Dribbeln
gegen eine harte Defense
Gute Spiele können heutzutage
eine ganze Menge mit dem Ball anfangen: hinter dem Rücken
dribeln, durch die Beine usw. Laßt sie ihre Fähigkeiten
zeigen, helft ihnen aber nicht, wenn ihr Leistungsniveau
nicht dem ihrer Konkurrenten entspricht. Berührt
die Verteidigerin den Ball bevor sie einen kleinen Kontakt
mit der Angreiferin produziert, warte mit dem Pfiff.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Defense mit
illegalen Mitteln spielen darf!
Was ist für unsere Verteidigerin
im Bild (rechs) erlaubt und was nicht?
B1 kann eng an ihrer Gegenspielerin
A1 bleiben und Druck auf sie ausüben, indem sie
versucht vor sie zu kommen. In diesem Falle hätte
sie dann eine gute Position für einen möglichen
Steal, bei dem sie durchaus auch die Hand berühren
könnte - nicht jedoch den Arm. Dies ist allerdings
ein schwieriger Pfiff und es ist wichtig, dass man derartige
Kontakte bei beiden Mannschaften gleich beurteilt. Auch
die Kollegin muss hier mitziehen.
B1 kann auch in der auf dem Bild zu
erkennenden Position bleiben und engen Kontakt zur Dribblerin
beibehalten. Auch hier ist Fingerspitzengefühl
gefragt. Kommt es zu Körperkontakt und die Angreiferin
verliert deswegen den Ball oder begeht einen Schrittfehler
oder verliert die Balance, müssen wir sie schützen.
Ausgenommen natürlich, dass die Regelübertretung
vor dem Kontakt geschieht.
Was ist der Angreiferin erlaubt
und was nicht?
A1 hat auf dem Bild die Chance den
Ball legal - ohne Einsatz der Hände - zu kontrollieren.
Ein Schiedsrichter tut gut daran, sich zu erinnern,
dass Basketball eine Mannschaftssportart ist und kein
Einzelkämpfertraining. Die Angreiferin muss harte
Defense und entsprechenden Druck erwarten und den Ball
abspielen, wenn sie sich ihrer Verteidigerin nicht mit
legalen Mitteln erwehren kann. (Dies gilt insbesondere
in den College- und High-School-Ligen der USA, wo eine
derart eng gedeckte Angreiferin innerhalb von 5 Sekunden
den Ball abspielen oder auf den Korb werfen muss).
A1 darf nicht ihren freien Arm nicht
dazu benutzen, B1 wegzustossen, allerdings kann sie
ihn wie oben gezeigt auf Schulterhöhre halten,
um das eigene Gleichgewicht zu erhalten und den Ball
zu schützen. Es ist Auslegungssache, wann das Ganze
ein Foul ist.
Es ist nicht unsere Aufgabe der Angreiferin
aus dieser Situation zu helfen. Es ist unser Pflicht,
auf ein sauberes Dribbliin zu achten und ein Führen
des Balles zum Schutz gegen die Verteidigerin sofort
abzupfeifen.
Ein letzter Tipp: Wenn Du einen Dribbler
mit gesenkten Kopf siehst, der nicht auf seine Mitspieler
achtest, weißt Du, dass Du ein Problem bekommen
wirst. Ein guter Verteidiger sieht dieses schwache Dribbling
und wird den Druck auf den Dribbler erhöhen. Du
musst nun realisieren, dass hier Gefahr droht und Deine
Aufmerksamkeit auf diese Situation lenken. Nach wie
vor gilt: Sieh die nächste Aktion voraus - nicht
den Pfiff.
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