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Der Internationale Basketballverband hat ein völlig neues Vorbereitungs- und Förderungs-Programm bei allen FIBA-Veranstaltungen gestartet.
 Bei ihren permanenten Bemühungen, die Qualität der Schiedsrichter auf einem globalen Level anzuheben und den Schiedsrichtern während den Spielen auf dem höchst möglichen Niveau beizustehen, hat die FIBA einige innovative Maßnahmen für die bevorstehenden Veranstaltungen geplant.
Die Spiele der FIBA Weltmeisterschaften U19 weiblich und der U21 männlich in Tunesien und Argentinien in diesem Sommer werden erstmals mit 3 Schiedsrichtern gepfiffen. Dies ist nicht wirklich ein neues Konzept, aber die Einführung von Schiedsrichter Supervisorn und einem Vorbereitungs-Camp ist es. Die Beobachtung und Förderung der Schiedsrichter, basierend auf einer speziellen FIBA-Vorlage, wird neue Standards in der Kooperation mit den besten FIBA-Schiedsrichtern während den Weltmeisterschaften setzen.
FIBA Sport Direktor Lubomir Kotelba zu dem neuen Programm: "Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung unserer Schiedsrichter in den weltweiten Wettbewerben. Jeder hat ein hohes Maß an Professionalität und Einsatz gezeigt, Nichtsdestotrotz waren wir Zeugen unterschiedlicher Auslegungen und Stile, je nachdem aus welchem Land oder aus welcher Region die Schiedsrichter kamen. Unser Weltmeisterschaften sind die ideale Möglichkeit, um mit einigen der besten Schiedsrichter zu arbeiten und am Ende einen globalen Ansatz zu erreichen.
Im Detail sieht das Programm folgende Maßnahmen vor:
FIBA Vorbereitungs-Camps
Alle Schiedsrichter der U19 und U21-Weltmeisterschaften 2005 und bei den zukünftigen FIBA-Wettbewerben werden durch die FIBA nominiert, die auch alle Reisekosten übernehmen wird. Bisher mussten die teilnehmenden Nationen die Schiedsrichter in ihre Delegationen einbinden und die Kosten übernehmen. In dem neuen System gibt es keine Restriktionen mehr bezüglich der Länder oder Regionen aus denen die Schiedsrichter kommen.
Alle eingeladenen Schiedsrichter müssen an einem obligatorischgen Zwei-Tage-Lehrgang teilnehmen, der direkt vor der Veranstaltung durchgeführt wird. Dieser Lehrgang dient als praktische Vorbereitung auf die Meisterschaft, wo generelle Richtlinien und letzte Anweisungen besprochen werden. FIBA Schiedsrichter Supervisors
Zum ersten Mal hat die FIBA die neue Position eines FIBA Schiedsrichter Supervisors eingeführt. Zu jeder Meisterschaft werden zwei Supervisor nominiert und ihre Verantwortung liegt in der Evaluation der Schiedsrichter während und nach der Veranstaltung.
Während der Wettbewerbe werden die Supervisor ein neu entwickeltes Evaluations-Formular und die Videos der Spiele benutzen. Nach jedem Spiel werden sie in Einzeldiskussionen mit den Schiedsrichtern deren Leistung diskutieren.
Nach der Veranstaltung werden die Supervisor einen detaillierten Bericht über jeden einzelnen Schiedsrichter verfasssen, der sowohl das Auftreten auf dem Feld als auch das Verhalten außerhalb des Feldes beleuchtet und eine Empfehlung für zukünftige Nominierungen beinhaltet. Dieser Bericht wird dem jeweiligen Nationalen Landesverband zur Verfügung gestellt.
Die Supervisor haben keinerlei Einfluss auf die Entscheidungen während eines Spieles. Diese bleiben wie bisher komplett den Schiedsrichtern, dem Technischen Kommissar, der Technischen Kommission und dem Schiedsgericht (im Falle von Protesten) vorbehalten.
Für die Veranstaltungen 2005 hat die FIBA Carlos Affini (Brasilien), Miguel Betancor (Spanien), Alberto Garcia (Argentinien) und Krzysztof Koralewski (Polen) als Supervisor benannt. Jeder von ihnen kann auf eine erfolgreiche Karriere als FIBA Schiedsrichter auf dem höchsten Level zurückblicken. Einsätze bei verschiedenen Olympischa- und Weltmeisterschafts-Endspielen stehen zu Buche.
Original-Text: FIBA | Übersetzung: Axel Beckmann
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