Home Dienstag, 9. Februar 2010      
 
NBA-Refs müssen draußen bleiben Drucken E-Mail
Geschrieben von Axel Beckmann   
Mittwoch, 30. September 2009

nbadleague-ref_sehrkleinDie NBA ist wenige Wochen vor Saisonbeginn in Aufruhr. Wie schon einmal 1995 konnten sich die Schiedsrichter und die NBA nicht über einen neuen Arbeitsvertrag einigen. Die Gewerkschaft der Refs weigerte sich massive Kürzungen der Pensionszahlungen und weitere mit der Weltwirtschaftskrise begründeten Streichungen zu akzeptieren. Somit werden zumindest in den Vorbereitungsspielen Ersatz-Schiedsrichter aus unterklassigen Ligen und ehemalige NBA-Refs zum Einsatz kommen.

Unerwartete Unterstützung erhalten die Schiedsrichter ausgerechnet von den Spielern und Trainern. Während in der Saison nicht selten über die schwachen Leistungen gemeckert wird, sind nun urplötzlich alle eine große Familie und fürchten das Allerschlimmste. "Die Spieler sind besorgt, dass der Einsatz von Ersatzleuten die Integrität unserer Spieler gefährden könnte. Unsere Fans verdienen das Beste, und dazu gehören auch die besten Schiedsrichter. Alles andere ist inakzeptabel", betonte Derek Fisher von Meister Los Angeles Lakers, der zugleich Präsident der Spielergewerkschaft ist. Derartige Lobhudelei kommt nicht von ungefähr, denn beim letzten Mal hagelte es unzählige Strafen und vor allem Verletzungen. Erst nach 68 Tagen hatte der Spuk ein Ende.
62dan_crawford-blane_reichelt-bill_kennedy2009 sind die NBA-Verantwortlichen jedoch optimistisch, dass es diesmal glimpflich abläuft. Zum Einen wird man auf den erst seit wenigen Jahren betreuten NBA-"Nachwuchs" aus der WNBA und der NBA-Development-League zurückgreifen und zum Anderen ist man sich sicher, dass man die notwendigen 61 Ersatz-Schiedsrichter zusammenbekommt. 1995 war dies nicht gelungen und die Spiele wurden lediglich von Zweier-Gespannen geleitet.
Zwischenzeitlich ist jedoch die Teilnehmerliste des Trainings-Camps an die Öffentlichkeit geraten und hier sind lediglich 44 Ersatzleute aufgeführt. Offenkundig haben sich einige Schiedsrichter nicht bereit erklärt, der NBA in dieser Notsituation zu helfen. Kein Wunder, denn wer auf dem Sprung in die NBA steht, will es sich nicht mit seinen möglichen zukünftigen Kollegen verscherzen. Gewerkschaften in den USA haben ein langes Gedächtnis.
Für nicht minder großes Erstaunen haben zwei spezielle Namen auf der besagten Liste gesorgt: Robbie Robinson und Michael Henderson. Henderson wurde 2005 nach vier Saisons suspendiert und sorgte für einen großen Skandal. Seine Kollegen drehten aus Protest ihre Trikots auf Links und schrieben Hendersons Nummer auf den Rücken. Robinson wurde 2007 nach drei Jahren von der NBA gefeuert.
Folgende Schiedsrichter haben angeblich an dem Vorbereitungscamp teilgenommen: Steve Anderson, Brett Barnaky Scott Bolnick, Lorenzo Bronson, Nick Buchert, Deldre Carr, Jose Carrion, Marcus Clayton, Andre Crawford, Kane Fitzgerald, Edward Gaines, Carlos Gonzalez, Micheal Henderson, Don Hudson, Byron Jarrett, Keith Kimble, Marat Kogut, Karl Lane, Jamey Luckie, Tre Maddox, Glenn Mayberry, George McDaniels, Will Mensah, Matt Myers, Brent Nansel, JT Orr, Mike Price, Robbie Robinson, Kevin Scott, Garrick Shannon, Brian Shelley, Lamont Simpson, Jeff Smith, Kevin Sparrock, Clark Stevens, Ben Taylor, Josh Tiven, Tony Turner, Scott Twardoski, Kurt Walker, Ken Washington, CJ Washington, James Williams and Jeff Wooten.
Quellen: diverse
 
Weiter >
 
Hauptmenü
Partner
Bilder
michael_trainer_klein.jpg
Amazon
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de
  basketball-schiedsrichter.de