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Arbeitsbereich Frauenförderung | Berichte

 

 

Quelle: Silvia Otto

 

 

Drittes Schiedsrichterinnen-Seminar in Freiburg 2002

 

 

 

Norbert Mosch

Norbert Mosch, Jahrgang 1948; Dozent für Führungs- und Organisationslehre an der Verwaltungs-Fachhochschule Thüringen, Fachbereich Polizei. Dort Lehrtrainer für Verhaltenstrainings zu den Themen Stressbewältigung, Zeitmanagement- und Arbeitsmethodik, Konfliktbearbeitung, Kommunikation und Personalführung. Zudem hat er eine "Antenne" für den Sport.

Bilanz der im Rahmen des weiblichen Final Four stattgefundenen Veranstaltung von Silvia Otto

Die Kopplung mit dem vorgenannten  DBBL–Event  hatte den unschätzbaren Vorteil, Spielbeobachtungen und gemeinsame Analysen mit den Schiedsrichterinnen und Technischen Kommissaren in den Lehrgangsplan zu integrieren.

Absolutes Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte der DBBL kam bei einem solchen Endturnier eine Frau als Schiedsrichterin zum Einsatz: Carolin Morgner, Westdeutscher Basketballverband, hat in Freiburg zwei Spiele geleitet und mit ihrer Leistung überzeugt.

Mein Fazit: Das vom DBB-Präsidium großzügig unterstützte Projekt "Fördermaßnahmen für weibliche Schiedsrichter" trägt erste Früchte – wir sind auf dem richtigen Weg.

"Hauptakteur" in den beiden Freiburg-Tagen war Norbert Mosch, Psychologe an der Thüringer Fachhochschule für Führungswissenschaften, der zu den Themenbereichen Selbstmanagement Stress, Konflikt-Lösungsstrategien und Kommunikation nicht nur völlig neue Aspkete aufzeigen, sondern auch entscheidende Hilfestellung geben konnte.

Norbert Mosch hat schon vor Jahren sein Herz für Basketball entdeckt und erledigte keinesfalls nur "seinen Job", er faszinierte seine Zuhörer mit einer verblüffenden und allen verständlichen Einfachheit und Eindringlichkeit seiner Vorträge. Er agierte nicht als Solist – vielmehr wurden alle Teilnehmerinnen in seine Arbeit mit einbezogen, z.B. zum Thema "Selbstreflexion" mit entsprechenden Rollenspielen, etc. Bei unseren Damen fand Norbert Mosch ein begeistertes Echo – um Wiederholung bzw. Fortsetzung  der Arbeit mit ihm wurde schon jetzt dringend gebeten.

Während N. Mosch  mit dem erweiterten F-Kader arbeitete, hatte Uli Sledz den sicherlich nicht ganz einfachen Part mit  den Damen übernommen, die entweder ganz neu hinzugekommen sind oder aber noch am Anfang einer erfolgreichen SR-Laufbahn stehen. Die Themen waren mit Norbert Mosch abgesprochen und hatten die gleichen Inhalte. Auch Uli Sledz begeisterte die Schiedsrichterinnen durch seine einfühlsame  und überzeugende Argumentation und durch wertvolle Hilfestellung in allen Bereichen.

Mathias Rucht - Einsatzleiter für die zweiten Bundesligen, erörterte die Problematik seiner Arbeit infolge zu vieler "geblockter" Wochenenden und Umbesetzungen und bat um mehr Professionalität (wie sie ja auch bei den Herren gefordert wird).

Helmut Zeh  konnte mich durch die Übernahme administrativer Belange während der Maßnahme entlasten und hat den Schiedsrichterinnen die Beobachtungsergebnisse der Hin- und Rückrunde  bekanntgegeben, sowie  "seine Einschätzung".

Fast "nebenbei"  haben wir dann auch noch meine zahlreichen Tops abgearbeitet:

Personalia, Beurteilungen, Sichtungen, Beobachtungen, Saison-Rückblick, F-Kader-Einkleidung (Karl Pfeil, Birgit Kunel), Vorschau auf "Season-Open  2002" in Marburg am  21./22. September 2002,  Entwicklungstendenzen bei den Frauenfördermaßnahmen - künftige Form für effektive und individuelle Förderung, etc.

Zum Top  "zentrale Maßnahme" oder "Splittung" erwarte ich noch entsprechende Statements meiner Damen.

Ich möchte an dieser Stelle den Herren Michael Sendzik und Peter Klingbiel für die finanzielle Unterstützung danken, - durch den "Club der Freunde"  ist "Norbert Mosch" erst möglich geworden (ein entsprechendes Dankesschreiben aller Teilnehmerinnen ist schon auf dem Weg).

Dank auch unserem "Finanzminister" Bernd Heiden für seine Hilfestellung im Vorfeld des Lehrgangs und für seine Großzügigkeit. Durch die Unterbringung aller Teilnehmer (einschl. H. Zeh und S. Otto)  in der Freiburger Jugendherberge habe ich sehr kostengünstig agieren können und die Eigenbeteiligung der Schiedsrichterinnen von 30€ pro Person schafft sicherlich einen gewissen Freiraum für Beobachtungen und Sichtungen in der kommenden Saison.

