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Wenn am heutigen Sonnabend ganz Basketball-Deutschland gespannt darauf schaut, ob das Überraschungsteam der Artland Dragons Quakenbrück in Spiel drei der diesjährigen Finalserie um die Deutsche Basketball-Meisterschaft bei den Brose Baskets Bamberg (Play-off-Stand 1:1) noch ein weiteres Kapitel zur Sensationsgeschichte hinzufügen kann, ist ein Stader wieder mittendrin - oder zumindest direkt am Rand. Rudi Steinkamp, der Manager des Basketball-Regionalligisten VfL Stade und ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter, ist weiterhin als Technischer Kommissar für die Basketball-Bundesliga (BBL) tätig und hat zusammen mit Klaus Preller und Uli Sledz den Sprung in den erlauchten Kreis der drei für die Finalserie ausgewählten Kommissare geschafft. Nachdem Preller in Spiel eins am vergangenen Sonntag und Sledz in Spiel zwei am Donnerstag im Einsatz waren, ist es heute Steinkamps Aufgabe, den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Für Rudi Steinkamp ist es bereits der achte Einsatz in den diesjährigen Play-offs und erneut eine große Herausforderung. "Mein Kollege hat mir schon erzählt, dass auch in diesem Jahr in Bamberg wieder eine höllische Stimmung herrscht", ist der Stader vorbereitet. In der mit 6800 enthusiastischen Zuschauern ausverkauften JAKO-Arena sei es so wahnsinnig laut, dass man sein eigenes Wort kaum verstehen und die Signale der Schiedsrichter nur sehr schwer wahrnehmen könne. Für Steinkamp heißt es in Bamberg also wieder: kühlen Kopf bewahren.
So wie beim bisher kritischsten Moment in den Play-offs. Das entscheidende fünfte Spiel im Halbfinale zwischen Gastgeber und Titelverteidiger RheinEnergie Köln und dem Vorrundenachten Artland Dragons Quakenbrück stand kurz vor dem Abbruch, weil die letzten Minuten aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle zur reinsten Rutschpartie wurden. "Quakenbrück führte zu dem Zeitpunkt praktisch uneinholbar. Deshalb wollten die Schiedsrichter das Spiel natürlich mit aller Macht zu Ende bringen, um die Serie mit einem Abbruch nicht entscheidend zu beeinflussen", so Steinkamp zu der Szenerie.
Dies gelang letztlich, nachdem er mit den Schiedsrichtern übereingekommen war, das Spiel zumindest zwischenzeitlich zu unterbrechen, um das Parkett komplett wischen zu lassen. Auf solche Zwischenfälle könne er in Bamberg jedoch gut und gerne verzichten, denn nur dann bleibe Zeit, das Spiel auch als Fan zu genießen. "Es ist doch angenehm, wie überraschend die Play-offs verlaufen", ist auch Steinkamp ein wenig im Sensationsfieber, wenngleich er Bamberg, Meister von 2005, als Favoriten ansieht. Ob er im vierten oder einem möglichen fünften Finalspiel erneut zum Einsatz kommt, entscheidet der Deutsche Basketball Bund in den nächsten Tagen.
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/23/760535.html
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