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Hauptsache, es macht viel Spaß

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Carolin Morgner ist wie ihre
Kolleginnen als Schiedsrichterin auf dem Vormarsch. Foto:
Buschke
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Carolin Morgner ist Schiedsrichterin. Das an sich ist nicht besonders
spektakulär. Auch nicht, dass sie eine gute Schiedsrichterin ist. Vielleicht
aber schon eher, dass sie zuletzt bei Top-Ereignissen der DBBL zum Einsatz kam:
sie pfiff zwei Spiele beim Final Four im Pokal sowie das dritte Finalspiel um
die Deutsche Meisterschaft zwischen Wuppertal und Bonn. Noch vor wenigen Jahren
wäre der Einsatz zweier männlicher Schiedsrichter selbstverständlich gewesen.
Doch die Frauen an der Pfeife sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Das glaubt
auch Carolin Morgner, die sich einigen Fragen stellte:
Frage: Der DBB-Frauenförderkader besteht seit mehr als zwei Jahren.
Was hat sich seitdem getan?
Morgner: Das ist eine tolle Sache, denn die Schiedsrichterinnen werden
gezielt gefördert und auf höhere Aufgaben vorbereitet. Das hat auch mir sehr
geholfen. Die Lehrgänge sind sehr gut und durch den starken Praxisbezug äußerst
lehrreich. Silvia Otto (Präsidentin der DBB-Frauenkommission und jahrelang
Schiedsrichterin im DBB/Anm. d. Red.) hat in dieser Hinsicht in den letzten
Jahren viel bewirkt.
Frage: Du bist Schiedsrichterin, spielst in der 2. Bundesliga Nord
beim TSV Hagen, studierst in Bochum Sport und hast eine halbe Stelle beim DBB im
Bereich Breiten- und Freizeitsport. Wie geht denn das alles zusammen?
Morgner: Das passt bisher ganz gut. Es dreht sich ja alles um Sport,
so dass die Verbindung funktioniert, auch wenn es zeitlich manchmal knapp
zugeht. Leider muss ich mich jetzt zwischen hochklassigem Spielen und
hochklassigem Pfeifen entscheiden, beides zusammen geht künftig nicht mehr. Ich
werde mich wohl zunächst mal auf das Pfeifen konzentrieren, um
Interessenkonflikte zu vermeiden.
Frage: Warum bist Du als Zweitligaspielerin Schiedsrichterin
geworden?
Morgner: Ich habe mich immer über die Schiedsrichter aufgeregt und
wollte mal die andere Seite kennen lernen. Jetzt kann ich mich wenigstens
fundiert aufregen... Aber im Ernst, ich bin da mehr so reingerutscht, und jetzt
macht es viel Spaß.
Frage: Wie sind die männlichen Kollegen beim Pfeifen?
Morgner: Die akzeptieren mich und helfen mir. Besonders zuletzt Markus Hesse
beim Finalspiel in Wuppertal. Vorher war ich nervös, aber dann ging es ganz gut.
So wichtige Spiele sind von der Anspannung und Atmosphäre schon etwas
besonderes. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Aber der verstärkte Einsatz
der Schiedsrichterinnen wird von den Vereinen sehr positiv aufgenommen. Deshalb
mache ich weiter und hoffe auch für meine Kolleginnen auf weitere Einsätze in
wichtigen Spielen. Die Hauptsache ist und bleibt aber, dass es Spaß macht.
Die Fragen stellte DBB-Pressereferent Christoph Büker
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