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Schiedsrichter | Förderung |Karriere

 

 

Quelle: NASO / Autor: Dee Burton / Übersetzung: Axel Beckmann

 

 

Ein Play-Off-Schiedsrichter werden

 

 

 

Dick Bavetta(Dieser Beitrag stammt von Dee Burton, der früher Direktor der Utah High School Activities Associatioon war. Burton führt Punkt an, nach denen er seine Play-Off-Schiedsrichter ausgesucht hat. Momentan ist er Vice-Principal an der Layton High School.)

Es gehört viel dazu, um in die oberste Liga aufzusteigen und man braucht noch mehr Fähigkeiten, um eine Playoff-Schiedsrichter zu werden.

  1. Erscheinung - Sieht der Schiedsrichter sportlich aus? Ist die Kleidung ordentlich getragen und gepflegt? Entspricht der Referee den gängigen Gewichtsstandards? Wenn der Schiedsrichter sich nicht "verkaufen" lässt, werden die Leute seine Pfiffe nicht "kaufen".
  1. Beweglichkeit - Wenn Du nicht schnell genug in die richtige Position kommen kannst, um eine Entscheidung zu fällen, ist es egal ob der Pfiff richtig oder falsch war. Der Trainer wird ihn nicht akzeptieren. Spieler, Fans, Trainer und Partner mögen keine Pfiffe übers ganze Feld hinweg (long-distance-calls). Du musst in dem Bereich sein, wo der Pfiff gemacht werden muss.

  2. Regelkenntnis - Du kannst keine Schiedsrichter sein ohne die Regeln zu kennen. Du musst die Definitionen lesen und verstehen. Sie sind die Grundlage für alle Entscheidungen und Interpretationen.

  3. Gesunder Menschenverstand und Gefühl für das Spiel - Du musst auf dem Feld Vor- und Nachteil erkennen können. Dies bekommst Du nur durch arbeiten, arbeiten und noch mehr arbeiten. Ein "Regelbuch-Schiedsrichter" wird nur so lange überleben bis das Regelheft ihn einholt. Du brauchst gesunden Menschenverstand und einen Sinn für den "Geist der Regeln". Du musst ein Gespür entwickeln, so dass Du weißt ob es ein Spiel ist, wo Du alles laufen lassen kannst oder ein schwieriges, dass mehr Kontrolle verlangt. Es jedes Spiel ist anders.

  4. Technik - Du hast gepfiffen, was nun? Du musst kommunizieren durch Deinen Worte und Taten. Versteht Dein Partner, der Coach und die Fans, was Du gepfiffen hast? Wenn Dir nach dem Pfiff alles wie in Zeitlupe vorkommt, dann liegst Du nicht falsch. Wie kommunizierst Du mit Deinem Partner?

  5. Konstanz - Was in der ersten Minute gut ist, ist auch in der letzten Minute gut. Behandle beide Seiten des Feldes gleich. Wenn das Spiel enger und die Leute lauter werden, wechsle nicht das Tempo oder Deine Entscheidungs-Linie. Sag ihnen was Du pfeifst und dann pfief es auch das ganze Spiel über.

  6. Selbstvertrauen - Du hast Dich unter Kontrolle, aber sein nicht arrogant oder großspurig. Sei freundlich und nicht rauh oder aggressiv. Ein bißchen Humor gefühlvoll an der richtigen Stelle eingesetzt, hilft immer. Ein Schiedsrichter muss zeigen, dass er sich selbst unter Kontrolle hat.

  7. Professionalität - Spiel Deine Rolle. Schiedsrichter sind täglich dem Gerede ausgesetzt. Zurückschlagen und die Einstellung haben, "er hat das Spiel bekommen, weil...." hilft nicht. Den einzigen Freund, den Du auf dem Spielfeld hast, ist der andere in dem grauen Trikot, Du lebst und stirbst mit ihm zusammen während der nächsten 40 Minuten. Ruf nicht den Ansetzer für Spiele an, wenn er welche hat, wird er Dich anrufen. Der einzige Weg, um Ehre für unseren "Beruf" zu gewinnen ist es, professionell zu agieren. Respekt muss man sich verdienen, er wird nicht verliehen. Nimm die Spiele, die Du bekommst und feilsche nicht um bessere, größere Spiele. Deine Zeit für große Spiele wird kommen.

  8. Wenn es Dir keinen Spass mehr macht, lass es - Schiedsrichtern ist fordernd und zeitaufwendig. Es wird all die Zeit einnehmen, die Du ihm opferst. Wenn Du verheiratet bist, vergiss nicht, dass Du eine Familie hast, die Dich ebenfalls braucht. Sei in der Lage die Wirklichkeit zu erkennen und zu akzeptieren. Nicht jeder wird in die Bundesliga und auch nicht jeder wird die Regionalliga jemals schaffen. Akzeptiere, wo Du bist und werde glücklich damit. Aber, wenn Dich diese Erfahrung nicht erfreut, warum machst Du es dann noch?

  9. Nutze, was Dich da hingebracht hat - Du kannst nicht etwas sein, was Du nicht bist. Nimm die Eigenschaften, die Du hast und entwickle sie weiter. Sei Du selbst und sei ehrlich zu Dir selber.

 

 

 

 

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 Letzte Aktualisierung:
Dezember 2001

 

© Axel Beckmann