Tipp24.de - Einfach mal im Lotto gewinnen

 

 

Startseitechristmas_next.gifSchiedsrichter christmas_next.gifPorträts

Allgemeines

 Diskussionsforum

 Hilfe

 Gästebuch

 Impressum

 Leitartikel

 Links

 Mitglieder

 News

 Shop

 Thema d. Monats

 Über "uns"

 

Organisationen

 Bundesligen

 DBB

 Regionalligen

 Landesverbände

 Euroleague

 FIBA

 International

 Luxemburg

 Österreich

 Rolli-Basketball

 Schweiz

 USA

 

Schiedsrichter | Porträts | Fussball

 

 

Quelle: Mainzer Rhein Zeitung vom 8. Januar 2002

 

 

Die mysteriöse "Lady in Black" und ihr "Western Revolverheld"

 

Das Ehepaar Schluchter aus der Schweiz leitet sogar Europapokal-Spiele

BASEL. Am rustikalen Ecktisch des "Fröhlichen Rheinfelder Hofes" in Basel geht es gemütlich zu. Sie lehnt sich zärtlich an seine Schulter, er schaut ihr liebevoll in die Augen. Erst die Bedienung stört das traute Glück und bringt Straußensteak mit Kräutern. Sie sind Genießer. Wie alle in der Schweiz.

Eigentlich sehen Vroni und Andreas Schluchter aus wie ein ganz normales Paar. Trotzdem sind sie anders als alle anderen auf dieser Welt. Einmal gelten sie als Traumpaar. Er als Western Revolverheld, der "schneller zieht als John Wayne" wie das Boulevardblatt "Blick" blumig schrieb. Sie als Vampverschnitt und mysteriöse "Lady in Black".

Manchmal werden sie herzhaft beschimpft. "Vroni, du Drecksau" brüllen die Fußballfans im Stadion, wenn sie die Fahne unten lässt. Sie sieht selten ein Abseits nicht, aber es kommt vor. "Ach, der Schluchter und seine Alte" heißt es abfällig. Es wäre ein Wunder, wenn so ein Paar nicht für Schlagzeilen sorgen würde. Er Schiedsrichter und sie "seine" Linienrichterin.

Vroni und Andreas Schluchter aber sind verheiratet. Mann und Frau in schwarzer Kluft. Ein Teil des Ehelebens unter ständiger Beobachtung, eingezwängt in starre Regeln. Eine so exotische Kombination, einmalig im Fußball. Es war 1999 in Skopje, als der Mann an der Hotelrezeption ihnen zwei Schlüssel in die Hand drückte. Zwei Einzelzimmer für das Ehepaar aus der Schweiz. So ein Leben mit Ecken und Kanten. Manchmal endet es in getrennten Betten. Und sie lehnt sich an seine Schulter, er schaut sie liebevoll an. Etwas Melancholie, das leisten sich auch Schiedsrichter. "Meistens bekommen wir ein Doppelzimmer", erzählt Vroni. Andreas grinst. Selbst die gestrengen Herren der Uefa überlegten lange, ob so ein Doppelzimmer mit Paragrafen und Statuten zu vereinbaren sei ...

Die Schluchters haben für viel Wirbel gesorgt. Die Kommission der Schweizer Schiedsrichter macht sich über sie Gedanken. "Sollte einmal ein Entscheid untersucht werden, könnte es juristische Probleme geben, weil die beiden verheiratet sind. "Wir werden diese Besonderheit diskutieren", sagte Paul Krähenbühl, der Präsident der "Ref-Kommission", einmal. "Die", sagt Andreas, "schauen einfach, wie es läuft". Sie werden mehr geduldet als geliebt. "Die Schiedsrichter-Kollegen stehen hinter uns", sagen sie. Sonst das Übliche: Einmal ist er die "Flasche", einmal sie. Die Kritik kommt versteckt. Oft aber gibt es Szenenapplaus. Eine Mischung aus Respekt und Verwunderung begleitet sie. Aber "bei einigen anderen habe ich schon den Eindruck, sie wollen mich nicht in der Liga haben", erzählt Vroni. "Ich merke nur, dass über mich mehr diskutiert wird als über andere Linienrichter."

Vor acht Jahren pfiffen sie das erste Mal zusammen und starteten nach der Partie zwischen Genf und Bern in der Nationalliga A 1992 ihren einsamen Triumphzug gegen Vorurteile und Anfeindungen. "Man konnte seinen Linienrichter wählen", sagt er. Seit 1995 sind beide Fifa-Refs, 1997 pfiffen sie ihr erstes Europapokalspiel. "Die Zeitungen, das Fernsehen und die Funktionäre haben mehr Probleme mit uns als wir selbst", sagt der "Andy". Daheim gibt es keinen Krach. "Auch wenn mal ein Spiel in die Hose geht, wir können das gut trennen." Oliver Trust

 

 

 

Regeln

 Änderungen

 Ausarbeitungen

 Grundlagen

 Interpretationen

 Ordnungen

 Regelfragen

 Texte

 

Schiedsrichter

 Ausbildung

 Förderung

 Fortbildung

 Frauen

 Funktionäre

 Kritik

 Porträts

 Presse

 Psychologie

 Technik

 Tipps

 Vereine

 

Letzte Aktualisierung:
17. Dezember 2003

 

© Axel Beckmann