatsächlich hat dieses Treffen in Frankfurt generell das Gefühl unterstrichen, dass zwischen den Trainern und Schiedsrichtern eine gute Zusammenarbeit herrscht.

Außerdem bin ich sehr zufrieden, dass wir es geschafft haben, den ULEB Cup in unser Arbeitsmodell so zu integrieren, dass das durchschnittliche Leistungs-Niveau der Schiedsrichter nicht beeinträchtigt wurde."

Zur nächsten Saison:

"Bevor wir über die nächste Saison sprechen, müssen wir die Ergebnisse der Schiedsrichter-Clinic abwarten. Allerdings glaube ich, dass die Modifikation der 24-Sekunden-Regel, welche in der letzten Saison noch einige Konfusion verursacht hat, den Schiedsrichtern in ihrer Arbeit helfen wird und insgesamt für ein dynamischeres Spiel sorgen wird. Bei Meeting in Frankfurt waren sich die Coaches und die Schiedsrichter-Verantwortlichen in diesem Punkt einig."

 

 

 

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Letztes Update:
25. September 2003

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© Axel Beckmann