Ich muss meine Dankestour ausdehnen auf:

  • Jürgen Unger, der sich an beiden Tagen als "Fahrdienstleiter" und "Retter in der Not" ganz selbstverständlich zur Verfügung stellte
  • Jens Staudenmayer, der Caro Morgner mit dem so oft zitierten Fingerspitzengefühl durch ihr erstes Spiel auf diesem Niveau souverän begleitet hat
  • meine Schiedsrichterinnen, die mich mit ihrer Begeisterung und Aufnahmebereitschaft und dem überschwänglichen Dank am Schluss der Veranstaltung allen Vorbereitungsstress vergessen ließen
  • "Freiburg" und die überwältigende Gastfreundschaft und die unzähligen hilfreichen Aktivitäten vor und während des Turniers.

Dieses Seminar war  belebend, erfolgreich und in allen Belangen positiv und auf hohem Niveau. Ich bin sehr glücklich darüber.


Einige Stimmen zum Seminar von den Teilnehmerinnen:

"Der Lehrgang in Freiburg war wirklich super! Für mich ist er genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, da ich gestern abend ein Vorbereitungsspiel fürs Albert-Schweitzer-Turnier zwischen der deutschen Auswahl und dem Zweitligisten USC Heidelberg pfeifen durfte. Daher war für mich das Thema Streßbewältigung ganz wichtig. Das Spiel lief gut."

"Das letzte Seminar war in meinen Augen das bisher produktivste; die Idee mit Norbert Mosch war hervorragend. So habe ich nicht nur etwas für das Spiel mitgenommen, ich habe auch gelernt außerhalb des Schiedsrichterns seine Vorschläge anzuwenden."

"Zu allererst möchte ich mich nochmals für die tolle Organisation in Freiburg bedanken. Ich finde es einfach super, wie Sie [Anmerkung: gemeint ist Silvia Otto] das Ganze trotz "Ihres Alters" spitzenmäßig gemanagt haben, auch wenn Sie das selbst immer so kritisch sehen.
Schließlich haben wir ja am Wochenende gelernt, unsere Schwerpunkte auf die Stärken zu legen und uns auf das Positive zu konzentrieren. Ich war am Sonntag bei der Heimreise sehr nachdenklich  und habe die letzten Tage nochmals Revue passieren lassen.
Mittlerweile sage ich zu mir - kein Traum, sondern ein Fernziel, dass ich gut gemeistert habe und mit dieser Einstellung werde ich auch in die kommende Saison starten und mein Bestes geben, um wieder einen Schritt nach Vorne zu machen.
...
Die Programmgestaltung, vor allem auch der Sonntag morgen mit Norbert Mosch fand ich absolut lohnens- und lobenswert. Auch wenn ich Norbert nur diese zwei Stunden als Referent kennengelernt habe, hat mich dieser Mann als Mensch stark fasziniert, besonders auch für mich selbst wieder den Sinn des Lebens zu finden - jetzt einfach frei in den Raum gestellt. Dies sind meine Gedanken, mit denen ich mich momentan beschäftige und alles etwas gelassener sehe.
Probleme sind mittlerweile Aufgaben für mich, die das Leben mir stellt. Jedes Problem ist ein Geschenk des Lebens an mich, denn am Ende, in der Lösung, steckt immer eine Erkenntnis. Wenn ich also jetzt zurückschaue, erkenne ich, dass all meine Wünsche, die ich oft als Problem ausgelegt habe, in Erfüllung gegangen sind, die ich lange genug in meinem Unterbewußtsein festgehalten habe.
Erfüllung kann ich nur finden, wenn ich meine Berufung erkenne, annehme und erfülle!"

"..noch einmal will ich Ihnen sagen, wie viel mir dieser Lehrgang gebracht hat, in mir eine neue Motivation und Ehrgeiz hervorgerufen hat. Das 'Gespräch' mit Uli, aber auch der Teil am Sonntag mit Norbert, waren wirklich bereichernd.
...
Schon der erste Teil, die Gruppenarbeit, hat mir gezeigt, dass auch so vermeintlich 'trockene' Teile überaus spannende und vielleicht sogar ausreichend sein können. Andererseits war es auch gut, das Gelernte direkt auf die Praxis übertragen zu können, zumindest in Form der Beobachtung."

Kommentar zum Seminar von Norbert Mosch:

"Zum Seminar möchte ich sagen: für mich ein Riesengewinn; eine herausfordernde, anspruchsvolle Arbeit mit tollen Menschen. Wann immer es fortgesetzt wird, egal in welcher Form - ich stehe zu Ihrer Verfügung!"

 

 

 

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 Letzte Aktualisierung:
6. April 2003

 

© Axel Beckmann