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Der
DBB hat im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern
einen enormen Nachholbedarf sowohl hinsichtlich der
Quantität als auch der Qualität weiblicher Schiedsrichter.
Im DBB-Handbuch sind seit einigen Jahren von ca. 100
aufgeführten Schiedsrichtern nur ein bis zwei Frauen
zu finden.
Um diese Defizite auszugleichen,
sind zur Zeit noch gezielte Sondermaßnahmen für die
Frauen erforderlich.
Junge, talentierte
Schiedsrichterinnen sollen gesichtet, beobachtet, begleitet
und entsprechend gefördert werden, bis hin zur Aufnahme
in die Bundesliga-Kader oder bis zur FIBA-Lizenz mit
dem Ziel, kurz-/mittelfristig den Anteil weiblicher
Schiedsrichter in den oberen Ligen deutlich zu erhöhen.
Verantwortlich für
Inhalte und Ausführung dieses Projekts ist der Arbeitskreis
V der SRK des DBB.
Zentrale Maßnahmen
der Frauenförderung (jährlich eine Veranstaltung):
- Seminar
in Rotenburg (Damen-Super-Cup) 12.-13. August 2000 (21
Teilnehmerinnen)
- Seminar
in Recklinghausen (Final Four der Damen) 17./18.
März 2001 (21 Teilnehmerinnen)
- geplant:
Seminar beim Final Four der Damen / voraussichtlich
März 2002.
Einsätze der Schiedsrichterinnen
der Frauenförderung
- DBBL-Season-Open
in Saarlouis / 07. - 08. Oktober 2000 (9
Schiedsrichterinnen)
- U-20 Try-Outs
weibl. in Neuss / 22. - 23. Dezember 2000 (4
Schiedsrichterinnen)
- In Vorbereitung:
DBBL-Season-Open in Saarlouis / 29. - 30. September
2001 (12 Schiedsrichterinnen)
Ansetzungen in der
Saison 2000 / 2001 erfolgten in den 2. Bundesligen der
Damen und bei guten Leistungen vereinzelt auch bei Spielen
der 1. Damen Basketball Bundesliga (DBBL)
Die Schiedsrichterinnen
wurden / werden von ihren Landesverbänden gemeldet.
Über die Inhalte und den Verlauf aller Maßnahmen
wurden die Landesverbands-Schiedsrichterwarte von mir
ausführlich und in allen Einzelheiten informiert.
Zur Zeit umfasst die
Frauenförderung
29 Schiedsrichterinnen aus 12 verschiedenen Landesverbänden:
- Baden-Württemberg
(5)
- Bayern (6)
- Berlin (4)
- Bremen (1)
- Hamburg (3)
- Niedersachsen
(1)
- Nordrhein-Wesfalen
(4)
- Rheinland-Pfalz
(1)
- Sachsen (1)
- Sachsen-Anhalt
(1)
- Schleswig-Holstein
(1)
- Thüringen (1)
Aus diesem Gesamtkader
wurden auf Grund guter Leistungen (Beobachter / Sichter
/ Vereinsbeurteilungen) 8 Schiedsrichterinnen in den
Frauenförderkader (F-Kader) übernommen:
- Jessica
Aßenmacher, Hannover
- Bianca
Kortfunke, Düsseldorf
- Miriam
Letz, Erlangen
- Carolin
Morgner, Bochum
- Stefanie
Oelfke, Bremen
- Nadine
Wiegran, Halle
- Katja
Wilke, Berlin
- Ozana
Klein, Freiburg im Breisgau
Der F-Kader ist ein
Teil der Frauenförderung. Zum F-Kader gehören die Schiedsrichterinnen,
die in den Damenbundesligen eingesetzt und gezielt individuell
gefördert werden sollen.
Die
meisten Fördermaßnahmen der SRK sollen sowohl für den
F-Kader als auch für den P-Kader (Perspektivkader) angeboten
werden.
Bei entsprechender
Qualifikation werden Frauen in den Herren-Bundesligen
eingesetzt.
Alle Schiedsrichterinnen
verbleiben grundsätzlich auch in den Kadern der jeweiligen
Landesverbände.
Da die neue Schiedsrichter-Ordnung
beim Bundestag nicht angenommen wurde, findet in diesem
Jahr im Rahmen des Bundesjugendlagers in Duisburg /
12.- 14. Oktober 2001 nochmals eine A-Prüfung
statt. Schiedsrichter des P- und F-Kaders, die noch
keine A - Lizenz besitzen, werden von der SRK
direkt zur A-Prüfung eingeladen.
Für Rückfragen stehen
die Mitglieder
des AK V jederzeit zur Verfügung.
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