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Das Hobby Schiedsrichter

 

 

Quelle: Officiating.com 19. April 2001 / Autor: Joe Nickell (unter tatkräftiger Mithilfe von Pat) /
Übersetzung und Überarbeitung: Axel Beckmann

 

 

Aus der Sicht der Schiedsrichter-Ehefrau

 

 

Wenn es um die Harmonie zwischen Sport und Frauen geht, bin ich einer der glücklichsten Männer auf diesem Planeten. Meine Frau liebt Sport und versteht warum ich das tue, was ich tue. Sie hat außerdem ein sehr gutes Verständnis für das Spiel und ist mein größter Kritiker, damit ich immer am obersten level pfeife. Nach jedem Spiel, das sie sich anschaut, muss ich ihr gegenüber zwei oder drei Pfiffe mehr rechtfertigen als gegenüber den Coaches oder Spielern! Selbst wenn Du nicht in dieser glücklichen Situation bist, kannst Du eine win-win-Situation herstellen, wenn Du an der Entwicklung einer guten Atmosphäre arbeitest. Hier sind einige Tipps, wie Du für mehr Verständnis in Deiner Familie sorgen kannst.

Nummer 1 ist es sie in die Zeitplanung miteinzubeziehen. Teile Ihre Deine Ansetzungen frühzeitig mit, so dass es keine Konflikte mit familiären Terminen gibt. Sei offen und diskutieren mit ihr, was Basketball für Dich bedeutet und wie Du es liebst irgendwo freitags abends im Frühjahr in einer Halle zu stehen. Minimiere die Anzahl der Momente, in der Du ihr mittags sagst, dass Du um 13.00 Uhr wegfährst und für den Rest des Tages weg bist. Lade Deine Frau zusammen mit der Frau des anderen Schiedsrichters zu den Spielen ein und geht mit ihnen danach essen. Das Einbeziehen der Frauen gibt ihnen das Gefühl ein Teil dessen zu sein, was Dir gefällt und nicht außen vor zu sein.

Wenn Deine Frau sich dafür entscheidet, zu Deinem Spiel mitzukommen, dann bereite sie auf das vor, was sie erwartet. Sie wird möglicherweise hören, wie Du verbalen Attacken ausgesetzt bist und Du musst sie auf diese unschöne Situation einstimmen! Sag Ihr die Schimpfworte, die Du an den Kopf geworfen bekommen könntest, so dass sie die Schreihälse ignorieren kann. Überzeuge sie, dass es manchmal am besten ist, bestimmten Fans aus dem Weg zu gehen und nicht Dich verteidigen zu wollen. Das ist ein aussichtsloser Kampf! Stell sicher, dass sie nicht dazu neigt, in diese Schlacht einzusteigen.

Teile mit Ihr die Eindrücke von Spielen, bei denen sie nicht dabei war, so dass sie Deine Gefühlslage versteht. Wenn irgendwas ungewöhnliches oder unangenehmes passiert ist, lass sie es wissen. Dann kannst Du mit ihr zusammen über lustige Dinge, die geschehen sind, lachen oder sie kann Dich dabei unterstützen, über schwierige Pfiffe hinweg zu kommen. Ihre Unterstützung kann dazu beitragen, dass Du negative Erlebnisse vergißt und bereit bist zum nächsten Spiel.

Ein weiterer Weg um sie zu involvieren und eine Partnerschaft zu festigen, ist es, die jährlichen Schiedsrichter-Treffen zu einer familiären Veranstaltung machen. Dies gibt den Frauen die Möglichkeit, überregionale Kontakte zu knüpfen. Meine Frau hat über die Jahre große Freundschaften entwickelt, die niemals ohne diese Meetings zustande gekommen wären. Sie freuen sich jedes Jahr auf die Erkundung der Malls, Antik-Läden und anderen interessanten Plätzen in neuen Städten.

Die Nummer Eins der Sachen, die Du nicht tun solltest, ist es, Dein verschwitztes Trikot in den Kleidersack zu schmeißen und zu erwarten, dass es demnächst sauber und zusammengelegt bereit liegt. Du brauchst nur eine Minute, um es selbst in die Waschmaschine anstatt in die Schmutzwäsche zu tun. Diese kleine Anstrengung hilft bei ihr nicht das Gefühl aufkommen zu lassen, dass Du sie ausnutzt zugunsten Deines Hobbys. Ich habe herausgefunden, dass meine Frau auf diese kleine Geste sehr positiv reagiert.

Damit Pfeifen wirklich den Spaß macht, den es machen könnte, müssen wir unsere Frauen mit in das Schiedsrichter-Team einbeziehen, auch wenn wir sie nicht mit aufs Feld nehmen können, um unsere Fehler zu korrigieren. Wenn Deine Frau mitzieht, wird eine mögliche Ursache von Streß plötzlich verschwinden.

 

 

 

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 Letzte Aktualisierung:
19. März 2003

 

© Axel Beckmann