Startseitechristmas_next.gifSchiedsrichterchristmas_next.gifKritik / Diskussionchristmas_next.gifFußball

Allgemeines

 Diskussionsforum

 Hilfe

 Gästebuch

 Impressum

 Leitartikel

 Links

 Mitglieder

 News

 Shop

 Thema des Monats

 Über "uns"

 

Organisationen

 Bundesligen

 DBB

 Regionalligen

 Landesverbände

 Euroleague

 FIBA

 International

 Luxemburg

 Österreich

 Rolli-Basketball

 Schweiz

 USA

 

Schiedsrichter | Kritik | Fußball

 

 

Die große Debatte im Herbst 2002 - Teil XIV

 

 

Starrköpfig und arrogant

Der runde Tisch

Kritisiert die Funktionäre: Michael Preetz

 

 

Quelle: Berliner Morgenpost vom 21.11.2002

Gastkommentar von Michael Preetz

Als nach dem Spitzenspiel Bayern München gegen Borussia Dortmund die Emotionen hoch kochten und der junge Schiedsrichter Michael Weiner aufgrund einiger strittiger Entscheidungen in die Kritik geriet, holten die Funktionäre zum Gegenschlag aus. Manfred Amerell, Mitglied des Schiedsrichter-Ausschusses im DFB, attackierte das Benehmen der Spieler.

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder traf sich mit Schiedsrichter-Obmann Volker Roth und ließ ebenfalls verlauten, dass die Spieler sich besser betragen müssten. Gleichzeitig lud er zum «Runden Tisch» mit angeblich allen Beteiligten. Doch die Hauptbeteiligten, nämlich wir Spieler, blieben außen vor. Obwohl unsere Vertretung, die VdV, bereits in der vergangenen Woche schriftlich Kontakt zu Obmann Roth aufgenommen hatte. Doch bis heute gibt es keine offizielle Reaktion des DFB, der Deutschen Fußball-Liga oder der Schiedsrichter auf dieses Gesprächsangebot der Spieler.

Gestern unterhielten sich nun also ausschließlich Funktionäre aus Verband und Liga, mit Matthias Sammer und Hans Meyer wurden lediglich zwei Trainer mit an den «Runden Tisch» gebeten. Wie soll sich bei einem solchen Umgang miteinander die Zusammenarbeit verbessern? Die Funktionäre benahmen sich in dieser Debatte so, wie es die Schiedsrichter auf dem Platz oft tun: unflexibel, starrköpfig und arrogant.

Anstatt eine Rolle als neutraler Vermittler einzunehmen, hat sich der DFB bereits vorab ganz auf die Seite der Schiedsrichter geschlagen. Herrn Mayer-Vorfelder war der Friede mit den Funktionären der Pfeifenmänner wichtiger als die konstruktive Diskussion aller Beteiligten. Und auch den Vertretern der Unparteiischen in Schiedsrichter-Ausschuss und -Lehrstab fehlt diese Bereitschaft zum Dialog mit den primär Betroffenen.

Übrigens ist das Verhältnis der Aktiven zu den Schiris auf dem Platz oft deutlich besser als das der Unparteiischen zu deren eigenen Obleuten. Unabhängig von den Ergebnissen des «Runden Tisches»: Für die Spieler ist klar, dass sie einem konstruktiven Dialog gegenüber weiter offen sind. Wir wollen die Schiris nicht ins Abseits stellen.

Michael Preetz ist Profi bei Hertha BSC und Vize-Präsident der Spielergewerkschaft VdV

 

 

 

Regeln

 Änderungen

 Ausarbeitungen

 Grundlagen

 Interpretationen

 Ordnungen

 Regelfragen

 Texte

 

Schiedsrichter

 Ausbildung

 Förderung

 Fortbildung

 Frauen

 Funktionäre

 Kritik

 Porträts

 Presse

 Psychologie

 Technik

 Tipps

 Vereine

 

 Letzte Aktualisierung:
31. Dezember 2002

 

© Axel Beckmann