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Praktisch
unbemerkt von der offenkundig im Fußball-Fieber steckenden
Öffentlichkeit haben die beiden BBL-Schiedsrichter Oliver
Krause und Robert Lottermoser während der FIBA-Referee
Clinic auf Gran Canaria am 22. Juni ihre FIBA-Lizenz
erhalten und werden nun in der offiziellen Liste mit
den Nummern 15853 und 15854 geführt.
Die
beiden 28 Jahre alten Schiedsrichter (am 3. und 5. Juni
1976 geboren) sind seit langer Zeit die zwei Refs aus
den neuen Bundesländern, die sich der höchsten Referee-Weihen
erfreuen dürfen.
Der
frisch diplomierte Volljurist Oliver Krause hat einen
steinigen Weg hinter sich. Als einer der jüngsten Schiedsrichter
der "Neuzeit" war er im Eiltempo in die 1.
Bundesliga marschiert. Just während dieser Saison bekam
er aber auch die Gelegenheit das angestammte Sachsen-Anhalt
zu verlassen und in Italien ein Auslandssemester einzulegen.
Voller Tatendrang nutzte er die Billig-Angebote der
neuen Fluglinien und nahm seinen Ansetzungen in der
höchsten Spielklasse wahr. Anscheinend nicht gut genug,
denn nach der Premieren-Saison musste er seine Karriere
in der 2. Liga fortsetzen. Doch unverzagt ging er seinen
Weg weiter, wurde mit dem Wiederaufstieg
belohnt und kristallisierte sich spätestens in der gerade
abgelaufenen Spielzeit als Leistungsträger heraus. Mit
Nominierungen für die BBL-Play-Offs wurde diese Steigerung
belohnt. Die FIBA-Lizenz ist nun der Höhepunkt und auch
die Verantwortlichen in Europa haben ihm gleich eine
ehrenvolle Aufgabe übertragen. Vom 6. bis 15. August
wird Oliver in Brighton als verbandsneutraler Schiedsrichter
während der männlichen U16-Europa-Meisterschaft eingesetzt.
Der
Brandenburger Robert Lottermoser hat nicht ganz so eine
steile und wellige Karriere hinter sich, vielmehr hat
er sich stetig nach oben gearbeitet und ist nun fast
am Gipfel angelangt. Auch ihn belohnte die DBB-SRK mit
Ansetzungen in den Play-Offs. Sogar das 3. Spiel des
Halbfinales zwischen ALBA und Bamberg stand unter seiner
Leitung.
Ebenfalls
neu auf der FIBA-Liste taucht Roger Schwarz auf. Der
43jährige aus Norddeutschland hatte zuletzt
pausiert und war als FIBA National Instructor tätig.
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