Keine Häufung der Fehler durch die
Schiedsrichter
FRANKFURT (dpa). Volker Roth hat den
Schiedsrichter-Assistenten in der Fußball-Bundesliga ein schlechtes Zeugnis
ausgestellt. Während der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des Deutschen
Fußball-Bundes (DFB) den 44 Unparteiischen am Dienstag den Rücken stärkte,
mußten sich die Referees an der Linie Kritik gefallen lassen. Die 22
Assistenten, die aus aktuellem Anlaß nachträglich zur turnusmäßigen Tagung in
die DFB-Zentrale nach Frankfurt eingeladen worden waren, müßten künftig mehr
Laufbereitschaft und Mut zur Entscheidung zeigen sowie mehr Verantwortung
übernehmen, forderte Roth. "Wer dem Druck nicht standhält, paßt da nicht hin",
so Roth. Die Schiedsrichter nahm er von der Kritik aus. "Es hat und wird immer
Fehler geben. Aber ich sehe keine Häufung." Bei dem Treffen kam es auch zur
angekündigten Aussprache mit Giuseppe Palilla. Der Schiedsrichter-Assistent
hatte am Samstag beim Spiel Hannover 96 gegen Dortmund (0:3) fälschlicherweise
ein Handspiel im Strafraum angezeigt und Schiedsrichter Albrecht damit zu einer
Fehlentscheidung animiert. "So etwas darf sich nicht wiederholen", forderte
Roth. Man werde nicht zur Tagesordnung übergehen, wolle Palilla aber auch nicht
verdammen. "Er ist furchtbar geknickt und muß wiederaufgebaut werden", so
Roth.
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